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Wieviel Kinder passen in unseren Pool?

Um das herauszufinden, haben wir gestern knapp 1/3 der Schüler der RMS entführt und zu uns verschleppt ;-)

Nein, ist natürlich Quatsch!
Dazu muss man niemanden kidnappen, sondern einfach nur ein paar Tage vorher Einladungen verteilen, dann kommen schon alle freiwillig.

Wir wollten Julians und Philipps Geburtstag gleich zusammenlegen, aber es kam immer was anderes dazwischen, so wurde es mittlerweile März. Aber zum feiern ist es ja bekanntlich nie zu spät.

Die essenstechnische Versorgung habe ich diesmal einfach Bless aufgebürstet, sie sollte mir bis Mittwoch Vorschläge machen und eine Einkaufsliste schreiben.
Damit bin ich dann am Donnerstag losgezogen und habe eingekauft.
Hühnerflügel, Würstl, Kebabs, Hackfleisch und jede Menge Fanta, Cola und Sprite.

Freitag Vormittag waren meine beiden Mädels dann sehr fleissig in der Küche, habe gebratenen Reis gemacht, Hackfleischbällchen, Popcorn, ich habe noch eine Wagenladung Muffins gebacken.
Da man nie genug helfende Hände haben kann, hatte Bless noch eine Freundin mitgebracht.

Hier machen Bless, Akos und Anita gerade Mini-Hackfleischbällchen



Mittags gleich nach der Schule haben wir die Autos mit allen Kindern vollgeladen und dann ging es zu uns.

Nachdem alle ihre Geschenke losgeworden waren, ging es erst mal in den Pool.


Leckeres vom Grill gab es immer wieder frisch zubereitet, später verteilten sich dann die Kids.

Im Hof war Fussballspielen angesagt, George war der Schiedsrichter


Julchen verzog sich mit seinen Freunden ins sein Zimmer


Und zwischendurch immer wieder irgendetwas essbares in sich einschieben
Hier wurde binnen nicht mal einer halben Stunde ein Tablett mit etwa 50 Muffins leergeräumt
Es waren viel zu wenige, das weiss ich für das nächste Mal ;-)



Zum Trocknen dann aufs Trampolin



Und immer wieder in den Pool





So gegen 18 Uhr kamen dann die Eltern, um ihre Kinder abzuholen, mit einigen haben wir noch ein Weilchen zusammengesessen und etwas getrunken und etwa halb 8 war dann plötzlich Totenstille bei uns - alle waren weg.

Bilanz des Tages
keine Verletzten
dank Plastikgeschirr keine Scherben
Luftmatratze und Wasserball haben leider nicht überlebt
dafür jede Menge zufriedene Kinder, die warscheinlich sehr müde waren ;-)

Und wer wissen will, wieviele Kinder in den Pool passen - hier ist die Antwort




Inklusive unserer 3 Racker waren es 21 Kinder und 18 davon haben es geschafft,
eine Strömung zu erzeugen, gegen die man nicht mehr schwimmen kann ;-)

Accra Helau ;-)

Ich weiss nicht, wie weit man von Deutschland und seinen Narrenhochburgen weg sein muss, um von Fasching nichts zu hören oder zu sehen ;-)

Ich weiss nur, Accra ist nicht weit genug weg ;-)

Gestern waren unsere Kinder zur Faschingsparty bei Winklers eingeladen, dort gab es ja auch schon im Dezember ein Nikolausfest für die Kids.

Dafür hatten wir letzte Woche noch ein neues Kostüm für Julian besorgt, aus seinem "Hulk" ist er mittlerweile rausgewachsen.

Leider habe ich ihn gestern nicht mit Maske erwischt,
die noch zu seinem Geisterköstüm gehört.


Wir Eltern haben es uns draussen auf der großen Terrasse gemütlich gemacht, denn drinnen im Haus war es nicht wirklich sicher - Piraten hatten übernommen!

Jack - Max - David



Es hat aber nicht lange gedauert, da haben die meisten Kinder
ihr Kostüm gegen Badesachen getauscht ;-)



Da war natürlich Philipp voll in seinem Element


Mit Pool, Trampolin, Tischtennis und großem Garten war keinem der Kinder langweilig.
Deshalb konnten sich die Eltern auch ganz in Ruhe unterhalten und nebenbei natürlich vom Buffet naschen - jeder hatte irgendetwas Essbares mitgebracht.

So vergehen ganz schnell 5 Stunden ;-)

Gleich von der Party sind wir dann zu dem kleinen Franzosen gefahren und haben uns noch eine Kleinigkeit zum Abendessen bestellt, Julian immer noch im Geisterkostüm!

Chris war schon mittags zu Nick gegangen, sie wollten mit noch ein paar anderen aus der Oberstufe in die Mall fahren, bummeln, shoppen und dann ins Kino gehen.
Telefonisch hat er sich dann noch über Nacht abgemeldet - er wollte gleich bei Nick schlafen.

Und zum Abschluss noch ein Bildchen von meinem "Wednesday-Baby"

Jeden Mittwoch, wenn wir morgens im Hüsli sind, dann nehme ich Gretchen Sohnemann George auf meinen Schoss, damit sie in Ruhe frühstücken kann, also bin ich seine "Wednesday-Mami".

Aber auch Samstags verstehen wir uns super und er hat sich von mir auch fast 2 Mutzenmandeln füttern lassen und mir dabei auch nur ungefähr 15 mal in den Finger gebissen ;-)

George - der kleine Lobster

Kindergeburtstag in der Bowlingbahn

Gleich heute vormittag sind wir zum gemeinsamen Familieneinkaufsbummel aufgebrochen.
Bei allen 3 Kindern kam in den letzten Tagen der Wunsch nach einer Taucher- oder Schwimmbrille auf ;-)
Doch bevor wir dafür im Orca Geld ausgeben konnten, mussten wir erst noch ins Forex zum Geld wechseln. Und zeitiges Kommen sichert anscheinend einen guten Kurs. Offiziell gab es für 1 Euro 1,70 Cedis, aber weil wir heute die ersten Kunden waren, gab es 1,71 Cedis ;-)
Ausser den gewünschten Brillen gab es noch neue Faschingskostüme für Philipp und Julian (für je 8 Cedis) und einen kleinen Plastiktisch, der auf der neu gebauten kleinen Terrasse neben dem Pool seinen Platz gefunden hat - davon gibt es dann morgen Bilder.

Daheim gab es dann zu Mittag ein Süppchen, für die Kids eine halbe Stunde Planschen im Pool und dann mussten wir schon wieder los. Heute feierte Philipps Freund Leon seinen Geburtstag im Harbin.
Dort gibt es eine Bowlingbahn, Billard und eine Halle mit haufenweise Daddelautomaten.

Die Kids haben Bowling gespielt und später gab es noch Pizza.



Gegeb 18 Uhr haben wir Philipp wieder abgeholt, denn der Rest der Familie Langer brauchte ja auch noch etwas zum Abendessen. Das gab es dann bei dem kleinen Franzosen an der Ring Road.
Wir waren fast fertig, da fing es dann plötzlich an mit regnen - der erste Regen seit vielen Wochen - jedenfalls in unserer Gegend.
Auf dem heimweg haben wir noch bei unserer Getränkefrau gestoppt, um einen Kasten Minerals zu holen.
Die haben dann Dani erstmal erklärt, dass diese Art Regen heute ganz gefährlich ist, wenn nicht sogar tödlich. Die richtig dollen heftigen Schauer, wo dann danach alles unter Wasser steht, sind wohl okay. Aber wenn es wie heute nur so ein bischen regnet, dann ist das gar nicht gut, denn dann kommen Krankheiten.
Nun ja, man muss es nicht verstehen. Jedenfalls waren hier gleich wieder alle völlig überrascht und überfordert von den paar Tropfen, ähnlich wie in Deutschland immer alle überrascht sind, wenn es im Dezember plötzlich schneit ;-)

Mittwoch, 24.12. - Heiligabend

Nachdem wir heute vormittag noch die letzten Dinge für´s Abendessen frisch im Koala geholt hatten, uns nach Hause durch den Stau gekämpft hatten, ging dann daheim unser Tor für den Rest des Tages zu.

Unser George hat seit Montag ja frei, dass er auch zu seiner Familie fahren kann, deshalb schiebt jetzt Alpha Dienst als Wächter, für ihn als Moslem ist Weihnachten nicht ganz so wichtig. Aber auch ihn haben wir dann heute mittag wieder nach Hause geschickt, wir wollten eh nicht mehr ausser Haus, also warum soll er dann bei uns rumsitzen, dass kann er auch daheim bei seiner Familie tun.

Damit waren dann die Langers ganz allein zu Hause ;-)

Nach einem Mittagsschläfchen (ich hatte das dringend nötig, hatte letzte Nacht kaum geschlafen - wir waren nämlich gestern bei Bettina auf einen starken Kaffee) gab es lecker Dominosteine und Lebkuchen und dann hatten die Kinder keine Ruhe mehr und haben eigentlich nur noch gewartet.

Und so schaut das Warten auf den Weihnachtsmann bei strahlendem Sonnenschein aus


Ein Weihnachtsmann kam allerdings doch nicht, aber Geschenke gab es dann doch

Julian und Philipp waren überglücklich über ihre neuen Actionfiguren


Christoph hat gleich seine neuen Boxen für den Computer angeschlossen und den Sound ausprobiert. Na hoffentlich bereuen wir dieses Geschenk nicht ;-)

Für alle gemeinsam gab es noch das Computerspiel Worms 3D. Über Netzwerk können das meine Männer gemeinsam spielen und sich gegenseitig eins auf die Mütze hauen ;-)

Als Abendessen hatten wir wieder Raclette gemacht, tagsüber alles schon vorbereitet, so war auf der Terrasse der Tisch schnell gedeckt und wir konnten losbrutzeln.




Unser "Knasti" fand es allerdings nicht so toll, dass wir nicht drinnen gegessen haben, er ist nicht so gerne alleine ;-)


Und Madam hatte auch einen Blick drauf, als wäre sie mit Weihnachten nicht wirklich glücklich - dabei gab es für sie heute eine extragroße Portion Hackfleisch.


Wie erwartet, haben sich Dani, Philipp und Chris dann an ihre Computer verzogen und spielen nun gegeneinander Worms.

Cleo hat es sich auf unserem Bett gemütlich gemacht und den sinnlosen Versuch unternommen, sich zu putzen wie das Katzen normal tun.
Nur kann sie leider ihre Unmengen an Fell nicht wirklich bändigen und es bleibt jedesmal beim Versuch, den sie dann auch recht schnell abbricht und lieber ein Nickerchen macht ;-)


Auch wenn unser Weihnachten hier eher untraditionell ist, als man es von deutschland her kennt, war es laut Aussage unserer Kinder ein sehr schöner Tag und alle sind glücklich und zufrieden - und das ist die Hauptsache!

Donnerstag, 18.12. - Happy Birthday - heute ich selbst ;-)

Ja, auch ich habe einmal im Jahr Geburtstag ;-)

Allerdings bin ich nun aus dem Alter raus, wo dieser Tag etwas Besonderes sein muss.
Also ein Tag wie jeder andere auch.
Am Vormittag sind wir erst mal alle in den Shoprite gefahren, Dani ausnahmsweise mal als Beifahrer, denn Alpha hat ganz normal Dienst als Driver.
Da wir noch ein paar Kleinigkeiten für Weihnachten holen wollten, haben wir einfach Alpha mit den Kindern in der Mall in ein Fast Food Restaurant geschickt, die sollten sich dort einfach etwas zu trinken holen und auf uns warten.
So konnten wir in Ruhe shoppen, wir haben auch alles bekommen, was wir auf der Liste hatten.

Heute abend waren wir dann zum Essen im Cpt. Hooks, nur Dani und ich.
Wir waren beizeiten dort, da geht es auch recht schnell und wir waren kurz nach halb 8 schon wieder daheim, denn es stand noch aus der Langer´schen Videothek "Armageddon" auf dem Filmplan.
Und da das ein Film ist, den wir zwar schon unzählige male gesehen haben, der aber mit die besten Filmdialoge zu bieten hat, ist es unheimlich schwer, nebenher noch anständig zu bloggen.
Deshalb jetzt schnell noch 2 Bilder, was ich denn heute so geschenkt bekommen habe.


Von meinen Ladys eine schicke neue Handtasche, von Chris eine Kuschelrolle und von Dani eine Kette mit einem Afrikaanhänger.


Den Anhänger nochmal in Großaufnahme - ist doch klasse, oder?

Mittwoch, 17.12. - Happy Birthday, Julian!

Heute war nun der Geburtstag von unserem Jüngsten - Julian ist jetzt 7 Jahre alt!

Eigentlich hatte er erwartet, dass sein Geschenk morgens im Wohnzimmer liegt, wenn er aufsteht, wir haben da aber vermutet, dass er wohl irgendwann mitten in der Nacht schon aufsteht, weil er es nicht erwarten kann. Also haben wir ihm gestern abend schon gesagt, dass er ruhig ausschlafen kann, denn ein Geschenk gibt es erst, wenn wir aufgestanden sind.
Zeitig ist er trotzdem aufgestanden und da schon Christoph´s Geschenk gefunden - eine Wasserpistole und eine Actionfigur.

Von uns gab es ein Schwimmbrett und eine DVDs vom Schwammkopf.


Und was macht man hier an einem Geburtstag mitten im Dezember?
Man geht an den Pool zum Planschen!


Die ghanaischen Schulen haben noch keine Ferien, es war ein ganz normaler Werktag, so waren wir ziemlich alleine im Shangri La und die Jungs hatten genug Platz.

Und Chris konnte nach Herzenslust springen



Gegen 15 Uhr haben wir uns dann wieder auf den Weg gemacht, recht geschafft und müde.


Daheim hat sich Juli dann mit Philipp gemeinsam die neuen Folgen Schwammkopf angeschaut.



Sie werden reif - jetzt sind es nur noch etwa 125 ;-)

Samstag, 06.12. - Der Nikolaus war da

Heute war es nun soweit, eine Nikolausfeier der etwas anderen Art ;-)

Eine Menge Familien mit Kindern waren heute im Haus des Stellvertretenden Botschafters eingeladen, denn dort hatte sich der Nikolaus angekündigt.

Während sich die Eltern mit "Erwachsenengesprächen" beschäftigten, haben sich die Kids die Zeit im Pool vertrieben.


Jeder der Gäste hatte eine Kleinigkeit für´s Buffet mitgebracht, ich habe ein Brot und einen Salat gemacht


Dann wurde es langsam dunkel und die Kinder haben den Flur belagert und gewartet.........
Ein paar der größeren Kids haben für die Kleinen Puppentheater gespielt, das Krokodil wurde dabei zum 100millionsten Mal vom Kasper erschlagen ;-)


Und dann kam er endlich - der Nikolausi


Die Eltern hatten vorher für ihre Kinder kleine Geschenke abgegeben, ein paar Zeilen über die Kinder geschrieben, damit der Nikolaus Lob und Tadel austeilen kann.

Die Kinder wurden einzeln gerufen, gelobt für gute Taten und natürlich auch ermahnt, in Zukunft das eine oder andere besser zu machen.

Julian war gleich der erste und er durfte versprechen, dass er ab jetzt ein wenig mehr essen wird, dann gab es aber sein Geschenk und ein Beutelchen mit Naschereien.


Nachdem der alle der etwa 30 Kinder ihre Geschenke hatten, wurde noch das Kinderzimmer von Max geplündert und die Jungs waren als Piraten und Räuber unterwegs.


Da wir am Nachmittag mit als erste gekommen waren, bedeutete das, dass wir mit als letzte gehen können - wir waren nämlich eingeparkt ;-)
Also haben wir uns einfach noch gemütlich mit etwas zu trinken im Garten aufgehalten, uns nett unterhalten und als dann die meisten gegangen waren, kamen wir auch mit dem Auto wieder raus und waren gegen 8 Uhr wieder zu Hause.

Morgen ist nun hier in Ghana Wahltag, wir verbringen den ganzen Tag daheim.
Ergebnisse sind morgen eh nicht zu erwarten, das wird wohl erst Mitte nächster Woche werden.

Warten wir einfach mal ab.............

Donnerstag, 04.12. - Schattentheater der 5./6. Klasse

Wie eigentlich jedes Jahr im Dezember jagen sich die Termine und Veranstaltungen.

Philipps Klasse hatte die Weihnachtsgeschichte als Schattentheater aufgeführt. Dazu haben sie in den letzten Wochen alle Figuren ausgeschnitten, an Stöcke befestigt und reichlich geprobt.

Im abgedunkelten Speisesaal fand dann für die Eltern die Aufführung statt.


So sah es hinter den Kulissen aus - ganz vorn ist Philipp zu sehen


Nebenher durften wir die von den Schülern selbstgebackenen Plätzchen geniessen.
Nach dem Ende haben wir uns allerdings gleich auf den Heimweg gemacht, der Verkehr in der Stadt war eine einzige Katastrophe, man hat das Gefühl, vor Weihnachten hält sich das ganze Land in Accra auf.

13.11. - Teil 2 Laternenumzug

Ja, auch uns altbekannte Bräuche wie der Martinsumzug werden hier mitten in Afrika am Leben gehalten.

Die Kinder hatten in der letzten Zeit in der Schule ihre Laternen gebastelt, gegen halb 7 haben sich alle in der Schule getroffen und ihre Laterne in Empfang genommen.

Julian mit seiner Elefantenlaterne





Dann ging es raus aus der Schule, die gewohnte Runde durch´s Viertel


Es hatte ja zum Glück nicht mehr geregnet, aber die unbefestigten Wege waren doch recht matschig, was aber die wenigsten wirklich gestört hat.

Auf dem Schulhof haben sich die Kids nochmals für ein Gruppenfoto versammelt


Zum Abschluss gab es für alle Hot Dogs, Dani und ich haben im Hüsli Kebabs bestellt, dort haben wir dann noch eine Weile mit einigen anderen Eltern zusammengesessen, unsere Kinder haben noch etwas Fussball im Dunkeln gespielt und gegen 8 waren wir alle wieder zu Hause.

Julian war richtig müde, mit Müh und Not habe ich hin können überzeugen, noch zu Duschen, das tat aber auch wirklich Not, denn er war einmal so richtig in eine matschige Pfütze reingetreten.

Chris hat den Abend einsam und alleine daheim verbracht, gestört hat ihn das nicht wirklich. Ab morgen geht er dann aber wieder in die Schule, bevor er sich daheim zu Tode langweilt ;-)

Happy Birthday!

Aber bevor ich verrate, wer Geburtstag hatte, muss ich erst mal gestern nachholen.

Zwei unserer Kinder hatten schon angekündigt, dass sie Freitag auf Samstag bei Freunden übernachten wollen, ich war abends mit Bettina und Martina zum essen verabredet, also hatte Dani mit Julchen einen "Männerabend" geplant.
Die Nummer mit Gogo-Girls fand Julian nicht besonders reizvoll, also haben sich die beiden dann geeinigt, gemeinsam Spiderman anzuschauen ;-)

Gegen 19 Uhr kamen dann Martina und Bettina und wir sind gemeinsam los.
Wir hatten vor 2 Wochen in Osu ein neues libanesisches Restaurant entdeckt und das wollten wir mal testen.

Ein paar der Gerichte in der Karte kannten wir, einiges war uns nicht so geläufig, also haben wir beim Kellner nachgefragt, aus was die einzelnen Gerichte so zubereitet sind.
Der konnte uns aber nicht wirklich weiterhelfen, kannte sich absolut nicht aus, aber er hat uns einen von den Libanesen an den Tisch geschickt. Den haben wir dann ausgiebig befragt und er hat uns genauso ausgiebig Auskunft gegeben. Bei einem Gericht hat er angefangen, zu erklären, was drin ist und wie es zubereitet wird, plötzlich winkt er ab, rennt weg und kam kurz darauf wieder mit einem kleinen Tellerchen und hat jeder von uns einen Happen in den Mund geschoben zum kosten.
Das nenne ich mal Service! Und weil es lecker war, haben wir es gleich bestellt ;-)

Neben uns am Tisch sass ein ghanaisches Pärchen und der Mann hatte auf seinem Handy als Klingelton eine Klospülung, als sein Telefon klingelte, haben wir alle gleichzeitig ganz blöde rübergeguggt und dann gelacht, als er sein Handy aus der Tasche holte.
Als wir gehen wollte, haben wir ihnen so zugenickt als gruß und er fragte "Are you germans?
Wir nickten und ich konnte mir eine Frage nicht verkneifen - "Are you Ghanaian?
Da musste er dann laut lachen. Er erzählte, dass er vor kurzem in Hamburg war, Martina meinte "Oh, it´s near to my hometown"
Da musste ich gleich loswerden "Oh, it´s far from my hometown"
Er lachte, meinte, wir wären funny und er mag Deutschland und Deutsche.
Der gleichen Meinung war auch der Libanese, der uns "gefüttert" hat. Der ging sogar noch einen Schritt weiter und hat uns verraten, dass er gerne eine Deutsche als Ehefrau hätte.
Nun ja, wir haben gesagt, dass wir zum heiraten nicht mehr zur Verfügung stehen, aber zum essen gerne mal wiederkommen ;-)

Nach einem guten Essen sollte man noch etwas feines trinken, das gab es im Venus, so eine Art Szenekneipe in Osu. Nach einem Cocktail und jeder Menge Klatsch und Tratsch sind wir wieder zu mir nach Hause, Bettina hatte ihr Auto bei uns geparkt, weil wir gemeinsam mit Martina gefahren waren.
Mittlerweile war es etwa halb 12 und wir hatten noch Lust auf einen Absacker auf unserer Terrasse, eine Flasche Sekt lag schon gekühlt im Kühlschrank.
Dani war da schon im Bett, im ganzen Haus war es dunkel.
Womit wir beim Geburtstagkind wären ;-)
Dass er sich schon ins Bett verzogen hatte, war für uns kein Grund, ihm nicht als erste zu gratulieren. Spontan haben wir beschlossen, ihm Mitternacht mit einem Gläschen Sekt ein Ständchen zu bringen - direkt vor seinem Bett ;-)
Aber ganz dumm ist er ja auch nicht, er hatte ein Auto reinfahren gehört, aber nicht, dass es wieder rausgefahren wäre. Damit ahnte er, was ihm gleich drohen könnte und 10 vor 12 kam er dann noch zu uns auf die Terrasse und so haben wir halt dort angestossen.

Seinen Geburtstag wollte er eigentlich am Strand verbringen, aber die Erkundungen der letzten Wochenenden haben ihm da etwas die Lust verdorben und so haben wir uns heute lieber einen schönen Tag am Pool im Shangri La gemacht.

Und es war wirklich ein schöner Tag, Gegen Mittag kamen noch Bekannte, deren Sohn Erik geht mit Julian in die Klasse, da hatte er schön jemanden zum Spielen.

Julian und Erik

Link
Chris kam gegen halb 1, er war vormittags wie jeden Samstag erst beim Baseballtraining.
Danach ist er kurz heim, Duschen, Umziehen und hat sich dann ein Taxi genommen, um ins Shangri La zu fahren. Das hat wunderbar geklappt.
So sind wir an den Samstagen auch unabhängiger, als wenn wir ihn immer bringen und holen müssten.

Da so ein Badetag ziemlich schlaucht und müde macht, die letzte Nacht auch nicht wirklich lang war, haben wir uns das Abendessen kochen lassen - im Surfer´s Inn.

Und morgen wird erst mal ausgeschlafen...................

Freitag, 31.10. - Party, Party, Party.......

Jedenfalls für Christoph und Julian.

Aber am Vormittag fand bei uns auf dem Grundstück erst mal eiskalt geplanter Völkermord statt. Ameisen und Moskitos hatten mal wieder etwas überhand genommen, die Ameisen hatten auch immer weniger Hemmungen, ins Haus zu kommen. manchmal war Cleo´s Futternapf schon nach wenigen Minuten von den Krabbeltierchen bevölkert.
Und wir achten nun wirklich sehr genau, dass das Futter nicht ewig rumsteh, sondern stellen ihr mehrmals am Tag immer nur ganz kleine Portionen hin.

Nachdem alles rund ums Haus eingenebelt war, haben wir erst mal unser stinkendes Grundstück verlassen und haben die Kids aus der Schule geholt.
Dass heisst, eigentlich nur Chris und Philipp, denn Julian war zum Kindergeburtstag von Pia eingeladen, der fand im Hüsli statt.



Philipp lag mir dann die ganze Zeit in den Ohren, er möchte gerne am Wochenende zu Nico, allerdings wohnt der in Tema und am Freitag nach tema fahren, dass machen nicht mal wir freiwillig.
Aber nach ein paar telefonaten mit Nico´s Mama und Papa stellte sich heraus, dass der papa noch in Accra unterwegs war und konnte so Philipp noch bei uns abholen.

Damit blieb nur noch Chris übrig, der wollte uns aber auch verlassen. Mirko hatte eine Halloween - Übernachtungsparty geplant und so haben wir Chris am Nachmittag hingefahren.
Auf dem Rückweg sind wir wieder in die Schule gefahren, denn in Julians Altersgruppe dauern die Partys nur bis Spätnachmittag.

So hatten wir dann bis Samstag nur unser Julchen daheim und haben einen ruhigen Freitag abend verbracht.

Sonntag, 26.10. - mit April am Ocean

Da ja gestern nur schon mal partymässig bei Nachbars aufgebaut wurde, gingen wir mal schlimmstenfalls von kopfschmerzverursachender Beschallung aus und haben beschlossen, irgendwo an den Ocean zu fahren und diesmal April mitzunehmen.
Einfach ein bischen laufen, die Kids können Steine und Muscheln suchen, das macht denen auch Spass. Es muss nicht immer baden sein.

Aber es ist gar nicht so leicht, da ein geeignetes Plätzchen zu finden. Entweder sind es bewirtschaftete Beachressorts, da kommt es nicht so gut, seinen Schäferhund entlangrennen zu lassen. Oder es ist ein Dorf, da kommt spazieren auch nicht so gut. Oder aber es ist alles so dermassen vermüllt, da will man barfuss nur mit Badeschlappen sicher nicht reintreten.

Aber für den Anfang tat es auch die steinige Küste in Teshie, April ist da eh noch die Schissbüchse zu groß. Hätte sie ´ne Hose angehabt, hätte sie sich da reingemacht ;-)
So kann sie sich aber mal ans Autofahren gewöhnen und irgendwann nehmen wir sie mal mit weiter nach westen, wo es richtig schöne Sandstrände gibt.
Das war nur zu weit zu fahren für nur einen Nachmittag.




Als wir gegen 17 Uhr wieder daheim waren, hämmerte nebenan wie erwartet Musik. Vorn auf der Terrasse war es zu ertragen, im Haus war es um einiges lauter zu hören, da muss man schon mal schreien.
In der Küche beim Kochen hat man dann sein eigenes Wort nicht mehr verstanden.
Aber überraschenderweise war gegen halb 7 Schluss, die Musik ging aus und blieb auch aus.
Man erschrickt erst mal bei so plötzlicher Stille.
Wir haben dann mal oben aus dem Fenster geillert, es wurden die Tische abgeräumt, ein paar Gäste sassen noch und die hatten es noch in sich. Das waren vielleicht 6-8 Männer, die haben krakeelt wie eine Horde Hooligans, recht angetrunken haben die immer wieder eine zeile aus irgendeinem Lied gesungen. Dazu dann ein paar kreischende Weiber, die hellauf von dem Gesang begeistert waren.
Nachdem die dann noch auf der Strasse ein paar Silvesterknaller (die gibt es schon seit ein paar Tagen zu kaufen) gezündet hatten, herrschte dann endlich wieder die gewohnte Stille in der Strasse und wir konnten uns gemütlich zum Serie schauen zurückziehen (bei uns läuft zur Zeit "Band of Brothers").

Apropos Party - gestern kam unserer anderer Nachbar vorbei, der Doc, der auch sehr gut deutsch spricht. Und der hat uns schon mal zu seiner alljährlichen Party am 2. Weihnachtstag eingeladen. Und da gehen wir doch gern wieder hin.

Donnerstag, 23.10. - Übergabefeier in Ho

Ich hatte ja schon mehrmals geschrieben, dass Dani in den letzten Wochen und Monaten mit der Renovierung eines kleinen Krankenhauses in Ho beschäftigt war.

Noch in diesem Frühjahr bot sich dieser Anblick



Jetzt, etwa ein halbes Jahr, hunderten gefahrenen Kilometern und einigem Stress war es nun geschafft, den halb verfallenen Gebäuden ein frisches Aussehen zu verpassen.


Somit war alles fertig für die offizielle Übergabe, die nun diesen Donnerstag stattfand.
Sogar eine ganze Schule war anwesend, einige der Kinder haben dann auch ein kleines Stück vorgeführt, in dem gezeigt wurde, wie es um die medizinische Betreuung vorher und jetzt, mit neuer Ausrüstung steht.



Der deutsche Botschafter und ein ghanaischer Minister haben in ihren Ansprachen die Arbeit der beteiligten Deutschen gewürdigt und natürlich weiter gute Zusammenarbeit gelobt.


Nachdem das bei solchen Zeremonien übliche Band durchschnitten wurde, gab es einen Rundgang durch die Räumlichkeiten.

das neue Arztzimmer


der neue OP-Saal


ein glücklicher Doc in seinem neuen Labor............


..........kann man verstehen, denn vor der Renovierung sah es im Labor so aus


Ein ansehliches Endergebnis vieler Stunden Grübelei und auf Ideen herumgedenke, wie man was am besten verwirklichen kann, ohne das Budget zu sprengen und die Grenzen des in Ghana Machbaren zu überschreiten.
Da organisiere ich doch auch glatt mal im Deutschlandurlaub einen Besuch für Dani im OP Saal im Mittweidaer Krankenhaus - als Nicht-Patient, um sich Anregungen zu holen ;-)

Und nachdem dieses Projekt nun abgeschlossen ist, gönnt sich Dani jetzt schon erst mal eine Woche Urlaub, um auch mal wieder ein wenig von all den Dingen zu erledigen, die in letzter Zeit auf der Strecke geblieben sind - einschliesslich Internet ;-)