Neues Jahr - Neue Polizeistation



So sehr, wie wir uns auch erhofft hatten, das diese leidige Geschichte nun endlich ausgestanden ist, so sehr hatten wohl derweil einige Ghanaer daran gearbeitet, uns noch mehr in die Hacken zu treten.

Irgendwann in der ersten Januarhälfte trafen wir einen Kollegen von Dani, der gerade auf der Suche nach einer Köchin war. Dazu war er bei der selben Arbeitsvermittlung gewesen, von der wir Kristin hatten. Für Angestellte für Privathaushalte ist eine gewisse Mrs. Janet Dagadzi (Namen böser Frauen darf man veröffentlichen) zuständig. Und diese böse Frau (warum sie böse ist, kläre ich dann später noch auf) kam wohl etwas zu spät zu dem Termin mit dem Kollegen und entschuldigte sich deshalb bei ihm. Sie hätte noch einen wichtigen Termin gehabt, bei dem es um einen Angriff mit einem Messer auf eine von ihr vermittelte Angestellte ging.
Als er uns diese Geschichte erzählte, kam uns doch der Gedanke, dass es sich dabei um mich handeln könne.
Wir hatten das aber als verrückte Story abgetan, dem keine Beachtung weiter geschenkt, denn bisher ging es mit keiner Silbe um ein Messer, keiner hatte auf jemanden eingestochen, selbst bei der Polizei am 23.12. und am 29.12. war nie die Rede davon.
Also einfach wieder vergessen und gut ist.

Bis zum 16. Februar.........
Da kam Dani mittags heim und hielt mir einen Brief unter die Nase.




Es war eine Einladung oder Vorladung zur DOVVSU - Domestic Violence and Victim Support Unit, eine Abteilung der Ghana Police, die sich mit häuslicher Gewalt befasst.

Was da genau dahinter steckt, ging aus dem Schreiben nicht hervor, wir konnten uns auch nicht vorstellen, was die von mir wollen.

Dani hatte sich für den Mittwoch frei genommen, denn alleine werde ich sicher keinen Schritt in eine Polizeistation machen.
Die Beamtin vom CID, die am 24.12. mit bei uns war, bat uns, sie doch an dem Morgen mit zur DOVVSU zu nehmen, denn auch sie war vorgeladen.

Überpünktlich haben wir am Mittwoch früh auf sie vor der Cantonment Police Station gewartet.
Und gewartet............gewartet.........gewartet.........
Zweimal ging ein Polizist, um sie zu holen und kam zurück mit dem üblichen ghanaischen "Sie kommt gleich"
Kurz vor der Angst kam sie dann, dann darf man natürlich nicht zeigen, dass man sauer über Verspätung ist, man will ja niemanden gegen sich aufbringen, weil sich derjenige durch Kritik in seinem Stolz gekränkt fühlt. Und Ghanaer sind stolz!
Also ging es mit Bleifuss Richtung DOVVSU und unterwegs machte die Beamtin ihrem Ärger über ihre Vorladung freien Lauf.
Irgendjemand hatte sich über sie beschwert, sie hätte in unserem Fall nicht unvoreingenommen ermittelt, sie würde nur auf unserer Seite stehen und das würde dieser Jemand nicht dulden. Wer dieser jemand ist - ich weiss es nicht, aber wir vermuten, da steckt Kristin samt dieser Janet von der Agentur dahinter.
Wir haben sie dann noch wegen dem Messer gefragt, aber davon wusste sie auch nichts, das beruhigte uns doch erstmal, denn wenn wirklich ein Messer im Spiel gewesen wäre, dann wüsste das der CID ja mit als Erstes.

In der DOVVSU angekommen, hat sie uns noch zu dem Büro gebracht, in welches wir bestellt waren und ging dann ihrer eigenen Wege, um ihre Dinge dort zu klären.
Punkt 9 Uhr waren wir dort, haben uns gleich gemeldet, aber der zuständige Beamte - Mr. Ransford Odei - war nicht da.
Also haben wir gewartet, zwischendrin kam die Frau vom CID nochmal zu uns, sie wäre jetzt fertig und würde jetzt wieder zurück zur Cantonment Police Station fahren. Ja gut, wir haben uns ganz brav bedankt, da hält sie uns die offene Hand hin - wir sollten ihr jetzt was geben, ein bischen Geld, damit sie mit dem Taxi fahren kann.
In solchen Momenten kriege ich immer so dermassen Wut, mir stinkt dieses Gebettel so. Aber um des lieben Friedens willen schiebt man dann zähneknirschend einen Schein rüber und tritt ihr dann in Gedanken mit dem Stiefel in den fetten Allerwertesten.

Wir haben dann weitergewartet, nach knapp 1 1/2 Stunden hatten wir dann die Nase voll, es ist ja nicht so, dass es nichts anderes zu tun gäbe und wir haben nochmal nachgefragt, wo Mr. Odei ist.
Ja, der wäre jetzt ausser Haus, weil wir ja nicht pünktlich 9 Uhr hier waren.
?????
Keiner wusste, wann er wiederkommt, so haben wir um einen neuen Termin gebeten, denn länger konnten wir nicht warten, die Kinder mussten aus der Schule geholt werden.
Eine Frau in einem Büro daneben gab uns einen Termin für den nächsten Tag. Bei dieser Gelegenheit fragten wir nochmal nach dem Sinn des Ganzen und sie meinte, genau wisse sie es nicht. Die DOVVSU hat diesen Vorfall von Cantonment bekommen und solle in einigen noch ungeklärten Fragen weiter ermitteln und dabei gehe es um eine Messerattacke.
So, nun wussten wir es!
Alle Fragen, die nun plötzlich bei uns aufkamen, konnten natürlich nicht beantwortet werden - wir sollen uns bis morgen gedulden, Mr. Odei sagt uns dann mehr dazu.

Der Rest dieses Mittwochs bestand dann wirklich nur aus Warten auf den nächsten Tag.
Man grübelt, denkt nach, malt sich dieses und jenes aus - dreht sich aber doch nur im Kreis.

Man kann sich auf sowas ja auch nicht wirklich vorbereiten, wir wussten nur, was wirklich passiert war und das widersprach völlig dem, was wir heute über ein Messer erfahren hatten.

Aber auch die längste Warterei geht vorbei und am Donnerstag sind wir dann wieder zur DOVVSU gefahren.

Und wie dort Macht demonstriert wird, schreibe ich im nächsten Post..........

DOVVSU - Die Zweite

Und weiter geht es.......
Aber erstmal wollte ich mich entschuldigen, es ist nicht so, dass ich faul gewesen wäre.
Die letzten Tage gab es reichlich zu tun, wir sind vorgestern nun endlich nach 4 Wochen Hotel in unser gemietetes Häuschen gezogen, aber dazu dann irgendwann mehr.....

Zurück zum 19. Februar:

Nachdem also am Tag zuvor Mr. Odei Wichtigeres zu tun hatte, als sich um die von ihm ausgemachten Termine zu kümmern, sind wir am Donnerstag erneut zur DOVVSU gefahren mit der Hoffnung, dass sich nun heute alles aufklärt.
Wir waren überpünktlich da, auch Christine wartete schon und wir wurden auch gleich in ein Büro befohlen. Dort waren 3 oder 4 Schreibtische, besetzt von einem Mann und 3 Frauen.
Ich nehme an, dieser Mann war Mr. Odei, vorgestellt hat er sich nicht. Ich saß links neben ihm, Christine rechts, Dani stand neben mir.
Er erklärte uns, es gäbe noch ungeklärte Fragen, deshalb würde er weiter ermitteln und dazu müsste ich nochmals eine Aussage machen - schriftlich.
Wir haben erklärt, dass ich meine Aussage bereits im Dezember gemacht habe und seitdem hat sich nichts geändert, ich bleibe wortwörtlich bei dem damals geschriebenen.
Das war ihm reichlich egal, dann solle ich halt jetzt die ganze Aussage nochmal abschreiben.
Unser Vorschlag, einfach eine Kopie zu ziehen, machte ihn wütend.
Ich habe versucht, ihm zu erklären, dass es mir sehr schwer fällt. soviel zu schreiben, da ich nach wenigen Zeilen Schmerzen in den Fingergelenken bekomme und sich meine Hand verkrampft, ich bräuchte da viel Zeit dazu, muss immer wieder Pausen beim Schreiben machen.
Nun ja, diese Zeit wollte er mir gerne geben mit ungefähr den Worten
"Nimm Dir soviel Zeit wie Du brauchst, mir egal, aber Du gehst erst, wenn das geschrieben ist"
Klasse, wie soll man denn das verstehen?
Im Dezember habe ich einen halben Tag an der Aussage geschrieben, soll ich jetzt bis Abends hier bleiben?
Da ich nun auch nicht die Bravste bin, habe ich leicht provokant angemerkt, dass ich wohl doch noch ein freier Mensch bin und deshalb gehen könne, wann ich will, wenn nicht, dann solle er mir doch jetzt einen Haftbefehl zeigen, dann könne er mich auch hier festhalten.
Natürlich wurde er da noch wütender, wie man sich denken kann.
Dani und ich fanden, dass nun doch der Zeitpunkt gekommen war, sich Hilfe zu holen.
Als erstes verlangten wir nach einem Dolmetscher, immerhin sind wir ja Ausländer und so eine heikle Angelegenheit wollten wir dann doch in unserer Muttersprache behandeln, laut Gesetz steht das auch in Ghana Ausländern zu.
Als Antwort auf diese Frage ernteten wir erstmal lautes Gelächter, alle schauten uns an nach dem Motto "Schaut Euch die an, sprechen nicht mal ordentlich Englisch"
Dabei war es nicht mal so, dass unsere Englischkenntnisse nicht gelangt hätten, aber man versteht dieses grottige Englisch der Ghanaer, welches völlig frei von jeglicher Grammatik ist, so schlecht.
Man wurde ja schon ausgelacht, wenn man bei manchen Sätzen nachgefragt hat, weil man das Genuschel nicht gleich verstanden hat.
Unser nächstes Anliegen war, unsere Botschaft zu verständigen. Wir wollten eigentlich sofort hinfahren und das mal mit einem zuständigen besprechen, aber Mr. Odei meinte nur, es reicht, wenn wir da anrufen, hinfahren ist nicht - wir bleiben hier. Bzw. Dani darf gerne fahren, aber ich werde dieses Gebäude nicht verlassen, bis die bekommen, was sie wollen.

Ja wenn ich denn nun endlich mal genau erfahren würde, was denn von mir erwartet wird, was noch ungeklärt ist. Erzählt wurde viel, erfahren hat man wenig.

Als wir dann noch einen Anwalt hinzuziehen wollten, kam auch wieder die Aussage, anrufen dürfen wir, der Anwalt kann ja herkommen.

Ja und natürlich wartet nun auch jeder gerade drauf, dass wir anrufen und setzen sich ins Auto und kommen zu uns in die DOVVSU.
Also sah es nicht nach einer schnellen Lösung aus.
Mr. Odei hatte sichtlich die Nase voll von uns (wir aber auch von ihm!) und zog es nun erst mal vor, sich mit Christine zu beschäftigen, die sich die ganze Zeit schon über uns amüsiert hatte.
Und mit Landsleuten geht man natürlich sanfter um, wenn die nämlich kein Englisch sprechen können oder wollen, dann macht man das halt in Ga, Twi oder Ewe - was weiss ich, zu welchem Stamm die gehört.
Das wir dann natürlich erst recht nicht verstehen, was die von sich gibt, interessiert dort niemanden. Das die Amtssprache in Ghana Englisch ist, hat auch nur auf dem Papier etwas zu bedeuten.
Während sie ihre Aussage machte, Mr. Odei das für sie in Englisch niederschrieb, konnte ich einen Blick auf ein paar Blätter in dem Ordner werfen. Es waren Bilder von Christine, Details konnte ich nicht erkennen.
Dann wurden wir aus dem Büro geschickt und sollten warten. Christine wartete im Gang, in dem an der Wand Holzbänke standen. Dani und ich wurden in ein leeres Büro geschickt, wo wir nun telefonieren durften. Während Dani versuchte einen Anwalt aufzutreiben und die Botschaft zu verständigen, brach es einfach aus mir raus. Irgendwie wurde mir in dem Moment klar, dass die ganze Sache doch nicht so einfach zu klären wäre, ich hatte das Gefühl, es kommt noch ganz schlimm, ohne dass ich etwas genaueres wusste. Und so habe ich erstmal alles rausgelassen und geheult wie ein Schlosshund.
Ich habe mich so bedrängt , so ungerecht behandelt gefühlt, dazu noch ausgelacht. Ich wusste, dass ich nichts getan hatte, was so eine verachtende Behandlung rechtfertigt, aber jegliche Versuche, das zu erklären, wie es sich im Dezember wirklich abgespielt hat, wurden im Keime erstickt. Genau wie jede Nachfrage, was mir denn genau vorgeworfen wird, einfach ignoriert wurde. Dani´s Anrufe blieben für die momentane Situation erfolglos, eine Anwältin machte kein Strafrecht, ein anderer Anwalt, der geeignet gewesen wäre, ging nicht ans Telefon.
Also mussten wir uns erst mal weiter alleine durchbeissen.
Ich hatte mich derweil wieder ein wenig beruhigt, aber innerlich hat es mich doch weiterhin ziemlich geschmissen, ich war total zittrig, weil ich nicht wusste, wie es jetzt weitergeht, was nun noch kommt.
Wir wurden dann in eim weiteres Büro gerufen, ein Schreibtisch, davor 2 Stühle, dahinter eine streng blickende Matrone. Keine Ahnung, wie diese Frau hiess, wer was zu sagen hat, der muss sich nicht bei denen, die in deren Augen unter ihnen stehen, vorstellen.
Christine setzte sich auf einen der Stühle, die vor dem Schreibtisch standen, sie war gelassen, selbstsicher, fast gut gelaunt und absolut entspannt.
Mich allerdings machte ihre Anwesenheit und die Art, wie sie auftrat, sehr nervös, ich fand ihre Nähe fast unerträglich.
Als mir dann wieder sehr schroff befohlen wurde, mich neben sie zu setzen, so nah, dass man sie spüren kann und ihren Schweissgeruch riechen kann, der gleiche Schweissgeruch, der mir in die Nase stieg, als sie damals auf mich einschlug, da fand ich es dann wirklich unerträglich.
Ich wollte und konnte nicht neben ihr sitzen, das deutete ich auch Dani mit Worten und Blicken.
Er erklärte es der Matrone und schlug vor, ich setze mich weiter rechts an die Wand und er bleibt neben mir.
Da wurde die Matrone sehr böse, das würde nicht gehen, sie hatte sogar einen Grund genannt, warum ich nicht seitlicher sitzen kann.

"Wenn sie nicht vor mir sitzt, sondern an der Seite, dann muss ich beim Befragen immer den Kopf drehen und das will ich nicht"

Dani wollte dann noch versuchen, die Matrone zu überzeugen, dass er sich halt zwischen mich und Christine setzt, aber meine Angst hatte mich mittlerweile so Besitz von mir ergriffen, dass ich nur noch aus diesem Raum rauswollte, ich wäre nicht mehr in der Lage gewesen, auch nur eine Frage zu verstehen, geschweige denn zu beantworten. Ich zitterte am ganzen Körper, meine Beine fühlten sich an wie Gummi, ich dachte, ich kippe jeden Augenblick um, wenn ich hier weiter stehenbleibe.
Ich deutete Dani nur an, dass ich jetzt nicht mehr kann und bin hinaus in den Gang gerannt, vorbei an den vielen auf den Bänken sitzenden Menschen.
Dort habe ich mich dann auf einen freien Platz gesetzt, das Gesicht in die Hände gestützt und geheult, gezittert, nein, es hat mich am ganzen Körper geschmissen, ich habe meine Fingernägel in meine Handflächen gekrampft, meine Brust fühlte sich an, als spanne jemand einen Stahlring herum.
Dann weiss ich nicht mehr was, passierte, ich hörte tausende Stimmen wie aus der Ferne, mir wurde schwarz vor Augen und Ende...........

Dani erzählte mir, was passierte:

Als ich rausgerannt bin, waren natürlich alle schwer entsetzt, wie kann man sich sowas nur getrauen.
Er ist gleich hinter mir her, fand mich zitternd und schwer atmend auf der Bank im Gang.
Er versuchte mich, zu beruhigen, aber das habe ich nicht so wirklich mitbekommen, ich habe dann hyperventiliert.
Dani war aufgeregt, hatte Angst und sagte, dass ich sofort zu einen Arzt brauche, da das mit dem Zittern nicht mehr lange geht und ich warscheinlich als nächstes einen totalen körperlichen Zusammenbruch erleiden würde.
Die Leute im Gang fanden diese Situation sehr amüsant, sie glotzten und lachten dabei, über mich, über Dani - ich weiss es nicht.
Aber geholfen hat natürlich keiner.
Einer der Polizisten drohte ihm dann, dass es im Erdgeschoss ein Gefängnis gibt, in das er Dani sperren kann, wenn er mit mir hier rausgeht.
Inzwischen hatte dann mein Körper aufgegeben, ich bin von der Bank gerutscht und auf den Boden geknallt.
Da ist dann auch Dani der Kragen geplatzt, er schrie die Umstehenden nur an, dass er mich jetzt nimmt und geht und wenn ihn jemand daran hindern sollte, dann würden im Nachhinein Köpfe rollen. Dabei war er wohl so bestimmt und überzeugend, dass keiner sich ihm in den Weg gestellt hat. Er hat mich dann raus zum Auto getragen und auf die Rücksitzbank gelegt. Einzig und allein eine Frau hat ihm geholfen, mich mit getragen und meine Handtasche und Schuhe mitgenommen.
Ohne sich nochmal umzudrehen ist er auf dem schnellsten Weg zur Praxis des Botschaftsarztes gefahren.
Kurz bevor wir dort waren, bin ich wieder zu mir gekommen.

So richtig war ich nicht bei Sinnen, immer noch am Zittern und irgendwie total verwirrt, was passiert war, es wirkte alles so irreal.

Der Botschaftsarzt war auch da, ich habe mich erst mal hingelegt, die Schwester und Dani waren bei mir und alle haben mich erstmal versucht, zu beruhigen, dass ich hier in der Praxis in Sicherheit bin. Dani hat erst mal erzählt, was eigentlich passiert war, so unglaublich das für viele vielleicht ist, wer aber selbst dort lebt, der kann es schon nachvollziehen.
Körperliche Verletzungen hatte ich keine und die innerliche Aufgewühltheit braucht ein Weilchen, um sich zu legen, deshalb fanden wir, es ist das Beste, wenn wir heim fahren und ich in meiner gewohnten Umgebung zur Ruhe komme.
Ausserdem wollte ja an diesem Nachmittag Julian seinen Freund Ruben mitbringen, sie wollten zusammen spielen.
Auch wenn es mir noch so mies ging, wir hatten es Julchen schon so lange versprochen und nun wollte ich es ihm zu liebe nicht absagen.
Ich fühlte mich daheim sicher und mit seinem Spielkamerad war Julian gleich beschäftigt und es ist auch immer etwas Ablenkung.
Der Arzt hatte mir aber noch ein paar Pillen mitgegeben, etwas zur Beruhigung und es hat mir auch geholfen, etwas runterzukommen.
Am Abend fand dann in der Schule auch die Aufführung "Sketches & Drama" statt, bis dahin ging es mir wieder besser, so dass wir da gemeinsam hingefahren sind. Es mag vielleicht verrückt klingen, sich nach so einem Tag eine Schulaufführung anzusehen, aber es war eigentliche eine willkommene Ablenkung. Alleine daheim hätte ich sicher nur gegrübelt und wieder geweint.
Anschliessend haben wir noch mit Freunden etwas getrunken und dann merkte ich aber auch, dass es für mich Zeit war, heimzufahren, die Pillen zeigten doch ihre Wirkung.

Ich weiss jetzt im Nachhinein nicht mehr, wann ich angefangen habe, über das, was passiert war, nachzudenken. Im Grunde genommen, denke ich heute noch darüber nach und bin noch zu keinem Schluss gekommen.

Denn mit diesem Tag war die Tortur keineswegs zu Ende - es sollte noch schlimmer kommen.

Und wie man dann merkt, dass man als Weisse ein gefundenes Fressen für latente Rassisten ist, gibt es nächstes Mal..........





29. Dezember - nochmal Police Station

Wie schon geschrieben, sollte ich ja noch eine schriftliche Aussage machen und damit dabei was ordentliches rauskommt, habe ich mir dazu Hilfe geholt und die Tochter eines Kollegen hat sich Zeit genommen und wir haben gemeinsam den Vorfall in 1 1/2 DIN A4 Seiten gepackt, ich habe das Ganze dann mühevoll per Hand in das Formular geschrieben, welches wir dann am Montag vormittag in der Cantonment Police Station abgeben sollten.
So richtig hatte ich keine Lust, nochmal einen Fuss in diese Polizeistation zu setzen, aber im Gegensatz zum 23. war der Officer nicht unfreundlich, wir waren in seinem Büro und ich musste diesmal nicht mal direkt neben Kristin sitzen, sondern durfte neben Dani bleiben.
Wir haben meine Aussage abgegeben und gesagt, dass es für uns damit erledigt ist, wir keine Ansprüche an Kristin stellen oder Anzeige erstatten.
Da kommt doch Kristin uns plötzlich mit der Forderung von 360 GHC. Das würde ihr noch als Abfindung zustehen, 3 Monatsgehälter.
Wir haben dem Polizisten erklärt, dass sie ihr anteiliges Gehalt für den Monat bekommen hat, Abfindung steht ihr nicht zu, das sie gerade erst 3 Monate für uns gearbeitet hat.
Sie erzählte dann etwas von einem Vertrag, in dem das festgelegt wäre, aber von so einem Vertrag wussten wir nichts, da wir normal erst nach 3 Monaten Probezeit einen festen Vertrag machen. Und diese 3 Monate waren ja jetzt erst um.
Sie sagte, das wäre ein Gesetz, davon wusste aber auch der Polizist nichts und fragte, wo dass denn geschrieben steht.
Da zeigte sie ihm eine Visitenkarte, auf der auf der Rückseite etwas per Hand gekritzelt war.
Es war die Visitenkarte von der Arbeitsagentur Láine Services Ltd., die hatten uns Kristin vermittelt.
Der Polizist konnte damit jetzt aber auch nichts wirklich anfangen und hat Kristin nur geraten, sie solle halt diesen ominösen Vertrag beibringen und dann halt damit zum Arbeitsgericht gehen, denn das wäre auch nicht Sache der Polizei, irgendwelche Abfindungen einzutreiben.

Mit dieser Aussage konnten wir gut leben, sollte sie wirklich zum Arbeitsgericht gehen, dem hätten wir gelassen entgegengesehen.
Im Herbst 2006 hatten wir schon mal die Erfahrung mit diesem Gericht gemacht, nachdem uns ein Wächter auf Abfindung verklagt hatte. Damals ging es dort wirklich sehr fair und gerecht zu und wir haben sogar Recht bekommen.

Also hatten wir dann am 29. Dezember doch einen Schlussstrich unter das Kapitel Kristin gezogen.

Wie sehr wir uns da allerdings getäuscht hatten, gibt es im nächsten Post zu lesen...............


PS an Jörg: Deine neue Mailadresse funktioniert nicht, bekomme die Mail immer mit Fehlermeldung "Sorry, no mailbox here by that name. (#5.1.1)" zurück.
sylvia.langer@gmail.com

23. - 24. Dezember - Teil 2 Police Station Cantonment

Alpha war mit dem Polizisten und Kristin wenige Augenblicke vor uns angekommen und schon im Gebäude, als ich mit Dani ankam.

Wir beide sind reingegangen, da war erst so ein Vorraum, dann kam so eine Art Tresen, rechts davon war ein Gittertor und dahinter war die Gefängniszelle, ein Wartebereich und Türen.
Es waren mehrere Polizisten hinter dem Tresen, die meinten, ich solle mal herkommen, als ich hinter dem Tresen war, ging erst mal das kleine Tor zu - Dani durfte natürlich nicht mit mir kommen, der musste vor dem Tresen warten. Sofort befahlen mir die Polizisten, ich solle mich in dem Wartebereich auf eine Holzbank setzen, direkt neben Kristin, die schon dort saß.
Ich habe mal gleich heftig mit dem Kopf geschüttelt und erklärt, dass ich mich jetzt auf keinen Fall neben die Frau setzen werde, die mich eine halbe Stunde zuvor mit Fäusten bearbeitet hat.
Das hat die ganzen Polizisten sehr wütend gemacht und mit schärferem Ton befahlen sie mir wieder, mich neben Kristin zu setzen.
Doch ich habe mich weiterhin geweigert und mich an die Wand auf der anderen Seite des Raumes gestellt.
Natürlich waren alle sehr erbost über mein störrisches Verhalten, zumal ich auch immer wieder nach dem Formular für den Arzt verlangt habe.

Denn das geht ja nun gar nicht, dass den Polizisten jemand sagt, was zu tun ist.

Dani hat auch die ganze Zeit versucht, an das Formular zu kommen, ich habe das aber gar nicht so wahrgenommen, ich war doch sehr mit mir beschäftigt, mir ging es schlichtweg mies, ich wollte da einfach nur raus.
Aber es sah nicht danach aus, als könne ich gleich wieder gehen und endlich zum Arzt.
Ich habe dann irgendwann mit heulen angefangen, habe immer wieder flehend zu Dani geschaut und versucht, die Polizisten abzuwehren, die mich mit aller Gewalt neben Kristin auf diese Bank zerren wollten.
Egal, wo ich mich hingestellt habe, immer kam einer und sagte, ich könne hier nicht stehen, das wäre nicht erlaubt und schob und zerrte an mir herum.
Ich war mittlerweile panisch, hatte Angst, fühlte mich bedroht. Vor der kleinen Tür stand ein ziemlich hässlicher Polizist, ich habe ihn angefleht, mich rauszulassen, denn mir war schlecht, ich hatte rasende Kopfschmerzen und ich zitterte. Aber er grinste mich mit seinem pickelvernarbten Gesicht nur hämisch an und sagte leise "Jetzt bist Du hier und kommst so schnell nicht wieder hier raus"
Ich habe nur noch geheult und geschrieen, die sollen mich jetzt endlich rauslassen.
So wirklich klar konnte ich da nicht mehr denken und in meiner Verzweiflung habe ich versucht, über diesen Tresen zu klettern, um rauszukommen.
In dem Moment habe ich sicher nicht daran gedacht, dass so eine Aktion die Polizisten vollends in Rage versetzen könnten, ich hatte nur eins im Kopf - Weg hier!
Schliesslich hatte ich nichts verbrochen und es gab keinen Grund, mich festzuhalten.
Aber das sah die Ghana Police anders, gleich waren alle Polizisten zur Stelle und hielten mich fest und zogen mich wieder zurück, einer hatte meine Jeans gepackt und mir diese beim Ziehen runtergezogen. Um mich schlagend habe ich mir meine Hose wieder hochgezogen, heulend und das alles vor der Gefängniszelle, die übervoll mit lachenden, grölenden Kerlen war.
Ich weiss nicht, ob ich mich schon mal so mies gefühlt habe wie in diesem Moment.
Immer noch heulend habe ich mich am Boden an die Wand gekauert und geschrieen, es solle mich jetzt keiner mehr anfassen und betatschen.
Dani war ratlos, mit Erklärungen und Bitten konnte man nichts ausrichten, er bat erneut um das Formular für den Arzt, das hatten die wohl bis jetzt noch nicht geschnallt, das wir nur deswegen da waren. Plötzlich fragte einer der Polizisten, warum wir das Formular wollen und ob ich verletzt wäre.
Das war wie ein Stichwort für Polizisten, denn die kamen auf mich zu, zogen mir die Hände vom Gesicht weg, tatschten mir ins Gesicht, einer wollte mein Shirt hochheben. Die Kerle in der Zelle fanden das natürlich sehr unterhaltsam. Ich hatte die Augen geschlossen, hörte nur Männerstimmen und fühlte Hände, die mich anfassen - ist es so unverständlich, in so einer Situation die Nerven zu verlieren und um sich schlagend diese Hände abzuwehren?
Ich weiss nicht, was Dani gesagt oder gemacht hat, sie liessen von mir ab.
Wie ein Häufchen Elend blieb ich in der Ecke gekauert sitzen, den Kopf unter meinen Armen begraben, die Augen fest geschlossen.
Dani hatte derweil 2 seiner Kollegen angerufen und sie als Unterstützung hergebeten.
Bis sie kamen, diskutierte er mit einem Polizisten, der aber nur eins im Sinn hatte: zu beleidigen, zu provozieren und so seine Macht zu demonstrieren.
Er hatte mitbekommen, dass wir Deutsche sind, Dani bei der Bundeswehr arbeitet. Er hat Dani breit erklärt, dass die Projekte der Bundeswehr ja wohl absolut scheisse sind, völlig unnütz und vor allem das Kofi Annan Center absoluter Mist ist (dort werden auch von Deutschen ghanaische Polizisten ausgebildet). Aber Dani hat sich davon nicht provozieren lassen, denn genau das war das Ziel des Polizisten und er hat daraus auch keinen Hehl gemacht. Denn wie sonst soll man diese Aussage deuten: "Gib mir einen Grund und ich sperre Dich ein."?
Wie lange ich in der Ecke kauernd verbracht habe, weiss ich nicht, mir schien es wie eine Ewigkeit.
Bis dann Danis Chef und ein Kollege kamen und nachdem die dann mitdiskutiert hatten, durfte ich plötzlich gehen.
Ich bin aufgesprungen und bin blitzschnell rausgerannt, Dani kam mit dem Formular hinterher und wir sind dann erst mal zum Arzt.
Eigentlich wollten wir zum deutschen Botschaftsarzt, falls der nicht da ist, zu einer anderen deutschen Ärztin, die in Accra praktiziert.
Allerdings mussten wir wegen dem Formular zu einem Arzt, der von der Ghana Police anerkannt wird und unsere beiden Favoriten gehörten nicht dazu.
Also haben wir uns auf den Weg ins Militärhospital gemacht mit der Hoffnung, dass der stellvertretende Leiter noch im Dienst ist. Denn den kannten wir bereits, er hatte ja letztes Jahr Christoph von seinem Gips befreit, ausserdem hat er viele Jahre in Deutschland gearbeitet und spricht noch sehr gut deutsch.
Wir hatten Glück, er war da und hat sich auch gleich Zeit genommen und mich untersucht.
Ich hatte keine schwereren Verletzungen, meine Lippe war aufgeplatzt, der Rücken zerschrammt, Prellungen am Oberkörper, die sich in den Tagen darauf in ihrer Farbenpracht gezeigt haben.

Mit dem verfluchten Formular, ausgefüllt mit Stempel und Unterschrift, sind wir dann endlich heimgefahren.

So langsam bin ich dann auch zur Ruhe gekommen, die Anspannung liess nach und nach einer ausgiebigen Dusche habe ich mich ins Bett gelegt und versucht, einigermassen im Kopf zu ordnen, was da eigentlich heute passiert war.

Bei meinen mehr oder weniger nutzlosen Verteidigungsversuchen gegen Kristin hatte ich wohl jeden Muskel im Körper angespannt, das habe ich dann auch ab nächsten Tag gespürt. Ich konnte mich kaum bewegen, mir tat alles weh, mein Schädel fühlte sich an wie 3 Nächte durchgezecht und mein Gesicht war angeschwollen.

Während wir beim Arzt waren, hatte Dani´s Chef mit der Polizei noch ausgemacht, dass Kristin nun so schnell wie möglich ihre persönlichen Dinge bei uns abholen soll, damit es keinen Grund mehr für sie gibt, zu uns zu kommen.
Damit es dabei nicht zu Komplikationen kommt, sollte doch bitte jemand von der der Polizei anwesend sein als Zeuge.
Da es ja dann Heiligabend war und wir auch ein leckeres Essen geplant hatten und gemütlich für uns alleine sein wollten, sollte das wenn es geht auch noch am Vormittag des 24. stattfinden.
Pünktlich wie ausgemacht kam eine Frau vom CID (das ist sowas wie die Kripo hier), Dani´s Chef und Kristin.
Sie schleppte ihre Habseligkeiten raus, gab uns unsere Schlüssel zurück und damit war das Kapitel Kristin abgeschlossen für uns - dachten wir jedenfalls.
Wir bekamen noch einen Vordruck, dort sollte ich meine persönlichen Daten eintragen und noch schriftlich eine Aussage zum Vorfall vom Vortag machen.
Da ja nun mal die Polizei involviert war, musste das so sein, auch wenn wir beschlossen hatten, keine Anzeige gegen Kristin zu machen, da es ja eh nichts bringen würde, ich wollte das alles nur abschliessen und vergessen.

Aber damit geht es im nächsten Post weiter.................

Was wirklich passiert ist - 23. Dezember 08

Einen Tag vor Weihnachten und als gäbe es sonst nix zu tun, geht auch noch Chris´sein Monitor kaputt :-(
Das Blöde daran - als Geschenk zu Weihnachten sollte es ein Spiel für den Mac geben und wenn er dann mangels funktionierendem Bildschirm nicht mal spielen kann, wäre das nicht lustig.
Also musste schnellstens ein einfacher neuer her, damit Weihnachten gerettet ist.
Aber erst mussten am Vormittag noch einige andere Dinge eingeholt werden und so bin ich mit Dani losgefahren zum Einkaufen.
Kristin sollte derweil auf die Kinder aufpassen.
Natürlich war an dem Tag so ziemlich jeder in der Stadt unterwegs und wir waren dann doch länger unterwegs als geplant und erst gegen 12.30 Uhr wieder zu Hause, unterwegs habe ich allerdings nicht so auf die Uhr geschaut, wie spät es schon war, wurde mir eigentlich erst bewusst, als mir Chris daheim sagte, dass Kristin 12 Uhr gegangen wäre um sich etwas zu essen zu kaufen, weil sie Hunger hatte. Okay, normal hat sie von 12-14 Uhr Mittagspause, aber genau für solche Fälle hat sie ja von uns ein Handy bekommen, um anzurufen. Aber nein, es war wohl 12 Uhr und sie ist einfach gegangen und hat die Kids alleine gelassen.
Und ja, ich war ziemlich sauer darüber.
Wir haben aber erst mal fix ein Mittagessen gemacht, denn auch die Kinder hatten Hunger.
Ja und nach dem Essen ist dann Dani mit Chris gleich nochmal los, um einen Monitor zu besorgen. Und da Alpha, unser Fahrer, eh da war, haben sich die beiden gleich von ihm fahren lassen. Er hatte ja in der Weihnachtswoche den Tagwächterjob, da George Urlaub hatte.
Im Normalfall ist es ja auch kein Problem, wenn ich mit Kindern mal alleine ohne Wächter daheim bin. Aber es sollte anders kommen.
14 Uhr kam dann Kristin wieder, verschwand ohne ein Wort in Julians Zimmer, um dort die Wäsche zu bügeln.
Obwohl ich weiss, dass Ghanaer weder Ironie oder Sarkasmus verstehen, konnte ich mir nicht verkneifen, sie übertrieben freundlich zu fragen, wie denn ihre Mittagspause war und ob denn das Essen geschmeckt hätte.
Grinsend bejahte sie.
Da habe ich ihr erklärt, dass wir alles andere als erfreut über ihr Verhalten sind, zum einen die Kinder einfach alleine zu lassen, ausserdem ihre Unfreundlichkeit und Patzigkeit.
Schon 2 Tage zuvor hatte ich angemahnt, den Job etwas ernsthafter zu nehmen, aber darauf habe ich schon nur freche und provokante Antworten bekommen.
Als sie dann frech sagte, ich könne sie ja feuern, wenn mir was nicht passt, da habe ich ihr den Gefallen halt getan.
Sie hat dann in Julchens Zimmer alles so stehen und liegenlassen und wollte gehen.
In meiner Wut habe ich ihr dann an den Kopf geworfen, dass dieses Verhalten jetzt nur der beste Beweis für ihr Desinteresse ist, wenn man in der Nähe von Kindern ein angeschaltetes Bügeleisen einfach unbeaufsichtigt lässt.
Da wurde sie dann auch wütend und fing an, die bereits gebügelte Wäsche herumzuschmeissen.
Da habe ich spontan einen Schritt auf sie zu gemacht, um die Klamotten abzufangen und ich konnte gar nicht so schnell schalten, da holt sie aus und schlägt mir mit der Faust voll mitten ins Gesicht. Meine Brille flog davon, ich habe das Gleichgewicht verloren und bin rücklings gestolpert und in meinen großen geflochtenen Wäschekorb gefallen, in dem immer alles drin ist, was man zum bügeln so braucht. Da lag ich nun in dem Korb wie ein Marienkäfer auf dem Rücken, ohne Brille halbblind und die Kleiderbügel bohrten sich in meinen Rücken. Großartig Zeit zum denken und handeln hatte ich nicht, denn schon prasselten die nächsten Faustschläge in mein Gesicht. Kristin packte mich an meiner linken Schulter und drückte mich nach unten, so hatte ich keine Chance, aus dem Korb zu kommen. Mit der anderen Faust schlug sie immer wieder auf mich ein. Ich habe versucht meinen Kopf nach unten zu halten, mit meinem Arm das Gesicht zu schützen, da schlug sie weiter auf meinen Hinterkopf ein. Sie hing gebeugt über mir, ich wollte sie mit den Füssen von mir wegtreten, traf sie zwar irgendwo an der Brust, aber da ich so gequetscht in den Korb hing, hatte ich nicht genug Kraft, um mit meinen Tritten etwas auszurichten. Dabei habe ich natürlich geschrieen und deshalb kamen dann Philipp und Julian ins Zimmer. Sie beiden waren gleich total geschockt, haben auch mit schreien angefangen. Philipp hatte sich ein herumliegendes Kissen gepackt und schlug damit auf Kristin ein. Julian nahm sich seinen kleinen Plastikstuhl und zog damit auf. Er hatte dann wohl doch Angst vor seiner eigenen Courage, Philipp merkte, dass er mit dem Kissen nicht viel erreicht und beide rannten nach draussen, wollten auf der Strasse Hilfe holen.
Kristin liess sofort von mir ab und rannte auch aus dem Zimmer.
Ich stand (bzw. lag) völlig neben mir, bin aus dem Korb raus, habe mir meine Brille geschnappt und bin hinterher. Wer weiss, was diese Frau jetzt vielleicht noch mit den Kindern macht?
Als ich unten im Hof war, kamen Phili und Juli gerade wieder zum Tor herein, die anderen Wächter draussen hat der Hilferuf der Kinder nämlich einen Scheissdreck interessiert. Da habe ich mir mein Handy geschnappt und erst mal Dani angerufen, der war schon wieder auf dem Heimweg und wollte in wenigen Augenblicken daheim sein. Dann wollte ich mich eigentlich im Haus einschliessen, bis er da ist, allerdings hatte Kristin ja Schlüssel für die Hintertür. Sie hatte sich derweil hinten in ihrem Zimmer eingeschlossen, weigerte sich, mir den Hausschlüssel zu geben. Sie wollte erst rauskommen, wenn mein Mann wieder da ist, weil sie Angst vor mir hätte, weil ich sie umbringen wollte. Nun, in dem Moment habe ich diese Bemerkung einfach mal als so in Rage dahingesagt hingenommen.
Und dann kam auch schon Dani mit Chris und Alpha wieder.
Ich habe mich erst mal mit Eisbeutel auf die Terrasse gelegt, das ganze Gesicht brannte, die Lippe war aufgeplatzt, im Kopf hämmerte es.
Da wir als erstes mal Kristin von unserem Grundstück haben wollten, hat Dani Alpha losgeschickt zur Cantonments Police Station, um einen Polizisten zu holen, der Kristin hier wegholt. Ja, das klingt blöd, aber anrufen bringt nix, da die Polizisten keine Wagenhaben, da muss man schon selber hin, um sich einen Freund und Helfer zu holen.
Alpha war wenige Minuten später mit einem Polizisten wieder da, der wollte natürlich erstmal wissen, was los war. Dani hat es ihm auf die Schnelle erzählt und der Polizist erkundigte sich, wie es mir geht. Dani sagte, dass wir jetzt erst mal zum Arzt fahren wollen, da meinte der Polizist, wir sollen doch bitte jetzt erstmal mit zur Polizeistation kommen und uns dort ein Formular für ein medizinisches Gutachten abholen. Okay, das sollte ja nicht allzu lange dauern, also habe ich mich fix umgezogen (ich hatte arg schlumperige Hosen an), derweil hat der Polizist Kristin aus ihrem Zimmer geholt. Alpha hat dann Kristin und den Polizisten gefahren, ich bin mit Dani gemeinsam zur Polizeistation gefahren.

Und was sich dort dann abgespielt hat, gibt es demnächst zu lesen.

to be continue..........

Ratespiel - Find the Difference

Zum Zeitvertreib mal ein kleines Ratespiel.

Folgende 2 Links anschauen und dann herausfinden, wo der Unterschied liegt




(hier bis Seite 13 scrollen)


Da wir einfach mal davon ausgehen, dass weder Dani noch ich halluziniert haben und unsere Erinnerungen an die Arbeit an diesem Projekt uns nicht per Gehirnwäsche implantiert wurden, habe ich doch glatt mal eine Mail an die Redaktion geschrieben.

Es kam auch prompt Antwort, hier mal nur ein kleiner Auszug, denn ich finde ein Wort darin besonders schön:

"Der Autor hat den XXx Xxxxx als Protagonisten ausgewählt, an der er die

Arbeit der Beratergruppe schildert. Der Text wurde abschließend vom Autor
mit dem Xxxxxx der Xxxxxxxxxxxxx abgestimmt."


(Wer wissen will, was sich hinter den XXX verbirgt, schreibt am besten eine Mail an die Redaktion)


Nun noch ein Auszug aus der Definition von "Protagonist" lt. wikipedia:

"Andere Bedeutungen von „Protagonist“ sind: Meinungsbildner, Bahnbrecher, Neuerer,
Vorkämpfer, Vorreiter oder Wegbereiter."




AUA - DAS TUT WEH!



Und nun zur eigentlichen Rätselfrage:

Auf wen sollte ich noch Rücksicht nehmen und mich mit dem Bloggen zurückhalten?

Antworten als Kommentar, Mail oder im Skype.

Die Antwort "Aus Rücksicht auf unsere Haustiere" gilt nicht.


Zeit läuft ab jetzt




Wolfsheim - Underneath The Veil


Sand to sand... dust to dust...

Do I know whom to trust?

Do I know what life could be?

I know what I've seen!

Promises almost kept...

Everything that you once said

Seems to be just a lie

But might is right!

Underneath the veil... I saw a stirring... underneath the veil...

It may come out of the blue

Unbelievable but true

All and more than you could fear

Has happened here

I'll show you what it's like

Standing on the other side

But on the way to the end

I'll hold your hand...

Underneath the veil... I saw a stirring... underneath the veil...

Look at yourself and the comfort you live in

You know what you've got when you know what you've given

To the silence... when there's nowhere else to go but...

Underneath the veil... I saw a stirring... underneath the veil...
Quelle: http://lyricwiki.org/api.php?artist=Wolfsheim&song=Underneath_The_Veil&fmt=json
Für alle, die hier immer gerne gestöbert haben - alle Postings bis Mitte März wieder online.


Und wenn jemand im Blogtitel einen Fehler findet, dann darf er ihn sich gerne ausdrucken, fett rot anstreichen, sich anheften und es dann der nächsten Parkuhr erzählen!

Denn mir ist das egal, ich habe sogar schon vor dem 17. Mai von dem Fehler gewusst :-)

By the way...................
Für alle, denen es egal ist, ob die Langers nun in Ghana oder Deutschland leben, gibt es hier kleine Geschichten aus unserem Leben.




Take That - Patience

Just have a little patience.

I'm still hurting from a love I lost,
I'm feeling your frustration,
Then maybe all the pain will stop,
Just hold me close inside your arms tonight,
don't be too hard on my emotions.

Cause I need time,
My heart is numb, has no feeling,
So while I'm still healing,
Just try and have a little patience.

I really wanna start over again,
I know you wanna be my salvation,
The one that I can always depend.

I'll try to be strong, believe me,
I'm trying to move on,
It's complicated, but understand me.

Cause I need time,
My heart is numb has no feeling,
So while I'm still healing,
Just try and have a little patience.
Have a little patience.

Cause this scares run so deep,
It's been hard,
But I have to believe.

Have a little patience.
Have a little patience.

Cause I, I just need time,
My heart is numb, has no feeling,
So while I'm still healing,
just try and have a little patience.

Have a little patience.

My heart is numb, has no feeling,
So while I'm still healing
just try and have a little patience



Quelle: http://www.magistrix.de/lyrics/Take%20That/Patience-117855.html

Wolfsheim Kein Zurück

Es geht kein Weg zurück.

Weißt du noch, wie's war?
Kinderzeit - wunderbar:
Die Welt ist bunt und schön.
Bis du irgendwann begreifst,
Dass nicht jeder Abschied heißt,
Es gibt auch ein Wiedersehen.

Immer vorwärts. Schritt um Schritt.
Es geht kein Weg zurück.
Was jetzt ist, wird nie mehr ungeschehen.
Die Zeit läuft uns davon.
Was getan ist, ist getan.
Und was jetzt ist, wird nie mehr so geschehen.

Es geht kein Weg zurück.
Es geht kein Weg zurück.

Ein Wort zuviel im Zorn gesagt,
Einen Schritt zu weit nach vorn gewagt:
Schon ist es vorbei.
Was auch immer jetzt getan,
Was ich gesagt hab, ist gesagt.
Und was wie ewig schien, ist schon Vergangenheit.

Immer vorwärts. Schritt um Schritt.
Es geht kein Weg zurück.
Was jetzt ist, wird nie mehr ungeschehen.
Die Zeit läuft uns davon.
Was getan ist, ist getan.
Und was jetzt ist, wird nie mehr so geschehen.

Ach, und könnte ich doch
Nur ein einziges Mal
Die Uhren rückwärts drehen.
Denn wie viel von dem,
Was ich heute weiß,
Hätte ich lieber nie gesehen.

Es geht kein Weg zurück.
Es geht kein Weg zurück.
Es geht kein Weg zurück.

Dein Leben dreht sich nur im Kreis.
So voll von weggeworfener Zeit.
Deine Träume schiebst du endlos vor dir her.
Du willst noch leben, irgendwann.
Doch wenn nicht heute, wann denn dann?
Denn irgendwann ist auch ein Traum zu lange her.

Immer vorwärts. Schritt um Schritt.
Es geht kein Weg zurück.
Was jetzt ist, wird nie mehr ungeschehen.
Die Zeit läuft uns davon.
Was getan ist, ist getan.
Und was jetzt ist, wird nie mehr so geschehen.

Ach, und könnte ich doch

Immer vorwärts. Schritt um Schritt.
Nur ein einziges Mal
Es geht kein Weg zurück.
Die Uhren rückwärts drehen.
Was jetzt ist, wird nie mehr ungeschehen.
Denn wie viel von dem,
Die Zeit läuft uns davon.
Was ich heute weiß,
Was getan ist, ist getan.
Hätte ich lieber nie gesehen.
Und was jetzt ist, wird nie mehr so geschehen.

Wieviel Kinder passen in unseren Pool?

Um das herauszufinden, haben wir gestern knapp 1/3 der Schüler der RMS entführt und zu uns verschleppt ;-)

Nein, ist natürlich Quatsch!
Dazu muss man niemanden kidnappen, sondern einfach nur ein paar Tage vorher Einladungen verteilen, dann kommen schon alle freiwillig.

Wir wollten Julians und Philipps Geburtstag gleich zusammenlegen, aber es kam immer was anderes dazwischen, so wurde es mittlerweile März. Aber zum feiern ist es ja bekanntlich nie zu spät.

Die essenstechnische Versorgung habe ich diesmal einfach Bless aufgebürstet, sie sollte mir bis Mittwoch Vorschläge machen und eine Einkaufsliste schreiben.
Damit bin ich dann am Donnerstag losgezogen und habe eingekauft.
Hühnerflügel, Würstl, Kebabs, Hackfleisch und jede Menge Fanta, Cola und Sprite.

Freitag Vormittag waren meine beiden Mädels dann sehr fleissig in der Küche, habe gebratenen Reis gemacht, Hackfleischbällchen, Popcorn, ich habe noch eine Wagenladung Muffins gebacken.
Da man nie genug helfende Hände haben kann, hatte Bless noch eine Freundin mitgebracht.

Hier machen Bless, Akos und Anita gerade Mini-Hackfleischbällchen



Mittags gleich nach der Schule haben wir die Autos mit allen Kindern vollgeladen und dann ging es zu uns.

Nachdem alle ihre Geschenke losgeworden waren, ging es erst mal in den Pool.


Leckeres vom Grill gab es immer wieder frisch zubereitet, später verteilten sich dann die Kids.

Im Hof war Fussballspielen angesagt, George war der Schiedsrichter


Julchen verzog sich mit seinen Freunden ins sein Zimmer


Und zwischendurch immer wieder irgendetwas essbares in sich einschieben
Hier wurde binnen nicht mal einer halben Stunde ein Tablett mit etwa 50 Muffins leergeräumt
Es waren viel zu wenige, das weiss ich für das nächste Mal ;-)



Zum Trocknen dann aufs Trampolin



Und immer wieder in den Pool





So gegen 18 Uhr kamen dann die Eltern, um ihre Kinder abzuholen, mit einigen haben wir noch ein Weilchen zusammengesessen und etwas getrunken und etwa halb 8 war dann plötzlich Totenstille bei uns - alle waren weg.

Bilanz des Tages
keine Verletzten
dank Plastikgeschirr keine Scherben
Luftmatratze und Wasserball haben leider nicht überlebt
dafür jede Menge zufriedene Kinder, die warscheinlich sehr müde waren ;-)

Und wer wissen will, wieviele Kinder in den Pool passen - hier ist die Antwort




Inklusive unserer 3 Racker waren es 21 Kinder und 18 davon haben es geschafft,
eine Strömung zu erzeugen, gegen die man nicht mehr schwimmen kann ;-)

Clean The Environment

Dieses Schild ist eigentlich eine klare und mehr als notwendige Aufforderung


Aber keinen interessiert es - leider - deshalb sieht es überall so aus





Noch eindeutigere Bilder gibt es hier

Dienstag - Mittwoch

Gestern war nicht so wirklich mein Tag, obwohl es eigentlich ruhig losging.
Morgens nach der Schule bin ich gleich in den Koala, um ein paar Kleinigkeiten einzukaufen, aber ich war wohl etwas zu früh, denn es gab noch kein Brot.
Okay, was soll´s, dann fahre ich da nochmal vorbei, bevor ich mittags Julian aus der Schule abhole.
Wegen dem Verkehr bin ich beizeiten losgefahren, habe mein Brot geholt und dan ging es weiter zur Schule.
Mitten auf der Ring Road an der vorletzten Ampel bevor ich abbiegen muss, klang es irgendwie komisch aus dem Motorraum und als die Ampel wieder Grün wurde, ging er aus und sprang nicht mehr an.
Alpha liess ihn noch ein Stückchen nach vorn rollen, um die Spur erst mal wieder freizumachen, ich habe mal schon einfach Dani angerufen und einen Hilferuf losgelassen.
Während wir da an dieser Strasse standen, auf Dani gewartet haben, stand mein Baby mit offener Motorhaube und Warnblinke da.




Ich kenne mich ja mit Autos recht wenig aus, keine Ahnung was genau los war, jedenfalls sprang er erst mal wieder an und Alpha bekam die Order, gleich zur Werkstatt zu fahren, die sollten sich das mal anschauen.
Dani ist mit mir zur Schule gefahren, um Julian abzuholen.
Es waren noch etwa 20 Minuten bis Schulschluss, also haben wir uns eine Coke bestellt und haben gewartet, bis Alpha anrief, der Wagen ist schon wieder stehengeblieben und springt nicht mehr an.
Also habe ich Julian kurzerhand etwas eher aus dem Unterricht geholt und wir sind los, um nach Alpha und dem Auto zu sehen.
Am Telefon hatte er Dani eine etwas wirre Beschreibung seines Standortes gegeben und wir hatten wirklich nur ganz grob eine Idee, wo er jetzt steht.
das Problem war, er hat nicht den altbekannten gewohnten Weg genommen, sondern war aus einem unerfindlichen Grund irgendwelche angebliche Abkürzungen und Schleichwege gefahren.
Da uns die meist nicht bekannt sind, macht es das natürlich unheimlich schwer, bei mangelnden Strassennamen etwas zu finden.
Wir waren nach einer halben Stunde erfolglosem herumfahren echt sauer und haben ihn wieder angerufen, da war sein Handy aus - warscheinlich Akku leer.
Wir hatten gerade beschlossen, erst mal nach hause zu fahren, da rief er wieder an und meinte, er steht jetzt an der Russischen Botschaft, welche wieder in einer ganz anderen Ecke der Stadt liegt.
Wir haben nur noch mit dem Kopf geschüttelt, ihm nahegelegt, er sole sich bloss nicht vom Fleck rühren und auf uns warten. Zum Glück wussten wir, wo die Russische Botschaft ist ;-)
Irgendwie war dann noch was mit dem Kühlwasser, Alpha sollte noch eine Weile warten und dann zur Werkstatt fahren.
Die haben ihn jetzt wieder flott bekommen, allerdings klappert jetzt im Auto ganz laut der Lüfter, aber darum muss man sich jetzt nochmal in Ruhe kümmern, Hauptsache er fährt erst mal wieder.

Denn für heute hatte ich schon mit Bettina ausgemacht, auf den Makola zu fahren, das wollte ich ungern absagen.

Morgens haben wir erst in Ruhe unseren Kaffee getrunken und Julian beim Sportunterricht zugeschaut.

Heute war Weitsprung dran




Dann ging es auf den Makola und wir haben unsere Runde gedreht, Haargummis, Mülltüten, Sportklamotten.

Dann ging es wieder auf eine Cola in den Spot, in dem wir schon letztens waren. Dort sassen ja schon letztes Mal viele Strassenverkäuferinnen und die aren diesmal auch wieder da und haben uns auch gleich wiedererkannt und sich gefreut.

Sie haben sich zu uns gesetzt und uns ihre Klamotten gezeigt und wir haben uns nett unterhalten.

Diese 2 sind ganz besonders nett - Ama und Ama ;-)


Bei unserem nächsten Besuch dort werde ich den beiden mal einen Abzug von dem Bild mitnehmen, da werden sie sich sicher freuen.

Die perfekten Spareribs

Bei unserem letzten Urlaub in Deutschland hatte Dani im Fernsehen bei galileo einen Bericht gesehen, in dem es um die Zubereitung der perfekten Spareribs ging.
Und seitdem hat ihn das irgendwie beschäftigt, Ziel war es, selbst einmal die perfekten Spareribs hinzubekommen.

Irgendwann in den letzten Wochen sassen wir mal wieder mit Mike und Gretchen zusammen und kamen auf dieses Thema, denn Mike als Amerikaner müsste ja darüber Bescheid wissen.
Und er wusste Bescheid und bescheinigte sich selbst, tolle Spareribs zubereiten zu können.

Darauf habe ich ihn natürlich gleich festgenagelt, das wollten wir genauer wissen.
Also begannen wir mit der Planung eines gemeinsamen BBQs bei uns am Pool, da unser Gasgrill für untauglich befunden wurde, wolte Mike seinen Kohlegrill mitbringen, wir Frauen kümmern uns um die restlichen Zutaten und Mike organisiert, was er für die Spareribs braucht.
Letzten Sonntag am frühen Nachmittag rückte dann Familie Evans mit Grill, Salaten, spezieller Sosse, Kind und Kegel an und wir haben es uns so richtig im und um den Pool herum gemütlich gemacht.
Gretchen und ich haben uns eine Flasche Sekt gegönnt, die Männer haben in aller Ruhe den Grill vorbereitet, die Kinder haben gespielt und gegen 17 Uhr sollten dann die Ribs aufs Gitter.
Vor lauter Gequatsche und Getratsche hätten wir fast die Zeit verpasst, kurz nach 5 fiel mir ein, dass es nun vielleicht an der Zeit wäre, die Ribs auf den Grill zu legen.
Wir 4 schauten uns dann alle etwas fragend an, denn irgendwie hatte keiner eine Ahnung, wo die Spareribs sind. Bis uns klar wurde, dass es sich dabei wohl um ein massives Kommunikationsproblem der letzten Tage handelt - wir dachten, Mike bringt die Ribs, Mike dachte, wir organisieren welche ;-)
Nun ja, da standen wir da zum BBQ ohne Spareribs!
Wir haben es alle gelassen genommen, Mike hat sich sofort auf den Weg gemacht und daheim noch 2 gefunden, dazu einen fetzen Rindfleisch. Wir hatten noch Bratwürste - also verhungern sollte keiner.
Während Mike unterwegs war, wurde der Himmel pechschwarz und es zog ein kräftiges Lüftchen auf.
Kurzerhand haben wir beschlossen, nach vorn auf die Terrasse zu verlagern und kurz nachdem Mike wieder bei uns war, fing es dann auch richtig mit regnen an.
Mit einer Stunde Verzögerung lag dann doch alles auf dem Grill und 19 Uhr gab es dann lecker Essen. Ich hatte noch ein dunkles Brot gebacken und dazu Kohlsalat, aber das Beste waren dann doch die Spareribs! Die Marinade und Sosse dazu war unschlagbar - Test bestanden ;-)

Und weil es so schön war trotz kleiner Pannen werden wir sicher nochmal einen 2. Versuch machen, diesmal mit richtig viel Spareribs, die nicht erst kurz vor der Angst organisiert werden ;-)

Leider ist mir erst später am Abend aufgefallen, dass ich nicht mal ein Bild von diesem lustigen Nachmittag/Abend gemacht habe - na wenn das mal ken Grund für eine Wiederholung ist ;-)

Es gibt sie wieder - die "alten Stinker"

Wer wissen will, welche Autos es noch rechtzeitig vor der Abwrackprämie ins Asyl geschafft haben, der kann auf der Stinkerseite schauen, ob er vielleicht was Bekanntes entdeckt ;-)


Ich werde mal wieder die Kamera schussbereit halten, wenn ich unterwegs bin und beobachten, ob es nun weniger werden ;-)


Hier gehts zu den Stinkern...............

Einkaufen in Accra

Letzte Woche gab es ja hier mal wieder nicht wirklich etwas zu lesen.
Es waren noch Ferien, wir waren die meiste Zeit daheim, ich bin nur ab und an los, um einiges einzukaufen.
Ansonsten haben wir uns die Zeit am Pool oder auf der Terrasse vertrieben.

Aber apropos Einkaufen - hier mal wieder eine kleine Preisliste quer durch die verschiedenen Supermärkte hier, aktuell aus der letzten Woche.

1 kg tiefgefrorener Brokkoli
11,45 GHC

1 kg Pommes gefroren
3,29 GHC

1 kg klarer Zucker
1,39 GHC

Rinderfilet 1 kg
11,00 GHC

450 g Erbsen gefroren
3,30 GHC

500g Flora (Margarine wie Rama)
3,50 GHC (war Sonderangebot)

12 Eier
2,99 GHC

Parmesankäse
18,65 GHC

1 l Milch
2,40 GHC

1 Weissbrot
1,10 GHC

250g Butter
4,20 GHC

1 Kasten Coke (24x0,3l)
9,00 GHC

Klingt mal meist vielleicht nicht so wirklich teuer, aber es fehlen ja hier auch die ganzen Dinge, die so richtig teuer sind.
Die haben wir entweder auf Vorrat aus Deutschland uns mitgebracht oder wir haben sie einfach gestrichen ;-)

Der Preishammer, der mir mit am meisten zu schaffen macht, ist immer noch im Shoprite der Kohlrabi für 6,59 GHC pro Stück!

Artistik in luftiger Höhe

Schon vor mehr als 2 Jahren hatte einer unserer Wassertanks den Geist aufgegeben.
Er war etwas undicht und da direkt darunter die Pumpe stand, tropfte immer Wasser auf die Pumpe, das ist ja nun auch nicht so gut.

Deshalb haben wir den damals einfach abgeklemmt und fertig war´s.
Auch schon vor einigen Monaten kam unsere Landlady um zu fragen, ob sie den Tank haben kann.
Ähm.......ja klar, warum nicht - es ist ja ihr Tank!
Okay, die Zeit verging - der Tank stand da oben auf seinem Gerüst herum, keiner holte ihn ab ;-)

Doch diese Woche dann die Überraschung - wir kamen heim und George meldete uns, die Landlady war da und habe Bescheid gegeben, dass sie am Nachmittag Leute herschickt, die den Tank demontieren und mitnehmen sollen.

Gott sei Dank ist George ja immer bereit, mit anzupacken, denn es kam genau 1 Mann!

Wir waren hin und hergerissen, ob wir zuschauen oder uns im Haus verstecken sollten.

Aber das ist wie bei einem Verkehrsunfall - man MUSS einfach hinschauen - zumindestens um ein paar Bilder zu machen.



Ein bissel schlecht kann einem schon werden, wenn man die da oben herumturnen sieht.

Beim Herunterlassen von dem Tank habe ich dann die Kamera mal mitlaufen lassen.




Drei Kreuze - es ist alles glatt gegangen, keiner verletzt, Garage und Boysquartier stehen noch ;-)