Es ist ja nicht so, dass es ausser der Wahl gar nichts anderes gibt.
Da wären zum einen unsere Bemühungen um Nachwuchs.
Keine Angst, es geht dabei um April ;-)
Schon seit Oktober warten wir, das dass Fräulein endlich soweit ist, ich hatte mit dem Hundeführer unserer Wachfirma verabredet, dass einer seiner Schäferhunde mal "ran darf".
Und heute war nun Tag X. Wir haben April ins Auto gepackt und haben sie bei Secpoint abgeliefert. "Omega" meinte, wir sollen sie einfach bei ihm lassen, er will den Hunden Zeit geben, "es" zu tun.
Am frühen Nachmittag rief er an und meinte, die beiden wollen nicht. Er hätte es ja am liebsten mit einem Rottweiler versucht, aber wir wollen doch lieber einen Schäferhund als Papa.
Nun, leider war das heute nichts, also hat er jemanden losgeschickt, uns unsere April wiederzubringen. Wir waren da sehr froh drüber, wir hatten nämlich nicht wirklich Lust, bei der angespannten Lage nochmal ausser Haus zu müssen, um sie abzuholen.
Aber morgen ist ja auch noch ein Tag und Omega hat noch einen anderen Rüden, der es morgen dann probieren darf.
Schaun mer mal.............
Tja, dann gab es letzte Woche mal wieder Personalwechsel.
Kristin gehört nun der Vergangenheit an, warum, wieso, weshalb mag ich jetzt nicht hier schreiben, vielleicht später mal.
Aber wir haben schon seit gestern wieder Ersatz für sie, diesmal mit etwas alt bewährtem - Bless ist wieder da!
Seit ein paar Monaten haben wir telefonisch Kontakt und ich habe sie einfach letztes Wochenende angerufen und gefragt, ob sie einen Job hat, wenn nicht - sie ist willkommen bei uns.
Sie macht jetzt ihr eigenes Bussiness, kauft und verkauft Klamotten auf dem Makola, allerdings nur Samstags. Da bleibt genug Zeit, Montag bis Freitag bei uns zu arbeiten.
Gestern hat sie nun wieder angefangen, heute hatte sie eine Freundin zum helfen dabei, die sie dann allerdings selbst bezahlt.
Mir hatte es schon ein wenig gegraut, ohne Hilfe im Haus und dann morgen unsere Silvesterparty. Aber mit Bless klappt das ganz gut, sie hilft beim vorbereiten, Geschirr spülen und vorallem beim Putzen jetzt im Haus.
Denn noch ein Gast ist angekommen - viel früher als erwünscht - der Harmattan.
Überall, drinnen und draussen ist hat sich wie von einem Tag auf den anderen der Staub breitgemacht, die Luft ist trübe und die Sonne sieht tagsüber aus wie der Mond, wenn er nicht untergehen will.
Die Luft ist trocken, daher kommt wohl auch mein Reizhusten, meine Schuppenflechte kommt wieder hervor und die Hände fühlen sich jetzt immer noch klebriger an als sonst, nichtmal Händewaschen hilft dagegen.
Nun gut, morgen werden wir dann erstmal wie geplant unsere Party vorbereiten und dann hoffentlich mit viel Spass ins neue Jahr feiern.
Posts mit dem Label Personal werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Personal werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Mittwoch, 12.11. - diverses Grünzeug
Dani war gleich heute morgen erstmal mit dem Besorgen von Wasser beschäftigt. Zum Glück sind die Befüllstationen wieder offen und es blieb ihm erspart, zu oft zu fahren, nachdem er mit dem zweiten Tank daheim ankam, war der Wassertanker da und hat unsere Tanks wieder randvoll gemacht.
Chris kämpft immer noch mit seinen Nebenhöhlen, aber wir hatten für heute 9 Uhr eh einen Termin bei Frau Dr. Darko für einen Gesundheitscheck-up. Den muss er vorlegen, wenn er sich als Schüler bei der Lincoln bewerben will.
Morgen bleibt er noch zu Hause, dann ist es hoffentlich auskuriert.
Da dieser Arztbesuch dann doch den ganzen Vormittag in Anspuch nahm, musste ich das Einkaufen auf nachmittags verschieben, denn Julian und Philipp hatten viertel nach zwölf Schule aus.
Es gab nicht wirklich viel einzuholen, das habe ich gleich im Koala erledigt. Gleich in der Nähe hat ja Lucy ihren Shop, dort konnte ich heute auch unsere neuen Hemden abholen. Die werden jetzt erst mal gewaschen und am Samstag wird Premiere getragen.
Heute abend war dann mal wieder gemeinsamer Rundgang im Garten angesagt. Wegen chronischem Wassermangel war natürlich nichts mit großartig Ackerbau. Das heisst aber nicht, dass unser Garten verdorrt wäre ;-) Ein bissel schön soll es schon sein.


Keine Probleme gibt es mit dem Cocoyam, wie auch, ist einheimisch.
Die Ghanaer stehen unheimlich auf die Wurzel der Pflanze, ist hier ein Grundnahrungsmittel. Viel mehr nutzen sie von dem Gewächs auch nicht. Dabei birgt diese Pflanze die Lösung unserer Spinatversorgungsprobleme in sich. Aber da sind wir erst jetzt vor Kurzem draufgekommen, mehr oder weniger durch Zufall. Die teilweise wirklich riesigen Blätter sind nämlich der beste Spinatersatz den es geben könnte. Wenn mal nicht sogar noch einen Tacken leckerer ;-)
Einfach von den Blättern die groben Adern rausschneiden, alles klitzeklein schnippeln und dann wie gewöhnlichen Spinat zubereiten, wie man es halt mag mit Zwiebel, Pfeffer, Salz und natürlich dem "Blubb".


Da kann sich jede Hausfrau, die schon mal frischen Spinat zubereitet hat, ausmalen, um wieviel einfacher und schneller es mit dieser Größe geht.
Und bei unserem Rundgang heute Abend haben wir beschlossen, trotz Wassermangel den Cocoyamanbau auszudehnen, denn wir haben die perfekten Stellen gefunden, wo es immer Wasser gibt - direkt auf den Betten rund ums Haus herum unter den Klimaanlagen.
Denn wenn die nachts laufen, entfeuchten die ja auch die Luft und dieses Wasser läuft aussen einfach runter auf den Boden. Dort ist es immer feucht und die Stellen sind allzeit schön grün.
George wird morgen die Order bekommen, das Grünzeug, was jetzt dort wächst (irgendwelche Bodendecker, die man in Deutschland oft auf Friedhöfen findet) fliegt raus und dann kommt der Yam da rein.
Damit wäre die Versorgung mit Spinat der Familie Langer sichergestellt.
Und bevor Fragen aufkommen: Ja, es gibt Tiefkühlspinat, hundeteuer und geschmacklich nicht der Brüller. Frischen Spinat gibt es auch, aber den zu putzen und zu lesen, würde für uns 5 Mann sicher einen halben Tag dauern.
Jetzt gibt es mal zur Abwechslung etwas positives über einen unserer Angestellten, bzw. indirekt Angestellten, denn er arbeitet ja für die Wachfirma Secpoint und ist halt für unser Grundstück eingeteilt. Und das seit mittlerweile 1 3/4 Jahren. Adama ist zuverlässig, freundlich, hilfsbereit und schläft nachts nicht - jedenfalls haben wir ihn noch nicht dabei erwischt ;-)

Also es gibt bei uns auch länger Beschäftigte, aber wie es nun mal so ist, man schreibt doch eher mal über die negativen Seiten, als ab und an mal das Positive zu berichten - ich fühle mich ertappt ;-)
Chris kämpft immer noch mit seinen Nebenhöhlen, aber wir hatten für heute 9 Uhr eh einen Termin bei Frau Dr. Darko für einen Gesundheitscheck-up. Den muss er vorlegen, wenn er sich als Schüler bei der Lincoln bewerben will.
Morgen bleibt er noch zu Hause, dann ist es hoffentlich auskuriert.
Da dieser Arztbesuch dann doch den ganzen Vormittag in Anspuch nahm, musste ich das Einkaufen auf nachmittags verschieben, denn Julian und Philipp hatten viertel nach zwölf Schule aus.
Es gab nicht wirklich viel einzuholen, das habe ich gleich im Koala erledigt. Gleich in der Nähe hat ja Lucy ihren Shop, dort konnte ich heute auch unsere neuen Hemden abholen. Die werden jetzt erst mal gewaschen und am Samstag wird Premiere getragen.
Heute abend war dann mal wieder gemeinsamer Rundgang im Garten angesagt. Wegen chronischem Wassermangel war natürlich nichts mit großartig Ackerbau. Das heisst aber nicht, dass unser Garten verdorrt wäre ;-) Ein bissel schön soll es schon sein.
Da blüht z.B. Philipp sein Ziehkind - eine Wicke aus Deutschland ;-)

Ziemlich mickerig allerdings unser Blumenkohl - naja, war ein Versuch wert

Keine Probleme gibt es mit dem Cocoyam, wie auch, ist einheimisch.
Die Ghanaer stehen unheimlich auf die Wurzel der Pflanze, ist hier ein Grundnahrungsmittel. Viel mehr nutzen sie von dem Gewächs auch nicht. Dabei birgt diese Pflanze die Lösung unserer Spinatversorgungsprobleme in sich. Aber da sind wir erst jetzt vor Kurzem draufgekommen, mehr oder weniger durch Zufall. Die teilweise wirklich riesigen Blätter sind nämlich der beste Spinatersatz den es geben könnte. Wenn mal nicht sogar noch einen Tacken leckerer ;-)
Einfach von den Blättern die groben Adern rausschneiden, alles klitzeklein schnippeln und dann wie gewöhnlichen Spinat zubereiten, wie man es halt mag mit Zwiebel, Pfeffer, Salz und natürlich dem "Blubb".
So schaut eine normale Pflanze aus

An guten Standorten und mit guter Wasserversorgung gibt es dann Blätter in dieser Größe

Da kann sich jede Hausfrau, die schon mal frischen Spinat zubereitet hat, ausmalen, um wieviel einfacher und schneller es mit dieser Größe geht.
Und bei unserem Rundgang heute Abend haben wir beschlossen, trotz Wassermangel den Cocoyamanbau auszudehnen, denn wir haben die perfekten Stellen gefunden, wo es immer Wasser gibt - direkt auf den Betten rund ums Haus herum unter den Klimaanlagen.
Denn wenn die nachts laufen, entfeuchten die ja auch die Luft und dieses Wasser läuft aussen einfach runter auf den Boden. Dort ist es immer feucht und die Stellen sind allzeit schön grün.
George wird morgen die Order bekommen, das Grünzeug, was jetzt dort wächst (irgendwelche Bodendecker, die man in Deutschland oft auf Friedhöfen findet) fliegt raus und dann kommt der Yam da rein.
Damit wäre die Versorgung mit Spinat der Familie Langer sichergestellt.
Und bevor Fragen aufkommen: Ja, es gibt Tiefkühlspinat, hundeteuer und geschmacklich nicht der Brüller. Frischen Spinat gibt es auch, aber den zu putzen und zu lesen, würde für uns 5 Mann sicher einen halben Tag dauern.
Jetzt gibt es mal zur Abwechslung etwas positives über einen unserer Angestellten, bzw. indirekt Angestellten, denn er arbeitet ja für die Wachfirma Secpoint und ist halt für unser Grundstück eingeteilt. Und das seit mittlerweile 1 3/4 Jahren. Adama ist zuverlässig, freundlich, hilfsbereit und schläft nachts nicht - jedenfalls haben wir ihn noch nicht dabei erwischt ;-)
Hier ist er heute abend bei seinem stündlichen Rundgang

Also es gibt bei uns auch länger Beschäftigte, aber wie es nun mal so ist, man schreibt doch eher mal über die negativen Seiten, als ab und an mal das Positive zu berichten - ich fühle mich ertappt ;-)
es war einmal ein Nachtwächter..........
Die Betonung liegt auf "war" - denn er ist nicht mehr - nicht mehr bei uns beschäftigt.
Seit ein paar Wochen kam als Ersatz für unseren Adama jeden Samstag ein Nachtwächter, der mir eigentlich schon vom ersten tag an nicht wirklich geheuer war.
Schon ziemlich am Anfang kam er mir mal recht patzig, als ich ihn darauf aufmerksam gemacht hatte, dass er doch bitte den Kontrollknopf nicht vergisst zu drücken. Ausserdem schaute er mich sehr abfällig an und hatte permanent einen Gesichtsausdruck, der zeigte, dass es ihm nicht wirklich Spass machte, hier zu arbeiten - aus welchem Grund auch immer.
Aber gestern war es nun wirklich zuviel wie er sich benommen hatte.
Wir kamen gegen 20 Uhr vom Essen und er hat schon recht gelangweilt das Tor aufgemacht.
Ein paar Minuten später ist Dani nochmal hoch an die Kreuzung gefahren, eine Kiste Bier holen.
Kaum dass er wieder da war und das Auto geparkt hatte, sass der Wächter wieder vor seinem Wachhaus auf dem Stuhl, die Füsse hoch an die Wand gelehnt und steckte sich seine Kopfhörer ins Ohr. Da frag ich mich, wie der etwas hören soll, was auf dem Grundstück passiert.
Kurz darauf schaute ich aus dem Fenster in Philipps Zimmer, da lümmelte er im Hof auf unserer Bank, immer noch mit Musik im Ohr.
Als ich ihn darauf aufmerksam gemacht hatte, dass er dort nichts verloren hat, schaute er mich genervt an, immer noch mit Kopfhörern und zeigte mir gelenagweilt, dass er mich nicht versteht. Ich deutete ihm, er solle halt mal seine Musik ausmachen, das sagte er "Warum?"
Nach mehrmaligen bitten bequemte er sich, die Musik auszumachen, sagte mir aber klipp und klar, dass er nicht aufstehen wird, da es ihm auf der Bank besser gefällt.
Da musste ich ihm deutlich sagen, dass er da wirklich nicht zu suchen hat und sich ins Wachhaus machen soll, wo er hingehört.
In Zeitlupe stand er auf, schlenderte zum Wachhaus, schimpfte unterwegs, dass es dort so heiss wäre. Ich bin ihm hinterher, einfach nur um zu sehen, was der da jetzt treibt, warum er die Tür zumacht, wenn es angeblich da so heiss ist. Da sagt der doch allen ernstes, ich solle mich aus SEINEM Wachhaus verziehen, endlich in mein Zimmer gehen und ihn in Ruhe lassen.
Hallo???
Ist mir irgendwas entgangen? Sein Wachhaus?
Und seit wann schreibt der mir vor, wann ich mich in meinem Garten aufzuhalten habe und wann nicht?
Das ganze untermalt von Bemerkungen wie "Denkst Du, Du kannst Dir alles kaufen?" Was willst Du eigentlich von mir?" "Lass mich in Ruhe, denn Du willst ja, dass ich für Dich hier arbeite"
Nun, das wollte ich dann ganz plötzlich nicht mehr. Noch während ich den Panikbutton gedrückt hatte, sagte er, ich solle doch seinen Boss von der Firma anrufen und mich über ihn beschweren.
Diese Bitte habe ich ihm gleich erfüllt, bzw. Dani hat angerufen und um sofortigen Austausch gebeten.
Während ich auf das Team im Hof gewartet habe, Chris stand bei mir und wir haben uns unterhalten, da hat der uns die ganze Zeit vollgequatscht, wir sollen jetzt endlich ins Haus gehen und ihn in Ruhe lassen.
Der Typ hat sich gestern Abend binnen 15 Minuten so dermassen selber disqualifiziert als Nachtwächter, der hat es einfach richtig drauf angelegt, hat uns gar keine Wahl gelassen.
Wenige Minuten später war das Einsatzteam da, wir haben zusammenfassend gesagt, dass er respektlos, frech und beleidigend ist, zum Einsatzleiter habe ich noch ganz direkt gesagt, dass er wohl ein Problem hat, für Weisse zu arbeiten und habe ihm empfohlen, über seine Weiterbeschäftigung nachzudenken - er hat mir lächelnd zugenickt.
Na wenn das mal gestern nicht der erste Vorfall dieser Art war.
Dieser Typ ist echt einer von der Sorte, die bei Abwesenheit haus und Hof verkaufen - nee danke - kein Bedarf.
Wir verlangen nun wirklich keine Unterwürfigkeit, aber etwas Respekt dürfte schon sein.
Seit ein paar Wochen kam als Ersatz für unseren Adama jeden Samstag ein Nachtwächter, der mir eigentlich schon vom ersten tag an nicht wirklich geheuer war.
Schon ziemlich am Anfang kam er mir mal recht patzig, als ich ihn darauf aufmerksam gemacht hatte, dass er doch bitte den Kontrollknopf nicht vergisst zu drücken. Ausserdem schaute er mich sehr abfällig an und hatte permanent einen Gesichtsausdruck, der zeigte, dass es ihm nicht wirklich Spass machte, hier zu arbeiten - aus welchem Grund auch immer.
Aber gestern war es nun wirklich zuviel wie er sich benommen hatte.
Wir kamen gegen 20 Uhr vom Essen und er hat schon recht gelangweilt das Tor aufgemacht.
Ein paar Minuten später ist Dani nochmal hoch an die Kreuzung gefahren, eine Kiste Bier holen.
Kaum dass er wieder da war und das Auto geparkt hatte, sass der Wächter wieder vor seinem Wachhaus auf dem Stuhl, die Füsse hoch an die Wand gelehnt und steckte sich seine Kopfhörer ins Ohr. Da frag ich mich, wie der etwas hören soll, was auf dem Grundstück passiert.
Kurz darauf schaute ich aus dem Fenster in Philipps Zimmer, da lümmelte er im Hof auf unserer Bank, immer noch mit Musik im Ohr.
Als ich ihn darauf aufmerksam gemacht hatte, dass er dort nichts verloren hat, schaute er mich genervt an, immer noch mit Kopfhörern und zeigte mir gelenagweilt, dass er mich nicht versteht. Ich deutete ihm, er solle halt mal seine Musik ausmachen, das sagte er "Warum?"
Nach mehrmaligen bitten bequemte er sich, die Musik auszumachen, sagte mir aber klipp und klar, dass er nicht aufstehen wird, da es ihm auf der Bank besser gefällt.
Da musste ich ihm deutlich sagen, dass er da wirklich nicht zu suchen hat und sich ins Wachhaus machen soll, wo er hingehört.
In Zeitlupe stand er auf, schlenderte zum Wachhaus, schimpfte unterwegs, dass es dort so heiss wäre. Ich bin ihm hinterher, einfach nur um zu sehen, was der da jetzt treibt, warum er die Tür zumacht, wenn es angeblich da so heiss ist. Da sagt der doch allen ernstes, ich solle mich aus SEINEM Wachhaus verziehen, endlich in mein Zimmer gehen und ihn in Ruhe lassen.
Hallo???
Ist mir irgendwas entgangen? Sein Wachhaus?
Und seit wann schreibt der mir vor, wann ich mich in meinem Garten aufzuhalten habe und wann nicht?
Das ganze untermalt von Bemerkungen wie "Denkst Du, Du kannst Dir alles kaufen?" Was willst Du eigentlich von mir?" "Lass mich in Ruhe, denn Du willst ja, dass ich für Dich hier arbeite"
Nun, das wollte ich dann ganz plötzlich nicht mehr. Noch während ich den Panikbutton gedrückt hatte, sagte er, ich solle doch seinen Boss von der Firma anrufen und mich über ihn beschweren.
Diese Bitte habe ich ihm gleich erfüllt, bzw. Dani hat angerufen und um sofortigen Austausch gebeten.
Während ich auf das Team im Hof gewartet habe, Chris stand bei mir und wir haben uns unterhalten, da hat der uns die ganze Zeit vollgequatscht, wir sollen jetzt endlich ins Haus gehen und ihn in Ruhe lassen.
Der Typ hat sich gestern Abend binnen 15 Minuten so dermassen selber disqualifiziert als Nachtwächter, der hat es einfach richtig drauf angelegt, hat uns gar keine Wahl gelassen.
Wenige Minuten später war das Einsatzteam da, wir haben zusammenfassend gesagt, dass er respektlos, frech und beleidigend ist, zum Einsatzleiter habe ich noch ganz direkt gesagt, dass er wohl ein Problem hat, für Weisse zu arbeiten und habe ihm empfohlen, über seine Weiterbeschäftigung nachzudenken - er hat mir lächelnd zugenickt.
Na wenn das mal gestern nicht der erste Vorfall dieser Art war.
Dieser Typ ist echt einer von der Sorte, die bei Abwesenheit haus und Hof verkaufen - nee danke - kein Bedarf.
Wir verlangen nun wirklich keine Unterwürfigkeit, aber etwas Respekt dürfte schon sein.
Mittwoch, 08. 10.
So, gestern war dann doch nicht die Zeit zum Bloggen, dazu später mehr.
Wie schon geschrieben, hatte Alpha - mein neuer Fahrer seinen ersten Arbeitstag Er war pünktlich da, großartig vorstellen oder Einweisen musste man ihn nicht, er kennt ja die Kinder eh schon von der Schule her und ich wusste auch, dass er sich in der Stadt auskennt.
Nach der halben Wegstrecke zur Schule hatte er dann auch bissel Gefühl für´s Auto bekommen.
Auf jeden Fall fühle ich mich beim Fahren bedeutend sicherer als mit David ;-)
Abends hatte Kristin wieder Dienst, Chris war in der Schule geblieben zum Fussball, also hatte sie nur Julian und Philipp zu betreuen.
Dani, ich, der Chef und seine Frau, wir haben uns am Airport getroffen, um 3 Leute abzuholen.
Dani baut ja derzeit in Ho ein kleines Kranken haus, dafür steht einiges an medizinischem gerät bereit und diese 3 sind aus Deutschland gekommen, um das alles in den nächsten 2 Wochen in Ho zu installieren und das Personal daran einzuweisen.
Wir haben sie ins Hotel gefahren, ihnen eine halbe Stunde zum Umziehen gegeben und sind dann noch alle gemeinsam ins Champs einen Happen essen gegangen.
Die Männer hatten sich dann für heute morgen im Hotel zum Abholen verabredet und netterweise wurden Chef seine Frau und ich von unseren Göttergatten gleich auf ein nobles Frühstück eingeladen. Also bin ich nach der Schule gleich hingefahren und wir haben wieder alle zusammengesessen und lecker gefrühstückt mit gebackenen Bohnen, Ei, Bratwurst, Obstsalat, Quark usw.
Man gönnt sich ja sonst nix........
Die Männer sind dann mal Geld verdienen gegangen und wir Damen haben uns auf den Weg gemacht, dieses welche gleich wieder auszugeben - sprich zum shoppen.
Ich war aber ganz brav und habe nur ein paar Cedi in Hundefutter, Hähnchenkeulen und Tiefkühlerbsen investiert ;-)
Gegen 10 Uhr war ich wieder daheim, wollte bissel im Internet surfen, allerdings lief es mehr als schleppend. Bevor ich mich zu sehr ärgere oder mich langweile, rufe ich da gerne mal die Hotline von Ghana Telecom an - kostet ja nix.
Aber ich denke, darüber schreibe ich gleich noch in einem Extrapost, das wird hier zu viel.
Deshalb jetzt mal nur noch 2 Bilder über etwas, was mir mal unterwegs so aufgefallen ist.
In Accra wird derzeit ein neues Verteidigungsministerium gebaut.
Sponsored by China
Das ist aber nur anhand der Bautafel ersichtlich, was das mal wird.


Ich nehme mal stark an, dass das nach Fertigstellung doch verschwindet und dann die ghanaische Flagge gehisst wird.
Wie schon geschrieben, hatte Alpha - mein neuer Fahrer seinen ersten Arbeitstag Er war pünktlich da, großartig vorstellen oder Einweisen musste man ihn nicht, er kennt ja die Kinder eh schon von der Schule her und ich wusste auch, dass er sich in der Stadt auskennt.
Nach der halben Wegstrecke zur Schule hatte er dann auch bissel Gefühl für´s Auto bekommen.
Auf jeden Fall fühle ich mich beim Fahren bedeutend sicherer als mit David ;-)
Abends hatte Kristin wieder Dienst, Chris war in der Schule geblieben zum Fussball, also hatte sie nur Julian und Philipp zu betreuen.
Dani, ich, der Chef und seine Frau, wir haben uns am Airport getroffen, um 3 Leute abzuholen.
Dani baut ja derzeit in Ho ein kleines Kranken haus, dafür steht einiges an medizinischem gerät bereit und diese 3 sind aus Deutschland gekommen, um das alles in den nächsten 2 Wochen in Ho zu installieren und das Personal daran einzuweisen.
Wir haben sie ins Hotel gefahren, ihnen eine halbe Stunde zum Umziehen gegeben und sind dann noch alle gemeinsam ins Champs einen Happen essen gegangen.
Die Männer hatten sich dann für heute morgen im Hotel zum Abholen verabredet und netterweise wurden Chef seine Frau und ich von unseren Göttergatten gleich auf ein nobles Frühstück eingeladen. Also bin ich nach der Schule gleich hingefahren und wir haben wieder alle zusammengesessen und lecker gefrühstückt mit gebackenen Bohnen, Ei, Bratwurst, Obstsalat, Quark usw.
Man gönnt sich ja sonst nix........
Die Männer sind dann mal Geld verdienen gegangen und wir Damen haben uns auf den Weg gemacht, dieses welche gleich wieder auszugeben - sprich zum shoppen.
Ich war aber ganz brav und habe nur ein paar Cedi in Hundefutter, Hähnchenkeulen und Tiefkühlerbsen investiert ;-)
Gegen 10 Uhr war ich wieder daheim, wollte bissel im Internet surfen, allerdings lief es mehr als schleppend. Bevor ich mich zu sehr ärgere oder mich langweile, rufe ich da gerne mal die Hotline von Ghana Telecom an - kostet ja nix.
Aber ich denke, darüber schreibe ich gleich noch in einem Extrapost, das wird hier zu viel.
Deshalb jetzt mal nur noch 2 Bilder über etwas, was mir mal unterwegs so aufgefallen ist.
In Accra wird derzeit ein neues Verteidigungsministerium gebaut.
Sponsored by China
Das ist aber nur anhand der Bautafel ersichtlich, was das mal wird.
Wenn man auf den ersten Blick die chinesischen Schriftzeichen auf den Säulen...........

und die chinesische Flagge links so sieht............

Ich nehme mal stark an, dass das nach Fertigstellung doch verschwindet und dann die ghanaische Flagge gehisst wird.
Donnerstag, 02.10.
Diese Woche war irgendwie ziemlich zerstückelt.
Am Montag hatte Danis Chef seinen 50. Geburtstag und seine Frau wollte für ihn eine Überraschungsparty machen.
So haben wir Frauen bei den Vorbereitungen für´s Essen geholfen, mittags kam Dani noch dazu und wir haben Tische, Bänke , Grills aufgebaut und alles vorbereitet für den Nachmittag.
Ich habe dann nur schnell die Kinder aus der Schule geholt und heimgefahren, um 16 Uhr wollten wir uns alle treffen und auf Cheffe warten.
Es war eine ganz angenehme Runde, 16 Leute waren wir und haben so bis 22 Uhr zusammengesessen.
Aber irgendwie war der Abend noch nicht wirklich zu Ende, Chef mit Frau, Dani und ich sowie sebastian, der gerade zu Besuch aus Deutschland hier ist, sind noch nach Osu auf ein Abschlussbierchen gefahren. In einer Strassenkneipe haben wir dann noch bis Mitternacht gesessen. Schön war´s.
Dienstag war ja dann zum Glück Feiertag hier.
Chris hatte sich mit Freunden getroffen, sie sind gemeinsam in die Shopping Mall gefahren, frag mich nicht, was die dort immer so machen ;-)
Der Rest der Familie hat den Tag so richtig herrlich daheim vergammelt.
Gestern war abends in der Schule Elternabend von der Oberstufe, da wollte Chris mittags gleich in der Schule bleiben und dann abends mit uns heimfahren. Da wir uns nach dem "offiziellen " Teil noch alle im Hüsli getroffen haten, wurde es auch wieder leicht später.
Aber man muss sich ja auch mal bissel näher kennenlernen, Chris´neue Lehrerin ist neu seit August mit ihrer Familie hier und haben auch schon mit bloggen angefangen. Also wer wissen möchte, wie Chris´seine Lehrerin Ghana erlebt, der kann das HIER lesen.
Heute vormittag war ich dann einen Tag verspätet als üblich mit Martina auf dem Makola. Und ich glaube es war das erste mal, dass nicht ich die meisten Schuhe gekauft hatte ;-)
Am Mittag gab es dann noch eine eher unangenehme Aufgabe zu erledigen - wir mussten/wollten David entlassen.
Man könnte es so zusammenfassen - er sah gut aus, war immer freundlich und hat nett gelächelt. Nur allein das reicht nicht, um ein guter, sicherer Fahrer zu sein.
Einzelne Vorkommnisse hier aufzuführen würde den Blog sprengen. Er hatte von unsicher über riskant bis hin zu kreuzgefährlich alle Fahrstile drauf, nur sicher fahren hat er nicht hingekriegt. Und bevor unser Auto Schrott ist oder gar ein Kind Schaden nimmt, habe ich mich um einen neuen Fahrer bemüht. Ich hatte da einen ganz bestimmten im Visier.
Im Sommer hatte eine Deutsche Ghana verlassen und die hatte einen echt netten Fahrer, der auch immer ihren Sohn in die Schule gebracht hat. Leider war ich mit meiner Anfrage Ende Juni zu spät dran, sie hatte ihn schon weitervermittelt an ihre Nachfolgerin. Aber sie hatte ihm meine Nummer gegeben, falls er doch mal Interesse haben sollte, kann er mich anrufen.
Und ich hatte schon nicht mehr dran geglaubt, vor vielleicht 6 Wochen rief er mich an und wir haben uns in der Schule getroffen. Sein jetziger Job würde nur noch bis Anfang Oktober dauern und dann könnte er für uns arbeiten. Na perfekt!
Letztes Wochenende war er dann mal bei uns, wir haben details wie Arbeitszeiten, Gehalt usw. abgeklärt und am nächsten Dienstag fängt er nun an. Die Kinder kennen ihn ja schon seit mehr als 2 Jahren von der Schule her und vorallen Philipp freut sich jetzt, weil der auch mal mit Fussball spielt.
Ja und deshalb mussten wir nun heute David erst mal entlassen. Er hat es ganz gelassen hingenommen, ich denke, er hat nicht wirklich verstanden, was es bedeutet.
Aber es nutzt nix, Sicherheit geht nun mal vor bei dem irren Verkehr hier.
Morgen ist Dani nun mein Driver, für uns ist ja Feiertag. Allerdings nicht für die Schweizer, deshalb ist für die Kinder ganz normal Schule.
Mir kommt das gelegen, da kann ich morgen vormittag nochmal zum Friseur gehen und mir die Haare schneiden lassen, so dass ich morgen Abend beim Empfang halbwegs gescheit aussehe.
Aber dazu dann sicher am Samstag mehr.................
Und hier gibt´s noch ein niedliches Video von Julian, wie er sich auf dem Trampolin verausgabt, MP3 Player im Ohr und dabei noch mitsingt ;-)
Am Montag hatte Danis Chef seinen 50. Geburtstag und seine Frau wollte für ihn eine Überraschungsparty machen.
So haben wir Frauen bei den Vorbereitungen für´s Essen geholfen, mittags kam Dani noch dazu und wir haben Tische, Bänke , Grills aufgebaut und alles vorbereitet für den Nachmittag.
Ich habe dann nur schnell die Kinder aus der Schule geholt und heimgefahren, um 16 Uhr wollten wir uns alle treffen und auf Cheffe warten.
Es war eine ganz angenehme Runde, 16 Leute waren wir und haben so bis 22 Uhr zusammengesessen.
Aber irgendwie war der Abend noch nicht wirklich zu Ende, Chef mit Frau, Dani und ich sowie sebastian, der gerade zu Besuch aus Deutschland hier ist, sind noch nach Osu auf ein Abschlussbierchen gefahren. In einer Strassenkneipe haben wir dann noch bis Mitternacht gesessen. Schön war´s.
Dienstag war ja dann zum Glück Feiertag hier.
Chris hatte sich mit Freunden getroffen, sie sind gemeinsam in die Shopping Mall gefahren, frag mich nicht, was die dort immer so machen ;-)
Der Rest der Familie hat den Tag so richtig herrlich daheim vergammelt.
Gestern war abends in der Schule Elternabend von der Oberstufe, da wollte Chris mittags gleich in der Schule bleiben und dann abends mit uns heimfahren. Da wir uns nach dem "offiziellen " Teil noch alle im Hüsli getroffen haten, wurde es auch wieder leicht später.
Aber man muss sich ja auch mal bissel näher kennenlernen, Chris´neue Lehrerin ist neu seit August mit ihrer Familie hier und haben auch schon mit bloggen angefangen. Also wer wissen möchte, wie Chris´seine Lehrerin Ghana erlebt, der kann das HIER lesen.
Heute vormittag war ich dann einen Tag verspätet als üblich mit Martina auf dem Makola. Und ich glaube es war das erste mal, dass nicht ich die meisten Schuhe gekauft hatte ;-)
Am Mittag gab es dann noch eine eher unangenehme Aufgabe zu erledigen - wir mussten/wollten David entlassen.
Man könnte es so zusammenfassen - er sah gut aus, war immer freundlich und hat nett gelächelt. Nur allein das reicht nicht, um ein guter, sicherer Fahrer zu sein.
Einzelne Vorkommnisse hier aufzuführen würde den Blog sprengen. Er hatte von unsicher über riskant bis hin zu kreuzgefährlich alle Fahrstile drauf, nur sicher fahren hat er nicht hingekriegt. Und bevor unser Auto Schrott ist oder gar ein Kind Schaden nimmt, habe ich mich um einen neuen Fahrer bemüht. Ich hatte da einen ganz bestimmten im Visier.
Im Sommer hatte eine Deutsche Ghana verlassen und die hatte einen echt netten Fahrer, der auch immer ihren Sohn in die Schule gebracht hat. Leider war ich mit meiner Anfrage Ende Juni zu spät dran, sie hatte ihn schon weitervermittelt an ihre Nachfolgerin. Aber sie hatte ihm meine Nummer gegeben, falls er doch mal Interesse haben sollte, kann er mich anrufen.
Und ich hatte schon nicht mehr dran geglaubt, vor vielleicht 6 Wochen rief er mich an und wir haben uns in der Schule getroffen. Sein jetziger Job würde nur noch bis Anfang Oktober dauern und dann könnte er für uns arbeiten. Na perfekt!
Letztes Wochenende war er dann mal bei uns, wir haben details wie Arbeitszeiten, Gehalt usw. abgeklärt und am nächsten Dienstag fängt er nun an. Die Kinder kennen ihn ja schon seit mehr als 2 Jahren von der Schule her und vorallen Philipp freut sich jetzt, weil der auch mal mit Fussball spielt.
Ja und deshalb mussten wir nun heute David erst mal entlassen. Er hat es ganz gelassen hingenommen, ich denke, er hat nicht wirklich verstanden, was es bedeutet.
Aber es nutzt nix, Sicherheit geht nun mal vor bei dem irren Verkehr hier.
Morgen ist Dani nun mein Driver, für uns ist ja Feiertag. Allerdings nicht für die Schweizer, deshalb ist für die Kinder ganz normal Schule.
Mir kommt das gelegen, da kann ich morgen vormittag nochmal zum Friseur gehen und mir die Haare schneiden lassen, so dass ich morgen Abend beim Empfang halbwegs gescheit aussehe.
Aber dazu dann sicher am Samstag mehr.................
Und hier gibt´s noch ein niedliches Video von Julian, wie er sich auf dem Trampolin verausgabt, MP3 Player im Ohr und dabei noch mitsingt ;-)
Sonntag, 31.08. - alle Kinder wieder daheim
Nachdem wir am Samstag Chris bei Mirko abgeliefert und Mascha zu ihrer nächsten Gastfamilie gebracht hatten, sind wir gleich noch in die Palace Shopping Mall auf der Spintex Road gefahren, wir waren ja eh schon in der Nähe.
Ich hatte nämlich das dringende Bedürfnis, neue Duschmatten zu kaufen, da die bisherigen mal wieder total verschimmelt waren. Es gab auch genau das, was ich wollte und so war ich zufrieden. Dani war im Nachhinein allerdings nicht mehr so begeistert, denn der Verkehr hatte sich mittlerweile in der Gegend arg verdichtet.
Da er allerdings auf der Strassenkarte in seinem neuen Navigationsgerät eine Strasse entdeckt hatte, mit der man den Stau umgehen könnte, fand er, es wäre ein guter Zeitpunkt, dies mal zu testen, ob dem wirklich so ist. Gesagt, getan - an der nächsten Tanke nochmal paar Liter getankt und dann runter von der Hauptstrasse in für uns bisher unerforschtes Terrain.
Die letzten tage hatte es zeitweise ziemlich geregnet und dementsprechend sah diese Buckelpiste auch aus. Wenn wir Glück hatten, fuhr vor uns ein normaler PKW, da kann man immer gut sehen, wie tief die mit Wasser gefüllten Löcher auf der Strasse sind. Und wo ein PKW durchkommt, schaffen wir das allemal.
Nach einem Stück stand dann plötzlich eine massive Holzbank quer über die Strasse, rechts war ein Rohbau eines Hauses und die Männer, die sich dort einquartiert hatten, liessen einfach niemanden durch, ausser man lässt ihnen "something" zukommen. Das haben wir mal nicht eingesehen, da einen Wegelagererzoll zu zahlen, aber es half nix, die haben die bank einfach nicht weggenommen.
Also haben wir erstmal kehrt gemacht und haben ein paar Meter davor gewartet, bis andere Autos da durch wollen und was mit denen passieren würde.
Dann kam ein Taxi und gleich dahinter ein PKW, wir haben uns gleich wieder drangehangen.
Das Taxi hat brav bezahlt, aber die Frau im Wagen vor uns hat energisch diskutiert - mit Erfolg. Wir wollten gleich mit durchschlüpfen, aber die waren mit ihrer blöden Bank so fix und haben sie wieder genau vor uns postiert. Und so haben wir wieder diskutiert und denen klipp und klar gesagt, dass es ja wohl alles andere als legal ist, eine öffentliche Strasse zu sperren und abzukassieren. Nachdem wir denen wilde Geschichten aufgetischt haben, mit wem wir alles wiederkommen würden, wenn sie uns jetzt nicht passieren lassen, haben sie dann widerwillig die Bank weggenommen.
Na wo kommen wir denn hin, wenn jeder hier einfach mal nach Lust und Laune Strassen absperrt und Wegezoll verlangt - das geht ja nun mal gar nicht.

Trotzdem hat die Strecke Spass gemacht, so ein Jeep ist ja eigentlich auch genau für sowas gedacht, oder?

Bis nach Hause hatten wir es dann geschafft, unseren Auto eine neue Farbe zu verpassen, George war traurig, dass wir ihm wegen Wasserknappheit verboten hatten, das Auto zu waschen.

Ursprünglich war es geplant, Philipp dann am späten Mittag abzuholen, aber der rief nur kurz an und wollte unbedingt noch eine Nacht bei Leon bleiben. Warum eigentlich nicht, also sind wir dann nur mit unserem Julchen am Nachmittag zu Bettina gefahren. Ihr Mann hatte Geburtstag und wir waren mit eingeladen.
Es war eine nette Runde, erst Kaffee und Kuchen, abends wurde vom Chinesen geliefert.
Bei Bier, Cola und Wein ist es dann auch wieder fast Mitternacht geworden. Julchen hat tapfer ausgehalten, er hatte Amina zum Spielen, die geht mit ihm in die Schule.
Deshalb haben wir heute erstmal ausgeschlafen, aber mit rumsitzen war es heute nix, denn die nächste Party stand schon an. Juli wollte nach Tema zur Geburtstagsfeier von Ruben.
Also haben wir mittags Philipp und Leon eingesammelt und sind alle zu Ruben gefahren.
Treffpunkt war eine Tankstelle und Rubens Papa hat uns dort abgeholt und erst mal den Weg gezeigt.
Julian hat sich spontan entschieden, das Stückchen bei Ruben mitzufahren - die hatten eindeutig das coolere Auto.

Naschereien, Gegrilltes, Kuchen, ein großer Pool im Garten - was Kinder halt so wollen.
Chris kam irgendwann am Nachmittag heim und hat sich die Zeit alleine vertrieben.
Gegen halb 7 waren wir dann auch wieder da, die letzten Dinge für morgen vorbereiten und dann nix wie Feierabend!
Unser Samstagsersatznachtwächter nachts 2 Uhr - ich möchte einmal so tief und fest schlafen wie der..............
Ich hatte nämlich das dringende Bedürfnis, neue Duschmatten zu kaufen, da die bisherigen mal wieder total verschimmelt waren. Es gab auch genau das, was ich wollte und so war ich zufrieden. Dani war im Nachhinein allerdings nicht mehr so begeistert, denn der Verkehr hatte sich mittlerweile in der Gegend arg verdichtet.
Da er allerdings auf der Strassenkarte in seinem neuen Navigationsgerät eine Strasse entdeckt hatte, mit der man den Stau umgehen könnte, fand er, es wäre ein guter Zeitpunkt, dies mal zu testen, ob dem wirklich so ist. Gesagt, getan - an der nächsten Tanke nochmal paar Liter getankt und dann runter von der Hauptstrasse in für uns bisher unerforschtes Terrain.
Die letzten tage hatte es zeitweise ziemlich geregnet und dementsprechend sah diese Buckelpiste auch aus. Wenn wir Glück hatten, fuhr vor uns ein normaler PKW, da kann man immer gut sehen, wie tief die mit Wasser gefüllten Löcher auf der Strasse sind. Und wo ein PKW durchkommt, schaffen wir das allemal.
Nach einem Stück stand dann plötzlich eine massive Holzbank quer über die Strasse, rechts war ein Rohbau eines Hauses und die Männer, die sich dort einquartiert hatten, liessen einfach niemanden durch, ausser man lässt ihnen "something" zukommen. Das haben wir mal nicht eingesehen, da einen Wegelagererzoll zu zahlen, aber es half nix, die haben die bank einfach nicht weggenommen.
Also haben wir erstmal kehrt gemacht und haben ein paar Meter davor gewartet, bis andere Autos da durch wollen und was mit denen passieren würde.
Dann kam ein Taxi und gleich dahinter ein PKW, wir haben uns gleich wieder drangehangen.
Das Taxi hat brav bezahlt, aber die Frau im Wagen vor uns hat energisch diskutiert - mit Erfolg. Wir wollten gleich mit durchschlüpfen, aber die waren mit ihrer blöden Bank so fix und haben sie wieder genau vor uns postiert. Und so haben wir wieder diskutiert und denen klipp und klar gesagt, dass es ja wohl alles andere als legal ist, eine öffentliche Strasse zu sperren und abzukassieren. Nachdem wir denen wilde Geschichten aufgetischt haben, mit wem wir alles wiederkommen würden, wenn sie uns jetzt nicht passieren lassen, haben sie dann widerwillig die Bank weggenommen.
Na wo kommen wir denn hin, wenn jeder hier einfach mal nach Lust und Laune Strassen absperrt und Wegezoll verlangt - das geht ja nun mal gar nicht.
Hier die Spinner mit ihrer Bank

Trotzdem hat die Strecke Spass gemacht, so ein Jeep ist ja eigentlich auch genau für sowas gedacht, oder?
Und wenn links und rechts nix ist ausser Gras, dann kann man so eine Pfütze auch mal im Sturm nehmen - und dann so durch die Scheibe guggen ;-)

Bis nach Hause hatten wir es dann geschafft, unseren Auto eine neue Farbe zu verpassen, George war traurig, dass wir ihm wegen Wasserknappheit verboten hatten, das Auto zu waschen.

Ursprünglich war es geplant, Philipp dann am späten Mittag abzuholen, aber der rief nur kurz an und wollte unbedingt noch eine Nacht bei Leon bleiben. Warum eigentlich nicht, also sind wir dann nur mit unserem Julchen am Nachmittag zu Bettina gefahren. Ihr Mann hatte Geburtstag und wir waren mit eingeladen.
Es war eine nette Runde, erst Kaffee und Kuchen, abends wurde vom Chinesen geliefert.
Bei Bier, Cola und Wein ist es dann auch wieder fast Mitternacht geworden. Julchen hat tapfer ausgehalten, er hatte Amina zum Spielen, die geht mit ihm in die Schule.
Deshalb haben wir heute erstmal ausgeschlafen, aber mit rumsitzen war es heute nix, denn die nächste Party stand schon an. Juli wollte nach Tema zur Geburtstagsfeier von Ruben.
Also haben wir mittags Philipp und Leon eingesammelt und sind alle zu Ruben gefahren.
Treffpunkt war eine Tankstelle und Rubens Papa hat uns dort abgeholt und erst mal den Weg gezeigt.
Julian hat sich spontan entschieden, das Stückchen bei Ruben mitzufahren - die hatten eindeutig das coolere Auto.
Juli und Ruben in der Ente

Naschereien, Gegrilltes, Kuchen, ein großer Pool im Garten - was Kinder halt so wollen.
Chris kam irgendwann am Nachmittag heim und hat sich die Zeit alleine vertrieben.
Gegen halb 7 waren wir dann auch wieder da, die letzten Dinge für morgen vorbereiten und dann nix wie Feierabend!
Unser Samstagsersatznachtwächter nachts 2 Uhr - ich möchte einmal so tief und fest schlafen wie der..............
Freitag, 29.08. - die ganze Woche in einem Post
Da will ich mal die eigentlich recht durchwachsene Woche zusammenfassen.
Ich hatte es mir diese Woche zur Hauptaufgabe gemacht, Gladys mal etwas Unterricht im Haushalt zu geben, ihr vorallem mal beizubringen, wie man ein bissel effektiver arbeiten kann. Die letzte Woche hatte ich mir das mal angeschaut und bin nur zu dem ergebnis gekommen, sie schafft das hier nie, ohne das mit jedem Tag mehr liegenbleibt. Damit ich aber nicht eventuell zuviel von ihr fordere, habe ich den einen oder anderen Selbsttest gemacht.
Man mag es kaum glauben - ich habe gebügelt!
Und wer mich kennt, der weiss, dass ist mir mit die unliebsamste Arbeit, die es gibt. Trotzdem war ich 3x schneller und habe dabei nicht mal was zerstört. Dabei habe ich versucht, ihr zu erklären, dass es viel weniger Knitter gibt, wenn man die Wäsche gleich aus dem Trockner nimmt und locker in den Korb legt. Im Schnitt kommt hier eine Waschmaschinenladung pro Tag zusammen und die gleich bügeln und fertig. Da sie aber alleine schon für ein Bettlaken 45 Minuten braucht, kann man sich vorstellen, dass jeden Tag immer mehr ungebügelter Wäsche liegenbleibt und sie diesen zerknitterten Haufen nie im Leben abarbeiten kann. Also habe ich jeden Tag bissel mit gebügelt, damit sich das mal wieder lichtet. Ganz ehrlich - so schlimm ist es gar nicht ;-)
Auch der Großputz im ganzen Haus, den sie in unserer 7wöchigen Abwesenheit machen sollte, war nicht so gründlich ausgefallen, wie wir es erhofft hatten.
Da war in den Duschen unter den Matten immer noch der Dreck von vorher.
So habe ich ihr dann an diversen Stellen vorgeputzt und gezeigt, wie es richtig geht.
Wollen wir mal hoffen, dass diesmal etwas hängengeblieben ist.
Eines hat sie mir aber warscheinlich nicht geglaubt - dass in Deutschland in den meisten Fällen kein Ganztagsjob ist, sondern dass eine Frau Haus oder Wohnung "nebenbei" sauberhält, neben Job, Einkaufen und Familie.
Am Mittwoch allerdings habe ich mir Auszeit genommen und war wieder mit Bettina und Martina auf dem Makola. Und man hatte uns nicht vergessen, da haben einige gefragt, warum wir so lange nicht da waren. Und wir waren sofort wieder mittendrin, als wäre man gar nicht weg gewesen.
Schön war´s.
Heute war dann großer Kindertausch angesagt.
Philipp schläft bei Leon, Julian war am Nachmittag bei Jack, seine Mama hat ihn gegen abend wieder zu uns gebracht.
Als Ausgleich hatte Chris Mirko und Mascha eingeladen.
Morgen bringen wir dann Mascha zu Sara und Vera, Chris geht dann mit zu Mirko.
Philipp holen wir mittags ab und gemeinsam geht es dann zu Bettina zum Kaffeetrinken.
Also volles Programm für alle.....................
Ich hatte es mir diese Woche zur Hauptaufgabe gemacht, Gladys mal etwas Unterricht im Haushalt zu geben, ihr vorallem mal beizubringen, wie man ein bissel effektiver arbeiten kann. Die letzte Woche hatte ich mir das mal angeschaut und bin nur zu dem ergebnis gekommen, sie schafft das hier nie, ohne das mit jedem Tag mehr liegenbleibt. Damit ich aber nicht eventuell zuviel von ihr fordere, habe ich den einen oder anderen Selbsttest gemacht.
Man mag es kaum glauben - ich habe gebügelt!
Und wer mich kennt, der weiss, dass ist mir mit die unliebsamste Arbeit, die es gibt. Trotzdem war ich 3x schneller und habe dabei nicht mal was zerstört. Dabei habe ich versucht, ihr zu erklären, dass es viel weniger Knitter gibt, wenn man die Wäsche gleich aus dem Trockner nimmt und locker in den Korb legt. Im Schnitt kommt hier eine Waschmaschinenladung pro Tag zusammen und die gleich bügeln und fertig. Da sie aber alleine schon für ein Bettlaken 45 Minuten braucht, kann man sich vorstellen, dass jeden Tag immer mehr ungebügelter Wäsche liegenbleibt und sie diesen zerknitterten Haufen nie im Leben abarbeiten kann. Also habe ich jeden Tag bissel mit gebügelt, damit sich das mal wieder lichtet. Ganz ehrlich - so schlimm ist es gar nicht ;-)
Auch der Großputz im ganzen Haus, den sie in unserer 7wöchigen Abwesenheit machen sollte, war nicht so gründlich ausgefallen, wie wir es erhofft hatten.
Da war in den Duschen unter den Matten immer noch der Dreck von vorher.
So habe ich ihr dann an diversen Stellen vorgeputzt und gezeigt, wie es richtig geht.
Wollen wir mal hoffen, dass diesmal etwas hängengeblieben ist.
Eines hat sie mir aber warscheinlich nicht geglaubt - dass in Deutschland in den meisten Fällen kein Ganztagsjob ist, sondern dass eine Frau Haus oder Wohnung "nebenbei" sauberhält, neben Job, Einkaufen und Familie.
Am Mittwoch allerdings habe ich mir Auszeit genommen und war wieder mit Bettina und Martina auf dem Makola. Und man hatte uns nicht vergessen, da haben einige gefragt, warum wir so lange nicht da waren. Und wir waren sofort wieder mittendrin, als wäre man gar nicht weg gewesen.
Schön war´s.
Heute war dann großer Kindertausch angesagt.
Philipp schläft bei Leon, Julian war am Nachmittag bei Jack, seine Mama hat ihn gegen abend wieder zu uns gebracht.
Als Ausgleich hatte Chris Mirko und Mascha eingeladen.
Morgen bringen wir dann Mascha zu Sara und Vera, Chris geht dann mit zu Mirko.
Philipp holen wir mittags ab und gemeinsam geht es dann zu Bettina zum Kaffeetrinken.
Also volles Programm für alle.....................
Mittwoch, 20.08. - Willkommen in Ghana
Normalerweise lasse ich immer etwas Zeit vergehen, wenn hier mal wieder etwas schiefgegangen ist. Mit etwas Abstand schreibt es sich doch öffentlichkeitstauglicher als mit Wut im Bauch.
Aber warum eigentlich? Heute gibt es mal ganz aktuell, was heute meinen Puls hochgeschraubt hat, wie mir mit voller Wucht mal wieder gezeigt wurde, wo wir sind.
Gleich zu Beginn hatte ich Gladys eine Einführung in unsere Klamotten gegeben, wie was zu bügeln sei. Dass man nicht über die Applikationen auf T-Shirts drüberbügelt, sondern es wendet und von links plättet. Und vorallem auch mit welcher Temperatur man rangeht. Lieber nochmal etwas anfeuchten als mit größtmöglichster Hitze die Falten mit Gewalt rauszubügeln.
Schon als wir in Deutschland waren, fiel mir auf, dass meine gute schwarze Hose leicht glänzte, aber ich habe geschluckt, es nutzt nix, sich in weiter Ferne groß aufzuregen.
Jetzt haben wir in Deutschland und eine Menge neuer Klamotten gekauft, ich da auch immer etwas wählerisch und freue mich über jedes einzelne Teil, es bedeutet mir was.
Gerade bei Hosen muss ich immer lange suchen, bis ich für meine langen Beine wirklich passende finde.
Und nun könnt hr Euch sicher vorstellen, wie mir heute abend die Luft weggeblieben ist, als ich auf meiner nur einmal getragenen neuen Hose die silbrig glänzenden Abdrücke des Bügeleisens entdeckt habe. Dabei habe ich Gladys noch heute Mittag erneut einen Vortrag über Bügeltemperaturen und Eigenheiten bestimmter Textilien gehalten.
Davon schien rein gar nichts bei ihr angekommen zu sein.
Mit Tränen in den Augen und voller Angst begutachtete ich weitere Klamotten, die in den letzten Tagen in der Wäsche waren. Voller Entsetzen fiel mir meine Jacke in die Hände. Ich liebe diese Jacke, quietschegelb, ein Hingucker. Aus Microfaser, wie ganz leichtes Wildleder, samtig weich.
Und nun, zwar immer noch quietschegelb, aber glänzend, neu designed mit Bügeleisenabdrücken und labberig, irgendwie formlos schlabberig.
Ich hätte nur noch schreien können!
Dass Julchen ab jetzt auch in Glanzhosen rumlaufen muss, führte dann zu keiner Steigerung meines Blutdruckes mehr - der war mittlerweile schon auf 180!
Alles in allem hat die gute Frau damit heute Klamotten im Wert von mehr als ihrem Monatslohn binnen nicht mal einer Stunde vernichtet, einfach brutal z´sammgeplättet.
Als ich sie damit konfrontiert habe, war das ein sehr einseitiges Gespräch. Sie hatte nicht mal die verbügelten Stellen gesehen (sogar Christoph fiel es gleich auf).
Ich habe ihr dringend einen Besuch beim Augenarzt empfohlen.
Aber erst, nachdem sie mal drüber nachgedacht hat, wie es nun weitergeht. Also wenn ihr jetzt nicht mal bewusst ist, was falsch war, wie besteht dann Hoffnung auf Besserung?
Sie hat warscheinlich nicht mal verstanden, was mein Problem genau ist.
Den meisten hier scheint es recht egal zu sein, ob da irgendwelche Flecken die Klamotte entstellen. Mal mit Dingen sorgsam umgehen, damit auch vielleicht die Lebensdauer verlängern, das ist einfach nicht.
Faltenfrei soll es ja schon sein, notfalls mit aller Gewalt und da werden halt auch mal Seide, Satin und Microfaser mit voller Temperatur totgebügelt.
Kostet ja nix, wir haben´s ja.
Hach, ich reg mich schon wieder zu sehr auf, denn ändern kann ich´s jetzt eh nicht mehr. Die Klamotten sind vernichtet, ersetzen kann ich sie hier sowieso nicht. Ich sollte lernen, es zu lieben, mir Klamotten zu kaufen, sie einmal zu tragen und dann einfach wegzuwerfen.
Bis morgen soll sie mal nachdenken, wie das hier nun weitergeht, bin mal gespannt, ob ich was zu hören bekomme. Mit "I´m so sorry" und "I beg you" kann man bei mir erstmal keine Punkte mehr sammeln, da muss schon bissel was mehr rüberkommen.
Durch dieses Ärgerniss, verblasst dann sogar die "Willkommen zurück in Ghana, ich zeige Euch wo ihr lebt" - Aktion von David heute morgen.
Gestern hat er morgens unser Auto in die Werkstatt gebracht, aber es ist leider nicht mehr fertig geworden. Also habe ich ihm gesagt, er soll heute morgen 9 Uhr wieder an der Werkstatt sein und ich rufe ihn gegen 10 Uhr an und dann sehen, wir, wie es mit dem Auto weitergeht.
In die Schule hat uns morgens Dani gefahren, ich bin dann später mit Tine heimgefahren.
gerade wollte ich David anrufen, klingelt mein Handy, Dani meinte ich solle David anrufen, der wartet auf meinen Anruf.
Okay, gleich angerufen und er meinte, er wartet schon dass ich endlich anrufe - da war es 5 nach 10. Gerade so al wenn Ghanaer überpünktlich wären ;-)
Als ich ihn fragte, ob das Auto denn fertig sein, meinte er, das weiss er nicht, weil er ist ja noch zu Hause und hatte auf meinen Anruf gewartet.
Das war der Zeitpunkt, erstmal wieder ganz tief durchzuatmen.
Ich habe ihm dringend angeraten, jetzt ganz schnell sich in der Werkstatt einzufinden und sobald der Wagen fertig ist, zu uns zu kommen.
Als er irgendwann nach 11 Uhr mit dem Auto dann kam, habe ich nochmal gefragt, was denn am Morgen das Problem war.
Na, wer möchte raten, was die Antwort war?
Natürlich - "I´m so sorry" und ein nettes Lächeln dazu.
Was hatte ich denn auch mehr erwartet.
Meine Reaktion war knapp und kühl gehalten.
"Du schaust gut aus, kannst nett lächeln, aber das reicht nicht. Ich stehe mehr auf Verantwortungsbewusstsein und Zuverlässigkeit"
Ich weiss, auch das ist warscheinlich nicht so angekommen, wie es von mir gemeint war.
Aber es muss einfach gesagt werden..................
Aber warum eigentlich? Heute gibt es mal ganz aktuell, was heute meinen Puls hochgeschraubt hat, wie mir mit voller Wucht mal wieder gezeigt wurde, wo wir sind.
Gleich zu Beginn hatte ich Gladys eine Einführung in unsere Klamotten gegeben, wie was zu bügeln sei. Dass man nicht über die Applikationen auf T-Shirts drüberbügelt, sondern es wendet und von links plättet. Und vorallem auch mit welcher Temperatur man rangeht. Lieber nochmal etwas anfeuchten als mit größtmöglichster Hitze die Falten mit Gewalt rauszubügeln.
Schon als wir in Deutschland waren, fiel mir auf, dass meine gute schwarze Hose leicht glänzte, aber ich habe geschluckt, es nutzt nix, sich in weiter Ferne groß aufzuregen.
Jetzt haben wir in Deutschland und eine Menge neuer Klamotten gekauft, ich da auch immer etwas wählerisch und freue mich über jedes einzelne Teil, es bedeutet mir was.
Gerade bei Hosen muss ich immer lange suchen, bis ich für meine langen Beine wirklich passende finde.
Und nun könnt hr Euch sicher vorstellen, wie mir heute abend die Luft weggeblieben ist, als ich auf meiner nur einmal getragenen neuen Hose die silbrig glänzenden Abdrücke des Bügeleisens entdeckt habe. Dabei habe ich Gladys noch heute Mittag erneut einen Vortrag über Bügeltemperaturen und Eigenheiten bestimmter Textilien gehalten.
Davon schien rein gar nichts bei ihr angekommen zu sein.
Mit Tränen in den Augen und voller Angst begutachtete ich weitere Klamotten, die in den letzten Tagen in der Wäsche waren. Voller Entsetzen fiel mir meine Jacke in die Hände. Ich liebe diese Jacke, quietschegelb, ein Hingucker. Aus Microfaser, wie ganz leichtes Wildleder, samtig weich.
Und nun, zwar immer noch quietschegelb, aber glänzend, neu designed mit Bügeleisenabdrücken und labberig, irgendwie formlos schlabberig.
Ich hätte nur noch schreien können!
Dass Julchen ab jetzt auch in Glanzhosen rumlaufen muss, führte dann zu keiner Steigerung meines Blutdruckes mehr - der war mittlerweile schon auf 180!
Alles in allem hat die gute Frau damit heute Klamotten im Wert von mehr als ihrem Monatslohn binnen nicht mal einer Stunde vernichtet, einfach brutal z´sammgeplättet.
Als ich sie damit konfrontiert habe, war das ein sehr einseitiges Gespräch. Sie hatte nicht mal die verbügelten Stellen gesehen (sogar Christoph fiel es gleich auf).
Ich habe ihr dringend einen Besuch beim Augenarzt empfohlen.
Aber erst, nachdem sie mal drüber nachgedacht hat, wie es nun weitergeht. Also wenn ihr jetzt nicht mal bewusst ist, was falsch war, wie besteht dann Hoffnung auf Besserung?
Sie hat warscheinlich nicht mal verstanden, was mein Problem genau ist.
Den meisten hier scheint es recht egal zu sein, ob da irgendwelche Flecken die Klamotte entstellen. Mal mit Dingen sorgsam umgehen, damit auch vielleicht die Lebensdauer verlängern, das ist einfach nicht.
Faltenfrei soll es ja schon sein, notfalls mit aller Gewalt und da werden halt auch mal Seide, Satin und Microfaser mit voller Temperatur totgebügelt.
Kostet ja nix, wir haben´s ja.
Hach, ich reg mich schon wieder zu sehr auf, denn ändern kann ich´s jetzt eh nicht mehr. Die Klamotten sind vernichtet, ersetzen kann ich sie hier sowieso nicht. Ich sollte lernen, es zu lieben, mir Klamotten zu kaufen, sie einmal zu tragen und dann einfach wegzuwerfen.
Bis morgen soll sie mal nachdenken, wie das hier nun weitergeht, bin mal gespannt, ob ich was zu hören bekomme. Mit "I´m so sorry" und "I beg you" kann man bei mir erstmal keine Punkte mehr sammeln, da muss schon bissel was mehr rüberkommen.
Durch dieses Ärgerniss, verblasst dann sogar die "Willkommen zurück in Ghana, ich zeige Euch wo ihr lebt" - Aktion von David heute morgen.
Gestern hat er morgens unser Auto in die Werkstatt gebracht, aber es ist leider nicht mehr fertig geworden. Also habe ich ihm gesagt, er soll heute morgen 9 Uhr wieder an der Werkstatt sein und ich rufe ihn gegen 10 Uhr an und dann sehen, wir, wie es mit dem Auto weitergeht.
In die Schule hat uns morgens Dani gefahren, ich bin dann später mit Tine heimgefahren.
gerade wollte ich David anrufen, klingelt mein Handy, Dani meinte ich solle David anrufen, der wartet auf meinen Anruf.
Okay, gleich angerufen und er meinte, er wartet schon dass ich endlich anrufe - da war es 5 nach 10. Gerade so al wenn Ghanaer überpünktlich wären ;-)
Als ich ihn fragte, ob das Auto denn fertig sein, meinte er, das weiss er nicht, weil er ist ja noch zu Hause und hatte auf meinen Anruf gewartet.
Das war der Zeitpunkt, erstmal wieder ganz tief durchzuatmen.
Ich habe ihm dringend angeraten, jetzt ganz schnell sich in der Werkstatt einzufinden und sobald der Wagen fertig ist, zu uns zu kommen.
Als er irgendwann nach 11 Uhr mit dem Auto dann kam, habe ich nochmal gefragt, was denn am Morgen das Problem war.
Na, wer möchte raten, was die Antwort war?
Natürlich - "I´m so sorry" und ein nettes Lächeln dazu.
Was hatte ich denn auch mehr erwartet.
Meine Reaktion war knapp und kühl gehalten.
"Du schaust gut aus, kannst nett lächeln, aber das reicht nicht. Ich stehe mehr auf Verantwortungsbewusstsein und Zuverlässigkeit"
Ich weiss, auch das ist warscheinlich nicht so angekommen, wie es von mir gemeint war.
Aber es muss einfach gesagt werden..................
Samstag, 31.05. - Zusammenfassung
Da will ich mal mit Donnerstag anfangen.
Eigentlich wollten wir ja nach Ho und auf dem Weg in der Schule die Materialien hinbringen.
In Ho waren wir, an der Schule auch, aber übergeben haben wir nichts.
Denn am Donnerstag war großes Sportfest und alle waren im Nachbardorf.
Also haben wir die Sachen wieder mit heimgenommen und versuchen es nächste Woche nochmals.
Am Freitag vormittag habe ich ein paar Wege erledigt, mal wieder Ghana Telecom bezahlt. Diesmal sogar ohne größere Probleme. Dort habe ich mal vorgefühlt, ob es denn möglich ist, unseren Internetanschluss für die Zeit, in der wir in Deutschland sind, stillzulegen. So könnten wir uns das geld für die 1 1/2 Monate (ca. 90 Cedi) nämlich sparen. Also werden wir demnächst einen formlosen Brief schreiben, unsere Abwesenheit mitteilen und dann klemmen die uns für diese zeit ab und hoffentlich dann ab dem 15 August wieder an.
Damit das mit dem wieder anklemmen auch wirklich klappt, werde ich mal meinen speziellen Freund Ransford kontaktieren, um das auch sicherzustellen.
Gestern abend waren wir alle im Surfer´s Inn essen. Unseren 3 Jungs haben wir Kino spendiert. Während die sich "Transformers" reingezogen haben, konnten wir uns in Ruhe mit ein paar anderen Gästen unterhalten.
Dabei vergeht die Zeit und es war dann fast 21 Uhr, als wir wieder daheim waren.
Heute dann haben uns Chris und Philipp einfach verlassen.
Philipp wurde mittags abgeholt und ist mit seinem Freund und dessen Mutter an den Pool ins La Palm gefahren.
Chris ist zu Mirko, was die beiden so machen, weiss keiner so richtig ;-)
So waren wir mit Julchen alleine, das ist auch mal ganz gemütlich.
Obwohl es nicht unbedingt leiser im Haus ist, denn Juli kann einem schon ein Ohr abkauen. Da merkt man richtig, wie er es geniesst, einzigstes Kind im Hause zu sein, Mama und Papa für sich alleine zu haben.
Unser Tagwächter George hat heute mal etwas eher Feierabend gemacht, er wollte noch was erledigen. Wer allerdings dann gegen 6 Uhr nicht kam, war unser Nachtwächter.
Normalerweise müsste der Firma spätestens halb 7 auffallen, dass kein Wächter bei uns ist, denn es gibt da ein Kontrollsystem. Jede halbe Stunde müssen die Wächter hinter dem haus einen Knopf drücken, dann weiss die Firma in der Zentrale, dass alles in Ordnung ist. Wird nicht gedrückt, kommt ein Einsatzteam und schaut, was das Problem ist.
So jedenfalls hat man uns das damals bei Vertragsabschluss erklärt.
Heute hatte sich bis kurz nach 7 Uhr aber niemand gerührt, kein Wächter kam und auch kein Einsatzteam.
Also habe ich kurzerhand einfach den Panikbutton gedrückt und abgewartet.
Kurz darauf rückte das Team an, ich stand schon empfangsfertig am Tor.
Es gab auch keine Diskussion, als ich denen erklärt habe, dass uns heute ein Wächter abgeht. Warum niemand reagiert, weil keiner den Kontrollbutton gedrückt hatte, konnte mir aber der Teamleiter auch nicht erklären.
Er sicherte mir zu, dass er einen Wächter für heute abend organisiert und bis der eintrifft, lässt er mir einen aus seinem Team da. Ich habe gleich angemerkt, dass wir einen Schäferhund haben, also sollte es einer sein, der keine Angst vor Hunden hat. Das hatte er wohl irgendwie falsch verstanden, jedenfalls sprang er erstmal wieder auf die Ladefläche rauf, hantierte dort herum und sprang wieder runter - mit einem Schäferhund.
Da hatte er wohl verstanden, ich will einen Wächter mit Hund haben.
Okay, der Rüde war wirklich ein Prachstück, aber ich denke nicht, dass es gut gegangen wäre mit unserer April ;-)
Und so stand dann der Typ bei uns im Hof mit Helm, Schild und Knüppel, ein Kerl wie ein Schrank - ohne Hund.
Ich war zu feige, ein Foto zu schiessen, jetzt ärgere ich mich drüber. Hat schon was hergemacht.
Eine reichliche Stunde später kam dann ein richtiger Wächter und mein schwerbewaffneter Held zog mit seinem Team wieder von dannen.
Nächste Woche muss ich aber nun doch nochmal in die Firma und mit dem Manager ein Wörtchen reden. Der darf mir dann nochmal ganz genau erklären, was es mit dem angeblichen Kontrollbutton auf sich hat.
Obwohl ich nix dagegen habe, wieder das Team zu rufen ;-)
Eigentlich wollten wir ja nach Ho und auf dem Weg in der Schule die Materialien hinbringen.
In Ho waren wir, an der Schule auch, aber übergeben haben wir nichts.
Denn am Donnerstag war großes Sportfest und alle waren im Nachbardorf.
Also haben wir die Sachen wieder mit heimgenommen und versuchen es nächste Woche nochmals.
Am Freitag vormittag habe ich ein paar Wege erledigt, mal wieder Ghana Telecom bezahlt. Diesmal sogar ohne größere Probleme. Dort habe ich mal vorgefühlt, ob es denn möglich ist, unseren Internetanschluss für die Zeit, in der wir in Deutschland sind, stillzulegen. So könnten wir uns das geld für die 1 1/2 Monate (ca. 90 Cedi) nämlich sparen. Also werden wir demnächst einen formlosen Brief schreiben, unsere Abwesenheit mitteilen und dann klemmen die uns für diese zeit ab und hoffentlich dann ab dem 15 August wieder an.
Damit das mit dem wieder anklemmen auch wirklich klappt, werde ich mal meinen speziellen Freund Ransford kontaktieren, um das auch sicherzustellen.
Gestern abend waren wir alle im Surfer´s Inn essen. Unseren 3 Jungs haben wir Kino spendiert. Während die sich "Transformers" reingezogen haben, konnten wir uns in Ruhe mit ein paar anderen Gästen unterhalten.
Dabei vergeht die Zeit und es war dann fast 21 Uhr, als wir wieder daheim waren.
Heute dann haben uns Chris und Philipp einfach verlassen.
Philipp wurde mittags abgeholt und ist mit seinem Freund und dessen Mutter an den Pool ins La Palm gefahren.
Chris ist zu Mirko, was die beiden so machen, weiss keiner so richtig ;-)
So waren wir mit Julchen alleine, das ist auch mal ganz gemütlich.
Obwohl es nicht unbedingt leiser im Haus ist, denn Juli kann einem schon ein Ohr abkauen. Da merkt man richtig, wie er es geniesst, einzigstes Kind im Hause zu sein, Mama und Papa für sich alleine zu haben.
Unser Tagwächter George hat heute mal etwas eher Feierabend gemacht, er wollte noch was erledigen. Wer allerdings dann gegen 6 Uhr nicht kam, war unser Nachtwächter.
Normalerweise müsste der Firma spätestens halb 7 auffallen, dass kein Wächter bei uns ist, denn es gibt da ein Kontrollsystem. Jede halbe Stunde müssen die Wächter hinter dem haus einen Knopf drücken, dann weiss die Firma in der Zentrale, dass alles in Ordnung ist. Wird nicht gedrückt, kommt ein Einsatzteam und schaut, was das Problem ist.
So jedenfalls hat man uns das damals bei Vertragsabschluss erklärt.
Heute hatte sich bis kurz nach 7 Uhr aber niemand gerührt, kein Wächter kam und auch kein Einsatzteam.
Also habe ich kurzerhand einfach den Panikbutton gedrückt und abgewartet.
Kurz darauf rückte das Team an, ich stand schon empfangsfertig am Tor.
Es gab auch keine Diskussion, als ich denen erklärt habe, dass uns heute ein Wächter abgeht. Warum niemand reagiert, weil keiner den Kontrollbutton gedrückt hatte, konnte mir aber der Teamleiter auch nicht erklären.
Er sicherte mir zu, dass er einen Wächter für heute abend organisiert und bis der eintrifft, lässt er mir einen aus seinem Team da. Ich habe gleich angemerkt, dass wir einen Schäferhund haben, also sollte es einer sein, der keine Angst vor Hunden hat. Das hatte er wohl irgendwie falsch verstanden, jedenfalls sprang er erstmal wieder auf die Ladefläche rauf, hantierte dort herum und sprang wieder runter - mit einem Schäferhund.
Da hatte er wohl verstanden, ich will einen Wächter mit Hund haben.
Okay, der Rüde war wirklich ein Prachstück, aber ich denke nicht, dass es gut gegangen wäre mit unserer April ;-)
Und so stand dann der Typ bei uns im Hof mit Helm, Schild und Knüppel, ein Kerl wie ein Schrank - ohne Hund.
Ich war zu feige, ein Foto zu schiessen, jetzt ärgere ich mich drüber. Hat schon was hergemacht.
Eine reichliche Stunde später kam dann ein richtiger Wächter und mein schwerbewaffneter Held zog mit seinem Team wieder von dannen.
Nächste Woche muss ich aber nun doch nochmal in die Firma und mit dem Manager ein Wörtchen reden. Der darf mir dann nochmal ganz genau erklären, was es mit dem angeblichen Kontrollbutton auf sich hat.
Obwohl ich nix dagegen habe, wieder das Team zu rufen ;-)
Freitag. 09.05. - Gestern und Heute
Nachdem ich gestern morgen gleich erst mal Strom kaufen war, das ganz ohne Probleme ablief, war ich früh wieder zu Hause. So hatten wir alle Zeit für einen gemeinsamen Bummel in der Accra Shopping Mall.
Zuerst haben wir das Game unsicher gemacht, dies&jenes gefunden und gekauft.
Danach ging es zum Essen ins Chicken Inn, Burger für mich und Chris, Philipp und Juli haben sich Chickenteile mit Pommes bestellt.
Während die Kinder sich dann noch als Nachtisch ein Eis geholt haben, bin ich alleine eine Runde durch Mr.Price (soeine Mischung aus Woolworth, C&A und Takko).
Abschliessend natürlich Shoprite, ohne Essen geht es ja nicht.
Dani durfte bei unserem Ausflug nicht dabei sein, der war unterwegs zu einem Projekt in Ho und erst gegen 15 Uhr wieder zurück.
Unterwegs hat er ein paar schöne Bilder gemacht.



Ich hatte mich daheim dann erst mal auf die Hausarbeit gestürzt, die Wäsche macht sich leider nicht von alleine. So habe ich gleich Betten abgezogen und wollte den Rest vom Tag intensiv mit Waschen verbringen.
Leider musste ich feststellen, dass unser doch noch relativ neuer Trockner nicht mehr trocknete. So saß ich da mit jeder Menge nasser Wäsche und einem kaputten Trockner :-(
Also hab ich wieder die Wäscheklammern rausgekramt und 3 Maschinen Wäsche hinten im Garten aufgehangen (ich hab ´ne 7kg Waschmaschine)
Dann wartete ich gespannt auf Dani, damit ich den Trockner zu seinem vorrangigen Problem machen konnte ;-)
Er hat sich auch gleich an die Arbeit gemacht und musste mir mit Bedauern mitteilen, dass die Pumpe durchgebrannt war.
Heute wollte er zu einem Shop fahren und nach einer neuen Ausschau halten.
Innerlich hatte ich mich schon darauf eingerichtet, dass wir das Ersatzteil wohl nur in Deutschland gescheit bekommen und ich halt bis dahin wieder aufhängen muss. Dazu ist es jetzt halt eine blöde zeit, da es oft ziemlich plötzlich anfängt mit regnen.
Und wie sollte es anders sein, gestern spät Abend, die Wäscheleinen voll, zieht erst ein ziemlicher Wind auf, später kam es dann auch nass von oben :-(
Dani und ich waren schon im Bett, haben uns nur genervt angeschaut und sind dann beide raus und haben schnell die Wäsche abgenommen.
Eigentlich wollten wir dann heute nachmittag nach einer neuen Pumpe suchen, allerdings hat sich bei Dani ein beruflicher Termin von heute morgen auf heute nachmittag verschoben, also ist er gleich heute morgen los und kam auch wenig später mit einer funktionierenden Pumpe wieder heim.
Diese Pumpe pumpt das Wasser aus einem kleinen Auffangbehälter unten in den großen Sammelbehälter oben und das sollte sie aber nur tun, wenn der kleine unten voll ist. Beim Einbau hat Dani festgestellt, dass 2 Drähte falsch angeschlossen waren und deshalb die Pumpe permanent gepumpt hat und deshalb nun gestern einfach durchgebrannt ist.
Das hat er gleich noch richtig angeschlossen und nun läuft gerade die erste Ladung zum Testen.
Soviel zu 1.Wahl für Europa und Amerika, 2.Wahl für Asien und 3.Wahl für Afrika.
Für mich ist ansonsten heute rumsitzen daheim angesagt.
David war mit unserem Auto in der Werkstatt, die Klimaanlage war mal wieder kaputt.
Ausserdem ist beim Fahren vorn ein "mysteriöses Geräusch" zu hören. Die Ursache davon wurde in der Werkstatt schon lokalisiert, er kann es nur heute nicht richten, aber ich soll den Wagen nächste Woche einfach nochmal vorbeibringen.
Gladys hat heute morgen ihre Arbeit angefangen, recht selbstständig, ich schaue ab und an mal, wenn Fragen aufkommen. Sie war schon seit 6 Uhr da, hat erst mal ihr Zimmer saubergemacht und eingeräumt.
Damit war sie übrigens die erste, die das mal richtig saubergemacht hat.
So damit habe ich erst mal soweit nachgeholt, mal schaun, vielleicht gibt es ja bis heute Abend noch Berichtenswertes................
Zuerst haben wir das Game unsicher gemacht, dies&jenes gefunden und gekauft.
Danach ging es zum Essen ins Chicken Inn, Burger für mich und Chris, Philipp und Juli haben sich Chickenteile mit Pommes bestellt.
Während die Kinder sich dann noch als Nachtisch ein Eis geholt haben, bin ich alleine eine Runde durch Mr.Price (soeine Mischung aus Woolworth, C&A und Takko).
Abschliessend natürlich Shoprite, ohne Essen geht es ja nicht.
Dani durfte bei unserem Ausflug nicht dabei sein, der war unterwegs zu einem Projekt in Ho und erst gegen 15 Uhr wieder zurück.
Unterwegs hat er ein paar schöne Bilder gemacht.
Durchaus nicht unüblich auf den hiesigen Strassen

Händler in Kpong, kurz vor der Brücke über den Volta

Besonders angetan war er von diesem Sicherungskasten. Da sieht man genau, wie lange da schon keiner mehr was dran gemacht hat.

Ich hatte mich daheim dann erst mal auf die Hausarbeit gestürzt, die Wäsche macht sich leider nicht von alleine. So habe ich gleich Betten abgezogen und wollte den Rest vom Tag intensiv mit Waschen verbringen.
Leider musste ich feststellen, dass unser doch noch relativ neuer Trockner nicht mehr trocknete. So saß ich da mit jeder Menge nasser Wäsche und einem kaputten Trockner :-(
Also hab ich wieder die Wäscheklammern rausgekramt und 3 Maschinen Wäsche hinten im Garten aufgehangen (ich hab ´ne 7kg Waschmaschine)
Dann wartete ich gespannt auf Dani, damit ich den Trockner zu seinem vorrangigen Problem machen konnte ;-)
Er hat sich auch gleich an die Arbeit gemacht und musste mir mit Bedauern mitteilen, dass die Pumpe durchgebrannt war.
Heute wollte er zu einem Shop fahren und nach einer neuen Ausschau halten.
Innerlich hatte ich mich schon darauf eingerichtet, dass wir das Ersatzteil wohl nur in Deutschland gescheit bekommen und ich halt bis dahin wieder aufhängen muss. Dazu ist es jetzt halt eine blöde zeit, da es oft ziemlich plötzlich anfängt mit regnen.
Und wie sollte es anders sein, gestern spät Abend, die Wäscheleinen voll, zieht erst ein ziemlicher Wind auf, später kam es dann auch nass von oben :-(
Dani und ich waren schon im Bett, haben uns nur genervt angeschaut und sind dann beide raus und haben schnell die Wäsche abgenommen.
Eigentlich wollten wir dann heute nachmittag nach einer neuen Pumpe suchen, allerdings hat sich bei Dani ein beruflicher Termin von heute morgen auf heute nachmittag verschoben, also ist er gleich heute morgen los und kam auch wenig später mit einer funktionierenden Pumpe wieder heim.
Diese Pumpe pumpt das Wasser aus einem kleinen Auffangbehälter unten in den großen Sammelbehälter oben und das sollte sie aber nur tun, wenn der kleine unten voll ist. Beim Einbau hat Dani festgestellt, dass 2 Drähte falsch angeschlossen waren und deshalb die Pumpe permanent gepumpt hat und deshalb nun gestern einfach durchgebrannt ist.
Das hat er gleich noch richtig angeschlossen und nun läuft gerade die erste Ladung zum Testen.
Soviel zu 1.Wahl für Europa und Amerika, 2.Wahl für Asien und 3.Wahl für Afrika.
Für mich ist ansonsten heute rumsitzen daheim angesagt.
David war mit unserem Auto in der Werkstatt, die Klimaanlage war mal wieder kaputt.
Ausserdem ist beim Fahren vorn ein "mysteriöses Geräusch" zu hören. Die Ursache davon wurde in der Werkstatt schon lokalisiert, er kann es nur heute nicht richten, aber ich soll den Wagen nächste Woche einfach nochmal vorbeibringen.
Gladys hat heute morgen ihre Arbeit angefangen, recht selbstständig, ich schaue ab und an mal, wenn Fragen aufkommen. Sie war schon seit 6 Uhr da, hat erst mal ihr Zimmer saubergemacht und eingeräumt.
Damit war sie übrigens die erste, die das mal richtig saubergemacht hat.
So damit habe ich erst mal soweit nachgeholt, mal schaun, vielleicht gibt es ja bis heute Abend noch Berichtenswertes................
Donnerstag, 07.05. - das bißchen Haushalt........
.......macht sich eben doch nicht von allein.
Und wie es der Zufall wollte, erzählte uns unsere Landlady gestern, dass wieder eines ihrer Häuser frei wäre, ob wir denn nicht jemanden kennen würden, der es mieten will. Bis vor kurzem haben Asiaten dort gewohnt, die sind aber jetzt wieder in ihr Land zurück.
Und da kam uns die Idee, dass die ja sicher auch eine Hausmaid hatten, die jetzt warscheinlich ohne Job ist. So hat sich unser George mal umgehört, ihre Telefonnummer besorgt und sie auch gleich angerufen. Heute zwischen 10 und 11 Uhr hat sie sich dann bei uns vorgestellt.
Gladys ist so mittleren Alters, dass sie in Haushalten von Weissen gearbeitet hat, wissen wir ja, allerdings ist ihr Englisch mehr als dünn, aber das kann sie ja bei uns auch lernen.
Viele Ghanaer sprechen kein wirklich schönes Englisch, gerade die älteren hatten es wohl nie richtig in der Schule gelernt, es ist zwar in Ghana Amtssprache, aber eigentlich sprechen die Ghanaer untereinander nur in ihren Stammessprachen.
Bei den Asiaten konnte sie auch nicht lernen, die waren oft nicht da und deren Englisch war wohl auch gerade so alltagstauglich.
Aber sie macht einen arbeitswilligen Eindruck, George beschrieb sie mir als "hard working woman".
Vielleicht haben wir ja diesmal Glück, am Freitag morgen 8 Uhr fängt sie an.
Dann hat auch Julian endlich wieder eine Nanny und muss nicht jedesmal mit mir zum Einkaufen fahren. Obwohl er das diese Woche recht bereitwillig gemacht hat. Sogar Chris ist mitgekommen, mal etwas Abwechslung, als immer nur mit einer Hand am Computer zu spielen ;-)
Da Lebensmittel einkaufen natürlich sehr langweilig ist, habe ich das immer verbunden mit Shops, die auch für die Kinder interessant sind.
So waren wir am Montag zuerst im Orca. Dort gibt es jedesmal etwas Neues zu entdecken, während ich durch die Bad-Küche-Deko-Abteilungen bummle, erkundet Julchen mit Chris halt die Spielzeugabteilung. Auf dem Heimweg dann noch im Maxmart für´s Abendessen einkaufen, eigentlich wollten wir Sandwich machen, aber es gab wieder die fertige Bolognesesauce zu bezahlbarem Preis, also habe ich den Speiseplan über den Haufen geworfen, noch Nudeln geholt und fertig.
Gestern waren wir im Melcom. Wann immer man irgendetwas für den Haushalt von teilweise zweifelhafter Qualität für wirklich billiges Geld sucht, dann ist man dort richtig.
Ausbeute war ein Badregal (eigentlich ein Schuhregal), 6 Suppenschüsseln, 2 Gläser Nutella, Capri-Sonne original aus Deutschland und Mini-Fächer für die Kids im Spidermandesign.
Das Regal hatte die perfekten Masse, Chris und ich haben es auch gleich aufgebaut, das war eine heikle Sache. Es war billig, allerdings auch was das Material angeht. Aber wir haben es geschafft, es steht und erfüllt seinen Zweck.
Dani befand es auch als sehr gut, als er heimkam und bemängelte gleich, dass ich nicht mehr davon mitgebracht hatte. Schliesslich wäre es ja ein Schuhregal und ein neues Schuhregal würde uns auch nicht schaden.
Da man diese Regale beliebig von der Höhe zusammenbauen kann, haben wir kurz durchgerechnet, wieviele wir brauchen, um die ganze schräge Wand unter der Treppe vollzustellen. Dann sind wir mit Julian nochmals in den Melcom gefahren, haben sogar genug Regale in der gleichen Farbe gefunden und daheim gleich mit der Bastelei angefangen.
Die ganze Familie war eine ganze Weile damit beschäftigt, Regale zusammenzubauen.
Jetzt ist endlich auch im Schuheck Ordnung.
Und wie es der Zufall wollte, erzählte uns unsere Landlady gestern, dass wieder eines ihrer Häuser frei wäre, ob wir denn nicht jemanden kennen würden, der es mieten will. Bis vor kurzem haben Asiaten dort gewohnt, die sind aber jetzt wieder in ihr Land zurück.
Und da kam uns die Idee, dass die ja sicher auch eine Hausmaid hatten, die jetzt warscheinlich ohne Job ist. So hat sich unser George mal umgehört, ihre Telefonnummer besorgt und sie auch gleich angerufen. Heute zwischen 10 und 11 Uhr hat sie sich dann bei uns vorgestellt.
Gladys ist so mittleren Alters, dass sie in Haushalten von Weissen gearbeitet hat, wissen wir ja, allerdings ist ihr Englisch mehr als dünn, aber das kann sie ja bei uns auch lernen.
Viele Ghanaer sprechen kein wirklich schönes Englisch, gerade die älteren hatten es wohl nie richtig in der Schule gelernt, es ist zwar in Ghana Amtssprache, aber eigentlich sprechen die Ghanaer untereinander nur in ihren Stammessprachen.
Bei den Asiaten konnte sie auch nicht lernen, die waren oft nicht da und deren Englisch war wohl auch gerade so alltagstauglich.
Aber sie macht einen arbeitswilligen Eindruck, George beschrieb sie mir als "hard working woman".
Vielleicht haben wir ja diesmal Glück, am Freitag morgen 8 Uhr fängt sie an.
Dann hat auch Julian endlich wieder eine Nanny und muss nicht jedesmal mit mir zum Einkaufen fahren. Obwohl er das diese Woche recht bereitwillig gemacht hat. Sogar Chris ist mitgekommen, mal etwas Abwechslung, als immer nur mit einer Hand am Computer zu spielen ;-)
Da Lebensmittel einkaufen natürlich sehr langweilig ist, habe ich das immer verbunden mit Shops, die auch für die Kinder interessant sind.
So waren wir am Montag zuerst im Orca. Dort gibt es jedesmal etwas Neues zu entdecken, während ich durch die Bad-Küche-Deko-Abteilungen bummle, erkundet Julchen mit Chris halt die Spielzeugabteilung. Auf dem Heimweg dann noch im Maxmart für´s Abendessen einkaufen, eigentlich wollten wir Sandwich machen, aber es gab wieder die fertige Bolognesesauce zu bezahlbarem Preis, also habe ich den Speiseplan über den Haufen geworfen, noch Nudeln geholt und fertig.
Gestern waren wir im Melcom. Wann immer man irgendetwas für den Haushalt von teilweise zweifelhafter Qualität für wirklich billiges Geld sucht, dann ist man dort richtig.
Ausbeute war ein Badregal (eigentlich ein Schuhregal), 6 Suppenschüsseln, 2 Gläser Nutella, Capri-Sonne original aus Deutschland und Mini-Fächer für die Kids im Spidermandesign.
Das Regal hatte die perfekten Masse, Chris und ich haben es auch gleich aufgebaut, das war eine heikle Sache. Es war billig, allerdings auch was das Material angeht. Aber wir haben es geschafft, es steht und erfüllt seinen Zweck.
Dani befand es auch als sehr gut, als er heimkam und bemängelte gleich, dass ich nicht mehr davon mitgebracht hatte. Schliesslich wäre es ja ein Schuhregal und ein neues Schuhregal würde uns auch nicht schaden.
Da man diese Regale beliebig von der Höhe zusammenbauen kann, haben wir kurz durchgerechnet, wieviele wir brauchen, um die ganze schräge Wand unter der Treppe vollzustellen. Dann sind wir mit Julian nochmals in den Melcom gefahren, haben sogar genug Regale in der gleichen Farbe gefunden und daheim gleich mit der Bastelei angefangen.
Die ganze Familie war eine ganze Weile damit beschäftigt, Regale zusammenzubauen.
Jetzt ist endlich auch im Schuheck Ordnung.
Teil 2 von heute ;-)
Kurze und knappe Einleitung: seit heute morgen gehört nun auch Joseph der Vergangenheit an, wir sind wieder "ohne".
Damit reiht er sich in die lange Liste "Ehemaliger" ein. Wir haben mit Housekeepern so einiges an Erfahrungen gemacht, auf manche hätten wir gut und gerne verzichten können.
Und damit das nicht in Vergessenheit gerät (nach einiger Zeit kann man dann ohne Ärger darüber erzählen), lass ich Euch jetzt mal dran teilhaben. Deshalb hier mal eine Auflistung aller Ex-Angestellten mit mehr oder weniger ausführlicher Beschreibung der Gründe, die zur Entlassung geführt haben.
Nummer 1 war Tina.
Sie war schon im Haus, als wir eingezogen sind, wir haben sie erst mal übernommen, bevor wir gar keine haben. irgendwie schien sie ein Problem mit unserer Katze zu haben, denn schon ab dem 2. Tag putzte sie provokativ mit Mundschutz. Essen kochte sie dann so immer für etwa 20 Personen, von der Menge her, wohl in der Hoffnung, den Rest für sich zu behalten. Gar nicht gefallen hat uns, dass sie dann immer das Esszimmer gekehrt hat, wenn wir am Tisch beim Essen sassen, dabei die Kehrschaufel über den Tisch geschwenkt hat, ausserdem hat sie kackfrech ihre Klamotten bei mir im Schlafzimmer gebügelt. Also wir sind davon ausgegangen, dass sie nicht wirklich Bock hatte, für uns zu arbeiten, also haben wir nach 2 Wochen das Kapitel Tina abgeschlossen.
Nummer 2 war dann Vivian.
Jung, hübsch, konnte spitze kochen, putzen, war immer bereit, hatte einen guten Draht zu den Kindern. Eigentlich die perfekte Hausmaid - leider hatte sie zu lange Finger :-(
Duschgel, Shampoo, Lebensmittel, Besteck, Geschirr, KLamotten, meine Slips, Danis guter Anzug, Christophs handy und allerlei Bargeld. Genauer Schaden nach 2 Wochen war nicht genau zu beziffern, aber bevor es noch mehr werden sollte - Good bye!
Nummer 3 war Gifty.
Aber nicht wirklich, weil die habe ich einmal zum Vorstellungsgespräch gesehen und dann nie wieder. Erst zusagen und dann abhauen, sowas kann ich leiden.
Nummer 4 war Priscilla.
Von den Kindern liebevoll Godzilla genannt. Sie war hoch wie breit wie tief, aber das sollte ja kein Kriterium für die Arbeit sein. Allerdings hat sie wirklich gemeint, sie hätte irgendwelche Chancen bei Dani. Denn warum sonst waren morgens 7 Uhr schon 6 Bier kühlgestellt, aber keine einzige Cola für mich. Und sie ist auch sicher nicht für mich morgens im leichten Nachthemdchen in der Küche aufgelaufen und hat Kaffe serviert und dabei ihren Atombusen um seine Ohren hat klingeln lassen. Den eigentlichen Job wie Putzen oder Babysitten hat sie weniger ernst genommen, sie verbrachte den Tag lieber in ihrem leichten Nachthemdchen und wartete, dass Dani heimkam. Der Kragen ist mir dann geplatzt, als sie eigentlich Babysitten sollte, weil wir nochmal in die Stadt mussten, sie aber nachdem wir weg waren, einfach auf den Markt gefahren ist, um sich ihre Haare stylen zu lassen. Das war dann ihr letzter Tag bei uns.
Nummer 5 hiess Mina
Mit den jungen Dingern hatten wir ja kein Glück, also haben wir etwas älteres, erfahreneres genommen. Scheinbar war sie aber schon zu alt für solche modernen Neuerungen wie Mischbatterie an der Spüle oder einer Dusche. Erst hat sie Julchen fast verbrüht mit Heisswasser und dann gabs gleich eiskaltes Wasser hinterher.
hre Top-Referenzen bescheinigten ihr aussergewöhnliche Kochkünste, besonders ihre Lasagne wurde hochgelobt. Komisch nur, dass sie mich dann erst mal gefragt hat, was sie denn alles für eine Lasagne braucht.
Dann haben wir es mal eine ganze Weile ohne Hausmaid versucht. Wir hatten ja immer noch Kai, die eigentlich vom ersten Tag an für uns gearbeitet hat. Sie kam immer 3 mal pro Woche zum Bügeln und diverse Dinge zu putzen. So kam sie dann jeden tag und hat eben alles gemacht. Zum Babysitten am Abend kam sie zu uns und ist nachts wieder heim. Leider hat sie nach einiger Zeit ziemlich nachgelassen, ihre privaten Probleme wurden mehr, sie schwächelte und hielt die Hand immer öfterer auf. rgendwann empfand ich sie wirklich als Belastung für mich, immer in Furcht, mit welchen Problem kommt sie denn heute wieder an. Wir hatten genug eigene Sorgen.
Nummer 6 war Bless
Über sie gabs ja schon einiges zu lesen, auch über ihr plötzliches Verschwinden vor etwa 4 Wochen. Warum, wieso, weshalb - ich weiss es nicht genau. Und ich mag mir auch darüpber den Kopf nicht mehr zerbrechen.
Aber auch parallel zu Bless hatten wir immer noch eine zweite Putzfrau für die Bügelwäsche und den Großputz.
Die erste war Victoria, oberflächlich gesehen okay, aber als ich mal tiefer in die Schränke geschaut habe, da hat´s mir gegraut. Zu faul, die Wäsche ordentlich einzuräumen, alles wieder zerknittert. Eben oberflächlich und liederlich. Diese Kritik konnte sie wohl nicht vetragen und ist einfach gegangen.
Bless hatte aber gleich eine neue parat - Salia.
Die war eigentlich nicht schlecht, hat sauber, schnell gearbeitet, war dazu nett und freundlich, immer ein Lächeln im Gesicht.
Und eigentlich wollte ich sie nach dem Verschwinden von Bless fragen, ob sie denn nicht Volltags arbeiten will. Allerdings ist auch sie seit dem Verschwinden von Bless bei uns nicht mehr aufgetaucht.
Nummer 7 war Vida
Sie hält den Rekord bei uns, allerdings den Negativrekord. Nicht mal 2 Tage hat sie es geschafft. Sie hat es gleich am 2. Tag vorgezogen, sich morgens nachdem wir alle ausser Haus waren, statt auf die Arbeit zu stürzen, lieber ins Bett zu legen und fern zu sehen. Die Entscheidung, sie zu feuern, fiel mir nicht wirklich schwer.
Nummer 8 schlussendlich Joseph
Immerhin 7 Tage hat er es bei uns geschafft. Nach der letzten Woche wusste ich schon, dass er wohl nur auf ghanaische Art und Weise Putzen konnte. Eigenes Denken war so gut wie gar nicht vorhanden, sein Erinnerungsvermögen tendierte gegen Null. hn jeden Tag auf´s Neue anzulernen schien uns etwas sehr mühsam, also haben wir uns letztes Wochenende noch die Mühe gemacht, einen wirklich detaillierten Arbeitsplan zu schreiben. Für jeden einzelnen Wochentag, mit Uhrzeit, wann was im Haus zu tun ist.
Den wollten wir ihm heute dann übergeben, dann kann er immer wieder nachschauen, wenn er was vergessen hat.
Irgendwann so viertel nach 8 kam er dann mit einem Koffer reingeschneit, freudiges Lächeln im Gesicht. Mein erster Gedanke bei dem Anblick war der an einen Touristen, der auf seiner Ferieninsel angekommen ist und jetzt nach seinem Quartier fragen will. Nur leider war er kein Tourist und wir sind keine Ferieninsel. Er war einfach ein Hausboy, der knapp 2 Stunden zu spät auf Arbeit kommt und ich war eine Chefin, die darüber sauer ist.
Und bevor er sich die Mühe macht, seinen Urlaubskoffer auszupacken, hab ich ihm gleich gesagt, dass sein Arbeitsverhältnis hiermit offiziell beendet ist.
20 Minuten später hat er dann mit seinem Köfferchen den Freizeitpark Langer wieder verlassen.
Und dann wäre da noch Nancy, die hätte können Nummer 9 werden. Heute morgen habe ich mit ihr telefoniert, am Nachmittag wollten wir uns treffen und über den Job reden. Am Vormittag rief sie mich nochmal an, sie hätte da ein paar Fragen. Die erste war nach dem Gehalt. Unser Angebot war natürlich nicht gut genug, sie wollte mehr. Okay, darüber kann man später noch reden, für gute Arbeit zahlen wir schon auch gerne etwas mehr, keine Frage. Aber da wollen wir erst mal gute Arbeit sehen, nich?
Ja und dann hat sie losgelegt. Sie hätte gerne noch Weihnachtsgeld, und Urlaub und Urlaubsgeld. Und natürlich die Arztrechnungen bezahlt, mein Angebot, statt Arztrechnungen, die Sozialversicherung zu übernehmen, stiess auf nicht so große Begeisterung. Ja und dann wollte sie auch noch Essensgeld.
Ja hallo? Für was denn dann noch das reichliche Gehalt?
Was, wir haben 3 Kinder? Ja dann braucht sie noch mehr Gehalt.........
Das war mir dann doch gleich zu unverschämt, das Treffen am Nachmittag habe ich einfach abgesagt und fertig.
Ebenfalls Nummer 9 hätte können Grace werden.
Dass sie es nicht werden wird, finden wir eigentlich sehr bedauerlich.
Mit ihr hatten wir uns schon gestern Nachmittag getroffen (in weiser Vorausahnung?).
Wir haben uns eine Weile mit ihr unterhalten, sie ist so mittleren Alters, macht einen erfahrenen Eindruck, was Europäer angeht, sie weiss auch was der Weisse will. Leider hat sie eine 14jährige Tochter, die mit ihr zusammen wohnt. Derzeit noch im Angestelltenquartier bei ihrer derzeitigen Arbeitsstelle. Und sie müsste dann auch bei uns mit ihrer Tochter einziehen.
Das ist aber etwas, was wir auf keinen Fall wollen. Und da kann eine Hausmaid noch so gut sein, dass ist bei uns eine Regel, die auf keinen Fall gebrochen wird.
Also wird sie bei ihrer derzeitigen Stelle bleiben, sie arbeitet für einen Mann, der sich nur zeitweise in Ghana aufhält. Aber sie hat uns angeboten, wir können sie jederzeit anrufen und sie kommt dann mal stundenweise zum bügeln oder putzen.
Und wenn sich in den nächsten Tagen keine wirkliche Nummer 9 findet, dann werde ich ihr Angebot sicher nutzen und sie kann sich bei uns noch etwas Geld nebenher verdienen.
Heute am späten Nachmittag hat Dani dann mal noch George, unseren Tagwächter, aufgetragen, er kann sich ja mal umhören, ob jemand einen Job sucht.
Und da meinte George so zu Dani, es tut ihm leid, er weiss auch nicht was zur zeit hier los ist mit den Leuten. Keiner will wirklich arbeiten, jeder will nur Geld aber nix dafür tun.
Tja, wenn jetzt sogar die Ghanaer schon so über Ghanaer reden.....
to be continued..............
Damit reiht er sich in die lange Liste "Ehemaliger" ein. Wir haben mit Housekeepern so einiges an Erfahrungen gemacht, auf manche hätten wir gut und gerne verzichten können.
Und damit das nicht in Vergessenheit gerät (nach einiger Zeit kann man dann ohne Ärger darüber erzählen), lass ich Euch jetzt mal dran teilhaben. Deshalb hier mal eine Auflistung aller Ex-Angestellten mit mehr oder weniger ausführlicher Beschreibung der Gründe, die zur Entlassung geführt haben.
Nummer 1 war Tina.
Sie war schon im Haus, als wir eingezogen sind, wir haben sie erst mal übernommen, bevor wir gar keine haben. irgendwie schien sie ein Problem mit unserer Katze zu haben, denn schon ab dem 2. Tag putzte sie provokativ mit Mundschutz. Essen kochte sie dann so immer für etwa 20 Personen, von der Menge her, wohl in der Hoffnung, den Rest für sich zu behalten. Gar nicht gefallen hat uns, dass sie dann immer das Esszimmer gekehrt hat, wenn wir am Tisch beim Essen sassen, dabei die Kehrschaufel über den Tisch geschwenkt hat, ausserdem hat sie kackfrech ihre Klamotten bei mir im Schlafzimmer gebügelt. Also wir sind davon ausgegangen, dass sie nicht wirklich Bock hatte, für uns zu arbeiten, also haben wir nach 2 Wochen das Kapitel Tina abgeschlossen.
Nummer 2 war dann Vivian.
Jung, hübsch, konnte spitze kochen, putzen, war immer bereit, hatte einen guten Draht zu den Kindern. Eigentlich die perfekte Hausmaid - leider hatte sie zu lange Finger :-(
Duschgel, Shampoo, Lebensmittel, Besteck, Geschirr, KLamotten, meine Slips, Danis guter Anzug, Christophs handy und allerlei Bargeld. Genauer Schaden nach 2 Wochen war nicht genau zu beziffern, aber bevor es noch mehr werden sollte - Good bye!
Nummer 3 war Gifty.
Aber nicht wirklich, weil die habe ich einmal zum Vorstellungsgespräch gesehen und dann nie wieder. Erst zusagen und dann abhauen, sowas kann ich leiden.
Nummer 4 war Priscilla.
Von den Kindern liebevoll Godzilla genannt. Sie war hoch wie breit wie tief, aber das sollte ja kein Kriterium für die Arbeit sein. Allerdings hat sie wirklich gemeint, sie hätte irgendwelche Chancen bei Dani. Denn warum sonst waren morgens 7 Uhr schon 6 Bier kühlgestellt, aber keine einzige Cola für mich. Und sie ist auch sicher nicht für mich morgens im leichten Nachthemdchen in der Küche aufgelaufen und hat Kaffe serviert und dabei ihren Atombusen um seine Ohren hat klingeln lassen. Den eigentlichen Job wie Putzen oder Babysitten hat sie weniger ernst genommen, sie verbrachte den Tag lieber in ihrem leichten Nachthemdchen und wartete, dass Dani heimkam. Der Kragen ist mir dann geplatzt, als sie eigentlich Babysitten sollte, weil wir nochmal in die Stadt mussten, sie aber nachdem wir weg waren, einfach auf den Markt gefahren ist, um sich ihre Haare stylen zu lassen. Das war dann ihr letzter Tag bei uns.
Nummer 5 hiess Mina
Mit den jungen Dingern hatten wir ja kein Glück, also haben wir etwas älteres, erfahreneres genommen. Scheinbar war sie aber schon zu alt für solche modernen Neuerungen wie Mischbatterie an der Spüle oder einer Dusche. Erst hat sie Julchen fast verbrüht mit Heisswasser und dann gabs gleich eiskaltes Wasser hinterher.
hre Top-Referenzen bescheinigten ihr aussergewöhnliche Kochkünste, besonders ihre Lasagne wurde hochgelobt. Komisch nur, dass sie mich dann erst mal gefragt hat, was sie denn alles für eine Lasagne braucht.
Dann haben wir es mal eine ganze Weile ohne Hausmaid versucht. Wir hatten ja immer noch Kai, die eigentlich vom ersten Tag an für uns gearbeitet hat. Sie kam immer 3 mal pro Woche zum Bügeln und diverse Dinge zu putzen. So kam sie dann jeden tag und hat eben alles gemacht. Zum Babysitten am Abend kam sie zu uns und ist nachts wieder heim. Leider hat sie nach einiger Zeit ziemlich nachgelassen, ihre privaten Probleme wurden mehr, sie schwächelte und hielt die Hand immer öfterer auf. rgendwann empfand ich sie wirklich als Belastung für mich, immer in Furcht, mit welchen Problem kommt sie denn heute wieder an. Wir hatten genug eigene Sorgen.
Nummer 6 war Bless
Über sie gabs ja schon einiges zu lesen, auch über ihr plötzliches Verschwinden vor etwa 4 Wochen. Warum, wieso, weshalb - ich weiss es nicht genau. Und ich mag mir auch darüpber den Kopf nicht mehr zerbrechen.
Aber auch parallel zu Bless hatten wir immer noch eine zweite Putzfrau für die Bügelwäsche und den Großputz.
Die erste war Victoria, oberflächlich gesehen okay, aber als ich mal tiefer in die Schränke geschaut habe, da hat´s mir gegraut. Zu faul, die Wäsche ordentlich einzuräumen, alles wieder zerknittert. Eben oberflächlich und liederlich. Diese Kritik konnte sie wohl nicht vetragen und ist einfach gegangen.
Bless hatte aber gleich eine neue parat - Salia.
Die war eigentlich nicht schlecht, hat sauber, schnell gearbeitet, war dazu nett und freundlich, immer ein Lächeln im Gesicht.
Und eigentlich wollte ich sie nach dem Verschwinden von Bless fragen, ob sie denn nicht Volltags arbeiten will. Allerdings ist auch sie seit dem Verschwinden von Bless bei uns nicht mehr aufgetaucht.
Nummer 7 war Vida
Sie hält den Rekord bei uns, allerdings den Negativrekord. Nicht mal 2 Tage hat sie es geschafft. Sie hat es gleich am 2. Tag vorgezogen, sich morgens nachdem wir alle ausser Haus waren, statt auf die Arbeit zu stürzen, lieber ins Bett zu legen und fern zu sehen. Die Entscheidung, sie zu feuern, fiel mir nicht wirklich schwer.
Nummer 8 schlussendlich Joseph
Immerhin 7 Tage hat er es bei uns geschafft. Nach der letzten Woche wusste ich schon, dass er wohl nur auf ghanaische Art und Weise Putzen konnte. Eigenes Denken war so gut wie gar nicht vorhanden, sein Erinnerungsvermögen tendierte gegen Null. hn jeden Tag auf´s Neue anzulernen schien uns etwas sehr mühsam, also haben wir uns letztes Wochenende noch die Mühe gemacht, einen wirklich detaillierten Arbeitsplan zu schreiben. Für jeden einzelnen Wochentag, mit Uhrzeit, wann was im Haus zu tun ist.
Den wollten wir ihm heute dann übergeben, dann kann er immer wieder nachschauen, wenn er was vergessen hat.
Irgendwann so viertel nach 8 kam er dann mit einem Koffer reingeschneit, freudiges Lächeln im Gesicht. Mein erster Gedanke bei dem Anblick war der an einen Touristen, der auf seiner Ferieninsel angekommen ist und jetzt nach seinem Quartier fragen will. Nur leider war er kein Tourist und wir sind keine Ferieninsel. Er war einfach ein Hausboy, der knapp 2 Stunden zu spät auf Arbeit kommt und ich war eine Chefin, die darüber sauer ist.
Und bevor er sich die Mühe macht, seinen Urlaubskoffer auszupacken, hab ich ihm gleich gesagt, dass sein Arbeitsverhältnis hiermit offiziell beendet ist.
20 Minuten später hat er dann mit seinem Köfferchen den Freizeitpark Langer wieder verlassen.
Und dann wäre da noch Nancy, die hätte können Nummer 9 werden. Heute morgen habe ich mit ihr telefoniert, am Nachmittag wollten wir uns treffen und über den Job reden. Am Vormittag rief sie mich nochmal an, sie hätte da ein paar Fragen. Die erste war nach dem Gehalt. Unser Angebot war natürlich nicht gut genug, sie wollte mehr. Okay, darüber kann man später noch reden, für gute Arbeit zahlen wir schon auch gerne etwas mehr, keine Frage. Aber da wollen wir erst mal gute Arbeit sehen, nich?
Ja und dann hat sie losgelegt. Sie hätte gerne noch Weihnachtsgeld, und Urlaub und Urlaubsgeld. Und natürlich die Arztrechnungen bezahlt, mein Angebot, statt Arztrechnungen, die Sozialversicherung zu übernehmen, stiess auf nicht so große Begeisterung. Ja und dann wollte sie auch noch Essensgeld.
Ja hallo? Für was denn dann noch das reichliche Gehalt?
Was, wir haben 3 Kinder? Ja dann braucht sie noch mehr Gehalt.........
Das war mir dann doch gleich zu unverschämt, das Treffen am Nachmittag habe ich einfach abgesagt und fertig.
Ebenfalls Nummer 9 hätte können Grace werden.
Dass sie es nicht werden wird, finden wir eigentlich sehr bedauerlich.
Mit ihr hatten wir uns schon gestern Nachmittag getroffen (in weiser Vorausahnung?).
Wir haben uns eine Weile mit ihr unterhalten, sie ist so mittleren Alters, macht einen erfahrenen Eindruck, was Europäer angeht, sie weiss auch was der Weisse will. Leider hat sie eine 14jährige Tochter, die mit ihr zusammen wohnt. Derzeit noch im Angestelltenquartier bei ihrer derzeitigen Arbeitsstelle. Und sie müsste dann auch bei uns mit ihrer Tochter einziehen.
Das ist aber etwas, was wir auf keinen Fall wollen. Und da kann eine Hausmaid noch so gut sein, dass ist bei uns eine Regel, die auf keinen Fall gebrochen wird.
Also wird sie bei ihrer derzeitigen Stelle bleiben, sie arbeitet für einen Mann, der sich nur zeitweise in Ghana aufhält. Aber sie hat uns angeboten, wir können sie jederzeit anrufen und sie kommt dann mal stundenweise zum bügeln oder putzen.
Und wenn sich in den nächsten Tagen keine wirkliche Nummer 9 findet, dann werde ich ihr Angebot sicher nutzen und sie kann sich bei uns noch etwas Geld nebenher verdienen.
Heute am späten Nachmittag hat Dani dann mal noch George, unseren Tagwächter, aufgetragen, er kann sich ja mal umhören, ob jemand einen Job sucht.
Und da meinte George so zu Dani, es tut ihm leid, er weiss auch nicht was zur zeit hier los ist mit den Leuten. Keiner will wirklich arbeiten, jeder will nur Geld aber nix dafür tun.
Tja, wenn jetzt sogar die Ghanaer schon so über Ghanaer reden.....
to be continued..............
Montag, 28.04. - und es geht weiter.......
Da haben wir doch nach den letzten Tiefschlägen wirklich gedacht, es geht nun wieder bergauf. Aber es muss wohl am Monat April liegen und der ist noch nicht ganz zu Ende.
Deshalb kehrt bei uns wohl auch keine Ruhe ein.
Die letzten Tage ist es so dahin geplätschert, das Leben an sich. Wir haben nicht viel gemacht, da kann auch nicht viel schiefgehen.
Eine Menge Zeit geht drauf, um Joseph ganz detailliert zu zeigen, wie was im Haus gemacht werden soll. Die ghanaischen und die deutschen Vorstellungen von Sauberkeit und Ordnung liegen teilweise sehr weit auseinander. Aber da er nicht bei jeder Kritik mit Heulen anfängt, wird er es im Laufe der Zeit einfach lernen.
Gestern war dann mal wieder Mirko Schlafgast bei uns. Bis Freitag war die Oberstufe ja auf Klassenfahrt, Samstag auf Sonntag war dann noch bei Anne Geburtstagsparty mit Übernachtung. Da kann man sich denken, dass es mit Schlafen bei allen nicht so reichlich war in letzter Zeit. So tut etwas Ruhe uns allen gut und heute wollte ich nur frisch ein paar Dinge für das Abendessen holen und dann wieder meinen Lebensmittelpunkt auf die Terrasse verlagern.
Gesagt getan - die Kinder waren gut beschäftigt mit Fernsehen und Computerspielen, ich habe mir was bequemes angezogen, da fangen im Haus alle UPS an zu piepsen. Von draussen hörte ich ein komisches Geräusch, als würde jemand Steaks in eine viel zu heisse Pfanne werfen. Ein Blick aus dem Fenster und mir wurde ja fast übel.
Die Stromleitungen neben unserem Haus qualmten, Funken flogen, kleine Flammen an manchen Stellen und es brutzelte nur noch.
Mittlerweile brutzelte es auch an diversen Stellen im Haus. Die Treppe runter, den Kindern zurufen, alles auszuschalten, Dani mit dem Handy anzurufen und George die Anweisung zu geben, sofort den Strom abzuschalten - das war alles eins.
Okay, Strom war aus, es qualmte nicht mehr und es brutzelte auch nicht mehr.
Dann war ich aber auch schon mit meinem Latein am Ende, dann brauchte ich was kühles zu trinken und eine Zigarette, erst mal beruhigen.
Kurz darauf kam dann auch Dani, er hatte den Hilferuf verstanden.
Aus irgendeinem Grund kam in die 4 Stromleitungen Bewegung und die beiden mittleren haben sich berührt und sind miteinander verschmolzen oder so.
Komischerweise haben wir alle kurz vorher das Geräusch einer Kettensäge gehört.
Also ist Dani mal zum Nachbar rüber und hat nachgefragt, was passiert ist. Der wusste natürlich nichts, völlig ahnungslos, er war´s nicht.
Na gut, ich möchte auch nicht zugeben müssen, dass ich die Stromleitung einer ganzen Wohngegend lahmgelegt habe ;-)
Aber er meinte, er hätte schon das Notfallteam gerufen und die wären auf dem Weg.
Also haben wir erst mal den Generator angeschalten und da keiner weiss, wann die das mit dem Strom wieder hinkriegen, ist Dani gleich noch los, um Diesel zu kaufen.
Am Nachmittag waren wir unterwegs (wo und warum, das schreibe ich im nächsten Post separat). Viertel nach 6 waren wir wieder daheim und siehe da, es hatte sich was getan an der Stromleitung. Voller Freude hat Dani gleich den Generator ausgemacht und wieder auf Landline geschalten. Aber im Haus blieb es dunkel :-(
rgendwas hatten die zwar repariert, aber wohl nicht ganz richtig. n unser Haus gehen 3 Leitungen rein, es funktionierten aber leider nur 2.
Also wieder den Generator an und mal schaun, ob morgen noch was passiert.



Ach ja, mittendrin am Mittag ruft mich dann auch noch Bless an.
Es wäre ja jetzt Ende des Monats und sie hat ja ein paar Tage noch hier gearbeitet und da wöllte sie mal mit mir über Geld reden. Sie stände vorm Tor und wartet.
Na gut, ich hatte sowas eigentlich erwartet.
Was sie aber sicher nicht erwartet hat, war meine Antwort. Die war schlicht und einfach NEIN.
Das bischen Geld für die paar Tage habe ich heute als Schadensersatz uns gegenüber deklariert. Für die Anschaffung eines neuen Bügeleisens, welches völlig demoliert ist. Und als Kosten für diverse Reinigungsarbeiten, die nach ihrem Verschwinden dringend nötig waren. George hat immerhin etwa einen Tag gebraucht, um ihre Hinterlassenschaften zu beseitigen, inklusive die Reinigung des völlig verschimmelten Kühlschrankes aus ihrem Zimmer. Sie war ziemlich frech und patzig, war sich keiner Schuld bewusst. Dann hat sie meine Kinder noch der Lüge bezichtigt.
Julian sagte mir letztens, er will als nächstes einen Babysitter, der nicht immer schläft, so dass sie alles alleine machen müssen und sich abends selber ins Bett bringen müssen. Denn Bless hat wohl meist geschlafen, wenn wir dann weg waren und Chris und Philipp haben Julian dann geholfen. Das habe ich ihr noch gesagt, dass ich auch im Nachhinein davon alles andere als begeistert bin. Das hat sie alles abgestritten, mich ausgelacht und sich selbstsicher vor mich hingestellt und gesagt, dass sie sehr stolz auf sich selber ist.
Da musste ich ihr einfach noch sagen, dass sie wirklich sehr stolz sein kann auf ihre Liederlichkeit, Faulheit und Unsauberkeit.
Und ich hoffe, dass damit das Kapitel Bless jetzt wirklich endgültig beendet ist!
So, und jetzt mach ich mich an Post Nummer 2............
Deshalb kehrt bei uns wohl auch keine Ruhe ein.
Die letzten Tage ist es so dahin geplätschert, das Leben an sich. Wir haben nicht viel gemacht, da kann auch nicht viel schiefgehen.
Eine Menge Zeit geht drauf, um Joseph ganz detailliert zu zeigen, wie was im Haus gemacht werden soll. Die ghanaischen und die deutschen Vorstellungen von Sauberkeit und Ordnung liegen teilweise sehr weit auseinander. Aber da er nicht bei jeder Kritik mit Heulen anfängt, wird er es im Laufe der Zeit einfach lernen.
Gestern war dann mal wieder Mirko Schlafgast bei uns. Bis Freitag war die Oberstufe ja auf Klassenfahrt, Samstag auf Sonntag war dann noch bei Anne Geburtstagsparty mit Übernachtung. Da kann man sich denken, dass es mit Schlafen bei allen nicht so reichlich war in letzter Zeit. So tut etwas Ruhe uns allen gut und heute wollte ich nur frisch ein paar Dinge für das Abendessen holen und dann wieder meinen Lebensmittelpunkt auf die Terrasse verlagern.
Gesagt getan - die Kinder waren gut beschäftigt mit Fernsehen und Computerspielen, ich habe mir was bequemes angezogen, da fangen im Haus alle UPS an zu piepsen. Von draussen hörte ich ein komisches Geräusch, als würde jemand Steaks in eine viel zu heisse Pfanne werfen. Ein Blick aus dem Fenster und mir wurde ja fast übel.
Die Stromleitungen neben unserem Haus qualmten, Funken flogen, kleine Flammen an manchen Stellen und es brutzelte nur noch.
Mittlerweile brutzelte es auch an diversen Stellen im Haus. Die Treppe runter, den Kindern zurufen, alles auszuschalten, Dani mit dem Handy anzurufen und George die Anweisung zu geben, sofort den Strom abzuschalten - das war alles eins.
Okay, Strom war aus, es qualmte nicht mehr und es brutzelte auch nicht mehr.
Dann war ich aber auch schon mit meinem Latein am Ende, dann brauchte ich was kühles zu trinken und eine Zigarette, erst mal beruhigen.
Kurz darauf kam dann auch Dani, er hatte den Hilferuf verstanden.
Aus irgendeinem Grund kam in die 4 Stromleitungen Bewegung und die beiden mittleren haben sich berührt und sind miteinander verschmolzen oder so.
Komischerweise haben wir alle kurz vorher das Geräusch einer Kettensäge gehört.
Also ist Dani mal zum Nachbar rüber und hat nachgefragt, was passiert ist. Der wusste natürlich nichts, völlig ahnungslos, er war´s nicht.
Na gut, ich möchte auch nicht zugeben müssen, dass ich die Stromleitung einer ganzen Wohngegend lahmgelegt habe ;-)
Aber er meinte, er hätte schon das Notfallteam gerufen und die wären auf dem Weg.
Also haben wir erst mal den Generator angeschalten und da keiner weiss, wann die das mit dem Strom wieder hinkriegen, ist Dani gleich noch los, um Diesel zu kaufen.
Am Nachmittag waren wir unterwegs (wo und warum, das schreibe ich im nächsten Post separat). Viertel nach 6 waren wir wieder daheim und siehe da, es hatte sich was getan an der Stromleitung. Voller Freude hat Dani gleich den Generator ausgemacht und wieder auf Landline geschalten. Aber im Haus blieb es dunkel :-(
rgendwas hatten die zwar repariert, aber wohl nicht ganz richtig. n unser Haus gehen 3 Leitungen rein, es funktionierten aber leider nur 2.
Also wieder den Generator an und mal schaun, ob morgen noch was passiert.
So schaut die Stromleitung normal aus

Hier sind die beiden mittleren zusammengeschmort

Und hier haben die "Fachleute" einen professionellen Abstandshalter eingebaut ;-)
Es ist ein einfacher Holzstock
Es ist ein einfacher Holzstock

Ach ja, mittendrin am Mittag ruft mich dann auch noch Bless an.
Es wäre ja jetzt Ende des Monats und sie hat ja ein paar Tage noch hier gearbeitet und da wöllte sie mal mit mir über Geld reden. Sie stände vorm Tor und wartet.
Na gut, ich hatte sowas eigentlich erwartet.
Was sie aber sicher nicht erwartet hat, war meine Antwort. Die war schlicht und einfach NEIN.
Das bischen Geld für die paar Tage habe ich heute als Schadensersatz uns gegenüber deklariert. Für die Anschaffung eines neuen Bügeleisens, welches völlig demoliert ist. Und als Kosten für diverse Reinigungsarbeiten, die nach ihrem Verschwinden dringend nötig waren. George hat immerhin etwa einen Tag gebraucht, um ihre Hinterlassenschaften zu beseitigen, inklusive die Reinigung des völlig verschimmelten Kühlschrankes aus ihrem Zimmer. Sie war ziemlich frech und patzig, war sich keiner Schuld bewusst. Dann hat sie meine Kinder noch der Lüge bezichtigt.
Julian sagte mir letztens, er will als nächstes einen Babysitter, der nicht immer schläft, so dass sie alles alleine machen müssen und sich abends selber ins Bett bringen müssen. Denn Bless hat wohl meist geschlafen, wenn wir dann weg waren und Chris und Philipp haben Julian dann geholfen. Das habe ich ihr noch gesagt, dass ich auch im Nachhinein davon alles andere als begeistert bin. Das hat sie alles abgestritten, mich ausgelacht und sich selbstsicher vor mich hingestellt und gesagt, dass sie sehr stolz auf sich selber ist.
Da musste ich ihr einfach noch sagen, dass sie wirklich sehr stolz sein kann auf ihre Liederlichkeit, Faulheit und Unsauberkeit.
Und ich hoffe, dass damit das Kapitel Bless jetzt wirklich endgültig beendet ist!
So, und jetzt mach ich mich an Post Nummer 2............
Donnerstag, 24.04. - mal wieder ein Lebenszeichen ;-)
Bevor sich hier einige vielleicht Sorgen machen, nicht mehr schlafen können oder gar Gerüchte aufkommen, geb ich mal lieber wieder ein Lebenzeichen von uns.
Alle leben noch, alle sind gesund, keiner ist inhaftiert oder wird von irgendwelchen Geheimdiensten gesucht, kurzum - die Familie ist noch intakt.
Das ist aber dann auch schon so ziemlich das Einzigste, was gut am Laufen ist.
Alles niederzuschreiben, was mich/uns letzte Woche so aus der Bahn geworfen hat, würde Bücher füllen. Aber ich fange einfach mal an, zu schreiben...............
Letzter bekannter Sachstand war ja vom letzten Dienstag, dass der Vertrag mit dem neuen Hausboy unterschrieben ist. Und da hatte ich ihn auch zum letzten Mal gesehen - bis heute.
Aber der Reihe nach..........
Wir dachten uns, die paar Tage, bis er richtig anfängt, könne wir überbrücken, jeder packt mit an, da ist schnell mal durch´s Haus geputzt Aber mit schnell ist hier mal schon gar nichts und die Kinder muss man schon reichlich motivieren, mit anzupacken. Egal, welche Hausarbeit ich gemacht habe, nach nicht mal 10 Minuten klebte die Klamotte am Leib wie eine zweite Haut. So oft kann man gar nicht duschen gehen.
Am Montag morgen haben wir dann natürlich voller Erwartung auf Joseph gewartet. Leider umsonst. Also war der erste Weg am Morgen in die Agentur, um mal meinen Frust darüber loszuwerden. Und ich bin ihn damit an der richtigen Stelle losgeworden.
Natasha erklärte mir, dass sie nur Angestellte vermitteln, die einen Bürgen bringen, der eine Garantie übernimmt. Und genau mit diesem Bürgen für Joseph gab es wohl Probleme, deshalb hatte Natasha ihm gesagt, er soll Montag noch nicht bei uns anfangen, sondern erst einen neuen Bürgen bringen. Das ist ja soweit auch in Ordnung - es wäre nur echt toll gewesen, wenn ich was davon gewusst hätte. Tja, das hat sie dann mir gegenüber auch als ihren Fehler zugegeben und sich ausgiebig entschuldigt.
Das hat allerdings nichts an meiner Situation im Haus geändert, mittlerweile seit 10 Tagen ohne Putzhilfe. Und es ist einfach alleine nicht zu schaffen hier. Es wurde uns also langsam wirklich dringend, jemanden zu finden. Bei den Vorstellungsgesprächen hatte ich ja noch mit einer Hausmaid geredet, sie hatte recht gute Unterlagen und da nicht absehbar war, dass in den nächsten Tagen ein Boy vermittelbar war, haben wir kurzerhand wieder umgeschwenkt und uns halt für Vida entschieden Sie war auch bereit, sofort anzufangen, das heisst Dienstag morgen.
Sie war auch pünktlich da, hat die Küche aufgeklart und mit Bügeln angefangen Am Nachmittag wollte sie dann los, um ihre Sachen zu holen.
Am Mittwoch morgen kam sie dann schon mit ein paar Minuten Verspätung und hat sich als erstes wieder in der Küche an die Arbeit gemacht. Dani ist dann in die Arbeit, ich mit den Kindern in die Schule und danach zum Einkaufen in die Stadt. Vida hatte ich Anweisungen gegeben, was alles zu tun war. Gegen 11 Uhr war ich wieder zu Hause, habe meine Einkäufe verstaut, wollte mir dann erst mal in Ruhe auf der Terrasse eine kühle Cola und eine Zigarette gönnen. Leider war ich vorher noch auf Toilette und habe dabei festgestellt, dass sie da noch keinen Handschlag getan hatte. Nach einem kurzen Kontrollgang durchs Haus war mir schnell klar, dass sie ausser dem bischen Aufwasch am Morgen noch rein gar nichts gemacht hatte. Und ich meine wirklich nichts. Ich habe sie gefragt, was sie denn in den letzten 4 Stunden gemacht hat, ich bekam keine Antwort. Das Einzigste, was ich von ihr hörte, war "I´m so sorry"
Kurz und bündig habe ich sie gebeten, ihre Sachen wieder einzupacken und einfach wieder zu gehen. No food for lazy people!
Nach 10 Minuten war der Spuk vorbei, Vida gehörte der Vergangenheit an und ich habe mir auf der Terrasse eine Cola aufgemacht und eine Zigarette angezündet.
Und dann ist es einfach passiert mit mir. Alles, was sich an Stress, Frust und Ärger in letzter Zeit aufgestaut hatte, musste raus. Also bin ich einfach in mich zusammengebrochen und habe den Tränen freien Lauf gelassen. Manchmal muss es einfach sein, vorallem nach solch einer Woche, in der einfach gar nichts so richtig klappen will. Unter Schluchzen habe ich noch Bettina angerufen, sie möge bitte einen Ersatz für mich für die Bibliothek in der Schule organisieren, denn dazu habe ich mich beim besten Willen und Wollen nicht mehr in der Lage gefühlt. Dani hat Julian und Philipp aus der Schule geholt, ich wollte einfach nicht mehr raus. Das Gefühl, ganz unten zu sein, in einem Tunnel zu stecken und kein Licht zu sehen, muss man einfach durchleben. Man weiss, es geht vorbei, viel schlimmer kann es eigentlich nicht werden, aber bis dahin fliessen halt eine Menge Tränen, die hoffentlich diesen ganzen Frust mit wegspülen. Und von diesem Frust, der zum Großteil aus Enttäuschung herrührt, gibt es zur Zeit jede Menge. Es ist schwer, das hier im Einzelnen zu vermitteln, vieles würde unglaubhaft klingen, belanglos oder gar lächerlich. Es können wohl nur Menschen verstehen, die auch hier leben oder gelebt haben. Es ist manchmal für uns sehr schwer, mit der Mentalität der Ghanaer klarzukommen, den Spagat zwischen Anpassung, Integration, Toleranz und Verständnis zu meistern ohne dabei sich selbst, die eigenen Interessen und Ideale aufzugeben. Wenn die Bedeutungen von Dingen wie Zuverlässigkeit, Ordnung, Pünktlichkeit, Verantwortung zu unterschiedlich sind, dann kommt der normale Europäer schon oft an die Grenzen seelischer Belastbarkeit. Dann kann man sich daran aufreiben, sich darüber aufregen, einen Nervenzusammenbruch bekommen. Danach kommt die Resignationsphase, es regt einen plötzlich nicht mehr auf, egal was passiert, man nimmt es gelassen hin, es ist eh nicht zu ändern. Man fragt sich, warum tut man sich das an, wofür, wozu, hat eh alles keinen Sinn. Man wünscht sich eine One Way Ticket nach Deutschland. Aber nur ganz kurz. Denn im Grunde genommen ärgert man sich dort wohl genauso, halt nur über andere Dinge, hier in Ghana ist es wenigstens warm und schönes Wetter. Da heule ich doch lieber im Kurzen T-Shirt auf der Terrasse als in einer Wolldecke auf der Couch in Deutschland.
Dann kommt Wut dazu, Wut darüber, wie sehr man sich doch abhängig gemacht hat, wie man die Zügel aus der Hand gegeben hat. Also müssen Ideen her, wie man wieder Oberhand gewinnt und das eigene Leben selber bestimmt und sich nicht durch die Unzuverlässigkeit anderer lenken lässt. Diese Wut verpasst einem dann den nötigen Ruck, die Kraft, den Hintern zu heben und etwas zu unternehmen.
Deshalb war heute morgen mein erster Schritt in Richtung Selbstbestimmung wieder der Weg in die Agentur zu Natasha. Ich hatte mir vorher im Kopf zurechtgelegt, was ich sage, was ich will und das wollte ich zu 100% durchsetzen.
9 Uhr war ich dort und habe ruhig und bestimmt in einer Tonart, die kein Aber zulässt, gesagt, dass ich genau 13 Uhr wiederkommen werde Hausboys vorgestellt bekommen möchte, die bereit sind, sofort mit der Arbeit anzufangen. Und sofort bedeutet sofort, nicht irgendwann nächste Woche oder nächsten Monat. Überall wird gejammert über Armut, zu wenig Geld usw.
Wir suchen händeringend eine Haushaltshilfe, die für gute Arbeit für hiesige Verhältnisse auch gutes Geld bekommt und werden nur hingehalten. Alle suchen Arbeit, aber komischerweise bloss nicht sofort, aber wenn es geht, schon einen Vorschuss vom Gehalt.
Hallo?
Leider haben wir aus falscher Rücksicht bisher immer wieder nachgegeben, fadenscheinige Begründungen hingenommen und den Ärger darüber geschluckt.
Aber nicht heute. Punkt 13 Uhr war ich wieder bei Natasha, wir haben uns erst mal in Ruhe unterhalten und ich habe ihr meinen ganzen Ärger in Sachen Personal erzählt. Sie hatte vollstes Verständnis, begründet auf eigenen Erfahrungen, sie hatte auch schon mehr als genug ausprobiert, das Passende für ihr Leben hier zu finden. Gemeinsam haben wir meine Forderungen und Bedingungen abgestimmt und ein Kandidat war dann passend - Joseph.
Denn inzwischen hatte sich ein Bürge für ihn gefunden und seine Papiere waren vollständig.
Also hat es heute mal schon was gebracht, einfach nur selbstsicher und überzeugend genug aufzutreten, denn 13.45 Uhr stand er bei uns und hat gebügelt.
Es gibt eine Menge aufzuarbeiten, vorallem Bügelwäsche. Was er heute an fertiger Arbeit abgelieferte, hat uns erstmal überzeugt, die Shirts waren akkurat gelegt und faltenfrei.
Morgen früh ist regulärer Arbeitsbeginn, schrittweise Einführung, was wie genau zu tun ist und in jeder freien Minute wird gebügelt. Laut Natashas Aussage sind arbeitsmässig Männer hier um einiges belastbarer als Frauen, die sich dann doch eher gerne mal auf ein Nickerchen verziehen, wenn die Arbeit zuviel wird. Ob dem wirklich so ist, wird sich in den nächsten Tagen rausstellen.
Mir ist es jetzt nicht wirklich leicht gefallen, zu schreiben, mag sein, dass es etwas durcheinander wirkt. Wenn ja, spiegelt es vielleicht ein bischen unseren derzeitigen Gemütszustand wider. Ich habe halt einfach mal angefangen, draufloszuschreiben. Es gibt noch eine Menge mehr zu berichten, das nehme ich mir aber für die nächsten tage vor, für heute ist erst mal Schluss.
Alle leben noch, alle sind gesund, keiner ist inhaftiert oder wird von irgendwelchen Geheimdiensten gesucht, kurzum - die Familie ist noch intakt.
Das ist aber dann auch schon so ziemlich das Einzigste, was gut am Laufen ist.
Alles niederzuschreiben, was mich/uns letzte Woche so aus der Bahn geworfen hat, würde Bücher füllen. Aber ich fange einfach mal an, zu schreiben...............
Letzter bekannter Sachstand war ja vom letzten Dienstag, dass der Vertrag mit dem neuen Hausboy unterschrieben ist. Und da hatte ich ihn auch zum letzten Mal gesehen - bis heute.
Aber der Reihe nach..........
Wir dachten uns, die paar Tage, bis er richtig anfängt, könne wir überbrücken, jeder packt mit an, da ist schnell mal durch´s Haus geputzt Aber mit schnell ist hier mal schon gar nichts und die Kinder muss man schon reichlich motivieren, mit anzupacken. Egal, welche Hausarbeit ich gemacht habe, nach nicht mal 10 Minuten klebte die Klamotte am Leib wie eine zweite Haut. So oft kann man gar nicht duschen gehen.
Am Montag morgen haben wir dann natürlich voller Erwartung auf Joseph gewartet. Leider umsonst. Also war der erste Weg am Morgen in die Agentur, um mal meinen Frust darüber loszuwerden. Und ich bin ihn damit an der richtigen Stelle losgeworden.
Natasha erklärte mir, dass sie nur Angestellte vermitteln, die einen Bürgen bringen, der eine Garantie übernimmt. Und genau mit diesem Bürgen für Joseph gab es wohl Probleme, deshalb hatte Natasha ihm gesagt, er soll Montag noch nicht bei uns anfangen, sondern erst einen neuen Bürgen bringen. Das ist ja soweit auch in Ordnung - es wäre nur echt toll gewesen, wenn ich was davon gewusst hätte. Tja, das hat sie dann mir gegenüber auch als ihren Fehler zugegeben und sich ausgiebig entschuldigt.
Das hat allerdings nichts an meiner Situation im Haus geändert, mittlerweile seit 10 Tagen ohne Putzhilfe. Und es ist einfach alleine nicht zu schaffen hier. Es wurde uns also langsam wirklich dringend, jemanden zu finden. Bei den Vorstellungsgesprächen hatte ich ja noch mit einer Hausmaid geredet, sie hatte recht gute Unterlagen und da nicht absehbar war, dass in den nächsten Tagen ein Boy vermittelbar war, haben wir kurzerhand wieder umgeschwenkt und uns halt für Vida entschieden Sie war auch bereit, sofort anzufangen, das heisst Dienstag morgen.
Sie war auch pünktlich da, hat die Küche aufgeklart und mit Bügeln angefangen Am Nachmittag wollte sie dann los, um ihre Sachen zu holen.
Am Mittwoch morgen kam sie dann schon mit ein paar Minuten Verspätung und hat sich als erstes wieder in der Küche an die Arbeit gemacht. Dani ist dann in die Arbeit, ich mit den Kindern in die Schule und danach zum Einkaufen in die Stadt. Vida hatte ich Anweisungen gegeben, was alles zu tun war. Gegen 11 Uhr war ich wieder zu Hause, habe meine Einkäufe verstaut, wollte mir dann erst mal in Ruhe auf der Terrasse eine kühle Cola und eine Zigarette gönnen. Leider war ich vorher noch auf Toilette und habe dabei festgestellt, dass sie da noch keinen Handschlag getan hatte. Nach einem kurzen Kontrollgang durchs Haus war mir schnell klar, dass sie ausser dem bischen Aufwasch am Morgen noch rein gar nichts gemacht hatte. Und ich meine wirklich nichts. Ich habe sie gefragt, was sie denn in den letzten 4 Stunden gemacht hat, ich bekam keine Antwort. Das Einzigste, was ich von ihr hörte, war "I´m so sorry"
Kurz und bündig habe ich sie gebeten, ihre Sachen wieder einzupacken und einfach wieder zu gehen. No food for lazy people!
Nach 10 Minuten war der Spuk vorbei, Vida gehörte der Vergangenheit an und ich habe mir auf der Terrasse eine Cola aufgemacht und eine Zigarette angezündet.
Und dann ist es einfach passiert mit mir. Alles, was sich an Stress, Frust und Ärger in letzter Zeit aufgestaut hatte, musste raus. Also bin ich einfach in mich zusammengebrochen und habe den Tränen freien Lauf gelassen. Manchmal muss es einfach sein, vorallem nach solch einer Woche, in der einfach gar nichts so richtig klappen will. Unter Schluchzen habe ich noch Bettina angerufen, sie möge bitte einen Ersatz für mich für die Bibliothek in der Schule organisieren, denn dazu habe ich mich beim besten Willen und Wollen nicht mehr in der Lage gefühlt. Dani hat Julian und Philipp aus der Schule geholt, ich wollte einfach nicht mehr raus. Das Gefühl, ganz unten zu sein, in einem Tunnel zu stecken und kein Licht zu sehen, muss man einfach durchleben. Man weiss, es geht vorbei, viel schlimmer kann es eigentlich nicht werden, aber bis dahin fliessen halt eine Menge Tränen, die hoffentlich diesen ganzen Frust mit wegspülen. Und von diesem Frust, der zum Großteil aus Enttäuschung herrührt, gibt es zur Zeit jede Menge. Es ist schwer, das hier im Einzelnen zu vermitteln, vieles würde unglaubhaft klingen, belanglos oder gar lächerlich. Es können wohl nur Menschen verstehen, die auch hier leben oder gelebt haben. Es ist manchmal für uns sehr schwer, mit der Mentalität der Ghanaer klarzukommen, den Spagat zwischen Anpassung, Integration, Toleranz und Verständnis zu meistern ohne dabei sich selbst, die eigenen Interessen und Ideale aufzugeben. Wenn die Bedeutungen von Dingen wie Zuverlässigkeit, Ordnung, Pünktlichkeit, Verantwortung zu unterschiedlich sind, dann kommt der normale Europäer schon oft an die Grenzen seelischer Belastbarkeit. Dann kann man sich daran aufreiben, sich darüber aufregen, einen Nervenzusammenbruch bekommen. Danach kommt die Resignationsphase, es regt einen plötzlich nicht mehr auf, egal was passiert, man nimmt es gelassen hin, es ist eh nicht zu ändern. Man fragt sich, warum tut man sich das an, wofür, wozu, hat eh alles keinen Sinn. Man wünscht sich eine One Way Ticket nach Deutschland. Aber nur ganz kurz. Denn im Grunde genommen ärgert man sich dort wohl genauso, halt nur über andere Dinge, hier in Ghana ist es wenigstens warm und schönes Wetter. Da heule ich doch lieber im Kurzen T-Shirt auf der Terrasse als in einer Wolldecke auf der Couch in Deutschland.
Dann kommt Wut dazu, Wut darüber, wie sehr man sich doch abhängig gemacht hat, wie man die Zügel aus der Hand gegeben hat. Also müssen Ideen her, wie man wieder Oberhand gewinnt und das eigene Leben selber bestimmt und sich nicht durch die Unzuverlässigkeit anderer lenken lässt. Diese Wut verpasst einem dann den nötigen Ruck, die Kraft, den Hintern zu heben und etwas zu unternehmen.
Deshalb war heute morgen mein erster Schritt in Richtung Selbstbestimmung wieder der Weg in die Agentur zu Natasha. Ich hatte mir vorher im Kopf zurechtgelegt, was ich sage, was ich will und das wollte ich zu 100% durchsetzen.
9 Uhr war ich dort und habe ruhig und bestimmt in einer Tonart, die kein Aber zulässt, gesagt, dass ich genau 13 Uhr wiederkommen werde Hausboys vorgestellt bekommen möchte, die bereit sind, sofort mit der Arbeit anzufangen. Und sofort bedeutet sofort, nicht irgendwann nächste Woche oder nächsten Monat. Überall wird gejammert über Armut, zu wenig Geld usw.
Wir suchen händeringend eine Haushaltshilfe, die für gute Arbeit für hiesige Verhältnisse auch gutes Geld bekommt und werden nur hingehalten. Alle suchen Arbeit, aber komischerweise bloss nicht sofort, aber wenn es geht, schon einen Vorschuss vom Gehalt.
Hallo?
Leider haben wir aus falscher Rücksicht bisher immer wieder nachgegeben, fadenscheinige Begründungen hingenommen und den Ärger darüber geschluckt.
Aber nicht heute. Punkt 13 Uhr war ich wieder bei Natasha, wir haben uns erst mal in Ruhe unterhalten und ich habe ihr meinen ganzen Ärger in Sachen Personal erzählt. Sie hatte vollstes Verständnis, begründet auf eigenen Erfahrungen, sie hatte auch schon mehr als genug ausprobiert, das Passende für ihr Leben hier zu finden. Gemeinsam haben wir meine Forderungen und Bedingungen abgestimmt und ein Kandidat war dann passend - Joseph.
Denn inzwischen hatte sich ein Bürge für ihn gefunden und seine Papiere waren vollständig.
Also hat es heute mal schon was gebracht, einfach nur selbstsicher und überzeugend genug aufzutreten, denn 13.45 Uhr stand er bei uns und hat gebügelt.
Es gibt eine Menge aufzuarbeiten, vorallem Bügelwäsche. Was er heute an fertiger Arbeit abgelieferte, hat uns erstmal überzeugt, die Shirts waren akkurat gelegt und faltenfrei.
Morgen früh ist regulärer Arbeitsbeginn, schrittweise Einführung, was wie genau zu tun ist und in jeder freien Minute wird gebügelt. Laut Natashas Aussage sind arbeitsmässig Männer hier um einiges belastbarer als Frauen, die sich dann doch eher gerne mal auf ein Nickerchen verziehen, wenn die Arbeit zuviel wird. Ob dem wirklich so ist, wird sich in den nächsten Tagen rausstellen.
Mir ist es jetzt nicht wirklich leicht gefallen, zu schreiben, mag sein, dass es etwas durcheinander wirkt. Wenn ja, spiegelt es vielleicht ein bischen unseren derzeitigen Gemütszustand wider. Ich habe halt einfach mal angefangen, draufloszuschreiben. Es gibt noch eine Menge mehr zu berichten, das nehme ich mir aber für die nächsten tage vor, für heute ist erst mal Schluss.
Dienstag, 15.04. - Houseboy gesucht......und gefunden
Den Termin in der Agentur hatte ich ja heute erst 10 Uhr, also blieb nach dem Cappuchino in der Schule dann daheim noch genug Zeit für die Hausarbeit - einer muss es ja machen.
Heute war Betten neu beziehen dran. 5 Garnituren, abziehen, neue draufziehen, gleich waschen, immer treppauf-treppab. Da bin ich ganz schön ins Schwitzen gekommen. Zumal entdeckt man dann auch wieder einige Missstände, die einem gar nicht auffallen, wenn man es nicht selber macht.
Die Bügelfreie Wäsche habe ich gleich gelegt und weggeräumt, da ist ruckzuck eine Stunde rum und ich war reif für eine Dusche.
10 Uhr habe ich mich dann mit Dani in der Agentur getroffen, so ganz alleine wollte ich mich nämlich doch nicht entscheiden. Zuerst gab es noch eine Kandidatin zu begutachten. Von den 2 herbestellten Boys war erst mal nur einer da, aber den hab ich gleich mit zu uns genommen. Joseph ist 27, Vollwaise und seit 3 Jahren in Accra.
Daheim hab ich ihm das Haus gezeigt, sein Quartier und ihm die anfallenden Arbeiten kurz erklärt, was wir erwarten, was wir wollen usw.
Er war ganz ehrlich und hat gleich gesagt, dass er nicht kochen kann, aber das ist ja eh kein Schwerpunkt bei uns.
In seinen Bewerbungsunterlagen stand, er kann putzen und die Wäsche machen, aber auch da hat er gleich gesagt, dass er bei seiner vorherigen Arbeitsstelle die Wäsche mit der hand gewaschen hat. Die Lady hatte zwar eine Waschmaschine, hat sie aber nie benutzt. (?!?)
Aber er scheint willig, neues zu lernen und so zeige ich ihm halt mit der Zeit, wie ein etwas modernerer Haushalt funktioniert.
Ich vermute mal, er hat vorher in einem ghanaischen Haushalt gearbeitet und musste dort ziemlich ranklotzen. Zum einen hatte er doch ganz bescheidene Gehaltsvorstellungen, ausserdem deuten einige seiner Äusserungen darauf hin. So habe ich ihm erklärt, dass er Samstag am Vormittag noch die Küche und die Badezimmer aufklaren soll sowie die Betten machen. Dann ist Feierabend und Sonntag ist frei, Montag morgen geht es dann weiter. Da fragte er mich, ob er denn dann Samstag, wenn er fertig ist, das Haus verlassen kann, ob er aus dem Grundstück rausgehen kann, ob er auch über Nacht wegbleiben darf.
Natürlich kann er das, kann in die Stadt, Freunde besuchen und von mir aus auch dort schlafen. Hauptsache, Montag früh ist er pünktlich wieder da.
Aber da kann man sich in etwa vorstellen, wie es bei seiner letzten Arbeit abgegangen sein muss.
Was zu seiner Arbeit im Haus gehört, fand er okay, dan wollte er noch wissen, was er denn ausserhalb auf dem Grundstück und im Garten noch tun soll. Ähm, ich meinte nur: "Gar nichts"
Denn dafür haben wir ja George, der macht Hof und Garten.
Also denke ich, dass er bei dieser Lady einfach "Mädchen für alles" war, Putze, Wächter, Gärtner. Genauer nachgedacht, hat er für die Arbeit, die bei uns 2-3 Leute machen, weniger bekommen als jetzt bei uns nur als Hausboy. Da liegen wir nun wirlich weit über Tarif. Schliesslich gibt es Unterkunft inklusive Strom und Wasser sowie Sozialversicherung noch von uns extra zum Gehalt dazu.
Lange Rede, kurzer Sinn: Am Montag fängt er offiziell an, Sonntag will er einziehen. Am Donnerstag kommt er um die Mittagszeit mal vorbei, sein Zimmer saubermachen und schon mal mit Bügeln anfangen (ich hasse Bügeln und der Berg wächst).
Als wir uns über die Details einig waren, habe ich ihn wieder in die Agentur gefahren. Dann habe ich den Vermittlungsvertrag unterschrieben, meine 40 Cedis bezahlt (es hat wirklich nur 40 Cedis gekostet, ich glaubs immer noch nicht ganz) und noch ein Schwätzchen mit den beiden Russenghanaerinnen (oder heisst es Ghanaerrussinen???) gehalten. Denn eine Frage musste ich unbedingt noch loswerden. In den Bewerbungsmappen war mir aufgefallen, dass es bei den gehaltswünschen nie über 100 Cedis hinausging. Es tendierte eher so zu 80 Cedis. Also egal, wen wir uns mal als Hausmaid angeschaut hatten, unter 100 Cedis wollte nie eine, eher mehr.
Also habe ich die beiden Ladys mal gefragt, woran das liegt. Die Antwort kam prompt: "Deine Hautfarbe."
Naja, ich war nicht wirklich überrascht..........
Heute war Betten neu beziehen dran. 5 Garnituren, abziehen, neue draufziehen, gleich waschen, immer treppauf-treppab. Da bin ich ganz schön ins Schwitzen gekommen. Zumal entdeckt man dann auch wieder einige Missstände, die einem gar nicht auffallen, wenn man es nicht selber macht.
Die Bügelfreie Wäsche habe ich gleich gelegt und weggeräumt, da ist ruckzuck eine Stunde rum und ich war reif für eine Dusche.
10 Uhr habe ich mich dann mit Dani in der Agentur getroffen, so ganz alleine wollte ich mich nämlich doch nicht entscheiden. Zuerst gab es noch eine Kandidatin zu begutachten. Von den 2 herbestellten Boys war erst mal nur einer da, aber den hab ich gleich mit zu uns genommen. Joseph ist 27, Vollwaise und seit 3 Jahren in Accra.
Daheim hab ich ihm das Haus gezeigt, sein Quartier und ihm die anfallenden Arbeiten kurz erklärt, was wir erwarten, was wir wollen usw.
Er war ganz ehrlich und hat gleich gesagt, dass er nicht kochen kann, aber das ist ja eh kein Schwerpunkt bei uns.
In seinen Bewerbungsunterlagen stand, er kann putzen und die Wäsche machen, aber auch da hat er gleich gesagt, dass er bei seiner vorherigen Arbeitsstelle die Wäsche mit der hand gewaschen hat. Die Lady hatte zwar eine Waschmaschine, hat sie aber nie benutzt. (?!?)
Aber er scheint willig, neues zu lernen und so zeige ich ihm halt mit der Zeit, wie ein etwas modernerer Haushalt funktioniert.
Ich vermute mal, er hat vorher in einem ghanaischen Haushalt gearbeitet und musste dort ziemlich ranklotzen. Zum einen hatte er doch ganz bescheidene Gehaltsvorstellungen, ausserdem deuten einige seiner Äusserungen darauf hin. So habe ich ihm erklärt, dass er Samstag am Vormittag noch die Küche und die Badezimmer aufklaren soll sowie die Betten machen. Dann ist Feierabend und Sonntag ist frei, Montag morgen geht es dann weiter. Da fragte er mich, ob er denn dann Samstag, wenn er fertig ist, das Haus verlassen kann, ob er aus dem Grundstück rausgehen kann, ob er auch über Nacht wegbleiben darf.
Natürlich kann er das, kann in die Stadt, Freunde besuchen und von mir aus auch dort schlafen. Hauptsache, Montag früh ist er pünktlich wieder da.
Aber da kann man sich in etwa vorstellen, wie es bei seiner letzten Arbeit abgegangen sein muss.
Was zu seiner Arbeit im Haus gehört, fand er okay, dan wollte er noch wissen, was er denn ausserhalb auf dem Grundstück und im Garten noch tun soll. Ähm, ich meinte nur: "Gar nichts"
Denn dafür haben wir ja George, der macht Hof und Garten.
Also denke ich, dass er bei dieser Lady einfach "Mädchen für alles" war, Putze, Wächter, Gärtner. Genauer nachgedacht, hat er für die Arbeit, die bei uns 2-3 Leute machen, weniger bekommen als jetzt bei uns nur als Hausboy. Da liegen wir nun wirlich weit über Tarif. Schliesslich gibt es Unterkunft inklusive Strom und Wasser sowie Sozialversicherung noch von uns extra zum Gehalt dazu.
Lange Rede, kurzer Sinn: Am Montag fängt er offiziell an, Sonntag will er einziehen. Am Donnerstag kommt er um die Mittagszeit mal vorbei, sein Zimmer saubermachen und schon mal mit Bügeln anfangen (ich hasse Bügeln und der Berg wächst).
Als wir uns über die Details einig waren, habe ich ihn wieder in die Agentur gefahren. Dann habe ich den Vermittlungsvertrag unterschrieben, meine 40 Cedis bezahlt (es hat wirklich nur 40 Cedis gekostet, ich glaubs immer noch nicht ganz) und noch ein Schwätzchen mit den beiden Russenghanaerinnen (oder heisst es Ghanaerrussinen???) gehalten. Denn eine Frage musste ich unbedingt noch loswerden. In den Bewerbungsmappen war mir aufgefallen, dass es bei den gehaltswünschen nie über 100 Cedis hinausging. Es tendierte eher so zu 80 Cedis. Also egal, wen wir uns mal als Hausmaid angeschaut hatten, unter 100 Cedis wollte nie eine, eher mehr.
Also habe ich die beiden Ladys mal gefragt, woran das liegt. Die Antwort kam prompt: "Deine Hautfarbe."
Naja, ich war nicht wirklich überrascht..........
Montag, 14.04. - Housekeeper wanted!
Das herkömmliche Verfahren, sich hier Angestellte zu suchen ist relativ einfach. Man sagt allen Bekannten hier Bescheid, was man sucht und die hören sich dann um bei ihren Angestellten, ob die jemanden kennen, der gerade Arbeit sucht. Durch diese Methode habe ich dann heute morgen schon die ersten 2 Telefonnummern bekommen.
Das Wochenende über haben wir uns natürlich mal wieder Gedanken gemacht, was genau wir denn wollen, wir sind ja immer offen für was Neues. Und manch einer hier vertritt ja die Meinung, dass es ja nicht unbedingt eine Frau sein muss, die den Haushalt schmeisst. Man hört sogar, dass Männer viel besser putzen, halt kräftiger anpacken und weniger empfindlich wären.
Also warum sich nicht auch mal Houseboys anschauen?
Doch woher nehmen, wenn nicht stehlen?
Irgendwann hatte ich mal in der Stadt ein Werbeschild gesehen von so einer Agentur, die Personal vermittelt und weil ich keinen Bock hatte, nur wegen dieser Tafel durch die Stadt zu fahren, habe ich mir die Gelben Seiten von Ghana vorgenommen. Dort bin ich dann auf eine Agentur gestossen, deren Office ganz in unserer Nähe ist. Völlig ahnungslos, wie das mit so einer Agentur so läuft, hab ich einfach mal angerufen und ganz blöd gefragt. Eine sehr nette Dame sagte mir, es sei das Beste, im Büro vorbeizukommen, dann könnten wir uns unterhalten, was wir denn genau wollen. Okay, eine halbe Stunde später stand ich in den kleinen Büro und 2 junge Frauen begrüßten mich. Ohne grossartig zu fragen, drückte mir die eine einen Fragebogen in die Hand, den solle ich ausfüllen. Unsere Kontaktdaten, etwas über unsere Familienverhältnisse und eine kurze Beschreibung, was wir suchen und erwarten. Na gut, dass ging alles recht schnell, eigentlich wollte ich ja als erstes wissen, was mich der Spass kosten wird mit einer Agentur. Aber es war ja immer noch unverbindlich, also mal schauen, wie das weitergeht. Die Frau, sie heisst Natascha, hat beim Ausfüllen schon mitgelesen, gleich ein paar Fragen gestellt und als ich fertig war, drückt sie mir 3 Bewerbungsmappen in die Hand, die könne ich mir ja mal schon anschauen. Also so schnell hatte ich ja nicht damit gerechnet, aber gut. So nebenbei bin ich dann doch erst mal meine Frage nach den Kosten losgeworden und war dann doch mehr als positiv überrascht. 5 Cedis Anmeldegebühr für uns als Arbeitgeber und 35 Cedis für die Vermittlung. Da kann man nicht drüber meckern.
Sollte mir eine von den Bewerberinnen zusagen, solle ich Bescheid sagen. Als ich ihr dann 2 der Mappen mit Interessenbekundung wiedergab, verschwand sie nach draussen, kam gleich wieder rein und hatte schon die erste im Schlepptau zum Vorstellungsgespräch.
Also das nenne ich mal Tempo.
So hab ich mir dann mal schon 2 mögliche Hausmädchen angeschaut, ganz unverbindlich.
Als ich dann noch Interesse an Houseboys angemeldet habe, hat sich Natascha entschuldigt, die wären gerade nicht da, sie müsste sie erst anrufen, aber wenn ich bis morgen warten könne, dann kann ich mir die da anschauen.
Na so viel Zeit haben wir nun schon ;-)
Also haben wir für morgen 10 Uhr einen neuen Termin vereinbart.
Na da bin ich ja mal gespannt..........
Wir werden uns diesmal auf jeden Fall mehrere Kandidaten/innen ansehen und dann in Ruhe entscheiden, wer Housekeeper wird.
Auf jeden Fall war es eine absolut interessante Erfahrung heute in der Agentur.
Eine Frage konnte ich mir beim Gehen dann doch nicht verkneifen, nämlich die nach der Herkunft von Natascha, sie war einfach zu hellhäutig für eine Ghanaerin. Demnach hat mich die Antwort auch nicht verwundert: halb Russin, halb Ghanaerin ;-)
Mal eine ganz neue Mischung.
Dann warten wir mal den morgigen Tag ab, ich werde auf jeden Fall berichten.................
Was sonst noch so los war:
Dani hat heute den Klappstuhl ausgegraben.
Leider ging es in letzter zeit auf seiner Baustelle nicht so richtig vorwärts. Allerdings ist der Termin für die Einweihung schon fest geplant, daran gibt es auch nichts mehr zu rütteln. Also muss jetzt einfach sichergestellt werden, dass dort ab jetzt mal zackig gearbeitet wird. Das funktioniert am besten mit permanenter Kontrolle. Deshalb hat sich Dani heute einen Klappstuhl mitgenommen, sich mit Laptop in den Schatten gesetzt. Und so hat er dann sichergestellt, dass er wirklich der Einzigste ist, der rumsitzt ;-)
Traurig, aber wahr :-(
Das Wochenende über haben wir uns natürlich mal wieder Gedanken gemacht, was genau wir denn wollen, wir sind ja immer offen für was Neues. Und manch einer hier vertritt ja die Meinung, dass es ja nicht unbedingt eine Frau sein muss, die den Haushalt schmeisst. Man hört sogar, dass Männer viel besser putzen, halt kräftiger anpacken und weniger empfindlich wären.
Also warum sich nicht auch mal Houseboys anschauen?
Doch woher nehmen, wenn nicht stehlen?
Irgendwann hatte ich mal in der Stadt ein Werbeschild gesehen von so einer Agentur, die Personal vermittelt und weil ich keinen Bock hatte, nur wegen dieser Tafel durch die Stadt zu fahren, habe ich mir die Gelben Seiten von Ghana vorgenommen. Dort bin ich dann auf eine Agentur gestossen, deren Office ganz in unserer Nähe ist. Völlig ahnungslos, wie das mit so einer Agentur so läuft, hab ich einfach mal angerufen und ganz blöd gefragt. Eine sehr nette Dame sagte mir, es sei das Beste, im Büro vorbeizukommen, dann könnten wir uns unterhalten, was wir denn genau wollen. Okay, eine halbe Stunde später stand ich in den kleinen Büro und 2 junge Frauen begrüßten mich. Ohne grossartig zu fragen, drückte mir die eine einen Fragebogen in die Hand, den solle ich ausfüllen. Unsere Kontaktdaten, etwas über unsere Familienverhältnisse und eine kurze Beschreibung, was wir suchen und erwarten. Na gut, dass ging alles recht schnell, eigentlich wollte ich ja als erstes wissen, was mich der Spass kosten wird mit einer Agentur. Aber es war ja immer noch unverbindlich, also mal schauen, wie das weitergeht. Die Frau, sie heisst Natascha, hat beim Ausfüllen schon mitgelesen, gleich ein paar Fragen gestellt und als ich fertig war, drückt sie mir 3 Bewerbungsmappen in die Hand, die könne ich mir ja mal schon anschauen. Also so schnell hatte ich ja nicht damit gerechnet, aber gut. So nebenbei bin ich dann doch erst mal meine Frage nach den Kosten losgeworden und war dann doch mehr als positiv überrascht. 5 Cedis Anmeldegebühr für uns als Arbeitgeber und 35 Cedis für die Vermittlung. Da kann man nicht drüber meckern.
Sollte mir eine von den Bewerberinnen zusagen, solle ich Bescheid sagen. Als ich ihr dann 2 der Mappen mit Interessenbekundung wiedergab, verschwand sie nach draussen, kam gleich wieder rein und hatte schon die erste im Schlepptau zum Vorstellungsgespräch.
Also das nenne ich mal Tempo.
So hab ich mir dann mal schon 2 mögliche Hausmädchen angeschaut, ganz unverbindlich.
Als ich dann noch Interesse an Houseboys angemeldet habe, hat sich Natascha entschuldigt, die wären gerade nicht da, sie müsste sie erst anrufen, aber wenn ich bis morgen warten könne, dann kann ich mir die da anschauen.
Na so viel Zeit haben wir nun schon ;-)
Also haben wir für morgen 10 Uhr einen neuen Termin vereinbart.
Na da bin ich ja mal gespannt..........
Wir werden uns diesmal auf jeden Fall mehrere Kandidaten/innen ansehen und dann in Ruhe entscheiden, wer Housekeeper wird.
Auf jeden Fall war es eine absolut interessante Erfahrung heute in der Agentur.
Eine Frage konnte ich mir beim Gehen dann doch nicht verkneifen, nämlich die nach der Herkunft von Natascha, sie war einfach zu hellhäutig für eine Ghanaerin. Demnach hat mich die Antwort auch nicht verwundert: halb Russin, halb Ghanaerin ;-)
Mal eine ganz neue Mischung.
Dann warten wir mal den morgigen Tag ab, ich werde auf jeden Fall berichten.................
Was sonst noch so los war:
Dani hat heute den Klappstuhl ausgegraben.
Leider ging es in letzter zeit auf seiner Baustelle nicht so richtig vorwärts. Allerdings ist der Termin für die Einweihung schon fest geplant, daran gibt es auch nichts mehr zu rütteln. Also muss jetzt einfach sichergestellt werden, dass dort ab jetzt mal zackig gearbeitet wird. Das funktioniert am besten mit permanenter Kontrolle. Deshalb hat sich Dani heute einen Klappstuhl mitgenommen, sich mit Laptop in den Schatten gesetzt. Und so hat er dann sichergestellt, dass er wirklich der Einzigste ist, der rumsitzt ;-)
Traurig, aber wahr :-(
Freitag, 11.04. - Bye bye Bless........
Über unsere Unzufriedenheit über die Arbeitsweise von Bless in einigen Bereichen hatte ich ja schon Anfang der Woche geschrieben. Ganz im Guten hatten wir sie noch auf das eine oder andere im Laufe der Woche aufmerksam gemacht.
Da wurden die Antirutschmatten einfach nicht mehr wieder in den Bädern hingelegt, nahm man die Platzdeckchen vom Esstisch, ergab das ein Geräusch wie von Klettverschlüssen, Spinnweben überall im Haus, die Ecken wurden immer runder.
Man kann also sagen, es herrschte eine leicht angespannte Srtimmung, aber die deutete in keinster Weise auf das hin, was dann gestern passierte:
Morgend bin ich wie immer in die Schule gefahren und gegen halb 9 war ich wieder daheim.
Da war Bless gerade fertig mit Staubsaugen im Wohnzimmer. Ich bin nur fix auf Toilette und wollte gleich wieder los zum Einkaufen. Die Toiletten waren da noch nicht geputzt (eigentlich ungewöhnlich, da sie das sonst mit als erstes morgens macht). Ich dachte mir, vielleicht kommt das noch und habe aber mal in guter Vorausahnung ´ne kleine Markierung angebracht (ja, ich bin böse und gemein).
Viertel nach 10 war ich dann wieder zurück, habe meine Einkäufe verstaut, von Bless war nichts zu sehen oder hören, obwohl sie sonst immer die Einkäufe mit wegräumt.
n der Küche stand noch der Abtrock, die ganzen Bäder inklusive Toiletten waren noch nicht geputzt, im Klartext - es sah genauso aus wie vor knapp 2 Stunden.
Also habe ich sie mehrmals gerufen - keine Antwort. George sagte aber, sie wäre nicht rausgegangen, sie müsste in ihrem Zimmer sein.
Dort lief auch in Affenlautstärke der Fernseher, kein Wunder, da würd ich auch nix mehr hören.
Kurz drauf hat sie sich dann mal doch in die Küche bemüht, mit einem leicht mürrischen Gesicht und auf meine Frage, was sie denn in ihrem Zimmer jetzt gemacht hat, kam erst gar keine Antwort, dann meinte sie, sie fühlt sich nicht ganz wohl. (Das habe ich mal bewusst ignoriert, denn ich weiss, dass sie jede nacht ziemlich spät heimkommt. Wenn sie dann auf der Arbeit müde ist, ist das ganz alleine ihr Problem. Den Schlaf wird sie aber nicht auf unsre Kosten während der Arbeitszeit nachholen.)
Ich habe ihr dann mal ganz klar und deutlich gesagt, dass wir in letzter Zeit sehr unzufrieden sind, sie ihre Arbeiten mehr als halbherzig macht, manche Stellen echt dreckig sind. Unter diesen Umständen müssen wir echt mal nachdenken, ob wir überhaupt eine Putzfrau brauchen, wenn wir es dann eh selber nochmal ordentlich machen müssen.
Zur aktuellen Situation habe ich klipp und klar gesagt, dass erst die Arbeit fertig gemacht wird, und zwar wirklich fertig. Und wenn dann noch zeit ist, soll sie sich einfach eine Ecke nach der anderen vornehmen und nicht einfach vormittags 11 Uhr Schluss machen. Für die Arbeit, die sie zur Zeit abliefert, ist sie wahrlich mehr als überbezahlt.
Ihre Antwort war: "Yes, Madam." Und sie verschwand zum Putzen in den Badezimmern.
Habe ich jedenfalls gedacht........
Inzwischen war Dani da, ich hab ihm gleich gesagt, dass ich gerade Bless den Kopf zurechtgerückt habe.
Dann bin ich in die Schule gefahren, um die Kinder abzuholen. Kaum war ich dort, rief Dani an, ziemlich aufgeregt und meinte nur dass Bless gepackt hätte und jetzt gehen will.
Nicht, dass ich sowas geahnt hätte, aber ich war auch nicht wirklich überrascht.
Ich habe nur gemeint, sie solle wenigstens soviel Anstand haben, zu warten bis ich da bin. Und dann kann sie gehen - wir finden schon eine neue Hausmaid.
Bei den in der Schule anwesenden Mama´s habe ich gleich Bedarf an einer Neuen angemeldet, jetzt hören sie sich mal um.
Daheim standen dann schon alle ihre Taschen fertig im Hof und Bless wartete auf ein Taxi.
Mit mir hat sie kein Wort mehr geredet, nur mit Dani. Der konnte aber auch nicht wirklich viel dazu sagen, was ihr gefallen hätte. Da war sie dann doch etwas enttäuscht. Sie meinte nur, sie mag uns und es gefällt ihr hier ja auch, aber sie kann das nicht mehr, sie würde ihr Bestes geben , aber sie hat Probleme und geht nun. Aber sie wüsste, hier leben Menschen, die sie auch mögen und wann immer sie kommt und an unser Tor klopft, weiss sie, dass sie mit offenen Armen empfangen wird.
Den Zahnhabe ich ihr leider gleich wieder ziehen müssen. Denn wenn sie jetzt geht und das Tor hinter sich zu macht, dann bleibt es zu, für immer.
Wir haben ihr ein schönes Leben gewünscht und sind reingegangen.
Damit war für uns die Ära Bless beendet.
Mittlerweile nehm ich sowas ziemlich gelassen, die nächste wird ganz sicher kommen, man darf sich nicht an eine bestimmte hängen.
Egal, was sie uns als Grund genannt hat, im Grunde genommen kann sie einfach nur keine Kritik vertragen. Wenn ich aber nicht mal mehr sagen darf, dass ich was nicht gut finde, dann tut es mir leid, dann ist sie nicht die Richtige für den Job.
Ohne sich noch vielleicht von den Kindern zu verabschieden, ist die dann einfach gegangen, mit Sack und Pack.
Am Nachmittag haben wir dan erst mal einen Rundgang durch ihr Zimmer und die Küche im Angestelltenquartier gemacht. Es war eine ernüchternde Erfahrung :-(
Bless hatte einen absoluten Saustall hinterlassen. Dreck von Monaten, ihren Müll hat sie natürlich liegengelassen. Der Kühlschrank noch gefüllt mit diversen Dingen, halb am Vergammeln, überall Schimmel.
Die Küche war in einem noch schlimmeren Zustand. Wir haben George erst mal alles ausräumen lassen, er hat eine ganze Mülltonne voll Gelumpe da rausgeholt. Angefangen von wabernden Flüssigkeiten in Schüsseln (in unserer Schüssel noch dazu!!), Fischköpfe im Schrank, faulenden Mangos mit den dazugehörigen Fruchtfliegen. Unzählige uns unbekannte, stinkende lebensmittelähnliche Dinge in Tüten, Dosen, Gläsern und natürlich jede Menge fettigen Schmutz und 2 meiner guten Gefrierdosen.
Und auch den zweiten Stöpsel von meiner Spüle hab ich gefunden, ich hatte sie vor Wochen zwar danach gefragt, sie wüsste aber auch nicht, wo er abgeblieben sei.
Naja, nicht mehr drüber nachdenken.

Egal, wer hier wieder einziehen wird und ob es ein Verstoss gegen irgendwelche Privatsphäre ist - ab jetzt wird einmal pro Woche Stubendurchgang gemacht.
Das Quartier legt direkt hinter unserer Küche und auch dort wird Ordnung und Sauberkeit herrschen. Wir versuchen hier krampfhaft, uns das Viehzeug von Halse zu halten und hinten wird durch liederlichkeit und Faulheit ein Paradies für Ungeziefer geschaffen, nee danke.
Tja, das war gestern das vorherrschende Thema, auch wenn es uns jetzt nicht zu Tränen rührt, befasst man sich doch damit und versucht, das irgendwie auszuwerten.
Jetzt warten wir mal Montag ab, dann hoffe ich auf erste Telefonnummern von Kandidatinnen und das was geeignetes dabei ist.
to be continued............
Da wurden die Antirutschmatten einfach nicht mehr wieder in den Bädern hingelegt, nahm man die Platzdeckchen vom Esstisch, ergab das ein Geräusch wie von Klettverschlüssen, Spinnweben überall im Haus, die Ecken wurden immer runder.
Man kann also sagen, es herrschte eine leicht angespannte Srtimmung, aber die deutete in keinster Weise auf das hin, was dann gestern passierte:
Morgend bin ich wie immer in die Schule gefahren und gegen halb 9 war ich wieder daheim.
Da war Bless gerade fertig mit Staubsaugen im Wohnzimmer. Ich bin nur fix auf Toilette und wollte gleich wieder los zum Einkaufen. Die Toiletten waren da noch nicht geputzt (eigentlich ungewöhnlich, da sie das sonst mit als erstes morgens macht). Ich dachte mir, vielleicht kommt das noch und habe aber mal in guter Vorausahnung ´ne kleine Markierung angebracht (ja, ich bin böse und gemein).
Viertel nach 10 war ich dann wieder zurück, habe meine Einkäufe verstaut, von Bless war nichts zu sehen oder hören, obwohl sie sonst immer die Einkäufe mit wegräumt.
n der Küche stand noch der Abtrock, die ganzen Bäder inklusive Toiletten waren noch nicht geputzt, im Klartext - es sah genauso aus wie vor knapp 2 Stunden.
Also habe ich sie mehrmals gerufen - keine Antwort. George sagte aber, sie wäre nicht rausgegangen, sie müsste in ihrem Zimmer sein.
Dort lief auch in Affenlautstärke der Fernseher, kein Wunder, da würd ich auch nix mehr hören.
Kurz drauf hat sie sich dann mal doch in die Küche bemüht, mit einem leicht mürrischen Gesicht und auf meine Frage, was sie denn in ihrem Zimmer jetzt gemacht hat, kam erst gar keine Antwort, dann meinte sie, sie fühlt sich nicht ganz wohl. (Das habe ich mal bewusst ignoriert, denn ich weiss, dass sie jede nacht ziemlich spät heimkommt. Wenn sie dann auf der Arbeit müde ist, ist das ganz alleine ihr Problem. Den Schlaf wird sie aber nicht auf unsre Kosten während der Arbeitszeit nachholen.)
Ich habe ihr dann mal ganz klar und deutlich gesagt, dass wir in letzter Zeit sehr unzufrieden sind, sie ihre Arbeiten mehr als halbherzig macht, manche Stellen echt dreckig sind. Unter diesen Umständen müssen wir echt mal nachdenken, ob wir überhaupt eine Putzfrau brauchen, wenn wir es dann eh selber nochmal ordentlich machen müssen.
Zur aktuellen Situation habe ich klipp und klar gesagt, dass erst die Arbeit fertig gemacht wird, und zwar wirklich fertig. Und wenn dann noch zeit ist, soll sie sich einfach eine Ecke nach der anderen vornehmen und nicht einfach vormittags 11 Uhr Schluss machen. Für die Arbeit, die sie zur Zeit abliefert, ist sie wahrlich mehr als überbezahlt.
Ihre Antwort war: "Yes, Madam." Und sie verschwand zum Putzen in den Badezimmern.
Habe ich jedenfalls gedacht........
Inzwischen war Dani da, ich hab ihm gleich gesagt, dass ich gerade Bless den Kopf zurechtgerückt habe.
Dann bin ich in die Schule gefahren, um die Kinder abzuholen. Kaum war ich dort, rief Dani an, ziemlich aufgeregt und meinte nur dass Bless gepackt hätte und jetzt gehen will.
Nicht, dass ich sowas geahnt hätte, aber ich war auch nicht wirklich überrascht.
Ich habe nur gemeint, sie solle wenigstens soviel Anstand haben, zu warten bis ich da bin. Und dann kann sie gehen - wir finden schon eine neue Hausmaid.
Bei den in der Schule anwesenden Mama´s habe ich gleich Bedarf an einer Neuen angemeldet, jetzt hören sie sich mal um.
Daheim standen dann schon alle ihre Taschen fertig im Hof und Bless wartete auf ein Taxi.
Mit mir hat sie kein Wort mehr geredet, nur mit Dani. Der konnte aber auch nicht wirklich viel dazu sagen, was ihr gefallen hätte. Da war sie dann doch etwas enttäuscht. Sie meinte nur, sie mag uns und es gefällt ihr hier ja auch, aber sie kann das nicht mehr, sie würde ihr Bestes geben , aber sie hat Probleme und geht nun. Aber sie wüsste, hier leben Menschen, die sie auch mögen und wann immer sie kommt und an unser Tor klopft, weiss sie, dass sie mit offenen Armen empfangen wird.
Den Zahnhabe ich ihr leider gleich wieder ziehen müssen. Denn wenn sie jetzt geht und das Tor hinter sich zu macht, dann bleibt es zu, für immer.
Wir haben ihr ein schönes Leben gewünscht und sind reingegangen.
Damit war für uns die Ära Bless beendet.
Mittlerweile nehm ich sowas ziemlich gelassen, die nächste wird ganz sicher kommen, man darf sich nicht an eine bestimmte hängen.
Egal, was sie uns als Grund genannt hat, im Grunde genommen kann sie einfach nur keine Kritik vertragen. Wenn ich aber nicht mal mehr sagen darf, dass ich was nicht gut finde, dann tut es mir leid, dann ist sie nicht die Richtige für den Job.
Ohne sich noch vielleicht von den Kindern zu verabschieden, ist die dann einfach gegangen, mit Sack und Pack.
Am Nachmittag haben wir dan erst mal einen Rundgang durch ihr Zimmer und die Küche im Angestelltenquartier gemacht. Es war eine ernüchternde Erfahrung :-(
Bless hatte einen absoluten Saustall hinterlassen. Dreck von Monaten, ihren Müll hat sie natürlich liegengelassen. Der Kühlschrank noch gefüllt mit diversen Dingen, halb am Vergammeln, überall Schimmel.
Die Küche war in einem noch schlimmeren Zustand. Wir haben George erst mal alles ausräumen lassen, er hat eine ganze Mülltonne voll Gelumpe da rausgeholt. Angefangen von wabernden Flüssigkeiten in Schüsseln (in unserer Schüssel noch dazu!!), Fischköpfe im Schrank, faulenden Mangos mit den dazugehörigen Fruchtfliegen. Unzählige uns unbekannte, stinkende lebensmittelähnliche Dinge in Tüten, Dosen, Gläsern und natürlich jede Menge fettigen Schmutz und 2 meiner guten Gefrierdosen.
Und auch den zweiten Stöpsel von meiner Spüle hab ich gefunden, ich hatte sie vor Wochen zwar danach gefragt, sie wüsste aber auch nicht, wo er abgeblieben sei.
Naja, nicht mehr drüber nachdenken.
Hier ein Bild vom schlampig geräumten Zimmer

Egal, wer hier wieder einziehen wird und ob es ein Verstoss gegen irgendwelche Privatsphäre ist - ab jetzt wird einmal pro Woche Stubendurchgang gemacht.
Das Quartier legt direkt hinter unserer Küche und auch dort wird Ordnung und Sauberkeit herrschen. Wir versuchen hier krampfhaft, uns das Viehzeug von Halse zu halten und hinten wird durch liederlichkeit und Faulheit ein Paradies für Ungeziefer geschaffen, nee danke.
Tja, das war gestern das vorherrschende Thema, auch wenn es uns jetzt nicht zu Tränen rührt, befasst man sich doch damit und versucht, das irgendwie auszuwerten.
Jetzt warten wir mal Montag ab, dann hoffe ich auf erste Telefonnummern von Kandidatinnen und das was geeignetes dabei ist.
to be continued............