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Kindergeburtstag in der Bowlingbahn

Gleich heute vormittag sind wir zum gemeinsamen Familieneinkaufsbummel aufgebrochen.
Bei allen 3 Kindern kam in den letzten Tagen der Wunsch nach einer Taucher- oder Schwimmbrille auf ;-)
Doch bevor wir dafür im Orca Geld ausgeben konnten, mussten wir erst noch ins Forex zum Geld wechseln. Und zeitiges Kommen sichert anscheinend einen guten Kurs. Offiziell gab es für 1 Euro 1,70 Cedis, aber weil wir heute die ersten Kunden waren, gab es 1,71 Cedis ;-)
Ausser den gewünschten Brillen gab es noch neue Faschingskostüme für Philipp und Julian (für je 8 Cedis) und einen kleinen Plastiktisch, der auf der neu gebauten kleinen Terrasse neben dem Pool seinen Platz gefunden hat - davon gibt es dann morgen Bilder.

Daheim gab es dann zu Mittag ein Süppchen, für die Kids eine halbe Stunde Planschen im Pool und dann mussten wir schon wieder los. Heute feierte Philipps Freund Leon seinen Geburtstag im Harbin.
Dort gibt es eine Bowlingbahn, Billard und eine Halle mit haufenweise Daddelautomaten.

Die Kids haben Bowling gespielt und später gab es noch Pizza.



Gegeb 18 Uhr haben wir Philipp wieder abgeholt, denn der Rest der Familie Langer brauchte ja auch noch etwas zum Abendessen. Das gab es dann bei dem kleinen Franzosen an der Ring Road.
Wir waren fast fertig, da fing es dann plötzlich an mit regnen - der erste Regen seit vielen Wochen - jedenfalls in unserer Gegend.
Auf dem heimweg haben wir noch bei unserer Getränkefrau gestoppt, um einen Kasten Minerals zu holen.
Die haben dann Dani erstmal erklärt, dass diese Art Regen heute ganz gefährlich ist, wenn nicht sogar tödlich. Die richtig dollen heftigen Schauer, wo dann danach alles unter Wasser steht, sind wohl okay. Aber wenn es wie heute nur so ein bischen regnet, dann ist das gar nicht gut, denn dann kommen Krankheiten.
Nun ja, man muss es nicht verstehen. Jedenfalls waren hier gleich wieder alle völlig überrascht und überfordert von den paar Tropfen, ähnlich wie in Deutschland immer alle überrascht sind, wenn es im Dezember plötzlich schneit ;-)

Freitag, 12.12. - letzter Schultag

Heute war der letzte Schultag für dieses Jahr, jetzt gibt es erst mal 3 Wochen Ferien bis ins neue Jahr.
Die Kinder haben in den Klassen gemeinsam Frühstück gemacht oder einen Film geschaut.

Wir haben derweil am Vormittag noch ein paar Einkäufe erledigt, unter anderem Blumenkohl.
Die Preise sind wieder nach unten gegangen, also stand bei uns heute Brokkoli-Blumenkohl-Auflauf auf dem Speisezettel.

Da ich mich auf dem Weg zum Gemüsestand ziemlich mit Marmelade aus einem Donut bekleckert hatte, bin ich im Auto sitzengeblieben und habe das Treiben am Stand beobachtet.

Dabei fiel mir auf, was das eigentlich für ein schöner Anblick ist.


Besonders stachen mir die riesigen Durians, auch Stinkfrucht genannt, ins Auge.
Mann die waren echt enorm groß!


Wir haben auch so einen Baum im Garten, jetzt ist gerade Erntezeit. Das ist echt ein eigenartiges Früchtchen, irgendwie sogar amüsant. Warum, wird bei Wikipedia erklärt.
Und es ist wahr, es schmeckt klasse, aber wehe die ist überreif - der Gestank ist abartig.

Aber wir müssen uns auch nicht verstecken mit unseren Ernteerfolgen. Die nächste Bananenstaude war fertig, um vom Baum geholt zu werden.

Danach wird der ganze Stamm entfernt, damit die nächsten gut nachwachsen können.



Zum nachreifen werden die Bananen dann aufgehangen und nach und nach werden sie gelb und können gegessen werden.

Wir haben sie im Hof an den Mangobaum gehangen und es kann sich bedient werden


So, und nun könnt ihr mal schätzen, wieviele Bananen genau an dieser Staude dran sind ;-)
Ich bitte um reichlich Kommentare!!
Die Auflösung gibt es Montag abend, um all denen, die von der Arbeit aus Blog lesen, auch eine Chance zum raten zu geben ;-)

Am Nachmittag kam dann Mirko zum Übernachten zu uns, dafür hat sich Philipp bis morgen zu seinem Freund Leon verkrümelt. So gleicht sich das immer schön aus.

Samstag, 22.11. - Weihnachtsbasar in der RMS

Jedes Jahr in der Vorweihnachtszeit findet in der Schweizer Schule ein Basar statt.
Ich persönlich nenne das mal nicht unbedingt Weihnachtsbasar, denn dafür mangelt es einfach am dafür gewohnten Klima und einigen typischen Ständen, die auf gängigen deutschen Weihnachtsmärkten zu finden sind wie etwa Glühwein, gebrannte Mandeln usw.

Und auch Weihnachtsmusik wirkt hier irgendwie albern, denn es gibt keine Tannenbäume noch rieselt hier der Schnee, weder leise noch laut.

Da kommen bei strahlendem Sonnenschein afrikanische Trommelklänge bedeutend besser an.

Dabei kann man dann die Stände in Ruhe abklappern und sich mit allerlei Krimskrams eindecken, ein neues Bastkörbchen, eine Deko-Schildkrötenfamilie aus Muscheln, Perlen und jede Menge Weihnachtskarten, die ich in den nächsten Tagen mal schreiben und verschicken werde.



Für die Kleinen war auf dem Sportplatz eine große Hüpfburg aufgebaut, dort hat sich Julian richtig verausgabt, er war klatschnass durchgeschwitzt.

gegen mittag sind wir dann wieder heim, ohne Chris. Der wollte eh bei Mirko schlafen und ist gleich von der Schule aus dann mit hingefahren.

Abends waren wir dann im Surfers Inn essen. Philipp wollte unbedingt etwas mit Spätzle, also hat er sich Gulasch bestellt, Dani hatte Schweinefilet, Julian Schwarzwälder Schinken und Pizzabrot. Mein Hunger hielt sich in Grenzen, ich habe wiedermal leichte Probleme mit der Verdauung, deshalb gab es nur was Kleines - frittierte Shrimps.

Wir haben auch gleich bei Martin, dem Besitzer angefragt, ob es denn dieses Jahr Weihnachten wieder eine Gans geben wird. Das werden wir uns auf keinen Fall entgehen lassen. Bevor wir uns selber in die Küche stellen, vorausgesetzt wir haben überhaupt eine Gans zum zubereiten, lassen wir uns lieber im Surfer´s bekochen ;-)

Happy Birthday!

Aber bevor ich verrate, wer Geburtstag hatte, muss ich erst mal gestern nachholen.

Zwei unserer Kinder hatten schon angekündigt, dass sie Freitag auf Samstag bei Freunden übernachten wollen, ich war abends mit Bettina und Martina zum essen verabredet, also hatte Dani mit Julchen einen "Männerabend" geplant.
Die Nummer mit Gogo-Girls fand Julian nicht besonders reizvoll, also haben sich die beiden dann geeinigt, gemeinsam Spiderman anzuschauen ;-)

Gegen 19 Uhr kamen dann Martina und Bettina und wir sind gemeinsam los.
Wir hatten vor 2 Wochen in Osu ein neues libanesisches Restaurant entdeckt und das wollten wir mal testen.

Ein paar der Gerichte in der Karte kannten wir, einiges war uns nicht so geläufig, also haben wir beim Kellner nachgefragt, aus was die einzelnen Gerichte so zubereitet sind.
Der konnte uns aber nicht wirklich weiterhelfen, kannte sich absolut nicht aus, aber er hat uns einen von den Libanesen an den Tisch geschickt. Den haben wir dann ausgiebig befragt und er hat uns genauso ausgiebig Auskunft gegeben. Bei einem Gericht hat er angefangen, zu erklären, was drin ist und wie es zubereitet wird, plötzlich winkt er ab, rennt weg und kam kurz darauf wieder mit einem kleinen Tellerchen und hat jeder von uns einen Happen in den Mund geschoben zum kosten.
Das nenne ich mal Service! Und weil es lecker war, haben wir es gleich bestellt ;-)

Neben uns am Tisch sass ein ghanaisches Pärchen und der Mann hatte auf seinem Handy als Klingelton eine Klospülung, als sein Telefon klingelte, haben wir alle gleichzeitig ganz blöde rübergeguggt und dann gelacht, als er sein Handy aus der Tasche holte.
Als wir gehen wollte, haben wir ihnen so zugenickt als gruß und er fragte "Are you germans?
Wir nickten und ich konnte mir eine Frage nicht verkneifen - "Are you Ghanaian?
Da musste er dann laut lachen. Er erzählte, dass er vor kurzem in Hamburg war, Martina meinte "Oh, it´s near to my hometown"
Da musste ich gleich loswerden "Oh, it´s far from my hometown"
Er lachte, meinte, wir wären funny und er mag Deutschland und Deutsche.
Der gleichen Meinung war auch der Libanese, der uns "gefüttert" hat. Der ging sogar noch einen Schritt weiter und hat uns verraten, dass er gerne eine Deutsche als Ehefrau hätte.
Nun ja, wir haben gesagt, dass wir zum heiraten nicht mehr zur Verfügung stehen, aber zum essen gerne mal wiederkommen ;-)

Nach einem guten Essen sollte man noch etwas feines trinken, das gab es im Venus, so eine Art Szenekneipe in Osu. Nach einem Cocktail und jeder Menge Klatsch und Tratsch sind wir wieder zu mir nach Hause, Bettina hatte ihr Auto bei uns geparkt, weil wir gemeinsam mit Martina gefahren waren.
Mittlerweile war es etwa halb 12 und wir hatten noch Lust auf einen Absacker auf unserer Terrasse, eine Flasche Sekt lag schon gekühlt im Kühlschrank.
Dani war da schon im Bett, im ganzen Haus war es dunkel.
Womit wir beim Geburtstagkind wären ;-)
Dass er sich schon ins Bett verzogen hatte, war für uns kein Grund, ihm nicht als erste zu gratulieren. Spontan haben wir beschlossen, ihm Mitternacht mit einem Gläschen Sekt ein Ständchen zu bringen - direkt vor seinem Bett ;-)
Aber ganz dumm ist er ja auch nicht, er hatte ein Auto reinfahren gehört, aber nicht, dass es wieder rausgefahren wäre. Damit ahnte er, was ihm gleich drohen könnte und 10 vor 12 kam er dann noch zu uns auf die Terrasse und so haben wir halt dort angestossen.

Seinen Geburtstag wollte er eigentlich am Strand verbringen, aber die Erkundungen der letzten Wochenenden haben ihm da etwas die Lust verdorben und so haben wir uns heute lieber einen schönen Tag am Pool im Shangri La gemacht.

Und es war wirklich ein schöner Tag, Gegen Mittag kamen noch Bekannte, deren Sohn Erik geht mit Julian in die Klasse, da hatte er schön jemanden zum Spielen.

Julian und Erik

Link
Chris kam gegen halb 1, er war vormittags wie jeden Samstag erst beim Baseballtraining.
Danach ist er kurz heim, Duschen, Umziehen und hat sich dann ein Taxi genommen, um ins Shangri La zu fahren. Das hat wunderbar geklappt.
So sind wir an den Samstagen auch unabhängiger, als wenn wir ihn immer bringen und holen müssten.

Da so ein Badetag ziemlich schlaucht und müde macht, die letzte Nacht auch nicht wirklich lang war, haben wir uns das Abendessen kochen lassen - im Surfer´s Inn.

Und morgen wird erst mal ausgeschlafen...................

Samstag, 01.11.

Am Mittag sind wir erst mal nach Tema gefahren, wir mussten ja nun Philipp wieder bei Nico abholen.
Inzwischen war Chris auch heimgekommen. Er hatte sich am Morgen gemeinsam mit Lasso bei Mirko ein Taxi genommen und die beiden sind dann zum Baseballtraining in die GS gefahren.
Wenn man sowas anfängt, dann muss man es auch konsequent durchziehen, egal ob da am Vorabend eine Party war oder sonst irgendetwas.
Nach dem Training ist Lasso dann mit Chris zu uns.

Den Nachmittag über haben die beiden dann geknobelt, wo man denn die nächste Nacht verbringen möchte.
Die Wahl fiel auf Lasso, also haben wir die beiden dann gegen abend hingefahren, wir sind dann mit Philipp und Julian ins Ryan´s essen gegangen.

Ich hatte einfach mal wieder Apettit auf Fisch, dort gibt es ganz leckeres Grouperfillet, und ich mag das knackige Gemüse dazu.

Die kleine Katze, die dort immer herumstromert, hat natürlich auch wieder ihre Häppchen abbekommen ;-)

Mittwoch, 04.06. - "Miezentreffen"

Letzte Woche war uns plötzlich bewusst geworden, dass ja jetzt nur noch 4 Wochen Schule sind und dann jeder erst mal für mehrere Wochen in Urlaub geht.
Also wurde es höchste Zeit, uns noch auf einen Termin für ein gemeinsames Mittagessen auszumachen. Und heute war nun "Miezentreffen" angesagt ;-)
Unsere Kinder gehen ja zusammen in die Schule und Martina hatte ihrem Sohnemann so lax gesagt, heute wäre Miezentreffen. Das hat er wiederum in der Klasse erzählt und prompt rief mitten im Essen Bettinas Tochter an und fragte ganz entsetzt, was wir denn gerade zusammen machen würden und wieso wir uns Miezen nennen. Bettina hat sie aufgeklärt, dass wir "nur" zusammen Mittag essen, da war sie dann beruhigt. Was sie wohl erst gedacht hat? ;-)
Wir hatten uns beim Chinesen Verschiedenes bestellt und ganz in Ruhe gegessen und natürlich nebenher geklatscht - wie sich das halt für Miezen gehört ;-)

Am Vormittag habe ich auch noch bei Lucy mein neues Kleidchen abgeholt. Letzte Woche hatte ich in meinem Lieblingsstoffladen wunderschönes Material entdeckt und farblich perfekt dazu passende Schlappen. Anfangs war ich noch unsicher, ob ich nun orange/pink oder grün/pink nehme. Leider gab es die orangenen Schuhe nicht in meiner Größe, nur die grünen. Also fiel dann die Wahl doch leicht und ich sah das fertige Kleid schon vor mir. Lucy setzt dann meine Vorstellungen auch immer ganz Klasse in die Tat um. Gestern war ich zum probieren, ein paar Kleinigkeiten mussten noch geändert werden und heute war alles fertig.

Daheim habe ich es meinen Männern vorgeführt, Philipp konnte sich am meisten dafür begeistern - kleiner Charmeur ;-)
Gladys war auch hellauf begeistert und bot mir gleich an, es mit der Hand zu waschen und zu bügeln.
Mal schaun, wann ich es tragen werde.......

Am Nachmittag sind wir dann noch zur Bank gefahren. Neuer Monat - neues Geld.
Diesmal haben wir einen wirklich guten Kurs bekommen, also zum Glück nicht wieder so eine Diskussion wie letztes Mal.

Samstag, 31.05. - Zusammenfassung

Da will ich mal mit Donnerstag anfangen.
Eigentlich wollten wir ja nach Ho und auf dem Weg in der Schule die Materialien hinbringen.
In Ho waren wir, an der Schule auch, aber übergeben haben wir nichts.
Denn am Donnerstag war großes Sportfest und alle waren im Nachbardorf.
Also haben wir die Sachen wieder mit heimgenommen und versuchen es nächste Woche nochmals.

Am Freitag vormittag habe ich ein paar Wege erledigt, mal wieder Ghana Telecom bezahlt. Diesmal sogar ohne größere Probleme. Dort habe ich mal vorgefühlt, ob es denn möglich ist, unseren Internetanschluss für die Zeit, in der wir in Deutschland sind, stillzulegen. So könnten wir uns das geld für die 1 1/2 Monate (ca. 90 Cedi) nämlich sparen. Also werden wir demnächst einen formlosen Brief schreiben, unsere Abwesenheit mitteilen und dann klemmen die uns für diese zeit ab und hoffentlich dann ab dem 15 August wieder an.
Damit das mit dem wieder anklemmen auch wirklich klappt, werde ich mal meinen speziellen Freund Ransford kontaktieren, um das auch sicherzustellen.

Gestern abend waren wir alle im Surfer´s Inn essen. Unseren 3 Jungs haben wir Kino spendiert. Während die sich "Transformers" reingezogen haben, konnten wir uns in Ruhe mit ein paar anderen Gästen unterhalten.
Dabei vergeht die Zeit und es war dann fast 21 Uhr, als wir wieder daheim waren.

Heute dann haben uns Chris und Philipp einfach verlassen.
Philipp wurde mittags abgeholt und ist mit seinem Freund und dessen Mutter an den Pool ins La Palm gefahren.
Chris ist zu Mirko, was die beiden so machen, weiss keiner so richtig ;-)

So waren wir mit Julchen alleine, das ist auch mal ganz gemütlich.
Obwohl es nicht unbedingt leiser im Haus ist, denn Juli kann einem schon ein Ohr abkauen. Da merkt man richtig, wie er es geniesst, einzigstes Kind im Hause zu sein, Mama und Papa für sich alleine zu haben.

Unser Tagwächter George hat heute mal etwas eher Feierabend gemacht, er wollte noch was erledigen. Wer allerdings dann gegen 6 Uhr nicht kam, war unser Nachtwächter.
Normalerweise müsste der Firma spätestens halb 7 auffallen, dass kein Wächter bei uns ist, denn es gibt da ein Kontrollsystem. Jede halbe Stunde müssen die Wächter hinter dem haus einen Knopf drücken, dann weiss die Firma in der Zentrale, dass alles in Ordnung ist. Wird nicht gedrückt, kommt ein Einsatzteam und schaut, was das Problem ist.
So jedenfalls hat man uns das damals bei Vertragsabschluss erklärt.
Heute hatte sich bis kurz nach 7 Uhr aber niemand gerührt, kein Wächter kam und auch kein Einsatzteam.
Also habe ich kurzerhand einfach den Panikbutton gedrückt und abgewartet.
Kurz darauf rückte das Team an, ich stand schon empfangsfertig am Tor.
Es gab auch keine Diskussion, als ich denen erklärt habe, dass uns heute ein Wächter abgeht. Warum niemand reagiert, weil keiner den Kontrollbutton gedrückt hatte, konnte mir aber der Teamleiter auch nicht erklären.
Er sicherte mir zu, dass er einen Wächter für heute abend organisiert und bis der eintrifft, lässt er mir einen aus seinem Team da. Ich habe gleich angemerkt, dass wir einen Schäferhund haben, also sollte es einer sein, der keine Angst vor Hunden hat. Das hatte er wohl irgendwie falsch verstanden, jedenfalls sprang er erstmal wieder auf die Ladefläche rauf, hantierte dort herum und sprang wieder runter - mit einem Schäferhund.
Da hatte er wohl verstanden, ich will einen Wächter mit Hund haben.
Okay, der Rüde war wirklich ein Prachstück, aber ich denke nicht, dass es gut gegangen wäre mit unserer April ;-)
Und so stand dann der Typ bei uns im Hof mit Helm, Schild und Knüppel, ein Kerl wie ein Schrank - ohne Hund.
Ich war zu feige, ein Foto zu schiessen, jetzt ärgere ich mich drüber. Hat schon was hergemacht.
Eine reichliche Stunde später kam dann ein richtiger Wächter und mein schwerbewaffneter Held zog mit seinem Team wieder von dannen.

Nächste Woche muss ich aber nun doch nochmal in die Firma und mit dem Manager ein Wörtchen reden. Der darf mir dann nochmal ganz genau erklären, was es mit dem angeblichen Kontrollbutton auf sich hat.
Obwohl ich nix dagegen habe, wieder das Team zu rufen ;-)

Testbericht Brandenburg

Ergebnis: Bestanden mit "Sehr gut"

Viertel vor 5 haben wir erst mal Chris abgeholt und Mirko hatte sich entschlossen, mit uns mitzufahren. Zum Sonntag ist nicht viel Verkehr auf der Strasse, so waren wir schon viertel nach 5 in Tema, bzw. in "Brandenburg" ;-)

Draussen so wie ein typischer ghanaischer Spot, drinnen kann man auch sitzen, das wird so gegen 6 aufgemacht.
Durch den Regen hatte es angenehm abgekühlt, also haben wir uns nach draussen gesetzt, der Chef kam gleich zu uns. Wir haben erstmal die Drinks bestellt und in Ruhe die Speisekarte studiert. Das war recht einfach, denn sie war in Englisch und in Deutsch geschrieben :-)
Ich wollte auf jeden Fall Bratkartoffeln, der Chef meinte, die Beilagen kann man auch austauschen. Dani und ich haben Buletten mit Bratkartoffel bestellt, Mirko wollte Leberkäse mit Ei, Juli und Philipp gemeinsam eine Portion Bratwurst mit Brot. Chris war sich nicht ganz schlüssig, aber als Hans meinte, es gibt noch Eisbein, war er sofort dabei.
Während wir auf´s Essen warteten, haben wir uns gut mit ihm unterhalten, die typischen Kennenlerngespräche, wenn sich hier Landsleute treffen halt. Man erfährt etwas über den anderen usw.
Angefangen hat er mit dem Lokal nur draussen, nach und nach dann innen zum Gastraum ausgebaut.
Das Essen war wirklich absolut lecker, schmeckt wie in Deutschland, war die einhellige Meinung. Es gab wirklich nix dran zu mäkeln. Ebenso überzeugend wie das Essen waren auch die Preise. Für uns 6 zusammen mit Getränken haben wir knapp 29 Cedis bezahlt, das sind nicht mal 20 Euro umgerechnet.
Also eigentlich rundherum überraschend, denn wir haben echt keinen Haken an der Sache gefunden :-)

Deshalb haben wir uns dann auch verabschiedet mit den Worten: "Wir sehen uns".

Halb 8 waren wir wieder zu Hause, Kinder unter die Dusche und ab ins Bett. Denn morgen früh geht der Ernst des Lebens wieder los - die Schule...............

Sonntag, 11..05. - wir haben "Brandenburg" entdeckt

Mehr oder weniger durch Zufall bin ich vor ein paar Tagen an die Info gekommen, dass es hier ausser dem Surfer´s Inn noch ein Restaurant geben soll, was von einem Deutschen geführt wird.
So haben wir uns heute morgen mal auf den Weg nach Tema gemacht, um genauer zu erkunden was es damit auf sich hat.
Und es war sogar einfacher zu finden, als wir gedacht hätten.

Gleich im Vorbeifahren fiel mir die Beschriftung "Brandenburg"
und die beiden Wappenadler in Rot auf.


Deutsche Grillspezialitäten - mal sehen, ob es hält, was es verspricht


Als wir kurz anhielten, um ein Foto zu machen, kam auch schon der Besitzer angefahren, stellte sich als Hans vor und gab uns einen kleinen Einblick in das Angebot - Bratkartoffeln, Eisbein, Sauerkraut, Leberkäse........
Sowas macht dann doch Lust darauf, also haben wir das Kochen heute Abend gestrichen und lassen uns lieber bekochen - im Brandenburg ;-)
Bericht darüber folgt........

Hier noch 2 Schnappschüsse von unterwegs.

Resi, i hol di mit meim Traktor ab


Der nächste Winter kann kommen,
zumindestens ist die Schuhkollektion mal schon angekommen


Dann war heute Mittagsschlaf angesagt, nachdem wir heute morgen kurz nach 7 Uhr durch die ersten Mutertagsgrüße von Danis Eltern geweckt wurden - sie hatten einfach vergessen, dass wir hier doch 2 Stunden hinterherhinken in der Zeit.
Aufgewacht bin ich dann so gegen 2, als ein Lüftchen aufzog und gleich darauf regnete es auch.
Die Luft ist aber jetzt herrlich abgekühlt, wir sitzen immer noch draussen.
Vor ein paar Minuten wurden dann die Hunde plötzlich sehr unruhig, von der Strasse her war ein komisches Geräusch zu hören. April war wirklich richtig aufgeregt, dann ängstlich. Es war immer so ein komisches kurzes Knallen, als würde jemand knisternde trockene Stöcke in die Bäume vor dem Haus werfen oder so. Nur es war weit und breit niemand zu sehen.
gerade eben hat Dani nach längerer Beobachtung herausgefunden, dass wieder die Stromleitung das Geräusch verursacht. Jetzt liegt er mit der Kamera auf der Lauer, um ja das erste Foto zu machen, wenn das Ganze vielleicht wieder in Flammen aufgeht.
Es zischt mittlerweile schon heftiger.
Letztens waren ja 2 der 4 Leitungen miteinander verschmolzen und warscheinlich haben die die neuen Leitungen so straff gezogen, dass die sich jetzt, wo es kühler wurde, zusammengezogen haben. Aber wie es ausschaut, wird es wohl nicht zum Supergau kommen, das Knistern hat aufgehört - seit der Regen aufgehört hat.

Also kein Foto heute vom in Flammen stehenden Strommast.
Aber das war ja sicher nicht der letzte Regen..........

Samstag, 29.03. - Grümpelturnier

Heute war es mal wieder so weit - das alljährliche Grümpelturnier in der RMS stand an.
Das Aufstehen war ehrlich gesagt eine Qual, halb 7 für einen Samstag morgen ist arg zeitig.
Aber die Vorfreude siegte und viertel vor 8 waren wir superpünktlich in der Schule.
Nach und nach trudelten auch alle anderen ein und so ging es eigentlich recht pünktlich 8 Uhr los mit den ersten Spielen der Schülermannschaften. 6 Teams traten zuerst jeder gegen jeden an. Dann waren die Erwachsenen gefordert. 4 Teams - RMS, Accra United, Oberstufe und Deutsche Botschaft - traten wie die Schüler gegeneinander an.

Zwischendrin aber gab es die am heissesten umjubelten und auch spannendsten Spiele des Turniers: die Kleinsten wollten es nämlich auch wissen. 3 Teams, zusammengestellt aus Kindergarten und 1./2. Klasse - jeder wollte gewinnen und keiner hat dem anderen was geschenkt. Bei keinen anderen Spielen der Schüler oder der Erwachsenen wurde soviel gejubelt und angefeuert wie bei den Kleinen ;-)


ein Spiel der Kleinsten



Chris im Tor für das Schülerteam Blau



Julian



Julian mit seinem Team Weiss


Genau wie letztes Jahr war es für Chris und einige seiner Mitschüler auch diesmal wieder ein harter Tag, da sie in 2 Teams spielten, einmal bei den Schülern und dann als Oberstufe bei den Erwachsenen. Aber auch für alle anderen war es sehr anstrengend, denn es war brütend heiss, ab und an ging mal ein kleines Lüftchen, was aber nicht wirklich Abkühlung brachte.

Chris´ Team Blau wurde bei den Schülern 6. Platz.
Philipp mit Team Weiss schaffte den 3. Platz.
Julians Team verpasste knapp den Sieg im Finale und wurde 2. Platz.

Bei den Erwachsenen musste Dani mit Accra United gegen Chris mit der Oberstufe um Platz 3 spielen. Bei einer solchen Konstellation ist es immer schwer, wenn nicht gar unmöglich für mich, eine Mannschaft zu favorisieren. Deshalb habe ich mich zum Essen ins Hüsli verzogen und erst danach erfahren, dass die Oberstufe verloren hatte.
Im Finale gewann die Deutsche Botschaft gegen die RMS.

Allerdings würdigte jeder die Leistung der Oberstufe, die ja alle doppelt so viel Spiele machen mussten. Und deshalb gab es statt Pokal für alle Spieler einen Gutschein über ein Essen im Schweizer Hüsli.

Und wie jedes Jahr ist das Grümpelturnier eine gute Gelegenheit, mal alle Schüler gemeinsam abzulichten.



Philipp stolz mit seinem Pokal und seinem neuen Fussball



Die Ausbeute der Familie Langer - 4 Pokale



Reif für die Waschmaschine - die 3 Langer-Kinder nach dem Turnier


Da nach so einem langen anstrengenden Tag wirklich keiner Lust hat, sich an den Herd zu stellen, man aber doch was richtiges zu essen braucht, wollten wir zum Essen fahren.
Nach einer ausgiebigen Dusche und einer Stunde relaxen sind wir dann ins Surfers Inn gefahren. Bis unser Essen kam, haben die Kinder draussen Kicker gespielt und wir haben uns drinnen unterhalten.
Martin, der Eigentümer, ist dabei, seine Website neu zu überarbeiten - ein Klick lohnt sich.



Noch mehr Bilder vom diesjährigen Grümpelturnier findet ihr auf unserer

Homepage

in der Photogallery.

Freitag, 28.03. - Vorbereitung Grümpelturnier

Nachdem am Vormittag nichts Besonderes anlag, habe ich einfach auf der Terrasse die Zeit mit Lesen und am Rechner totgeschlagen.
Die Kids hatten mittags Schule aus, es gab aber nur einen Happen zu Essen, so richtig Hunger hatte keiner bei der brütenden Hitze.

Am Nachmittag haben wir uns dann mit Alfred, Wolfgang und dem Headmaster in der Schule getroffen, die Männer wollten noch die letzten Vorbereitungen für das morgige Grümpelturnier treffen.
Der Platz wurde nochmal ausgemessen und die Markierungen gemacht. Chris, Nick und Patrick haben auch geholfen.




Danach gab´s dann natürlich noch ein Bierchen im Hüsli und dabei wurde nochmal die Strategie von Accra United (die Mannschaft, in der Dani mitspielt) durchgegangen.
Bless war derweil mit Philipp und Julian daheim, wir wussten ja nicht genau, wann wir fertig werden in der Schule.
Spontan haben wir und überlegt, dass wir ihre Babysitterdienste dann noch länger in Anspruch nehmen werden. Wir sind von der Schule nur heimgefahren, haben Chris abgesetzt, uns schnell geduscht und sind wieder los zum Essen.
Dani hatte während meiner Abwesenheit das "Honeysuckle" entdeckt und wir haben gemeinsam mal das Essen dort probiert.
Diverse Starters (Chicken Wings, Onion Rings, Scampis, Pommes), war alles lecker, aber irgendwie doch zusammengenommen recht teuer.
Na gut, wissen wir das jetzt auch.
Da es dann doch zu früh zum heimfahren war, haben wir uns als Absacker im Golden Tulip am Pool noch einen Cocktail gegönnt und waren dann kurz nach 22 Uhr wieder daheim.

Und da Dani´s Mannschaftskapitän Oder erteilt hatte, Samstag morgen fit und ausgeruht auf dem Platz zu stehen, sind wir auch ganz brav gleich ins Bett gegangen ;-)

08.03. - 23.03. - mit Julian in Deutschland

Und auch diesmal - der Blog heisst Live in Ghana und deshalb will ich mal nicht allzu viele Worte verlieren über die letzten reichlich 2 Wochen in Deutschland.
Nur soviel - es war viel zu kalt. Jedenfalls für mich und das wird bei mir der vorherrschende Eindruck bleiben ;-)

Julian hat es wohl etwas gelassener gesehen und sich schnell mit dem dicken Anorak angefreundet.


In der ersten Woche habe ich mir einen Wunsch erfüllt - ich bin für 2 Tage nach Ingolstadt gefahren, habe dort eine gute Bekannte besucht und abends haben wir uns zum Stammtisch getroffen.
War schön, mal wieder die alten Gesichter zu sehen und zu klönen.
Leider hat es an beiden Tagen geregnet, das hat meine Bummelei in der Stadt stark gebremst und so habe ich die meiste Zeit daheim bei Lydia bei Kaffee und Klatsch und Tratsch verbracht.
Dafür nochmal danke - für Bed & Breakfast :-)

In der 2. Woche gab es dann sogar noch Schnee und Julian konnte sogar mit Oma Schneeballschlacht machen.


Aber mal ehrlich, extra deswegen in die Kälte nach Deutschland reisen?
Wozu?

Geht doch auch in Ghana, sogar zur heissesten Zeit im Jahr.

Schaut mal, was Chris da gerade werfen will......


Schnee!


Okay, es ist nicht ganz so viel wie in Deutschland und er kam auch nicht vom Himmel sondern aus der Gefriertruhe - aber immerhin ;-)


Aber auch ich hatte in mitten Deutschland einen Hauch von Afrika.
Mit Kay und Diana waren wir abends zum Essen und welch Überraschung - es war afrikanischer Abend.

Dafür bin ich um die halbe Welt gereist, um afrikanisch zu essen ;-)


Am Ostersonntag sind wir dann nach einem ziemlich langen und anstrengenden Tag abends 19 Uhr wieder heile in Accra gelandet - Dani hat uns abgeholt.
Trotz der schon vom Hinflug angeschlagenen Koffer kam alles unbeschadet und vollständig an, wir haben gleich abends noch alles ausgepackt und größtenteils verstaut.

So blieb Montag reichlich Zeit, erst mal wieder die Sonne und Wärme auf der eigenen Terrasse zu geniessen ;-)

Chicken, Chicken, Chicken.........

Es ist allgegenwärtig, immer reichlich vorhanden, eigentlich immer gleich zubereitet und ich kann es derzeit nicht mehr sehen und essen - Chicken.

Und so schaut es aus:

Chicken mit Reis


Chicken mit Pommes


Der Klecks Salat ist allerdings nicht die Regel, eher die Ausnahme ;-)


Es schaut im Urzustand einfach niedlicher aus........

Freitag, 29.02. - endlich wieder nach Hause

Gleich am Freitag in der Früh´hatte Dani noch einen Termin wegen seinem neuen Projekt.
So bin ich mit den Kindern erst mal frühstücken gegangen, ich habe es bei einer Tasse Kaffee belassen, Chris hatte einen 2. Versuch mit den kalten Bohnen gewagt und die beiden anderen haben sich Toast genommen.
Es waren ziemlich viele Gäste, da waren die wohl scheinbar leicht überfordert und es ging etwas drunter und drüber. Geschirr haben wir uns von umliegenden freien Tischen selber zusammengesucht, die gröbsten Krümel erst mal vom Tisch gefegt. Dann ging es an das Beschaffen von Butter. Die liegt nicht am Buffet, die trägt einer mit dem Tablett in Stückchen zu den Tischen. Nach der ersten Anfrage brachte er uns kleine Tütchen Milo (Schokomilchpulver), davon hatten wir noch reichlich am Tisch. Dann brachte er noch mehr Marmelade. Ich hatte Julian gerade überzeugt, einfach doch Marmelade zu nehmen, da kam endlich die Butter. Neu am Buffet war so eine Art Spiegelei, allerdings sah das Eigelb aus wie angebrütet - wir haben verzichtet.
Es war ein sehr kurzes Frühstück, wir haben uns nicht wirklich wohl gefühlt. Die Tischdecken waren immer noch die selben wie vorgestern, nur mittlerweile leicht angeschmuddelt bis hin zu sehr unappetitlich.
Da waren wir doch sehr froh, dass als nächstes Packen auf dem Plan stand und wir diese viel zu überbewertete Lokalität verlassen würden.

Gepackt war fix - und schnell noch ein Foto vom Zimmer


Das Chalet noch mal von Aussen


Dani war dann auch wieder zurück, er hat gleich alles an der Rezeption bezahlt und dann nix wie weg zurück nach Hause.
Fazit vom Hotel: Mehr Schein als Sein, völlig überbewertet, Preis-Leistung steht in keiner Relation

An dieser Stelle aber noch ein dickes Lob an den Fotografen, der die Bilder für die Webseite des Hotels gemacht hat. Das erfordert schon künstlerisches Talent, aus der Realität so eine Hochglanzbilderbuchbröschüre zu machen.
Was mit Weitwinkel, Nachcoloration und geschickten Platzieren und Beschreiben doch so alles möglich ist..........

Auf dem Rückweg haben wir am Volta Hotel in Akosombo Halt gemacht - um Mittag zu essen.
So wirklich befriedigend gegessen hatten wir seit Mittwoch mittag nicht mehr.
Eigentlich bin ich es leid, jetzt darüber zu Schreiben, deshalb kurz und bündig: es war wieder zum Ärgern.
Wir hatten einfache Dinge bestellt - Fish&Chips, Burger, Nuggets. Warum muss sowas über eine Stunde dauern, wenn eh keine anderen Gäste da sind? Die Pommes waren pappig, aus was dieses Fischteil bestand, weiss ich nicht, die Nuggets waren durchwachsen, in der Panade irgendein Kraut, das sich im Mund wie Tannennadeln anfühlt und auch so schmeckt.
Chris bekam sein essen als Erster, ein wenig später hatte Dani seinen Burger. Die beiden waren fertig mit essen, da kam mein "Fisch". Kurz darauf kam die Kellnerin mit der Info, die Nuggets dauern noch, da wäre in der Küche was schiefgegangen. Nach weiteren 15 Minuten hatten dann Juli und Phili auch endlich was zu essen.
Ich konnte es mir nicht verkneifen, zu sagen: "Und danke, dass wir alle gemeinsam essen konnten."
Ja, es war unnützt, denn es gibt 2 Dinge, mit denen können Ghanaer absolut nichts anfangen:
Ironie und Sarkasmus

Aber ich musste es einfach loswerden.........

Deshalb waren wir eigentlich froh, wieder heimzufahren und dort unsere essenstechnische Versorgung wieder selbst in die Hand nehmen zu können - da weiss man, was man hat.

Daheim wurden wir freudig empfangen, die Hunde haben sich sehr über den Fisch und die Nuggets aus dem Volta Hotel gefreut ;-)
Bless und Salia hatten richtig gewirbelt im Haus, alles war sauber und ordentlich, die Betten frisch bezogen und Bless hat sich gleich über unsre Schmutzwäsche hergemacht und die Waschmaschine gequält.

Ups, eins hätte ich jetzt fast vergessen. Am Morgen ist mir in meiner Handtasche leider eine Flasche Sonnenmilch ausgelaufen. Gameboy, Handy, Kamera, Kalender, ipod und was Frauen noch so in der Tasche haben, war mit einem feinen, fettigen Film überzogen.
Da könnte man eigentlich nur noch heulen.
Aber das meiste ist gerettet, die Tasche hat Bless geschrubbt, nur mein Gameboy hat warscheinlich einen Schaden behalten :-(

Tja, es gibt so Zeiten und Tage, da passiert immer alles auf einmal..............
Und es scheint nicht aufzuhören, aber dazu morgen mehr - für heute ist Schluss!

Last but not Least - das Schmankerl von unterwegs auf dem Highway

3 Granitblöcke einfach auf der Ladefläche, in keinster Weise befestigt, nicht mal ´ne Klappe hinten dran
Da kann man nur hoffen, dass man nicht dahinter ist, wenn der über einen Huckel fährt

Donnerstag, 28.02. - Wli Waterfalls

Für einen Tagesausflug von Accra zu weit entfernt sind die Wli Water Falls.
Aber von Ho aus ohne Stress machbar.
Nach einem nicht wirklich guten Frühstück (pappiger Toast, kalte Eier, kalte Bohnen)ging es weiter nach Norden nach Hohoe und von dort direkt bis an die Grenze nach Togo. Dort liegt das Dorf Wli. Nach dem Bezahlen der eigentlich fairen Eintrittspreise ging es mit einem Führer quer durch den Dschungel. Der Fussmarsch dauert etwa 45 Minuten und führt über 9 Brücken, da kann man gut abzählen, was noch vor einem liegt ;-)

Hier traben meine 4 Männer brav hinterher


Abgesehen von den Brücken aus einfachen Holzbrettern und einigen Bänken aus Bambus zum Ausruhen kein Zeichen von Zivilisation - nur Natur pur


Nach Brücke Nummer 9 waren wir dann endlich am Ziel.


Glasklares Wasser, gar nicht kalt, kam aus ca. 80 m Höhe herunter.


Die Kids haben erst mal die Schuhe ausgezogen und die Hosenbeine hochgekrempelt und haben sich in das flache Wasser gewagt.


Hier das obligatorische Enkel-Foto ;-)


Wir waren eine reichliche Stunde an den Wasserfällen, die Kinder haben Kaulquappen gefangen und wir haben Schmetterlinge, Libellen und Fische beobachtet.
Dann machte sich Hunger bemerkbar, aber vor uns lagen erst noch 9 Brücken und wieder 45 Minuten Fussmarsch. Aber bekanntlich geht es auf dem Rückweg immer schneller, jedenfalls kommt es einem so vor.

Mittagessen sollte es in der Wli Waterfall Lodge geben.

Blick von der Lodge nach Togo



Spaghetti, Sandwich und Kebabs mit Pommes, eiskalte Minerals - da kann man sich erst mal wieder ein wenig erholen. Zumal die Lodge von Deutschen geführt wird, da kann man mal wieder mit neuen Leuten reden. Wenig später kam noch ein deutschsprachiges Pärchen. Sie leben in Nigeria und machen gerade eine Tour durch Ghana. Wir kamen schnell ins Gespräch und haben die beiden mit ein paar Tips zu Ghana versorgt (Wo ist eine Reinigung in Accra? Wo kann ich ins Internet? Wie komme ich an eine Handynummer? Wo kann man essen gehen? usw.)
Die Zeit verging wie im Flug und gegen halb 4 sind wir dann aufgebrochen wieder Richtung Ho.

Aufgrund der eher schlechten Erfahrung mit dem Essen im Hotel wollten wir am Abend einfach irgendwo anders in Ho essen gehen. Am Weg lag das Woezor Hotel, aber schon von aussen versprühte das Hotel den Charme einer Bahnhofsspelunke, es war zudem drinnen alles dunkel, da haben wir auf dem Hacken kehrt gemacht und hatten uns schon entschlossen, es doch im Chances Hotel nochmal zu versuchen. Auf dem Weg kamen wir dann noch am Taurus Hotel vorbei, warum nicht einfach mal schauen, vielleicht klappt es ja dort. Es war ein sehr kleines Hotel, eher wie eine Pension, sauber, ordentlich mit einem kleinen Speisesaal. Wir haben uns erst mal was kühles zu trinken bestellt und dann die Karte studiert. Als wir bestellen wollten, kamen die Probleme auf.
Kein Schwein, kein Rind, demzufolge auch nichts mit Hackfleisch wie Spaghetti Bolognese. Keine Meeresfrüchte, kein Fisch.
Was bleibt da übrig? Hühnchen - ich kann es nicht mehr hören, sehen, geschweige denn essen!
Also von allem, was in der Karte stand, blieb komischerweise nur noch ghanaisches Essen übrig. Hauptsache erst mal mit europäischen/kontinentalen Gerichten werben - was am Ende rauskommt ist ein: "I´m so sorry. We don´t have it."
Wir haben unsere Minerals bezahlt und sind von dannen gezogen. Zurück ins Hotel, da wussten wir ja mittlerweile, was man hat, bzw. nicht hat.
Schlauerweise haben wir gleich beim Kommen für 19.30 Uhr bestellt, sind erst mal gemütlich auf die Zimmer und dann genau zur Zeit zum Essen gegangen. So mussten wir nicht lange warten, die Kinder konnten vorher noch was trinken, denn die hatten es immer noch nicht geschafft, neue Getränke zu besorgen - alles was die noch hatten war eine einzige Flasche Fanta!
Das Essen war nicht so grausig wie am Vorabend, kam aber nicht an das vom letzten Mittag heran. Egal, wir hatten Hunger und so haben wir fast alles aufgegessen.
Besonders lang wurde der Abend dann nicht mehr, wir waren doch recht geschafft und müde.

Ach ja, vorsorglich waren wir auch da noch in der Stadt einkaufen und haben dabei festgestellt, dass es doch ausserhalb Accras um einiges günstiger ist. Jetzt habe ich mal schon Tee, Bonbons und Kellogs aus Ho mit nach Accra genommen - warum nicht, wenn man sparen kann.
Und Dani hat für Abends Beck´s Bier entdeckt und für die Kids ´ne Rolle Pringles.
Wenn Dani arbeitsmässig jetzt immer mal wieder in Ho ist, kann er dort gleich zum Einkaufen gehen ;-)

Mittwoch, 27.02. - auf geht´s nach Ho

So, wir sitzen auf der Terrasse, es ist immer noch brütend heiss und trotz laufendem Ventilator ist die Luft wie angestemmt. Gut angegart mache ich mich jetzt mal an die Berichtserstattung unseres Ausfluges nach Ho.

Mittwoch morgen sind wir halb 9 losgefahren, Salia haben wir noch mit Arbeit eingedeckt, wenn keiner im Haus ist, kann man gut mal Ecken putzen, die sonst gerne übersehen werden ;-)

Verkehrsmässig lief es super, viel war nicht los und wir sind gut vorangekommen.

Besonders schon finde ich die kleinen Dörfer in der Region des Volta.

So stellt man sich Afrika vor - Hütten mit Bambusdächern


Das Hotel liegt gleich am Ortseingang von Ho, der Landeshauptstadt der Voltaregion.
Wir haben uns an der Rezeption angemeldet und ein Angestellter zeigte uns unsere Unterkunft. Zu unserem Erstaunen lag diese am ganz anderen Ende der Anlage, es war ein Betonbau, erinnerte an ein Studentenwohnheim. Die auf der Webseite angepriesene Familienunterkunft bestand aus 2 normalen Schlafzimmern mit Doppelbett und einem Badezimmer. Wir hatten eine Extra-Matratze bestellt, aber es war in den kleinen Räumen gar kein Platz dafür.
Wie es schien, waren wir ausserdem die einzigsten Gäste in dem Block.
Bis zum Restaurant und zum Pool waren es so an die 400m zu laufen, über eine Schotterpiste entlang einer Baustelle. Wir waren alles andere als begeistert..........
Wir wollten eigentlich abends, wenn die Kinder im Bett waren, noch in Ruhe etwas trinken, aber das wäre ja gar nicht gegangen, bliebe nur, beizeiten ins Bett zu gehen - wer will das schon.
Also zurück zur Rezeption und Einspruch erheben.
Man hat uns dann 2 von den Chalets angeboten und so sind wir dann dahin umgezogen. Kam uns zwar um einiges teurer, aber was will man machen. Ho ist ja nun nicht gerade die Stadt, in der es Alternativen geben würde.
Wir sind dann aber erst mal ins Restaurant gegangen, Mittag essen. Alles war sehr lecker, wir hatten schon gehört, dass man dort gut essen kann.
Dani hatte danach noch einen Termin, er betreut in nächster Zeit dort ein Projekt und das hat er sich da nochmal angeschaut.
Ich habe derweil unsere Klamotten ausgepackt, Julchen hat etwas geruht und dabei Fernsehen geschaut. Zum Glück lief ein Trickfilmkanal, da war er happy.
Chris und Philipp sind schon mal an den Pool gegangen. Ich wollte gerade mit Julian auch an den Pool, da kamen die beiden schon wieder zurück. Das ist nun schon ungewöhnlich für die beiden Wasserratten. Sie waren einfach genervt von dem Bademeister, der sie wohl ständig beobachtet hat. Chris ist dann nochmal mit uns mit, aber der Bademeister war wirklich sehr penetrant mit seiner Beobachterei. Dann kam noch eine Gruppe Frauen und setzte sich an den Pool. So wurden Juli und Chris dann von mindestens 8 Leuten angestarrt und ein paar der Frauen haben immer unter Lachen alles nachgesagt, was Julian gesagt hat. Das hat dann wirklich gelangt, wir fanden das nicht mehr witzig, für die den Affen im Zoo zu machen.
Also zurück auf die Zimmer, allerdings war da der Trickfilmkanal weg - stattdessen lief ein Hip Hop Sender. Damit hatte sich das mit Fernsehen auch erledigt, denn das auf der Homepage so angepriesene Satelliten-TV beschränkte sich auf etwa 8 Sender, davon 5 eh frei empfangbar.
Zum Glück kam Dani da gerade wieder zurück und weil es noch recht früh war, sind wir einfach nochmal auf´s Geradewohl losgefahren, uns die Gegend anschauen.

Da habe ich dann auch mal wieder ein schönes Bild von einem der riesigen Termitenhügel machen können


Wenige Tage zuvor muss ein Sturm über die Region gefegt sein, viele Bäume waren geknickt wie Streichhölzer. Aber nicht nur das, auch Strommasten mussten dran glauben. Ich weiss nicht, ob das noch Power durchging, aber einige Leitungen hingen gefährlich nah zur Strasse.

Als es dämmerte, sind wir zurück nach Ho. Wir wollten noch ein paar Flaschen Fanta oder Sprite holen für den nächsten Tag für unterwegs.

Ho in der Dämmerung

Kurz vor halb 7 saßen wir dann wieder im Hotel im Restaurant zum Abendessen.
Chris hatte sich Pilzsuppe bestellt, eigentlich wollte er Pfeffersteak oder Shrimps, aber beides war nicht vorrätig. Dani bestellte, was ich mittags hatte - Chickenstew mit Gemüse und ich wollte Gemüsenudeln - das hatte Dani zu Mittag.
Juli und Philipp obligatorisch Hühnchen mit Pommes.
Und da sassen wir nun und warteten.........und warteten............und warteten.
Mittendrin waren dann noch Fanta und Sprite alle - es gab nur noch Bier und Cola - also nicht so wirklich was für die Kinder.
Alle um uns herum bekamen ihr essen, waren schon fertig mit essen - wir warteten immer noch.
Dann kam die Kellnerin mit einem großen Teller voller Pommes. Den sollten wir derweil mal essen, falls wir hungrig wären, es würde noch dauern. Wir haben dankend abgelehnt, wer hat dann noch Hunger für eine richtige Portion. Nach 1 1/2 Stunden kam dann endlich unser Essen und es war im Gegensatz zu mittags nur eine herbe Enttäuschung. Das Hühnchen war trocken, Dani´s Stew bestand nur aus Geritzel vom Hühnchen, Chris seine Suppe war einfach nur scharf ohne jeglichen Pilzgeschmack und meine Nudeln waren völlig mit Maggi verseucht und das Gemüse war roh und hart.
Dementsprechend viel blieb auf den Tellern zurück, uns war auch mittlerweile echt der Apettit vergangen.

Es war dann fast 21 Uhr, als alle geduscht in den Zimmern waren, die Kinder haben sich dann bis zum Einschlafen aus lauter Verzweiflung noch einen Kirchensender reingezogen. Dabei haben sie gelernt, dass es unabdingbar ist, immer ein Zehntel seines Einkommens an die Kirche abzugeben, damit man alles irgendwann mal von Gott zurückbekommt. Ich habe sie gleich belehrt, dass wir mal lieber gar nix geben, so schuldet uns Gott später dann auch nichts ;-)

Zum Glück hatten wir uns ja vorher in Ho reichlich mit Getränken eingedeckt, so waren wir nicht auf die im Hotel nicht vorhandene Versorgung angewiesen ;-)

Ach ja, nicht zu vergessen, dass ich zum Glück im Badezimmer anwesend war, als die Duschstange von oben geflogen kam, ich weiss nicht, wie die vorher befestigt war, ich habe sie einfach notdürftig wieder angeklemmt und den Kindern die strikte Anweisung gegeben, sie nie wieder zu berühren.
Unsere Toilette war auch eine ganz besondere Erfahrung, Dani war Erstbenutzer und hatte erstmal den Deckel in der hand - er war nur oben aufgelegt. Dann musste man darauf ganz stille sitzen, sonst hat man das Gefühl, man kippt gleich damit um. Unser Duschkopf verteilte das Wasser in alle Richtungen, es war äusserst schwierig, mich zu Duschen ohne dass die Haare nass werden. Soviel mal nur zum Zustand der Einrichtung des mehrfach ausgezeichneten und hochgelobten Chances Hotel.
Die Kinder sind ganz gut klargekommen zu dritt in dem Doppelbett, nur für Dani und mich war es knapp eine Nummer zu kurz, aber darauf kam es dann auch nicht mehr an.

Und wie es am Donnerstag weiterging, gibt es in Kürze hier zu lesen.

Samstag, 23.02. - Energiesparmassnahmen

Gestern war ja mal wieder letzter Schultag, jetzt sind erst mal 2 Wochen Ferien. Am Nachmittag hatte Dani noch dienstlich zu tun, am Abend wollten wir dann zu zweit essen gehen. Doch bei Dani ging mal wieder alles ghanaisch schief und er war erst nach 21 Uhr wieder daheim :-(
Aber was soll´s - auch 22 Uhr bekommt man noch was zu essen in der Stadt und so sind wir noch ins Ryan´s auf ein Bier, ein saftiges Steak für Dani und ich hatte mir Prawns gegönnt.

Heute morgen haben wir aber erst mal ausgeschlafen, denn es war dann gestern doch wieder später geworden als geplant.

Das Einzigste, was wir heute geplant hatten, war Pizzaessen im Surfer´s Inn am Abend.
Also muss man irgendwie sich den lieben langen Tag beschäftigen.
Dani hatte schon seit geraumer Zeit über Stromsparmassnahmen nachgedacht, den nach der letzten Preiserhöhung im November zahlen wir mittlerweile etwa 75% mehr.
Ein großer Posten im Verbrauch ist unsere Sicherheitsbeleuchtung.
Das ist von der Botschaft vorgeschrieben, aussen rund ums Haus brennen von abends bis zum Morgen die Neonröhren. Und die fressen die Units nur so in sich rein, dass muss anders gehen.
Also haben wir uns heute aufgemacht in die Palace Shopping Mall und dort hat Dani günstig Energiesparlampen und dazu passende Fassungen gekauft.
Am Nachmittag hat er gleich angefangen, die Neonröhren gegen die neuen auszutauschen. Die Hälfte hat er geschafft und nun beobachten wir mal, ob wir wirklich spürbar weniger verbrauchen werden - wäre wirklich wünschenswert.

Abends waren wir wie schon erwähnt im Surfer´s Inn. Dani, Chris und Philipp hatten Pizza, Juli Pommes und für mich ein total zartes Schweinefilet mit Bohnengemüse.

Das war der Tag im groben Zügen, nix Besonderes weiter........


April ruht im Garten


In irgendeinem Baum im Garten tummeln sich immer nieldiche Vögelchen

Freitag, 08.02. - dann halt keine Fotos......

Denn wenn ich mit jeden Post warte, bis endlich die Fotos hochgeladen sind, dann habe ich irgendwann soviel nachzuschreiben, dass ich davon die Hälfte schon wieder vergessen habe ;-)
Also spare ich mir das erst mal und es gibt halt nur was zum Lesen.
Ich schiebe die minimale Bandbreite einfach mal auf den Africa Cup, ich hoffe, es wird besser, wenn der Spuk am Sonntag vorbei ist.

So, was war heute hier so los........mal nachdenken.

Am Morgen war ich mit Bettina und Martina ziemlich lange im Hüsli am Tratschen, es hatte sich so ergeben, mir war das Recht, denn so verging die zeit schneller. Ich wollte heute ins "game" und die machen eh erst 10 Uhr auf. Dort habe ich dann für Chris einen Schreibtischstuhlersatz gekauft - so einen großen Gymnastikball. Chris hat ja immer noch seinen Kinderdrehstuhl, aber der hat nun doch den Geist aufgegeben. Bezug gerissen, dann quoll der Schaumstoff raus und da haben wir gesehen, dass die Sitzfläche schon angebrochen ist. Wir hatten uns nach einem neuen Drehstuhl umgeschaut, aber da kostet das allereinfachste Modell, was akzeptabel wäre schon 200 Cedis, also rund 150 Euro. Das ist dann doch zu happig. Als Kompromiss versucht er es jetzt mit diesem Ball für 9 Cedis und im Sommer kaufen wir einen Stuhl in Deutschland, der wird schon irgendwie in unser Gepäck passen. Für Julchen habe ich dann noch schicke Vorhänge gefunden, mit Shrek-Motiv. Fragt jetzt bloss nicht nach Fotos ;-)

Mittags hatte ich nur Julian aus der Schule abzuholen. Philipp und Chris waren bei Axel zum Geburtstag eingeladen und sind gleich mit seinen Eltern mitgefahren, genau wie die anderen 12 Kinder auch ;-)
So war es ein ruhiger nachmittag, den wir aber nicht daheim verbracht haben, sondern auf der Strasse. Wir wollten nochmal in den Orca bummeln gehen, letzte Woche haben die dort umgeräumt und etwas umgebaut, da muss man sich schon mal umschauen, um wieder zu wissen, wo was zu finden ist. Ich habe auch gleich noch Haken für Julchens neue Vorhänge bekommen und neue Geschenketüten, denn das waren noch lange nicht alle Kindergeburtstage.

Eigentliches Ziel im Orca war es, uns Hometrainer anzuschauen. Mit meiner Kondition ist es nicht so weit her, wie auch, wenn man hier kaum einen Schritt zu Fuss geht, immer nur fährt. Und der Typ für´s Fitnesscenter bin ich auch nicht wirklich, ich mag mich beim Schwitzen nicht gerne zur Schau stellen und dafür noch ´ne Menge Geld bezahlen. Dani kann zwar ins Fitnessstudio gehen, aber dazu fehlt halt auch manchmal die Zeit und auch die Lust. Also haben wir uns gedacht, wenn das Rad´l bei uns im Schlafzimmer steht, kann man sich jederzeit draufschwingen und hat dabei noch seine Ruhe.
Das Objekt unserer Wahl war auch gleich auf Lager und so wind wir mit vollem Kofferraum wieder heimgefahren.
Während ich in Julians Zimmer die Vorhänge aufgehangen habe, hat Dani den Hometrainer zusammengebaut und ist gleich Probe gefahren.

Und ich habe auch schon meine ersten Kilometer weg, danach macht Duschen richtig Spass.

Abends haben wir dann Philipp bei Axel daheim abgeholt, Chris bleibt über Nacht dort bei Andy, sie ist ja Axel´s Schwester.

Morgen ist auch wieder volles Programm. Philipp geht morgen Mittag zum nächsten Geburtstag, da feiern gleich 3 Jungs gemeinsam, deshalb wird die Party auch bis Sonntag Abend andauern ;-)
Christoph wird uns dann auch irgendwann anrufen und fragen, ob wir ihn abholen können und auch unsere Tickets für das Finalspiel am Sonntag Kamrun : Ägypten müssen wir noch bei Andreas abholen. Also es wird wohl nicht langweilig werden...........

Dienstag, 15.01. - schon viel besser als gestern ;-)

Das mag aber auch daran liegen, dass überwiegend angenehme Dinge anlagen.

Am Vormittag hatte ich wieder 10 Uhr einen Termin beim HNO-Arzt im Military Hospital.
Das hatte ich telefonisch mit den Doc persönlich vereinbart, er spricht ja sehr gut deutsch.
An der Anmeldung wollte ich mich trotzdem ordnungsgemäss melden, aber da war wieder diese sehr "un-nette" Frau von letzter Woche und die hat mich diesmal überhaupt nicht beachtet, hat nicht mal mein "Guten Morgen" erwidert.
Was soll´s, ich brauch sie nicht. Eine andere Frau im Wartezimmer wies mich darauf hin, ich müsse mich anmelden, sie könne das für mich machen, wenn sie nicht mit mir redet. Ich habe ihr gesagt, ich werde schon vom Arzt erwartet. "I don´t need the very unfriendly Lady" ;-)
Das hat sie auch in der Anmeldung gehört - wie Du mir, so ich Dir. Umso freundlicher war der Doc, meine Stimmbänder sehen besser aus und es wird schon werden, braucht nur noch etwas Zeit. Montag rufe ich ihn nochmal an, warscheinlich Dienstag gehe ich dann hoffentlich zum letzten Mal hin, denn es nervt langsam wirklich mit der rauhen Stimme.

Das war aber dann das einzig unangenehme, denn zum Mittag war ich beim Chinesen, Karin hatte Geburtstag und hatte eingeladen. Zum Glück waren wir in einem separaten raum, denn bei 11 Ladys können sich schon laute Unterhaltungen inklusive Gelächter entwickeln. Eine kam etwas später, sie meinte nur, es war leicht uns zu finden, sie ist immer den Geräuschen nachgegangen ;-)

Abends bin ich dann mal wieder mit zum Fussball gefahren, Julian und Philipp sind mit Bless daheim geblieben. Dani, Chris und ich haben im Hüsli Kebabs gegessen.
Da war es dann etwas spät geworden, deshalb habe ich nicht mehr gepostet.


Hier mal ein Bild von den Täubchen, welches uns öfters auf der Terrasse besucht.
Sie pickert immer Körner rund um Cäsar´s Käfig auf.



Und hier noch Katzennachwuchs.
Keine Angst - das ist nicht bei uns ;-)
Sondern bei der Lehrerfamilie, die im Schulgelände wohnen

Sonntag, 13.01. - jetzt herrscht wieder Ordnung

Statt wie die letzten Sonntage faul herumzulümmeln, haben wir heute mal richtig viel geschafft, waren sehr fleissig.
Während Dani sich die Klimaanlage in Christoph´s Zimmer vorgenommen hat, habe ich mit Juli und Philipp in Philipp´s Zimmer Revue gemacht.
Wir haben sein Bett einfach mal um 90° gedreht, jetzt kommt er besser an seinen Schrank und kann in Zukunft hoffentlich besser Ordnung halten. Nun ist wieder ordentlich ausgemistet und alles hat seinen Platz im Schrank bekommen. So sehr wie die Kinder immer stöhnen, wenn Aufräumaktionen anstehen, so froh sind sie aber hinterher auch, dass alles wieder schön ausschaut.

So fühlt sich Philipp wohl


Dani hatte nach viel Mühe und Bastelei dann die Klimaanlage wieder flottgekriegt und Chris kann wieder in seinem Zimmer schlafen - er war in letzter zeit zum Schlafen auf die Couch in Philipp´s Zimmer gezogen.

Am Nachmittag wanderte dann der Rollbraten in den Ofen und hat die ganze Zeit verführerischen Duft verbreitet - das macht immer so Appetit. Leider wurde das Kochvergnügen durch einen defekten Druckschlauch am Wasserhahn an der Küchenspüle unterbrochen. Perfekt, wir hatten ja sonst nix zu tun :-(
Also ging es für Dani weiter mit dem basteln, bevor unsere Küche unter Wasser steht. Einfach abklemmen geht auch nicht, dann haben wir in unserem Bad auch kein Wasser - und das geht wirklich nicht, denn aufgrund der Aufräumaktion tat heute eine Dusche mehr als Not.

Aber trotz allem haben wir ein super leckeres deutsches Essen gezaubert.

Schweinerollbraten, Klösse und Rotkohl :-)

Und jetzt noch ein paar Bilder von heute.........

April und Brutus spielen im Garten


Ist sie nicht hübsch?


Aber auch der hübscheste und gefährlichste Hund der Welt
(ich meine damit natürlich April)
ist manchmal nur ein Angsthase und verkriecht sich unter den Stühlen.


Und wisst ihr, wovor sie solche Angst hat?

vor einem Tennisball


"Früher" hat Dani mit April immer Baseball gespielt. Er schlägt den Ball und April holt ihn dann wieder. Vor ein paar Monaten haut er mit dem Schläger auf den Ball und unglücklicherweise stand April in der Flugbahn und hat den Ball mit voller Wucht auf ihre Nase bekommen. Mein Gott hat sie gewinselt, das muss ziemlich weh getan haben.
Wie der Ball auf dem Boden aufschlägt, war das letzte, was sie gehört hatte. Seit dem ergreift sie die Flucht, wenn sie irgendwo einen Tennisball hört ;-)

Das bedeutet, wir können sie nie mit zum Tennis nehmen ;-)
Welch Glück, dass wir gar nicht Tennis spielen :-)