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Im Westen nichts Neues

Wie geplant sind wir Dienstag morgen auf in Richtung Westen, noch schnell 2 Kisten Wasser gekauft (am Ocean gibt es oftmals nur salziges Wasser aus dem Hahn, das ist zum Zähneputzen eklig) und nach etwa 1 Stunde waren wir dann aus Accra raus.

Schön sind immer die Streckenabschnitte, die direkt am Meer verlaufen.



Kurz nach 1 Uhr waren wir dann in der Lodge und unsere Bungalows waren auch schon bezugsfertig.
Wir haben uns auch gleich noch etwas zum Mittag bestellt, während wir auf Fleischbällchen mit Spaghetti und Eiersandwiches gewartet haben, haben wir erst mal den Strand erkundet.


Die Kinder haben sich gleich Badehosen angezogen und haben die Wassertemperatur getestet




Der nasse Sand ist die perfekte Meiermöpse, man kann klasse Burgen usw. bauen


Chris hatte angefangen, ein großes Loch zu graben, aus Mangel an Zeit hat er es allerdings nicht bis zum Erdmittelpunkt geschafft.


In die Dusche unseres Bungalows hatte sich durch das Abflussrohr Mr. Crabs verirrt, fand aber den Weg nicht wieder zurück und ist leider verstorben.
So konnte ich allerdings mal eine schöne Nahaufnahme vom Krabbengesicht machen, man kommt ja sonst nie so nah an die wirklich flinken Kerlchen ran.


Nach gegrilltem Fisch, Oktopus, Hühnchen und Red Red mit Beans als Abendessen war dann für Julian und Philipp Feierabend, so ein Tag schlaucht doch ziemlich.
Chris hatte es sich mit einem Buch bequem gemacht, allerdings popelte ihm dann der "Nachtwächter" ein Gespräch ins Ohr, seine komischen Erzählungen konnte man wohl noch ignorieren, sein stark ausgeprägter Mundgeruch machte Christoph dann die Entscheidung, ins Bett zu gehen, doch sehr leicht.

Dani und ich haben uns mit einem Cocktail in einer ausgehöhlerten Kokosnuss dann in den Sand gesetzt, Sternenhimmel beobachtet und Krabben geärgert.

Geschlafen haben wir alle nicht so wirklich gut, so war Dani beizeiten munter und hat den Sonnenaufgang noch fotografieren können.


Gleich nach dem Frühstück sind wir dann nach Princess Town gefahren.
Da uns durch unglückliche Umstände fast alle Bilder von 2007 abhanden gekommen sind, müssen wir nun nochmals überall hinfahren und neue Fotos machen.
Und da gehört eben Fort Grossfriedrichsburg dazu.
Auf dem Weg dahin geht es an Naturkautschukplantagen vorbei. Diesmal haben wir angehalten und uns das mal aus der Nähe angeschaut. Die Stämme werden eingeritzt und dort läuft dann der Saft runter und in die Auffangbehälter rein. Wir haben mal versucht, so bischen eingetrocknetes Gummi abzuziehen, aber das Zeug ist unheimlich stabil und dehnbar, kann man super mit schnippsen ;-)
So einen Streifen kann man einfach nicht nicht auseinanderreissen.


Und dann Grossfriedrichsburg die Dritte für uns.
Und was sehen wir als erstes im Burghof stehen?
Ein Auto mit deutschem Kennzeichen aus Dippoldiswalde/Sachsen.


Wir haben erstmal unseren Rundgang gemacht und das Fotoarchiv wieder aufgefrischt.

Princess Town


Fledermäuse in den Verliesen
Ich nenne sie lieber Schweineschnauze ;-)


3 eingekerkerte Kinder ;-)


Dann haben wir mal näher die Herkunft des sächsischen Autos erkundet und noch eine ganze Weile mit Steffen und Steffi geplaudert.
Die beiden sind auf Abenteuertour durch Afrika und machen derzeit Station in Ghana.
Wir haben noch Mailadressen und Telefonnummern getauscht, wenn die beiden dann in Accra sind, kann man sich ja nochmal auf ein Käffchen unter Sachsen zusammensetzen ;-)

Mittlerweile war es Mittagszeit und wir sind weiter in die Green Turtle Lodge

Chris war ja vor 2 Jahren dort auf Klassenreise und wir wollten uns das jetzt auch mal anschauen.



Wir haben uns dort einfach Eiersandwiches bestellt und die waren wirklich absolut lecker!

Der Spruch an der Bar, die übrigens aus einem alten Boot besteht, ist auch irgendwie cool
und man beachte noch das Schild, dass Jesus auch Cocktails mag!


Am Nachmittag waren wir dann wieder in unserer Lodge, haben uns die Badeklamotten angezogen und ab an den Strand.
Die Jungs sind gleich ins Wasser mit den Surfbrettern, ich habe es mir erst noch im Liegestuhl gemütlich gemacht.

Julchen hatte dann Gesellschaft von 3 kleinen Ghanaern, die ihm Muscheln gesucht haben.

Dani hat Philipp derweil einen Kurs im Surfen gegeben.


Da alle so schön beschäftigt waren, bin ich mit Chris ein Stückchen am Strand spazieren gegangen, Krabben jagen, Muscheln sammeln und mysteriöse Spuren im Sand hinterlassen ;-)

Chris hatte eine Kokosnuss gefunden, wir haben sie auf den namen Wilson getauft und er hat sie dann einfach ins Meer geschmissen. Auf dem Rückweg kam dann die Strafe dafür. Er lief rückwärts, um mysteriöse Spuren im Sand zu hinterlassen und hat so natürlich nicht gesehen, dass Wilson inzwischen wieder angespült wurde und ist natürlich voll mit der Nuss kollidiert und ins Meer geplumpst ;-)
Kleine Sünden bestraft Gott gleich!

Ich selbst bin diesmal nicht im Wasser gewesen, am Dienstag wollte ich nicht, damit ich nicht Haare waschen muss, hatte es mir aber ganz fest für Mittwoch vorgenommen.
Leider hatte ich da beim Spazieren am Strand eine unangenehme Begegnung.
Eine Welle hatte einen schönen grünen Algenbatzen angespült, den wollte ich haben, aber flupp - war er wieder im Meer. Also stand ich da und wartete, ob eine der nächsten Wellen die Algen nochmal anspült. Das Glück war mir alles andere als hold - das nächste Treibgut war eine menschliche Hinterlassenschaft.
Nach deser Begegnung haben wir sofort den Rückweg angetreten mit ordentlichem Abstand zum Wasser. Ab da hätten mich keine zehn Pferde mehr in den Ozean bekommen.

Als ich mit Chris zurückkam, waren meine 3 anderen Männer auch nicht mehr so wirklich glücklich. Die kleinen Jungs, die für Juli Muscheln gesucht hatten, zeigten mittlerweile viel zu viel Interesse an unseren Habseligkeiten und Dani wusste gar nicht, wo er zuerst hinsehen sollte um sicherzugehen, das nichts verschwindet.

Ausserdem hatten sich mittlerweile 12 junge Männer genau den Strandabschnitt der Lodge zu ihrem Fussballfeld auserkoren und direkt neben der Kleckerburg der Kinder ihr Tor mit 2 Stöcken abgesteckt. Ein Teil der Liegen war dadurch blockiert und wir mussten weiter oben sitzen, um Juli und Phili zu bewachen.
Was die Typen da als Fussballspielen abgeliefert haben, war dann mehr ein sich zur Schau stellen mit wahnwitzigen artistischen Einlagen, bei denen es immer um und über Philipp und Julian herumging.
Das fanden wir dann gar nicht mehr witzig und als Juli dann den Ball auf den Kopf gekickt bekam, habe ich dann doch Spielverderber gespielt.
Allerdings ist man als zahlender Gast dort wohl nicht berechtigt, irgendetwas zu sagen, die haben nur blöd gelacht, als ich kurzerhand deren "Spiel" beendet habe. sobald ich mich umgedreht hatte, haben die einfach weitergemacht.
Da habe ich erst mal die Stöcke ins Meer geschmissen und sie gebeten, dort weiterzuspielen - okay, das war vielleicht etwas gemein, lag aber auch daran, dass der eine mir erklärt hatte, Julchen habe den ball ja gar nicht abgekriegt, sondern einen Kopfball gemacht. Zu blöd nur, dass Julchen nix davon wusste und auch gar nicht Fussball spielt.
Der Staff von der Lodge hatte die ganze Zeit nur blöde zugeguggt und auch keinerlei Anstalten gemacht, mal irgendwie einzuschreiten, wenn da irgendwelche Fremden, nichtzahlenden Leute die Liegen und den Strand blockieren, dass die Gäste genervt sind.

Da hat Dani dann kurz auf seine Uhr geschaut und eine ganz klare Ansage gemacht "Packen - in 15 Minuten ist Aufbruch - wir fahren heim"
Diesem Vorschlag wurde sofort von allen zugestimmt und ich bin los, um unsere Rechnung zu ordern. Exakt ab dem Moment wurde dann der Staff der Lodge wach und nervös.
Sie sind uns gleich hinterher und haben versucht, uns zu überzeugen, sich 1000mal entschuldigt. Aber von uns kam nur ein "Zu spät!"
Eine halbe Stunde später sassen wir im Auto Richtung Accra.
Keine Ahnung, ob da einer so wirklich verstanden hat, warum wir vorzeitig abgereist sind, warscheinlich nicht.
Wir fahren 4-5 Stunden raus, um mal in Ruhe am Strand zu relaxen, abzuschalten, mal ein bischen für uns zu sein.
Keiner hat was dagegen, wenn die Einheimischen aus dem Dorf da vorbeikommen, winken, grüßen, Hallo sagen.
Nur wenn sie dann am Tisch neben einem stehen und "Gib mir dies, gib mir jenes" sagen, ein Nein völlig ignorieren, dann nervt das total.
Wenn man sich zurücklehnt, die Augen zumacht und vor sich hindöst, plappern die einen immer noch voll.
Mann, wir fahren dahin, um unsre Ruhe zu haben, zahlen dafür. Gesellschaft kann ich hier in der Stadt haben, dafür muss ich nicht einen Tank leerfahren.
Naja, egal - nach einer tollen Nachtfahrt (über das Autofahren, besonders im Dunkeln, müsste ich eigentlich mal gesondert schreiben) waren wir halb 10 wieder in Accra und haben uns bei Hallo Pizza noch 2 Pizzen zum Mitnehmen bestellt.
Kurz nach 22 Uhr waren die dann im heimischen Wohnzimmer komplett vernichtet und wir haben uns in unsere Betten verkrochen und eine erholsame, ruhige Nacht gehabt.

So, da bin ich wieder............

Nachdem nun einige meiner Leser so gar nicht mit meiner Schreibpause einverstanden waren und ich das Risiko, das noch einer an schweren Entzugserscheinungen leidet, nicht eingehen möchte, will ich nun mal wieder in die Tasten hauen und die Lesewut befriedigen.

Die letzten Wochen werde ich jetzt nicht im Detail abarbeiten, picke mir nur mal so das Wichtigste und Schönste raus.

Für den Anfang zum eingewöhnen ein paar Bilder.........

Wie immer in der Trockenzeit verdorrt natürlich alles Grün recht schnell und vielerorts wird dann alles abgebrannt, weil danach alles besser und kräftiger wächst.
Leider wird manchmal nicht so auf wettertechnische Details wie Wind geachtet und da kann es schon mal vorkommen, dass die Flammen bis auf die Strasse reichen - das ist dann beim Vorbeifahren schon ganz schön heiss.
So wie hier auf dem Weg von Akosombo nach Ho.


Auch in diesem Jahr werden Bettina und ich unsere Tradition vom gemeinsamen Shoppen Mittwoch Vormittag beibehalten. Bevorzugt natürlich auf dem Makola.
Da sich in letzter Zeit die Zahl der Strassenhändler vervielfacht hat, die nicht alle auf dem Markt Platz haben, wird immer mehr Raum rundherum in Beschlag genommen.
Wie auf dieser Ausfallstrasse vom Makola.
Also wer hier nicht den Schlips seiner Träume findet, dem ist wohl nicht mehr zu helfen.


Ohne Kommentar - jeder hat eben ein anderes Idol


Nicht wundern, wenn an einem Samstag Nachmittag Stau ist, weil ein paar Gülletanker im Schritttempo auf einer Hauptstrasse entlangfahren, oben haufenweise Leute drauf sitzen und Lärm machen.


Sobald die dann über den Mittelstreifen auf die Fahrspur gegenüber fahren, natürlich dann gegen den Verkehr fahren, dann kann man sehen, dass ganz vorne dran ein paar Leute einen Sarg schleppen.
Dann, ja dann weiss man, es ist eine Beerdigung, warscheinlich war es der Chef oder ein wichtiger Mitarbeiter einer Fäkalienentsorgungsfirma ;-)


Achtung - Werbung ;-)
Immer noch gerne besucht von uns, meist Samstag abend - das Surfer´s Inn
Seit 2 Wochen ist nun auch Götz wieder im Lande und unterstützt Martin - endlich wieder sächsischen Dialekt ;-)



So, das war jetzt zum warmschreiben - gleich geht´s weiter.............

Sonntag, 02.11. - Suche nach dem perfekten Strand Teil 2

Da Ghana rund 550 km Küste hat, müsste man annehmen, dass sich da ein schönes Plätzchen findet, um einen schönen Strandtag zu verbringen.

Die uns bisher bekannten Beachresorts wie Bojo Beach oder Till´s waren zu oft enttäuschend durch steigende Preise, sinkenden Service, zu wenig Ruhe und zuviel Müll.

Deshalb sind wir heute mal zur Erkundung Richtung Osten gefahren, nach Tema und dem Hafen muss es laut Google Earth auch noch schönen Sandstrand geben.

Um die Ortschaft Prampram waren auch einige Resorts ausgeschildert und die haben wir uns einfach mal angeschaut.
Zumindestens diejenigen, wo man nicht schon nur zum Schauen Eintritt bezahlen muss.
Aber wenn das Resort einen halbwegs ordentlichen Eindruck gemacht hat, dann war der Strand sehr steinig oder aber der Strand ist sehr ruhig, dafür war das Resort nicht mehr bewirtschaftet und demzufolge vermüllt.

Aus der Ferne sah mal alles nicht schlecht aus


Dani hat mit Julian und Philipp näher erkundet


Ich habe derweil genauer den Müll im Meer dokumentiert


Da mag man nun wirklich nicht drin baden.
Ich weiss nicht, was so schwer daran ist, so ein kleines Resort ordentlich zu bewirtschaften. Es braucht doch nicht wirklich viel dazu, Reichlich Getränke, eine Handvoll einfache Gerichte und kleine Hütten als Sonnenschutz. Nimmt man nur gerichte, die auf dem Grill zubereitet werden können, dann kann man sogar auf einen Stromanschluss verzichten, das würde Strandbesuchern dann sogar die laute, scheppernde Musik ersparen.

Aber da unterscheiden sich unsere Vorstellungen von einem Strandtag dann wohl zu sehr von denen der Ghanaer.

Na jedenfalls haben wir den Plan "Tag am Strand" erst mal wieder aufgegeben.

Ach ja, bevor Fragen aufkommen, sicher gibt es an Ghanas Küste Flecken, die unseren Vorstellungen entsprechen, nur leider sind die dann ziemlich weit von Accra entfernt und man müsste der Entspannung halber schon eine Übernachtung einplanen.
Uns ging es einfach um einen Tagesausflug und da ist in Reichweite von Accra eben alles zu vermüllt, zu laut und zu bevölkert.

Auf der Heimfahrt haben wir dann in Accra eine echt schmucken LKW gesehen.
keine Ahnung, was der für einen Unfall hatte, aber das Fahrerhaus war total demoliert, die beiden Beifahrer mussten leicht geduckt sitzen, weil alles so eingedellt war ;-)

Die Qualität des Fotos ist nicht so prall, hab es nach hinten raus aus den Auto durch die Scheibe aufgenommen.

Donnerstag, 30.10. - raus aus der Stadt

Eigentlich wollten wir heute einen Bummel durch den Botanischen Garten Aburi machen und danach über den dortigen Kunstmarkt.

Auf dem Weg dorthin sind wir wieder an dem Berg mit dem Sendemasten vorbeigekommen, auf den Dani schon immer mal rauf wollte.
Einfach um zu wissen, wie die Aussicht von dort oben ist. Und der Sendemast auf dem Gipfel lässt vermuten, dass es eine Strasse geben muss. Die haben den ja sicher nicht auf dem Kopf da hoch geschafft ;-)




Also haben wir den nächsten Weg rechts ab genommen, über eine Schotterpiste, durch einen kleinen Bach hindurch und dann war es eigentlich recht einfach.
Hoch droben auf´m Berg sassen 3 Männer, die hat das nicht wirklich interessiert, dass wir kamen, den Fotoapparat ausgepackt und erkundet haben.
Leider war es etwas diesig, aber die Aussicht in alle Himmelsrichtungen ist schon faszinierend.


Ausser dem Sendemast standen jede Menge Schüsseln, keine Angst - wir haben nix verstellt.


Dann ging es weiter Richtung Aburi. Spontan wie wir aber nun mal sind, haben wir unseren Plan einfach umgeändert, denn wir hatten noch soviel Zeit, um bis nach Koforidua zu fahren. Dort ist jeden Donnerstag Perlenmarkt, wir waren vor über 2 Jahren schon mal dort, aber für die Kinder ist das eher langweilig. Also war heute der perfekte Tag dafür.

Auf dem Weg dahin haben wir aber erst mal noch an den Akaa Falls nach dem Rechten gesehen. Diesmal mit richtig viel Wasser und ohne weitere Besucher, morgens ist noch alles so unberührt, wenn noch niemand da durch den Busch gestiefelt ist und das Viechzeug aufgescheucht hat.


Am späten Vormittag waren wir dann in Koforidua. Einmal falsch abgebogen hat uns gleich eine Stadrundfahrt beschert, aber nach nur einmal nachfragen haben wir den Markt ganz schnell gefunden.
Ich hatte ihn von vor 2 Jahren zwar größer in Erinnerung, aber macht nix, die Auswahl war riesig und die Preise haben handeln überflüssig gemacht. Für 12 Cedis (ca. 8 Euro) 2 Ketten, 3 Armkettchen und 1 Schlüsselanhänger. Während ich nach Ketten gesucht habe, hat sich Dani nach Motiven umgeschaut.






Diese Schulkinder sind ihm dann eine ganze Weile hinterhergerannt und wollten fotografiert werden. Als Dani ihnen dann auf dem Display das Bild auch noch gezeigt hat, waren sie völlig aus dem Häuschen ;-)


Auf dem Rückweg haben wir dann in irgendeinem Dorf gehalten und in einem Spot (kleine Kneipe) erst mal eine Cola getrunken - 2 Cola = 90 Pesewa = ca. 60 cent.

Pünktlich kurz nach 3 waren wir dann in der Schule, um unsere Kids abzuholen, die nicht wirklich eine Ahnung hatten, dass Mama und Papa ohne sie Urlaub gemacht hatten ;-)

Einfach mal unter der Woche raus aus der Stadt kann unheimlich erfrischend sein............

Sonntag, 26.10. - mit April am Ocean

Da ja gestern nur schon mal partymässig bei Nachbars aufgebaut wurde, gingen wir mal schlimmstenfalls von kopfschmerzverursachender Beschallung aus und haben beschlossen, irgendwo an den Ocean zu fahren und diesmal April mitzunehmen.
Einfach ein bischen laufen, die Kids können Steine und Muscheln suchen, das macht denen auch Spass. Es muss nicht immer baden sein.

Aber es ist gar nicht so leicht, da ein geeignetes Plätzchen zu finden. Entweder sind es bewirtschaftete Beachressorts, da kommt es nicht so gut, seinen Schäferhund entlangrennen zu lassen. Oder es ist ein Dorf, da kommt spazieren auch nicht so gut. Oder aber es ist alles so dermassen vermüllt, da will man barfuss nur mit Badeschlappen sicher nicht reintreten.

Aber für den Anfang tat es auch die steinige Küste in Teshie, April ist da eh noch die Schissbüchse zu groß. Hätte sie ´ne Hose angehabt, hätte sie sich da reingemacht ;-)
So kann sie sich aber mal ans Autofahren gewöhnen und irgendwann nehmen wir sie mal mit weiter nach westen, wo es richtig schöne Sandstrände gibt.
Das war nur zu weit zu fahren für nur einen Nachmittag.




Als wir gegen 17 Uhr wieder daheim waren, hämmerte nebenan wie erwartet Musik. Vorn auf der Terrasse war es zu ertragen, im Haus war es um einiges lauter zu hören, da muss man schon mal schreien.
In der Küche beim Kochen hat man dann sein eigenes Wort nicht mehr verstanden.
Aber überraschenderweise war gegen halb 7 Schluss, die Musik ging aus und blieb auch aus.
Man erschrickt erst mal bei so plötzlicher Stille.
Wir haben dann mal oben aus dem Fenster geillert, es wurden die Tische abgeräumt, ein paar Gäste sassen noch und die hatten es noch in sich. Das waren vielleicht 6-8 Männer, die haben krakeelt wie eine Horde Hooligans, recht angetrunken haben die immer wieder eine zeile aus irgendeinem Lied gesungen. Dazu dann ein paar kreischende Weiber, die hellauf von dem Gesang begeistert waren.
Nachdem die dann noch auf der Strasse ein paar Silvesterknaller (die gibt es schon seit ein paar Tagen zu kaufen) gezündet hatten, herrschte dann endlich wieder die gewohnte Stille in der Strasse und wir konnten uns gemütlich zum Serie schauen zurückziehen (bei uns läuft zur Zeit "Band of Brothers").

Apropos Party - gestern kam unserer anderer Nachbar vorbei, der Doc, der auch sehr gut deutsch spricht. Und der hat uns schon mal zu seiner alljährlichen Party am 2. Weihnachtstag eingeladen. Und da gehen wir doch gern wieder hin.

Senchi Resort am Lake Volta

Von Tafi Atome aus sind wir zusammen bis zur nächsten großen Kreuzung gefahren, Ralf, Olli und Sven sind links weg wieder zurück nach Ho in ihr Hotel und wir sind rechts abgefahren Richtung Accra.
Während die Männer noch ihre Taschen umgeladen hatten, konnte ich das bunte Treiben an der Kreuzung beobachten.

Unter anderen ein LKW, der sauber im Strassengraben eingeparkt hatte


Meist sind solche großen Kreuzungen hier auch Haltestellen für den ÖPNV und sobald ein TroTro ankommt, stürzen sich die Marktfrauen drauf und wollen das verkaufen, was sie auf dem Kopf tragen.

Auffälligstes TroTro war dieses hier mit der Ziege auf dem Dach.


Wenig später haben wir es auf der Landstrasse wieder überholt, denn es musste einen unfreiwilligen Stop einlegen - die Ziege war nach hinten weggerutscht und hing an der hecktür runter. Also musste das Böckchen erstmal wieder nach oben gehievt werden.
So gegen 1 Uhr waren wir dann an der Brücke über den Volta und haben beschlossen, im Senchi Resort einen Happen zu essen.
Ein Päuschen schadet ausserdem keinem von uns.

Und wo könnte man besser Päuschen machen als in so einer Umgebung?


Julian und Philipp haben sich auf dem kleinen Spielplatz beschäftigt und ich habe Fotomotive gesucht.

Und gefunden ;-)

So vermehren sich Krabbelkäfer ;-)))


Dani ist wohl aus lauter Einsamkeit eingenickt, vielleicht lag es aber auch nur an den Anstrengungen der letzten Tage.

Das Essen war zwar nicht der Brüller, aber wir hatten dort auch schon schlechter gegessen. Aber Hauptsache nicht mehr hungrig.

So gegen 16 Uhr waren wir wieder zu Hause, Chris kam auch gerade heim , allerdings nur, um sich frische Klamotten zu holen und verschwand dann gleich wieder mit seinen Kumpels, die er im Schlepptau hatte.

Nach 2 so anstrengenden Tagen stellt sich dann bei uns auch keiner mehr freiwillig in die Küche, also gab es Abendessen bei dem kleinen Franzosen an der Ring Road.

Wir haben dann daheim erstmal all unsere Fotos vom Wochenende gesichtet und gelichtet, es sind so an die 400. Da werden wir mal in Ruhe wieder ein paar Alben für die Homepage zusammenstellen und bei Gelegenheit hochladen. Was wiederum stark von Ghana telecom abhängig ist, denn zur Zeit ist unsere Verbindung sowas von instabil, da bin ich froh, wenn ich die Bilder für den Blog schaffe.

Also übt Euch einfach in Geduld...........

Tafi Atome

Am Sonntag morgen wollten wir dann auf dem Rückweg nach Ho einen Abstecher nach Tafi Atome machen, deshalb hatten wir schon für 7 Uhr Frühstück bestellt.
Aber trotz der Müdigkeit vom Vorabend konnte keiner wirklich lange schlafen und wir haben schon seit 6 Uhr morgens draussen gesessen und den Sonnenaufgang beobachtet.
Nach einem wirklich reichlichen Frühstück ging es los.
Die Affenbande war in den letzten Monaten recht fleissig - es gab recht viele Jungtiere diesmal.
Wir hatten wie immer Bananen zum Anlocken dabei und dann kann man immer schön beobachten wie die kleinen Äffchen hin- und hergerissen sind zwischen Neugier, Angst und Gier.
Julian hat ja da gar keine Angst


Sie sind uns dann oben in den Bäumen noch ein Stück durch den Wald gefolgt, da werden schon mal größere Distanzen zwischen zwei Baumwipfel im Sprung gemeistert.
Die sind dabei so flink, es ist kaum machbar, ein schärferes Bild davon zu machen.


Da die Menschen in diesem Dorf ja Besucher gewohnt sind, immerhin leben sie davon, kann man dort auch mal in Ruhe sich umschauen und auch Fotos machen.
Philipp und Julian haben sich mit 2 Ziegen angefreundet, sie liessen sich streicheln - es blieb ihnen auch nix anderes übrig, sie waren angebunden ;-)


Wir anderen haben Dorfrundgang gemacht, Fotos geschossen und uns den Gottesdienst in der Kirche angeschaut. Davon habe ich auch ein Video, allerdings braucht das seine Zeit zum Hochladen - wird also später nachgeliefert.

Der Lebensmittelladen


Die Dorfjugend ;-) nein, Quatsch, irgendwelche Männer aus dem Dorf, in traditioneller Tracht


Und das ist die Dorfkirche


Es war dann fast Mittagszeit und wir haben uns auf den Rückweg gemacht.

Davon mehr im nächsten Post.............

Waterfall Lodge in Wli

Für letztes Wochenende hatten wir uns für eine Nacht in der Waterfall Lodge in Wli eingemietet. Morgens sind wir beizeiten - 6 Uhr - in Accra losgefahren, wir wollten nicht allzu spät in Ho sein, um dort die 3 Deutschen einzusammeln, die ja seit letzter Woche hier sind.
In dem Hotel, in dem sie untergebracht waren, haben wir uns noch einen Kaffee genehmigt - zum munter werden - und dann ging es gemeinsam weiter nach Wli.


Dort haben wir erst mal unsere Zimmer bezogen, wir hatten ja nur Philipp und Julian dabei - Chris wollte bei seinem Freund bleiben - deshalb haben wir alle in das Familienzimmer mit 2 Doppelbetten gepasst.

Links in dem großen Pavillon kann man essen, oder auch nur so sitzen und auf den Wasserfall schauen.
Rechts in dem roten Gebäude sind die Zimmer und die Küche.


Rundherum ist viel Platz, viel Grün, da konnten sich Phili und Juli auch beschäftigen.


Mittag haben wir uns dort aber gespart, ich hatte noch Schinkenschnitten, die wollten wir uns dann am Wasserfall gönnen. Nach einer Tasse Kaffee haben wir dann Kamera, Schnittchen und Getränke eingepackt und sind zum Wasserfall.
Quer durch den Regenwald, über Brücken führt der Weg, leider fing es an zu regnen - unterstellen kann man vergessen, es hat mächtig geschüttet und wir waren alle durch bis auf die Haut. Es gab keinen trockenen Fetzen Textiles mehr, mit dem ich mir hätte die Brille putzen können.
Zu allem Übel hatte sich der Kleber an meiner Schuhsohle in dem Wasser aufgelöst und nach und nach löste sich auch der Rest meines linken Schuhes in Wohlgefallen auf.
Einen Großteil des Weges kann man zwar sehr gut barfuss gehen, aber mittendrin gibt es ein paar Stellen mit ziemlich spitzen Steinen, das war dann schon sehr unangenehm.
Am Wasserfall hatte der Regen dann aufgehört, das besserte meine Laune allerdings wenig.
Alle meine Versuche, jemandem seine Schuhe abzukaufen, waren erfolglos ;-)

Jetzt gegen Ende der Regenzeit gibt es natürlich reichlich Wasser, deshalb war es diesmal sehr diesig und so richtig schöne Fotomotive hielten sich in Grenzen.



Auf dem Rückweg fing es natürlich wieder an zu regnen, perfekt - ich war gerade wieder halbwegs trocken.
Zurück am Eingang habe ich mir in einem der "Andenkenläden" erstmal ein paar Badeschlappen geholt - was ist denn eine Frau ohne Schuhe ;-)

In der Lodge haben wir alle erstmal geduscht und uns was trockenes angezogen.
Das Wetter war zwischenzeitlich natürlich wieder richtig schön geworden.
Nach einem richtig leckeren Abendessen haben wir noch ein Weilchen zusammengesessen, aber es war für alle ein anstrengender Tag, das wechselnde Wetter macht ausserdem auch recht müde, so waren bis 21 Uhr alle im Bett verschwunden.
Schliesslich war für Sonntag auch noch einiges geplant...................