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some pictures.................

Traurig, traurig - auch sowas kann man hier an der Strasse kaufen


Obamania hat auch Ghana erreicht


Hier gibt es Kräuter gegen alles - nur keine Scham - ruf einfach den "Hebal-Specialist" an

Hab ich das geträumt?

Zur Kreuzigung?

Ja.

Gut. Zur Tür hinaus, linke Reihe anstellen, jeder nur ein Kreuz!

(aus "Das Leben des Brian" von Monthy Python)


Das war heute das Erste, was mir einfiel, als ich diesen jungen, weissen Mann mitten im Busch gesehen hatte.

Was ihn treibt, ein Kreuz mit der Inschrift "Jesus is my Lord" durch die Lande zu tragen, weiss ich leider nicht
....................

Dienstag, 05.02. - Helau und Allaf.....

Wir Langers sind ja allgemein eher als Faschingsmuffel bekannt, aber Julian kann der Versuchung dann doch nicht widerstehen und hat sich gestern für die Faschingsfeier im Kindergarten entschieden und gegen den Schulausflug nach Tema (dazu mehr im nächsten Post).

Schon letzte Woche haben wir uns gedanken über ein Kostüm gemacht, ein paar haben wir noch da - Pirat, Clown, Pokemontrainer. Aber auch Julchen ist gewachsen :-)
Also bin ich am Montag nach der Schule mit ihm in den Maxmart gefahren und wir haben ein Neues gekauft, er musste wirklich nicht lange überlegen, welches er möchte.

Zu Hause haben wir es natürlich erstmal anprobiert und er hat es unseren beiden Maids Bless und Salia vorgeführt, besser gesagt, er hat sie damit erschreckt ;-)

Er ist aber auch furchterregend - unser kleiner Hulk :-)


Und so angescheuselt ist er gestern morgen ganz stolz in den Kindergarten zu seiner Faschingsfeier. Leider gibt es davon keine Bilder, denn wir haben dann die Schüler der 1. - 9. Klasse beim Schulausflug nach Tema begleitet - aber dazu jetzt mehr in einem eigenen Post.........

Mittwoch, 16.01. - Makola - was sonst :-)

Heute morgen sind wir mal als Trio gestartet - Martina, Bettina und ich überfallen den Makola ;-)
Martina war auf der Suche nach Jeansstoff, Bettina wusste ein paar Läden, wo es vielleicht welchen geben könnte. Also haben wir diese Shops abgeklappert, aber leider war nichts gescheites zu finden. Aber auf dem Weg findet man dann halt etwas anderes - Haargummis, eine Bluse, eine Hose, Socken.

Zudem ist nun langsam auch das Merchandising für den Africa Cup angelaufen - sind ja nur noch 4 Tage bis zur Eröffnung ;-)
Eigentlich wollte ich bei diesem Wahn ja nicht mitmachen, aber die verkaufen so herrlich alberne Mützen und Hüte, da kam ich nicht vorbei.

Für jedes Kind einen anderen und hier ist Julian sein Schmuckstück.
Er hat sich wirklich drüber gefreut :-)


In den ghanaischen Landesfarben mit Glöckchen dran - da wissen wir jetzt immer, wo er gerade steckt ;-)

Am Nachmittag sind wir mehr oder weniger aus Langeweile nochmal losgefahren. Dani hatte auf einer Landkarte eine Sttrasse entdeckt, die ein guter Schleichweg sein könnte, wenn zwischen Daheim und Büro mal wieder Stau ist. Und das wollten wir mal ausprobieren.
Wir haben den Abzweig von der hauptstrasse genommen, aber nach einem Kurzen Stück auf der lateritpiste kam ein Umleitungsschild. Irgendwann hörten die Umleitungspfeile auf und da haben wir dann wohl irgendwo einen falschen Weg genommen, jedenfalls waren wir plötzlich in einer uns völlig unbekannten Ecke :-o
Wir sind dann irgendwann im Norden auf der Spintex Road rausgekommen, was uns nicht sehr zugesagt hat, denn dort und am Tetteh Quarshier ist immer Stau. Also kurzerhand auf der Spintex in die andere Richtung nach Süden zurück und auf der Strandstrasse heim. Leider hatte sich dort mittlerweile auch Stau gebildet - also vom Regen in die Traufe :-(
Egal, man muss so oder so durch und eigentlich sind solche Staus ja irgendwie auch amüsant, da man am Strassenrand immer genug zum beobachten hat ;-)

Ohne Stau hätten wir nie erfahren, dass es hier jetzt auch Kloschüsseln aus Terazzo gibt ;-)
Eine saubere Sache.............


Ach ja, hier noch die Lateritpiste - mit dazugehörigem Rindvieh :-)

Samstag, 05.01. - Kindergeburtstag

Schon im Laufe der Woche hatte sich Philipp mit Jasmin verabredet und so haben wir ihn heute morgen nach Tema gefahren. Bei der Gelegenheit haben wir wiedermal bei Malicat Schweineleber geholt - die gibt es dann morgen abend zu essen.

Bis wir wieder in Accra waren, war es mittag und es blieb noch Zeit, einen Happen zu essen, denn 13 Uhr hatte Julian eine Einladung bei Anna aus dem Kindergarten zum Kindergeburtstag.

Gefeiert wurde in einem Kindergarten in Legon, genannt "Brain Basic International School".


Als erstes hat sich Julian schminken lassen - hier unser Spiderman


Dann hat er sich ins Getümmel gestürzt


Wir haben die kinderlose Zeit zum Shoppen genutzt und sind durch die Palace Shopping Mall gebummelt. Gartenschlauch, Zahnbürsten, Kochlöffel, Büroklammern - das war die Ausbeute :-)
Dann sind wir wieder zur Party gefahren, bei den meisten Kindergeburtstagen bleiben auch die Eltern mit da, trinken etwas, meist gibt es auch Essen für alle.
Inzwischen waren auch Philipp und Jasmin dort eingetroffen, beide haben auch gleich Hüpfburg und die Tretautos in Beschlag genommen.


Weiter hinten im Grundstück haben unsere beiden dann 4 Pferde entdeckt, die konnte man auch bedenkenlos streicheln


Ja und während sich die Kids alle richtig ausgetobt haben, waren wir am Ratschen, Trinken und essen ;-)

So gegen fast halb 6 hatten wir Julian dann auch endlich überzeugt, nach Hause zu fahren. Wäre es nach ihm gegangen, er wäre schon noch ein Weilchen geblieben. Aber wir wollten ja heute abend essen gehen, denn zum Kochen war es wirklich zu spät. Und so wie die Kinder aussahen, musste ja vorher noch geduscht werden.

Kurz vor 7 waren wir dann im Hin Lone, dort geht es immer recht fix mit dem Essen, so waren wir schon um 8 wieder daheim.


Das Motiv des Tages hab ich heute auf der Spintex Road entdeckt.
Ich musste gleich am den Disneyfilm "Die Monster AG" denken ;-)


Wo mag diese Tür wohl hinführen? ;-)


Unser "Freund" Samuel oder "ein Blödi ruft an......"

Wir haben einen neuen Freund - Samuel.
Wir haben ihn uns nicht gesucht - er hat uns gefunden - per Handy.
Alles fing vor ein paar Tagen an, als Christoph auf seinem handy immer wieder Anrufe von einer unbekannten Nummer hatte.
Es hatte einige Anrufe gedauert, bis er erst mal seinen Namen rausgefunden hatte, denn Samuel spricht ein sehr sehr schlechtes Englisch, absolut vernuschelt.

Irgendwann hatte Chris keine Geduld mehr und ich habe übernommen und versucht, herauszufinden, was er denn von uns will.
Am Sonntag verstand ich dann, dass er die Nummer von jemandem bekommen hatte, er solle dort anrufen, dann bekäme er einen Job. Denn Samuel ist PC-Spezialist!
Mühsam habe ich ihm erklärt, dass es hier keinen Job gibt.
We are a family and not a company.
Ok, das hatte er eingesehen, laberte noch eine Weile rum, ich hatte da schon meine Zweifel, dass er mich wirklich verstanden hatte.
Und natürlich rief er am Heiligabend wieder an. Chris drückte mir gleich das Handy in die Hand - Mama mache mal ;-)
Und diesmal gab es eine ganz andere Geschichte:
Also er kennt da aus dem Stadtteil Nima eine Gruppe, die haben ein Foto von unserem Haus mit der Handynummer drauf und planen einen Überfall und er will uns warnen.
Das hat so etwa 10 Minuten gedauert, bis ich das halbwegs verstanden hatte, ich konnte das Gestammel nicht wirklich ernst nehmen, deshalb habe ich während er da gestammelt hat, immer mal mit der Trillerpfeife ins Handy gepfiffen, gesungen usw.
Das hat ihn allerdings nicht wirklich abgeschreckt - Samuel ist ein ganz Harter.
Das Handy ging reihum, Dani redete mit ihm, Ich, Chris und sogar April hat reingebellt.

Irgendwann wurde es uns langweilig und wir haben einfach aufgelegt.

Keine Ahnung, was gestern mit Samuel los war - kein Anruf :-( ;-)

Aber er hat uns doch nicht vergessen - vorhin rief er wieder an. Er laberte Chris voll und wollte von uns ein Weihnachtsgeschenk.
Ich habe dann übernommen und ihm endlos lange erklärt, dass es von uns kein Weihnachtsgeschenk gibt. Naja, wir sind dann so ins Reden gekommen, bzw. er redete, ich habe nix verstanden und ihn dann einfach auf Deutsch vollgeschwallt. War mir zu mühsam, ich dachte, er gibt einfach auf, wenn er nix versteht. Aber nix war, er fand das sogar amüsant. Chris und ich haben dann angefangen, Weihnachtslieder zu singen, haben blöde Geräusche gemacht. Er hat sich alles geduldig angehört.
Singen fand er ganz toll und wollte mehr von uns hören. Also haben wir als Zugabe "Leide rieselt der Schnee....." und "We wish you a merry Christmas..." gegeben ;-)
Er erzählte dann etwas von sich, er hat seine Schule nicht fertiggemacht und so weiter.
Da habe ich ihn erstmal darauf hingewiesen, dass das nun langsam kosten würde, denn ich wäre Psychiater und wenn ich mir seine Probleme anhören soll, macht das 160$ pro Stunde.
Chris hat sich dann entschlossen, ihm mehr Musik vorzuspielen. Etwas von Radio PRS Sinnlos-Telefon, das Lied von der Sendung mit der Maus und all solches sinnfreies Zeug.
Dann hat er ihm noch einen Vortrag über die Bee gees gehalten, ihm aus "Herr der Ringe" erzählt, ihn auf französisch zugelabert.
Eine geschlagene halbe Stunde hatten wir Spass mit dem Typen, dann hat Chris aufgelegt, weil es Mittagessen gab.
Aber er ist sich sicher, dass er schon wieder anruft ;-)

Dani meinte nur: "Na da hat Chris aber ein schönes Spielzeug gefunden"

Und was sage ich - während ich das geschrieben habe, klingelte das Handy schon wieder..........

Er will Musik und die bekommt er ;-)

Ich solle ihm was singen - okay, warum nicht?
Wir haben ihm das hier vorgespielt:

Still Still Still

Er meinte, ich habe eine "very bad voice" - na gut, damit kann ich leben.
Jetzt belästigt er gerade Dani, er versucht es mal auf Russisch mit ihm, klappt aber nicht so gut ;-)

Aber wir wissen, was er ausser mit Fremden zu telefonieren noch mag - Fussball. Na welch Überraschung. Und jetzt will er einen Rat von uns, genaueres versucht Dani gerade herauszufinden. Is irgendwie gescheitert, aber jetzt gibt Chris ihm erst mal die Wegbeschreibung zu unserem Haus:
Ist ganz leicht zu finden, von Tamale aus durch´s Auenland, dann ins Bruchtal und rechts vom Mt. Everest sieht man schon unser Haus. Mal schauen, wann er ankommt. Es hat ja noch Zeit, denn Chris ist zwar schon 73, noch jung an Jahren, denn als Jaffar mit einer Goaúld Larve in sich wird steinalt.
Ja, solche Geschichten erzählen wir ihm die ganze Zeit - ist ja nicht unser Geld.

Aber er findet es amüsant, sich mit einer Familie von Geisteskranken zu unterhalten.
Jetzt muss erst mal das Handy ans Ladekabel, mit dem kann man den ganzen Akku leertelefonieren. Und Dani übernimmt.......

Er redet jetzt schon einige Minuten mit ihm, aber worüber? Keiner weiss es so richtig :-))

Macht aber nix, wir haben es gemütlich auf der Terasse, die Cola ist kühl, vom Nachbar kommt schöne Musik herüber - Live-Band, "Knocking on heaven´s door" - so kann man auch Samuel am Telefon ertragen ;-)

Aber wir haben ihm jetzt auch geholfen, mit einer Telefonnummer, wo man ihm mit Sicherheit weiterhelfen wird - eine Telefonsexhotline aus Deutschland ;-)

Und jetzt warten wir mal ab, ob dann noch Geld übrig ist, um uns weiter zu quälen ;-)

Alles in allem dauerte das Gespräch jetzt ca. 1 1/2 Stunden ;-)

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Fortsetzung:

Er hat wieder angerufen!
Und er hat sich etwas beschwert bei uns, dass unter dieser Nummer, die wir ihm gegeben haben, ihn keiner so recht versteht. Und ausserdem: "They pick the Units too much"
Na wer hätte das gedacht ;-) Also er meinte, da klickert das Geld ja nur so, wenn man dort anruft, da kann man gar nicht wirklich lange mit denen reden.......
Ei sowas!

Auf jeden Fall hat er bei Chris nochmal angerufen und gesagt, er möchte nun nicht mehr mit uns telefonieren :-)

Oh wie sind wir jetzt traurig - na gut, teilweise war es schon recht lustig, ihm zu erzählen, dass wir die Familie Beutling aus dem Bruchtal sind ;-)

Aber jetzt mal im Ernst, manch einer könnte jetzt denken, wir sind ziemlich böse und gemein. Aber was soll man machen, wenn permanent einer anruft, mit einer Hartnäckigkeit, die ich noch nicht erlebt habe.
Wir haben es unzählige Male im Guten versucht, zu erklären, dass er wohl eine falsche Nummer hat, wir ihn nicht kennen, ihm nicht helfen können usw.
Nichts hat geholfen :-(
Chris hat teilweise schon Anrufe von uns oder seinen Freunden einfach weggedrückt, weil er dachte, es ist Samuel.
Entweder muss man ihn loswerden oder Chris kann sich eine neue Nummer holen, damit er wieder seine Ruhe hat.

Und wir haben ihm so nur etwas nachgeholfen, dass jetzt auf jeden Fall erst mal seine Units alle sind und er nun hoffentlich aufhört, zu nerven.


Freitag, 19.10. - Stadtrundfahrt und Reisevorbereitungen

Heute morgen musste Mohammed mit unserem Auto nochmal in die Werkstatt, da war gestern doch noch nicht alles ganz fertig geworden. Es hat aber nicht allzu lange gedauert, so konnte ich noch am Vormittag zum Einkaufen. Diesmal hat mich Christoph begleitet.
Philipp und Juli habe ich Bless auf´s Auge gedrückt, sie wird ganz gut mit den beiden Streithähnen fertig, lässt sich nix gefallen. Und die beiden waren heute mal wieder zänkisch drauf. Gleich zum Frühstück hat es schon gekracht, nachdem Philipp Julian weisgemacht hatte, dass Schokokellogs am besten in Sprite schmecken. Das dem nicht so war, hat Julian festgestellt, nachdem er sich die Sprite in die Schüssel gekippt hatte. Das er dann recht sauer auf Phili war, kann man sich ausmalen ;-)

Beim Einkaufen im Koala habe ich eine Bekannte getroffen und wir haben natürlich erst mal getratscht. Bis Chris uns drauf aufmerksam machte, dass 2 der Supermarktangestellten mittlerweile dabei waren, den Einkaufswagen meiner Bekannten auszuräumen und das Zeug wieder in die Regale stellten. Weiss der Geier warum die das gemacht haben, jedenfalls haben sie alles ganz schnell wiedergebracht.
Nicht weiter drüber nachdenken.............. ;-)

Tja, und dann war mal wieder Nachmittag - Freitag Nachmittag.
Und was machen die Langers meist an Freitagnachmittagen?
Genau - sie fahren in die Stadt, da wo der meiste Verkehr ist ;-)
Ja, wir lieben es.
Dani brauchte noch ein Teil für die Poolpumpe und das gibt es auf dem Makola :-)

Auf dem Weg dahin stand an der Ampel neben uns dieser LKW und ich war ganz fasziniert von dem Ersatzrad ;-)

Kein Profil mehr, ein Loch drin..........



Nix wie weg, denn am hinteren rechten Rad hingen auch schon Fetzen herab.

Dass die Ghanaer so ziemlich alles auf dem Kopf transportieren ist ja bekannt. Aber die Nummer mit dem Kühlschrank habe ich auch noch nicht gesehen.


Auf dem Makola sind wir ganz gut durch den Verkehr gekommen, aber wir standen lange genug an der Ampel für dieses Bild:

Kosmetik am Strassenrand


Auf dem Heimweg sind wir dann angehalten worden ;-)
Gegen die Spende von 1 Cedis durften wir dann weiterfahren :-)
Keine Ahnung, was das für eine Aktion war..........


Apropos Cedis - wir waren heute noch ein paar Euros tauschen.
Zu einem traumhaften Kurs. Für 1 Euro gab es 1,345 Cedis.
Tendenz steigend......

Daheim habe ich mich dann mal ans Taschepacken gemacht. Wir haben festgestellt, dass es noch viel zu viele unentdeckte Ecken im Land gibt. Was man an einem Tag hin und zurück erreichen kann, haben wir eigentlich alles schon gesehen. Also arbeiten wir uns jetzt mal an Orte vor, die 1 Übernachtung erfordern. Heute mittag habe ich im Lake Point Guesthouse Zimmer gebucht und morgen früh geht´s los und wir erforschen mal den Lake Bosumtwi.

Beim abendlichen Rundgang durch den Garten ist Dani über dieses kleine Monster gestolpert

eine alte, klapprige Gottesanbeterin


Ich konnte April aber nicht lange zurückhalten, sie war ganz scharf drauf.

Mahlzeit

Wie werde ich einen "Flasher" los - oder auch nicht

Es gibt hier bei den Ghanaern eine große Unsitte - das Flashing.
Viele haben nie genug Units auf ihrer Handykarte, um jemanden anzurufen. Also klingeln sie denjenigen nur kurz an und warten, bis der dann zurückruft.

Wenn es also auf meinem Handy unbeantwortete Anrufe mit einer fremden Nummer anzeigt, dann reagiere ich gar nicht.
Wer was wichtiges zu sagen hat, ruft wieder an.
So wie vorgestern. Da waren 2 Anrufe mit fremder Nummer gegen 10 Uhr morgens.
Halbe Stunde später klingelte es wieder, ganz kurz. Immer wieder und immer wieder.

Ich habe dann doch mal zurückgerufen und gefragt, wer da ist - es war eine Frauenstimme, aber nur unverständliche Worte, also hab ich gleich wieder aufgelegt. Für jemandem, der nicht mal seinen Namen sagen kann, verschwende ich keine Zeit und Units.
Aber sie gab nicht auf.

Bis zum Nachmittag waren es bestimmt an die 60 Anrufe und es nervte einfach nur noch.
Ich habe eine SMS geschrieben (in meinem Ärger hatte ich glatt meine Angst vor den Gewinn-SMS vergessen), sie solle bitte aufhören, mich ständig anzuflashen.

Ohne Erfolg - es ging weiter, permanentes Gebimmel.

Also habe ich es auf die ganz fiese Tour versucht:
Ich habe angerufen und gewartet, bis sie angenommen hat und dann habe ich mein gesamtes Lungenvolumen an Luft durch eine Trillerpfeife geschickt ;-)

Es muss ohrenbetäubend gewesen sein.

Voller Hoffnung, das ihr davon das Ohr abgefallen ist, habe ich mein Handy beiseite gelegt.
Ich hatte es noch nicht ganz aus der Hand, da klingelte es weiter - es war wieder SIE!

Mein Gott, diese Frau muss ein Vieh sein, um sowas zu überleben und noch weiter anzurufen!

Ich habe zurückgerufen und ihr meine ganze Wut in Worte gepackt durch die Leitung geschickt. Inklusive Androhung, ich werde SIE finden.
Danach war Ruhe, es war herrlich - kein Klingeln mehr.

Gestern morgen fuhren wir ganz normal in die Schule und plötzlich bimmelte mein Handy.
Arglos dachte ich, es wäre Dani, angle es aus meiner Tasche und bin fast erstarrt: Es war SIE!

3 oder 4 mal hat SIE geflasht. Da habe ich angerufen und gesagt, das wäre ein Diensthandy vom Militär und SIE würde mächtig Ärger bekommen, wenn SIE weitermacht.

Und es war Ruhe. Keine Anrufe mehr.

Aber für SIE war es wohl mittlerweile zur Sucht geworden, anzurufen.
Vorhin beim Abendessen klingelte mein Handy, ratet mal, wer es war: SIE

Diesmal ist Dani rangegangen, aber SIE hat gleich wieder aufgelegt. SIE klingelte aber weiter an. Einmal war Dani schnell genug und hat SIE streng gefragt, wer SIE ist und was SIE will.
Und SIE hat sogar geantwortet: "I want be your friend" (Ich will Dein Freund sein)

????????????????

Muss ich das verstehen?
Wieso will SIE Danis Freund sein, SIE kennt ihn gar nicht?
Wieso ruft SIE dann auf meinem Handy an?
Warum sagt SIE das nicht gleich?
Warum quält SIE mich dann erst 2 Tage?

Fragen über Fragen, auf die wir warscheinlich nie eine Antwort bekommen werden.........

Ich hoffe nur, dass diese Geschichte jetzt und hier beendet ist und keine Fortsetzung findet - wenn doch, ich werde berichten ;-)

28.08. - Electricity, Colgate und Tigo

Jetzt noch 3 kleine Geschichten:


Electricity Company Ghana

Ich hatte ja letzte Woche berichtet, dass seit einem kurzen Powercut eine Line ohne Strom ist und wir uns sehr bemüht hatten, ein Technikerteam ins Haus zu bekommen, welches das behebt. Das war ja nicht so einfach ;-)
Es kam nämlich keines!
Und jetzt wissen wir auch den Grund.
Unser Tagwächter hatte sich mit ein paar Leuten aus der Strasse unterhalten, die das gleiche Problem haben. Irgendjemand hat im Umspannkasten Sicherungen geklaut. (Wer macht sowas?)
Aber warum macht die ECG dann keine neuen rein?
Ganz einfach: Sie haben keine mehr. Alle alle.
Nun, müssen sie halt neue organisieren. Tun sie auch - aus Übersee :-(
Keine Ahnung, ob die per Schiff oder Flugzeug kommen - auf jeden Fall kann das dauern.
Hoffentlich haben die bis dahin nicht vergessen, wo überall welche fehlen ;-)

Oder aber wir stiften ein paar Leute an, in einem anderen kasten welche zu mopsen ;-)
Dani hat die tote Line jetzt erst mal mit auf die anderen beiden geklemmt, damit wieder Licht im Erdgeschoss ist ;-)


Colgate

Ghana überrascht doch manchmal mit Details, die vielen vielleicht gar nicht auffallen.
Manchmal lese ich aus Langeweile den Daily Graphic. Und da stand letztens etwas drin, was in Deutschland "Warnung der Verbraucherschützer" heissen würde.
Man solle keine Colgate Zahnpasta benutzen, die in China hergestellt wurde. Denn da ist Frostschutzmittel drin, was Übelkeit, Erbrechen, Magenkrämpfe, Kopfschmerzen, Halluzinationen und Kreislaufbeschwerden hervorrufen kann und zu bleibenden Leber- und Nierenschäden führen kann.
Im Maxmart waren die Regale voll mit der Colgate und keinen hat´s interessiert ;-)


Tigo

Gleich nach unserem Urlaub haben wir ja auch unseren Handyprovider gewechselt, es geht nämlich auch billiger als areeba mit tigo.
Und tigo hat derzeit eine Aktion laufen.
"Versende SMS und gewinne irgendein Auto"
Je mehr SMS man schickt, je größer die Chancen auf den Gewinn oder so ähnlich.
Ich hatte nun ein paar SMS gesendet (nicht wegen dem Auto) und dann habe ich einen ganzen Tag lang von tigo alle paar Minuten eine SMS bekommen, dass ich gute Chancen auf das Auto habe und weiter SMS schreiben soll.
Mann war das nervig. Den ganzen Tag bimmelt das Handy und immer wieder die gleiche SMS.
Das ging bis spät abends, dann habe ich es einfach ausgemacht. Ich bin mit löschen kaum noch hinterhergekommen.
Seitdem habe ich es tunlichst unterlassen, noch eine SMS zu schreiben. Vielleicht war es nur ein Systemfehler, aber die Angst in mir ist zu groß ;-)

Freitag, 24.08. - Mitarbeiter des Monats ;-)

Diesen Titel muss ich jetzt einfach mal vergeben - und zwar an den Mitarbeiter der Electricity Company, den wir gestern und heute am Telefon hatten.
Aber der Reihe nach:
Gestern mittag so gegen 12 Uhr ging der Strom weg, kam aber kurz darauf wieder.
Wenige Minuten später war er wieder weg und kam wieder.
Allerdings dann nur noch auf 2 statt 3 Lines. Das heisst im Erdgeschoss ging kein Licht und nur ein Teil der Steckdosen. Also erst mal
Generator an und auf Dani warten. Gegen 14 Uhr habe ich dann mal beim Stromversorger angerufen, was los ist und es müsste mal jemand vorbeikommen.
Ich fasse mal vereinfacht ein paar Dialoge zusammen von den etwa 8 Telefonaten, die ich immer mit demselbem Mitarbeiter geführt habe.

Er: Ich weiss nicht, wo Du wohnst.
Ich: Strasse, Hausnummer, Stadtteil
Er: Und in welchem Stadtteil ist das?
Ich: Labone
Er: Labone?
Ich: Ja, Labone
Er: Okay, und in welchem Stadtteil liegt Labone?
Ich: Labone ist ein Stadtteil
Er: Ja, aber wie heisst der Stadtteil?
Ich: Der heisst Labone.
Er: Ich weiss, aber in welchen Stadtteil?

Das ging noch ne Weile so weiter, dann fragte er nach der Adresse.

Ich: Dade Link Nummer 35
Er: (habe ich nicht verstanden)
Ich: Sorry, ich hab nix verstanden. Ich buchstabiere mal die Strasse.............
Er: murmelte irgendwas von einer Road.......
Ich: nochmal alles ganz deutlich und laut buchstabiert, Chris hat sich in seinem
Zimmer halb tot gelacht
Er: Ah, Okay. Und in welchem Stadtteil liegt das?

Ja, da kommen einem so langsam Zweifel, ob man mit dem Richtigen telefoniert.......

Das ging dann noch eine Weile so, mittendrin hat der Typ immer mal einfach aufgelegt. Ich war aber hartnäckig und hab ihn immer wieder rangekriegt.

Dann kam eine ganz neue Frage, wieder in einem sehr undeutlichen, genuscheltem Mix aus Englisch und ???

Er: Ist da Strom vor Deinem Haus?
Ich: Was ist wo?
Er: Na ist Strom vor Deinem Haus?
Ich: Wie Strom vor dem haus? Da ist ne Strasse und dann andre Häuser.
Er: Nein, Strom.
Ich: Warte kurz, ich gebe Dir meinen Wächter, rede mit dem weiter, der versteht Dich
vielleicht besser.

Dann hat George mit ihm geredet, ging auf die Strasse und hat dem Typen die Nummer gesagt, die auf dem Strommast gegenüber steht!

Da habe ich wirklich geglaubt, jetzt wird es werden.

George gab mir das Telefon wieder und meinte, er wüsste so richtig auch nicht, was der meint, weil er hat ihn nicht wirklich verstanden. Und das will was heissen, wenn ein Ghanaer den anderen Ghanaer nicht versteht!

Und dann ging es weiter...........

Er: Okay, Ich weiss wo Du wohnst. Ein Team arbeitet in Labadi. Die kommen vorbei.
Ich: Und wann?
Er: Die arbeiten dran in Labadi.
Ich: Das ist schön, aber ich wohne in Labone.
Er: Labone? In welchem Stadtteil ist das?

Oh mein Gott!!!

Mir gingen langsam die Worte aus. Wie oft denn noch?

Ich: Sag mal, habt ihr nur ein einziges Team für die ganze Stadt?
Er: Ja, die arbeiten in Labadi.
Ich: Das ist nicht Dein Ernst? Wann kommen denn die da zu uns?
Er: Ja, sie kommen. Ich sitze im Büro.
Ich: Ja ich weiss (und das ist wohl auch gut so). Aber wann kommen die nun?
Er: Ja, sie sind unterwegs, die arbeiten in Labadi.
Ich: Aber Labadi ist mir ziemlich egal, (Labone habe ich nicht mehr erwähnt, ich hatte zu
große Angst dass er wieder nach dem Stadtteil fragt) ich bräuchte wirklich noch heute
jemanden hier.
Er: Kannst Du jemanden abholen?
Ich: Was soll ich? Wen denn?
Er: Ja, Du kannst jemanden hier abholen.
Ich: Hoffentlich nicht Dich. Und wo überhaupt ist "hier"?
Er: Na hier im Hauptbüro, einen Techniker.
Ich: Ja und wo genau ist das Hauptbüro? In welchem Stadtteil? (ich wollte auch mal blöd nach
dem Stadtteil fragen ;-)
Er: Hier neben der Shopping Mall.
Ich: Welche Shoping Mall denn nun wieder, es gibt so einige.
Er: Na Makola.

Da habe ich ihm klar gesagt, dass ich ganz sicher nicht abends 18 Uhr zum Makola fahren werde um einen Techniker zu holen. Aber ich hätte große Lust, mal seinen Chef zu besuchen und mit dem zu reden.

Der hat mich wirklich dann noch gefragt, warum ich denn so ärgerlich sei.

Und plötzlich dann das nicht Vorhersehbare: Powercut. Toll.
Wenn eh gar kein Strom da ist, dann können die ja nicht überprüfen, was faul ist.
Also habe ich das dann schnell beendet, nur noch angedroht, dass ich ab morgen weiter nerven werde.

Heute Mittag dann hat Dani nochmal angerufen, denn es war immer noch keiner da.
Er hat aber gar nicht lange mit dem kompetenten Herrn von gestern geredet, sondern ihn nur nach der Nummer von seinem Boss gefragt.
Bei dem hat Dani seinem Ärger noch mal Luft gemacht, aber gebracht hat es auch nix.

Wir sind auf einer Line immer noch ohne Strom.

Jetzt ist erstmal Wochenende, also wird da auch nix passieren.
Aber wenn Montag vormittag immer noch nix passiert ist, werde ich dann doch mal zum Makola fahren ;-)

Eigentlich wollte ich das ja heute früh schon machen, aber es kommt halt wieder alles anders.
Julchen ist mit einer ganz dicken Hamsterbacke aufgewacht und klagte über Schmerzen.
Also bin ich mit ihm gleich früh erst zu Dr. Krippner gefahren. Wie ich schon geahnt hatte, hat er mich zum Zahnarzt geschickt.
Der hat ihm gleich ein Antibiotika verschrieben, dass muss er jetzt erst mal einnehmen. Nächsten Donnerstag muss ich nochmal hin, bis dahin sollte die Schwellung, die von einer Infektion kommt, dann weg sein.

Da gehen wir es am Wochenende eben erst mal ruhiger an und warten ab................

Sonntag, 01.07. - Re-Domination, AU, Popcorn und Klopapier

Heute stehen gleich mehrere wichtige Ding einGhana an.
Zum einen ist heute Tag der Republik (bei dem Namen kommen Erinnerungen hoch), offiziell Feiertag. Allerdings gibt es hier die Regelung, wenn ein Feiertag auf ein Wochenende fällt, dann wird er am nächsten Werktag nachgeholt - also morgen. Cool, nich?
Ausserdem ist heute der große Tag der Re-Domination, also der Währungsreform. Da anscheinend keiner mehr Bock hat, mit diesen Unsummen zu rechnen (1 Euro = ca. 12500 Cedis), werden einfach 4 Stellen gestrichen. Aus 10.000 Cedis wird 1 Ghana Cedis. Damit wird dann auch wieder der Pesawa eingeführt, vergleichbar mit dem Cent in Europa.
Naiv wie wir sind, haben wir auch gleich den Versuch unternommen, uns ein paar der neuen Geldscheine zu besorgen - am Bankautomaten mit der Visakarte. Wir brauchen eh noch etwas Geld hier, ich hab wohl in letzter Zeit doch zuviel ausgegeben. Aber es gab wohl in der ganzen Stadt keinen einzigen funktionierenden Geldautomaten, bei einigen Banken hingen sogar Zettel dran, das frühestens am Diestag wieder was geht. Na vielleicht klappt esja dann übermorgen mit dem neuen Geld.

Tja, nun sind wir keine Millionäre mehr :-(


Und vielleicht gibt es ab übermorgen diese Scheine


Unsere Suche nach Bankautomaten haben wir mit einer Rundfahrt durch die ältesten Viertel von Accra verbunden.

Alter Leuchtturm am Meer


Wunderschöne Häuser aus der Kolonialzeit, leider teilweise sehr runtergekommen


Und mitten in alten Stadtvierteln Neubauten - Banken, Geschäfte, Unternehmen - erinnert teils an europäische Metropolen



Drittes wichtiges Ereignis an diesem Wochenende ist der AU-Kongress. Die Anzahl der hochrangigen Gäste lässt sich gut an der Präsenz von Polizei und Militär messen.
Die Teilnehmer werden mit Eskorten von A nach B durch die Stadt gefahren, damit das reibungslos läuft, stehen an jeder Kreuzung Polizisten, die nach Bedarf absperren. Und das von früh morgens bis in die Nacht, wir hören daheim immer das Sirenengeheul der Geleitmotorräder.

Für die Polizisten wurde dafür schon mal die gute traditionelle Uniform rausgeholt
Ansonsten beeinträchtigt uns das alles überhaupt nicht - im Gegenteil, wir profitieren schon die ganze Woche vom AU-Gipfeltreffen. Da in unserem Wohnviertel der lybische Staatschef Muammar al Gaddafi untergebracht ist, haben wir schon seit Montag keinen Stromausfall mehr. Und wir haben sogar gleichbleibende 220 Volt, nicht mehr und nicht weniger. Also von mir aus kann Gaddafi noch ein Weilchen bleiben ;-)

Aber wir fliegen eh in 3 Tagen, also isses egal. Und dann habe ich auch endlich wieder gescheites Klopapier! Klingt doof, ist aber wahr. Ich kann mich mit dem hiesigen einfach nicht wirklich anfreunden. Keine Perforation, esreisst ein wo es will, dann hängen Fetzen von der Rolle, ausserdem ist die Reissfestigkeit minimal - das Ergebis liegt auf der Hand. Deshalb haben wir im Oktober jede Menge aus Deutschland mitgenommen, genau kalkuliert, dass es bis Juli reicht. Aber gegen so richtigen tropischen Schimmel ist wohl gutes deutsches Klopapier nicht immun.

Meine letzten 3 Rollen haben das Klima nicht überlebt :-(


Reinfall des Tages war das Mikrowellenpopcorn, welches ich netterweise von Karin bekommen habe. Ihr mangelt es einfach an einer Mikrowelle ;-)
Also rein die Tüte, Mikrowelle an und warten - knapp 3 Minuten - ging super auf, hat lecker gepoppt in der Tüte.
Ab in eine Schüssel und reichlich Zucker drüber. Und gleich was in den Mund geschoben - bah, war das garstig. Das war nämlich schon gesalzen!
Da standen wir nun mit einer ganzen Schüssel Popcorn und keiner wollte es.

Na ja, keiner ist nicht wahr - unser biologischer Mülleimer, auch April genannt, hat eh keine Geschmacksnerven. Das Zeug ging rein wie nichts.............


Die Zeit rennt - noch 3 Tage :-)

Mittwoch, 27.06. - Hüsli, Bauernhof und die kreativste Küchenwaage der Welt

Weil ja nun die letzte Schulwoche ist, war heute auch zum letzten Mal gemeinsames Frühstück im Hüsli vor den Sommerferien. Letzte Gelegenheit bei den Händlern, die jeden Mittwoch dort ihre Waren verkaufen, noch ein paar Mitbringsel und Andenken zu kaufen. Für einige hier ist es überhaupt die letzte Möglichkeit, denn wie jedes Jahr verlassen wieder Freunde und Bekannte Ghana und ziehen zurück nach Deutschland, Schweiz oder auch gleich von hier aus in die nächste Auslandsverwendung.

Blick vom Spielplatz ins Hüsli - Taschenhändler, Kerzenverkäuferin, Schmuck, Ketten
hinten der Kaffeeklatschtisch ;-)



drinnen noch diese Händlerin, ich harre sie vorher noch nie gesehen, was sie genau verkauft hat, haben wir nicht herausgefunden ;-) es sah auf jeden Fall sehr flauschig aus


Für die Oberstufe und den Kindergarten war heute ein Ausflug auf einen Bauernhof geplant.
Berichterstattung darüber gab es gegen 14 Uhr, als ich meine 3 in der Schule wieder abgeholt hatte.
Es gab Kühe, Windhunde, Hasen, Hühner, Meerschweinchen und Grasscutter (so eine Art Nutria) zu sehen. Und es durfte natürlich auch gestreichelt werden - sehr beliebt waren die jungen Hasen. Ausserden lebte noch in einem Käfig eine Raubkatze, genaue Rasse wusste keiner der Kinder mehr. Die hatte aber einen Knall, weil die ist immer im Kreis gerannt - so die Schilderung von Julian.
Ich würde auch durchdrehen, wenn ich eingesperrt wäre ;-)

Nach dem Bauernhof ging es noch gemeinsam nach Osu zu Frankie´s - Eisessen - das Geld aus der Klassenkasse muss weg :-)

Und nun zur Erklärung, was es mit der Küchenwaage auf sich hat.
Wir sind ja fleissig dabei, unsere Gefrierschränke leerzuessen.
Heute sollte das ganze Gemüse aus den angerissenen Tüten vernichtet werden. Daraus kann man eine tolle Suppe mit Gemüse und Griessklößchen machen. Aus Ermangelung von Eiern habe ich Chris überzeugt, zu Fuss zur Getränkefrau zu gehen und eine Packung zu holen. In Deutschland war es nichts besonderes, dass er noch mal fix zum Minimal geradelt ist und etwas eingekauft hat. Aber hier war das eigentlich eine Premiere :-) Nachdem ich dann meine Eier hatte, gab´s das nächste Problem: Wie wiege ich 300g Griess ab - ohne Küchenwaage?
Diese jene hatte vor einiger Zeit einfach den Geist aufgegeben und liess sich auch nicht mehr re-animieren. Die erste Idee, das mit der Personenwaage zu versuchen wurde schnell verworfen, etwas genauer darf es schon sein ;-)
Also muss man basteln. Man braucht etwas als Vergleich. Dazu durchsucht man die Küche nach etwas, was genau 300g wiegt. Das waren 6 Päckchen eingeschweisste Schwarzbrotschnitten zu je 50g.
Dann 2 gleiche Schalen, einen Holzspiess und ein Küchenbrett.
Soviel Griess in die eine leere Schale kippen, bis das Brett auf dem Spiess waagerecht steht :-)

Und so schaut das dann aus:


Hat prima funktioniert, die Griessklößchen waren sehr lecker.
Trotzdem werden wir uns in Deutschland eine neue Küchenwaage kaufen, geht einfach schneller ;-)

Countdown: noch genau 7 Tage, um diese Zeit stehen wir in Lagos :-)))

Freitag, 22.06. - so ein Theater ;-)

Freitag genau 11 Uhr war es nun soweit - Theatervorführung im Kindergarten - DAS kulturelle Ereignis der deutschen Community in Accra - als Darsteller die talentiertesten Nachwuchskünstler die hier zu finden waren ;-))

Auf dem Spielplan stand "Peter und der Wolf"

Auf meine Frage, wen Julian denn darstellt - den Peter oder den Wolf - bekam ich zur Antwort "Ich bin nur ein blöder Jäger"
Na gut, wir waren gespannt bis zum Zerreissen, Papa hatte sich extra eher freigemacht - sowas darf man einfach nicht verpassen.

Kulissen, Kostüme und sonstige Requisiten waren alle selbst gebastelt, harte Arbeit der letzten Wochen.

Hier sitzen die 3 Jäger und der Wolf kurz vor Beginn der Vorstellung


Da die Jäger erst später zum Einsatz kommen, saßen sie am Rande auf ihren Stühlen - und plötzlich geschah das Unglück!
Julian lehnte sich zurück und dabei zerbrach sein Gewehr, welches er umgehangen trug :-(
Die Regisseurin (Kindergärtnerin) knotete zwar sofort den Strick wieder an das längere Teil des Gewehres (Stock), aber unser kleiner Superstar war einfach nicht in der Lage mit einem solch kleinen Gewehr zu agieren. Es war einfach unmöglich!

Also verbrachte er den Rest der Vorführung in dieser Stellung auf seinem Stuhl (Wutstuhl?)



Ist ja auch wirklich zuviel verlangt, mit so einem kleinen blöden Gewehr gescheit zu schauspielern, oder? ;-)

Wir haben dann noch gewartet, bis Chris und Phili Schule aus hatten, haben gleich im Hüsli einen Happen zu Mittag gegessen und beim Verlassen der Schule kam der angefahren:

Cool ;-)



Und hier mal ein Pic von meiner Dealerin für Handy-Prepaidkarten

Es ist Mittag, sie ist leicht gelangweilt ;-)


Am Abend waren wir zum Essen eingeladen, mal was Neues - wir waren im "Captain Hooks".
Sehr leckeres Essen, teurere Preislage, aber dafür sehr guter Service.

Was sonst noch so am Freitag war, habe ich ehrlich gesagt bis heute vergessen, aber dann war es wohl auch nicht weltbewegend ;-)

Also geht´s weiter im nächsten Post......................



Montag, 11.06. - africaonline und Makola

Heute morgen ging es gleich mit einem Elterngespräch los. Schon halb 8 hatte ich Termin bei der Lehrerin von Philipp. Aber keine Sorge, bis auf seine vergessenen hausaufgaben gab es nichts weiter zu mäkeln. Sie wollte nur noch mal ein Abschlussgespräch machen, sie verlässt mit Ende des Schuljahres Ghana.
Danach war aber immer noch Zeit für einen Cappuchino im Hüsli, um das Neueste auszutauschen. Dann war es aber Zeit zum heimfahren - 9.30 Uhr hatten wir enen Termin bei africaonline.
Schon am Freitag hatte ich mit unserem zuständigen Vertreter Osbourne telefoniert und um diesen Termin im Office gebeten. Immer nur am Telefon dem Ärger Luft machen bringt es wohl nicht, also ganz offiziell diesmal bei denen im Büro.
Osbourne, Eric (dessen Nachnamen wir immer noch nicht wissen) und eine hübsche junge Unbekannte haben uns schon erwartet. Wir haben nochmals alle unsere Probleme und Ärgernisse aufgezählt und diesmal haben sie es irgendwie ernster als sonst genommen, ich hatte jedenfalls das Gefühl. Vorallem Miss Unbekannt (Dani war ganz angetan von ihr) machte einen sehr kompetenten Eindruck. Sie hatte auch ein paar gutklingende Ideen, wollte aber gerne einen Ortstermin.
Also rücken die morgen vormittag bei uns an und hoffentlich wird Miss Unbekannt fündig und hat eine zündende Idee.
To be continued..............

Nach dieser halben Stunde bei AOL in dem unklimatisierten Raum kam uns der Smog am Nkrumah Circle wie frische Bergluft vor ;-)

Und weil wir gerade in der Ecke waren, sind wir gleich noch zum Makola gefahren und haben nach Koffern gesucht. Im zweiten Shop dann gleich der Volltreffer. 4 riesige Koffer, mit Rädern, Schloss für je 20 Euro umgerechnet.
Damit haben wir jetzt genügend große Gepäckstücke für Deutschland :-)))

Bis zum Mittag war dann noch Zeit, also habe ich angefangen, unsere Beschaffungsliste abzuarbeiten. Denn damit unser Kleintierzoo hier im Juli überleben kann, müssen noch reichlich Vorräte rangeschafft werden. Deshalb habe ich im Petshop noch ein paar Paletten Hundefutter in Dosen geholt und für Cleo noch 2 Säckchen Trockenfutter.

Auf dem Rückweg gleich noch Gemüse für die Kartoffel-Möhren-Suppe besorgt - Mannomann sind die Möhren teuer geworden. Die Kartoffeln sind zur Zeit sehr mies, die Alternativen sind nicht wirklich groß. Bleibt nur noch Weisskohl und Paprika und teurer Blumenkohl. Ist nicht immer einfach, etwas halbwegs gesundes frisches auf den Tisch zu bringen.
Nicht mal die Orangen sind geniessbar - von dem gepressten Saft zieht es einem alle Löcher zusammen.

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Der Spruch des Tages stand heute auf einem TroTro:

Wir schenken Ihnen reinen Wein ein


ob das die Ghanaer verkraften? ;-)


27.05. - Back Home

Am Sonntag morgen nach dem Frühstück haben wir so gut wie möglich versucht, unsere Klamotten sandfrei zu bekommen, haben unsere 7 Sachen gepackt und haben uns auf den Heimweg gemacht - so an die 270 km lagen vor uns.


Wie auf dem Hinweg immer entlang der Küste - wie auch anders - es gibt nur eine Strasse ;-)



Gegen Mittag waren wir dann in Anomabo angekommen. Dort gibt es auch ein Beachresort, wir wollten dort halt machen und etwas essen.
Fisch war leider nicht zu haben - finde ich immer etwas doof so direkt am Meer, aber na gut.
Die Kinder hatten Chicken mit Pommes, da kann man nicht viel falsch machen.
Daniel und Frank haben die Chicken Kebabs bestellt und waren etwas enttäuscht, das Fleisch war nicht so besonders. dafür hatte ich mit meinem Beef in Pepper richtig entschieden - mehr als lecker!

Als Beachresort war es uns etwas zu überlaufen, zu viele Menschen. Liegestuhl an Liegestuhl - das muss ich nicht haben, wenn es Möglichkeiten gibt, fast alleine am Strand zu sein.


Philipp wartet auf sein Essen :-)



Kurz nach Anomabo Richtung Accra ist noch dieses alte Fort zu sehen



Etwa eine halbe Stunde vor Accra sind wir dann noch in ein heftiges Wetterchen reingeraten


Der Scheibenwischer lief auf höchster Stufe und trotzdem konnte man vor lauter Wasser kaum etwas sehen. Viele von den Autos, die uns vorher voller Stolz überholt hatten, standen nun auf dem Seitenstreifen und nix ging mehr :-))))
Gottes gerechte Strafe für mangelnde Wartung und Pflege??

Kurz nach 3 waren wir dann wieder zu Hause - mann haben sich da 2 Hunde gefreut!!!
Cleo eher weniger - sie war eingeschnappt. Sie hatte ja am Sonntag auch Geburtstag und wir haben sie so lange alleine gelassen - wie können wir nur.................
Aber als wir dann abends ins Bett sind, hatte sie das Bocken aufgegeben und kam dann doch wieder zum Schmusen ;-)

Noch ziemlich groggy vom Wochenende haben wir das Kochen ausfallen lassen und sind abends ins "Mamma Mia" essen gefahren.


Und man staune - es ist gar keine Pizzeria, wie wir immer angenommen hatten.

Nein - es ist eine Pisseria ;-)


Egal, die Pizzen haben trotzdem geschmeckt :-))

Und zum Abschluss noch ein kleines Anekdötchen von unterwegs:

An einer Baustelle wurde die Strasse einspurig und wir mussten warten, bis der Gegenverkehr durch war. Sofort waren Strassenhändlerinnen zur Stelle, um Ananas zu verkaufen. Eine kam ans Auto und bot an: "Eine Ananas für 10.000" War echt zu teuer (ich zahle bei meiner Händlerin in der Stadt 5000 für eine) und wir wollten eh keine.
Sie ging zum Auto vor uns und der war kaufbereit. 4 Pineapples wurden ins Auto gereicht und wir haben dann mal genau beobachtet, wieviele Scheine rausgereicht wurden. Es war genau 1 10.000 Cedis-Schein! Also 4 für 10.000.............
Wir Fenster auf und die Frau nochmal genau gefragt, was eine kostet. Und wieder: "Eine für 10.000". Auf unsere Frage, wieso der Typ vor uns für das gleiche Geld 4 Stück bekommt, gabs ein freches Lächeln nach dem Motto: "Take it or leave it" Wir haben es natürlich gelassen, das hat schon nix mehr mit bescheissen zu tun, das ist nur noch rotzfrech.
Fällt wieder in die Rubrik "Weiss = reich"
Wir haben dann einfach gestern wieder eine für 5000 bei Janet gekauft :-)


Die Fotos von unterwegs gibt es

>>> H I E R <<<

Donnerstag, 26.04. - eine Blume für Rita :-)

Mit beginnender Regenzeit spriessen nun auch in unserem Garten die Blumen und Sträucher.
Im letzten Jahr hatten wir uns einige Orchideen geholt. Die erste zeigt nun in voller Pracht ihre wunderschöne Blüte.

Extra für Dich, Rita - hier ein Blumengruß :-)


Und ich hoffe, es werden noch mehr. Leider ist die Wasserversorgung zur Zeit nicht sehr zuverlässig. Die Mainpipe ist immer öfter zu, es kommt kein Tropfen Wasser, nur kurze Zeit am Tag. Noch ist genug Wasser in unseren Tanks, aber das wird für den Verbrauch im Haus aufgespart - da muss der Garten leider trocken bleiben. Wäsche waschen, putzen und duschen ist wichtiger.
Wir hoffen, dass es nicht soweit kommt, dass wir einen Wassertanker ordern müssen, denn das wird auf Dauer teuer.

Apropos Wassertanker.
Da habe ich heute ein sehr schönes Exemplar gesehen.

Ich weiss nicht wirklich, wie ich den Totenkopf deuten soll ;-)


Davon waren heute noch einige mehr unterwegs, Kleinlaster mit reisigen Fässern draufgeschnallt, das Gewicht der ladung überstieg die zugelassene Menge um einiges.
Ja wenn man denn Geld damit verdienen kann, dann geht es nicht mehr wirklich um Sicherheit und irgendwelche Vorschriften..........
Wer soll´s denn auch kontrollieren?

Frank hat heute seinen Schwerpunkt auf Koffer packen und Reisevorbereitungen gelegt.
Morgen früh geht es los, gemeinsam mit Kollegen von Dani, nach Kumasi und an den Kratersee.

Auch für Chris war es heute ein interessanter Tag. Gemeinsam mit der Schulklasse haben sie heute in Accra einen Cateringservice besucht. Dort wird unter anderem auch das Essen für die Flüge der Lufthansa gemacht. Chris hat uns darüber einige interessante und auch lustige Dinge erzählt.
So wird z.B. nicht unterschieden zwischen First-, Bussiness- und Economyclass, sondern nach First-, Bussiness- und Holzklasse :-)

Ja und wenn man vom Catering jemanden persönlich kennt und dann noch Beziehungen zu jemandem von der Flugbesatzung, dann kann man sich auch als Passagier der Holzklasse ein besonderes Essen ordern ;-)

Ein Mädchen aus der Schule fliegt morgen abend und so hat sie heute schon erfahren, was sie morgen im Flieger zu essen bekommt.

Wenn Chris jetzt mal den heute hergestellten Kontakt zum Unit Manager ausbaut, dann wünschen wir uns für unseren Flug im Juli eine Dr. Oetker ofenfrische Pizza ;-)))

Oder aber auch nicht und wählen einfach zwischen Chicken or Beef..................................

Donnerstag, 19.04. - keine Lust zur Zeit :-(

Irgendwie weiss ich zur Zeit nicht so richtig, was ich schreiben soll.
Das alltägliche Leben plätschert so vor sich hin, im Grunde genommen läuft alles......

Seit heute sind wir auch wieder "vollzählig - Christoph ist heute gut von seiner Schulreise wieder zurückgekommen.

Damit der Post nicht so kurz wird, einfach noch ein paar Bilder:


Hiermit liefere ich noch die Aussenansicht vom Kaneshie-Market nach, wo wir am Gründonnerstag waren



Bild einfach vergrößern und dann drüber nachdenken, wie man eine Laterne so dermassen verbiegen kann ;-)



Zwei Dinge fallen mir an diesem TroTro auf:

Resperct the police? ;-)

und Full Aircondition......... dazu siehe nächstes Bild


aaaahhh.............. alle Fenster geöffnet ist dann voll klimatisiert ;-)



That´s Ghana :-)))

Donnerstag, 12.04. - es wird nicht langweilig...........

Heute ist Frank mal mit zu einem Bauprojekt von Dani gefahren. Damit er auch mal den Busch, den Dschungel sehen kann ;-)
Und auf der Strecke dahin gab es wieder herrliche Fahrzeuge zu sehen, weiss der Geier, wie lange die da stehen.

Keine Ahnung, wo der dagegen gebrannt ist


Warten auf das Ersatzrad


ohne Kommentar ;-)


Der Arbeitsfortschritt auf der Baustelle war nicht wirklich berauschend, also sind sie gleich wieder zurück nach Accra, Dani hatte eh noch eine Besprechung am Nachmittag.
Frank und ich haben dann die Kinder aus der Schule geholt, vorher waren wir noch einkaufen.
Und heute habe ich mal Fotos vom Schulaffen gemacht.

Er lebt gleich neben dem Eingang in seinem Käfig und ist zahm.


Portraitfoto


Dann war aber das Blatt, was Philipp ihm hingehalten hat, doch interessanter


Daheim angekommen, Dani war inzwischen auch da, haben wir erst mal wieder ein Gespräch mit George führen müssen.
Kai hatte gestern erzählt, sie hat irgendwie in ihrer Wohnung Probleme, sie fühlt sich dort immer krank und einfach nicht wohl.
Da aber die Miete für 3 Jahre im Voraus bezahlt ist, kann sie ja nicht einfach ausziehen. Da in Ghana eine alleinstehende Frau keine Wohnung mieten kann, hat deshalb George für sie den Mietvertrag abgeschlossen.

Na jedenfalls ist es nicht einfach, so richtige Fakten zu erfahren, was genau denn nun das Problem sein könnte und was man dagegen tun kann.

Also haben Dani und ich spontan beschlossen, sofort hinzufahren und uns die Bude mal genauer anzusehen. Immerhin ist Dani vom Fach und kann das Ganze mal schon baulich beurteilen.
Und sofort etwas zu unternehmen, kam einfach daher, dass George uns sagte: "Last week she is collapsed" (Letzte Woche ist sie zusammengebrochen, umgefallen, kollabiert)

Wir vermuteten entweder Schimmel oder irgendeine Farbe oder Lack oder Baumaterial, was giftig ist. Denn hier wird immer noch fleissig verbaut, was in Europa schon lange verboten ist.

Und wir lagen richtig - es ist Schimmel, schon wenn man reinkommt, riecht es total muffig.
Allerdings hatte sie auch die Fenster alle zu, verhangen, kein Fan lief. Da kann die Luft ja nicht zirkulieren.
Natürlich sitzt der Schimmel jetzt überall drin, im Boden, den Möbeln, Wänden.
Wir haben erst mal Lüften angeordnet und dann müssen wir mal einen Plan machen, wie sie das wieder in den Griff bekommt. George wird sich da mal viel Zeit nehmen müssen und die Hütte leerräumen, alles reinigen, desinfizieren und dann die Möbel lackieren.

Und das ist sehr viel Arbeit. Ausserdem wird sie sich von einigen Dingen trennen müssen, das Schlafzimmer ist bis an die Decke mit Krempel vollgestellt, mit Decken abgedeckt - natürlich entwickelt sich darunter ein herrliches Klima für Schimmelpilze. Es ist nun mal einfach nicht möglich, in einem so winzigen Zimmer so ein haufen Zeugs unterzubringen, jedenfalls nicht in diesem Land.

Naja, darüber werden wir morgen mit den beiden reden müssen und versuchen, ihnen das begreiflich zu machen, so dass sie es wirklich verstehen und auch einsehen. Und das könnte schwer werden.

Ganz deutlich haben wir aber gemerkt, dass ein Grundwissen über solche Dinge nicht vorhanden ist.
Ob es sich nun um Schimmel, Gifte in Farben oder Asbest handelt, die Folgeerkrankungen davon sind verheerend und wer weiss, wie viele Erkrankungen oder gar Todesfälle durch Aufklärung verhindert werden könnten.
Ausserdem gibt es keinerlei Amt oder Anlaufstelle, wodurch Vermieter genötigt werden können, solche baulichen Fehler abzustellen. Sitzt man in einer solch verseuchten Hütte, dann hat man halt Pech. Und wenn man deswegen vorzeitig auszieht und nicht sofort einen Nachmieter bringt, dann ist das geld halt futsch.

Tja, da schimpft man oft über die Überregulierung und den Gesetzteswahn in Deutschland, aber hat es nicht vielmals auch seinen Vorteil, das es eine Regelung gibt?
Also was das angeht, möchte ich nicht tauschen.................

Von daher - ab und an mal einen Blick etwas weiter über den Tellerrand und vieles relativiert sich.